17. Februar 2006
Wer in den nächsten Wochen eine Reise nach Afrika plant, sollte sich zuvor unbedingt bei einem reisemedizinisch fortgebildeten Arzt oder Apotheker informieren, ob in der Reiseregion ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für die gefährliche Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) besteht und sich gegebenenfalls impfen lassen.
Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM), Düsseldorf, hin. Aktuell werden unter anderem aus Kenia und Uganda zahlreiche Erkrankungen und auch Todesfälle gemeldet. Beide Länder liegen im sogenannten Meningitis-Gürtel, der sich quer durch den Kontinent zieht, vom Senegal im Westen bis in das östlich gelegene Kenia. In diesem Bereich tritt die Infektion von Zeit zu Zeit immer wieder auf. Vor allem in der momentan herrschenden extremen Trockenheit, die voraussichtlich noch bis März andauern wird, ist mit vielen weiteren Krankheitsfällen zu rechnen.
Die von Bakterien verursachte Meningokokken-Meningitis beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife und führt innerhalb von 3-4 Tagen zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild. "Gefährdet sind vor allem Reisende mit Kontakt zur einheimischen Bevölkerung und Trekking-Urlauber", erläutert Dr. Burkhard Rieke vom CRM.
Grundsätzlich empfiehlt das Düsseldorfer Fachinstitut allen Reisenden nach Afrika etwa 4-6 Wochen vor Abreise eine individuelle reisemedizinische Beratung bei einem entsprechend fortgebildeten Arzt oder Apotheker, um die mögliche Gesundheitsvorsorge, beispielsweise auch die Frage, ob eine Malariaprophylaxe notwendig ist, optimal zu lösen. Eine Impfung gegen Meningitis muss auf den regionalen Erreger abgestimmt sein und sollte spätestens zwei Wochen vor der Abreise erfolgen. Sie schützt dann sicher für mindestens drei Jahre vor einer Infektion. Adressen von qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstellen (Ärzten und Apotheken) veröffentlicht das CRM im Internet unter www.crm.de und www.travelmed.de.
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