Immobilien - Arten, Regelungen und Berufszweige der Immobilienwirtschaft

Nahaufnahme Kleines Modellhaus wird in offenen Händen gehalten

Arten von Immobilien bzw. Liegenschaften

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Immobilien bzw. Liegenschaften werden Grundstücke sowie Gebäude bezeichnet, die unterschiedlichen Zwecken dienen können. In Immobilien kann gewohnt, gearbeitet oder produziert werden. Einige Immobilien werden ausschließlich für die Freizeitgestaltung errichtet, andere für den Dienstleistungsbereich. Es gelten gewisse Regelungen. Auf dem Immobilienmarkt haben sich diverse Berufsgruppen spezialisiert. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Arten von Immobilien sowie deren Merkmale.

Immobilien - eine Definition

Bei einer Immobilie oder Liegenschaft kann es sich um

  • ein Grundstück
  • ein grundstücksgleiches Recht sowie
  • ein Bauwerk in Form einer Wohn- oder Gewerbeimmobilie

handeln. Zu den grundstücksgleichen Rechten zählen

  • Wohnungseigentum
  • Teileigentum
  • Erbbaurecht
  • Schiffseigentum und
  • Bergwerkseigentum.

Als Anwesen bezeichnet man ein bebautes Grundstück.

Einteilung: Arten von Immobilien

Den Begriff Immobilie verbinden die meisten Menschen mit einer Privatimmobilie. Dieser Art von Immobilie stehen zum einen die gewerbliche Immobilie gegenüber und zum anderen sonstige Nichtwohngebäude. Während erstere der privaten Nutzung dient, wird in gewerblichen bzw. industriellen Immobilien gearbeitet.

Privatimmobilien

Zu den Privatimmobilien zählen unter anderem Einfamilienhäuser sowie Wohnungen und Apartments in Mehrfamilienhäusern. Bei diesen Immobilien handelt es sich je nach Sichtweise um Eigentums- oder Mietobjekte.

Eigenheime und Eigentumswohnungen können gekauft oder finanziert werden, sie gelten als sichere Kapitalanlage und können beliebig gestaltet oder umgebaut werden. Für Mietwohnungen fällt eine monatliche Miete an, deren Höhe sich unter anderem an der Lage und Größe der Wohnung orientiert. Mietwohnungen können nur bedingt und nach Absprache mit dem Eigentümer verändert werden.

Je nach Größe und Verteilung der Wohnfläche können Privatimmobilien über ein oder mehrere Zimmer bzw. Etagen verfügen. Ein-Zimmer-Wohnungen werden auch als Apartments bezeichnet, mehrgeschössige Wohnungen findet man in einzeln stehenden Häusern oder Reihenhäusern vor.

Einfamilienhäuser als Privatimmobilien
Einfamilienhäuser als Privatimmobilien
Gewerbliche und industrielle Immobilien

Eine weitere Art ist die gewerblich genutzte Immobilie. Kleine gewerbliche Immobilien sind beispielsweise

Fabrikgebäude dagegen sind größer und fallen daher meist unter den Begriff der industriellen Immobilien. Oft stehen diese in Industriegebieten außerhalb von Wohngebieten, da die Produktion in den Werkstätten und Hallen mit Lärm oder unangenehmen Gerüchen einhergeht.

Das Hotel als gewerbliche Immobilie
Das Hotel als gewerbliche Immobilie
Nichtwohngebäude
Schulen als Nichtwohngebäude
Schulen als Nichtwohngebäude

Zudem gibt es auch noch die Kategorie der sonstigen Nichtwohngebäude. Diese werden weder privat genutzt, noch dienen sie der Industrie und Produktion. In der Regel sind sie öffentlich und für jeden Bürger zugänglich. Zu dieser Immobilien-Art zählen beispielsweise

Weitere Unterbegriffe: Immobilien nach Nutzung

Im Bereich der Immobilien gibt es einige Unterbegriffe, bei denen die Einteilung nach Nutzen vorgenommen wird. Eine einheitliche Definition besteht nicht immer. Beispiele:

Sozialimmobilien. Diese lassen sich zum einen in Gesundheitsimmobilien einteilen. Es kann sich aber ebenso um Gebäude handeln, die für Pflegebedürftige oder auch soziale Randgruppen konzipiert worden sind. Somit können unter diesen Begriff sehr unterschiedliche Immobilien fallen:

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Altenheime
  • Pflegeheime
  • betreute Wohngemeinschaften
  • Kinder- und Jugendheime
  • Obdachlosenheime

Des Weiteren gibt es

  • Sonderimmobilien/Spezialimmobilien: für eine besondere Verwendung erstellt, z.B. Hotel, Kraftwerk, Bahnhof
  • Betriebsimmobilien/Betriebliche Immobilien/Corporate-Real-Estate (CRE): durch die Verwendung von Unternehmen gebaut, betrieben sowie verwertet
  • Anlageimmobilien/Renditeimmobilien: Wohn- oder Gewerbeimmobilie, die nicht zur Selbstnutzung gedacht ist, sondern als Kapitalinvestition
  • Betreiberimmobilien: Grundstücke und Gebäude, die nur von einem Betreiber genutzt werden dürfen
  • Serviceimmobilien: Grundstücke und Gebäude, die man zur Erbringung von Dienstleistungen benötigt

Besondere Regelungen und Hinweise zur Wertentwicklung

Im Bereich der Immobilien gelten einige Regelungen. Um sie zu erwerben, sind ein notariell beglaubigter Kaufvertrag, eine Auflassung sowie der Grundbucheintrag erforderlich. Möglich ist die Belastung mit Rechten, zu denen Wegerechte oder Wasserrechte gehören.

In Sachen Besteuerung gilt die Grunderwerbssteuer. Zudem muss man für ein Grundstück eine Grundsteuer entrichten. Bei der Finanzierung gilt, dass man einen Teil des Kaufpreises in Form eines Kredits finanzieren lassen kann.

Im Laufe der Zeit muss man mit einer Wertminderung der Immobilie rechnen. Um die entsprechende Entwicklung der Wertlage zu überblicken, ist die Einteilung in diverse Kategorien üblich; zu diesen zählen:

  • Leerstand: es besteht keine Nutzung mehr
  • genutzter Bau: die Immobilie wird genutzt
  • noch ungenutzter Neubau: es besteht eine erste Nutzung
  • bereits parzelliert und erschlossen: die Nutzung wird vorbereitet
  • gewidmetes Bauland: die Nutzung ist rechtlich abgesichert
  • Bauerwartungsland: die Nutzung ist beabsichtigt
  • Landwirtschaft/Forstwirtschaft: es besteht keine immobilienwirtschaftliche Nutzung
Die Wertentwicklung eines Gebäudes hängt von mehreren Faktoren ab
Die Wertentwicklung eines Gebäudes hängt von mehreren Faktoren ab

Berufsgruppen auf dem Immobilienmarkt

In der Immobilienwirtschaft gibt es einige Berufsgruppen, die sich auf den Immobilienmarkt, Gebäude und Liegenschaften spezialisiert haben. Zu diesen zählen

Immobilienmakler vermitteln Hauskäufe oder Vermietungen
Immobilienmakler vermitteln Hauskäufe oder Vermietungen
  • Immobilienmakler: vermittelt Immobilien und ist als Makler zwischen Eigentümer und Interessent tätig
  • Gebäudemanagement: Bewirtschaftung von Gebäuden und Technik
  • Hypothekenbanken: Pfandbriefbank, Kreditinstitut für Pfandbriefgeschäft
  • Immobilienfonds: diverse Gesellschaftsformen, die ihr Kapital in Immobilien investieren
  • diverse Versicherungen sowie
  • die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben: Verwaltung und Verwertung der Liegenschaften im kaufmännischen Bereich

Grundinformationen und Tipps zu Immobilien

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rotes Glashaus (2007) © Dark Vectorangel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Illuminated Parisian hotel sign taken at dusk © Brian Jackson - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Elementary school pupils running outside © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: real estate agent hands over the keys. © Feng Yu - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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