Reisen nach Afrika - Informationen über Meningitis-Risiko

Oldonyo Len'gai, Vulkan in Tansania, davor zwei Giraffen

Erhöhtes Infektionsrisiko bei Reisen in den Meningitis-Gürtel

Die Meningitis oder eitrige Hirnhautentzündung ist über den ganzen Globus verbreitet. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr mit Meningokokken in afrikanischen Ländern, die im Meningitis-Gürtel liegen. In den Regionen von Äthiopien bis zum Senegal kommt es immer wieder zu Epidemien durch Erreger der Typen A, C, W und Y.

Klimatische Bedingungen beeinflussen Meningitis-Häufigkeit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registriert auch heute noch eine hohe Anzahl an Todesfällen durch Meningokokken verursachte Hirnhautentzündung in rund 15 afrikanischen Ländern.

Vor allem die klimatischen Bedingungen fördern die Ausbreitung der Meningitis. Bei anhaltenden Dürreperioden von Oktober bis März treten Meningitis-Erreger besonders häufig auf und breiten sich rasend schnell aus.

Zu den besonders gefährdeten Gebieten gehören Länder im Meningitis-Gürtel wie

  • Uganda,
  • Kamerun,
  • die Elfenbeinküste,
  • Togo,
  • Ruanda,
  • Nigeria und
  • Tansania.

Urlauber, die eine Reise in diese Regionen planen, sollten sich vorab genau über ihren Impfstatus informieren und diesen bei Bedarf auffrischen lassen. Ein Reisemediziner oder ein Arzt mit reisemedizinischer Zusatzausbildung ist der richtige Ansprechpartner. Experten bewerten die erforderlichen Impfschutzmaßnahmen zwar unterschiedlich, dennoch wird neben dem Impfschutz gegen Malaria und Gelbfieber auch zur Meningitis-Impfung geraten.

Lebensbedrohliche Erkrankung mit vielfältigen Symptomen

Bei einer Ansteckung mit Meningokokken kann es zu schwerenwiegenden Symptomen kommen. Neben

tritt meistens eine ausgeprägte

  • Nackensteife

auf, manchmal einhergehend mit

Auch

gelten als Anzeichen für eine Hirnhautentzündung.

Nach Ausbruch der Erkrankung und bei einem dramatischen Verlauf, kann es innerhalb weniger Stunden zu Bewusstseinsstörungen, Bewusstlosigkeit oder Blutvergiftungen kommen. In sehr schweren Fällen treten Herzkreislaufversagen und gefährliche Blutgerinnungsstörungen auf, die in kurzer Zeit zum Tod führen.

Bei einer Meningitis-Erkrankung ist schnelles Handeln daher unabdingbar. Neben einer intensivmedizinischen Betreuung muss umgehend eine Antibiotikatherapie eingeleitet werden.

In afrikanischen Ländern ist jedoch keine lückenlose medizinische Versorgung garantiert. Fehlen die richtigen Medikamente, steigt das Todesrisiko auf 60 bis 80 Prozent. Normalerweise liegt die Sterberate nach einer Meningitis-Infektion bei etwa 5 bis 10 Prozent.

Impfberatung etwa sechs Wochen vor Abreise

Meningokokken-Bakterien führen in der Regel innerhalb von 2-4 Tagen zu einem schweren Krankheitsbild, das lebensbedrohlich werden kann. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht vor allem bei Kontakt mit Einheimischen und bei Trekking-Touristen.

Afrikaurlauber, die in einer der Zonen im Meningitis-Gürtel ihren Urlaub verbringen möchten, sollten sich etwa sechs Wochen vor Reisestart zu einer Impfberatung beim Arzt oder in einer Apotheke anmelden. Fachlich geschulte Ärzte und Apotheker bieten umfassende Gesundheitsberatungen an und informieren, welcher Impfschutz erforderlich ist, zum Beispiel auch, ob und in welchen Gebieten ein Prophylaxe gegen Malaria sinnvoll ist.

Empfehlenswert ist eine Meningitis-Impfung rund 14 Tage vor Reisebeginn. Der Impfschutz ist drei Jahre wirksam.

Die Impfung für Afrikareisende schützt nicht gegen mitteleuropäische Erreger der Gruppe B, sondern gegen die Bakterienstämme A, C, W und Y. Seit Ende 2013 steht allerdings auch ein Impfstoff gegen B-Meningokokken zur Verfügung. Erreger der Gruppe B kommen aber vor allem in den USA und in Europa vor.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Oldonyo Len'gai © doraemon - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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