10. Februar 2011
Frankreich ist ein sehr abwechslungsreiches Reiseziel. Wunderschöne Landschaften, traumhafte Strände, aber auch pulsierende Städte kann man in diesem Land entdecken. Eines der Naturphänomene an der Atlantikküste, welches man sich keinesfalls entgehen lassen sollte, ist die Sanddüne Dune de Pyla. Diese befindet sich etwa eine Autostunde von der Stadt Bordeaux entfernt.
Diese Düne gilt als die größte Wanderdüne Europas - bei einer Höhe von bis zu 120 Metern und einer Länge von 2,7 Kilometern nicht verwunderlich. In den letzten 100 Jahren hat sich die Höhe dieser Düne verdoppelt; je nach Windrichtung und Windstärke verändert sich diese noch heute um zwei bis drei Meter im Jahr. Die Sanddüne Dune de Pyla besteht aus sage und schreibe 60 Millionen Kubikmeter feinstem Sand; eine schier unvorstellbare Zahl.
Bereits seit dem Jahr 1987 steht die Region rund um diese Wanderdüne unter Naturschutz. Heute besuchen jedes Jahr mehr als eine Million Touristen dieses Naturhighlight. Ein besonderes Erlebnis ist es sicher, über den Sand auf den Gipfelkamm zu klettern; dies ist über die Ostflanke gut möglich. Eine Treppe mit insgesamt 160 Stufen führt den Urlauber bequem auf den Gipfel; wer es anstrengender mag, kann natürlich auch den beschwerlichen Weg durch den Sand wählen. Von oben bietet sich dem Urlauber ein traumhafter Rundblick - besonders schön ist dieser natürlich bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang.
Unterhalb dieser Treppe findet man zudem ein Restaurant sowie einen Souvenirshop.
Für sportlich aktive Touristen ist die Sanddüne ebenso ein lohnendes Urlaubsziel. Besonders an der dem Meer zugewandten Seite tummeln sich meist zahlreiche Gleitschirm- und Drachenflieger. Jedes Jahr im Juni findet das "Wagas Festival" der Gleitschirmflieger statt - immer wieder ein gerne besuchtes Event. Die Windverhältnisse sind dann besonders günstig und lassen die Schirme fast von alleine dahingleiten.
Unterhalb der Düne befindet sich ein ausgedehnter Kiefernwald - dieser ist ebenso gut für ausgedehnte Wanderungen geeignet.
Mit einem ungefähren Alter von nur etwa 200 Jahren ist die Sanddüne ein recht junges Naturphänomen. Im 18. Jahrhundert bildete sich hier die Sandbank von Arguin; zum Schutz vor diesem Sand wurde von den damaligen Bewohnern ein Wald gepflanzt. Seitdem bildet der Sand die heute bestehende Sanddüne Dune de Pyla.
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