Glücklich verheiratet - Das Rezept für eine gute Ehe

Lächelndes Paar sitzt entspannt auf weißem Sofa

Ratschläge für eine langjährige und glückliche Ehe und Tipps, um Ehestress zu vermeiden - Lektionen der Liebe, Umgang mit dem Alltag und Vieles mehr

Eine gute Ehe zu führen ist manchmal gar nicht so einfach. Zwar beginnen die meisten Ehen mit einer Vielzahl von guten Vorsätzen, der Alltag jedoch macht das gemeinsame Leben nicht immer einfacher. Hinzu kommen Probleme von außen, Probleme mit den Kindern und Probleme mit der Gesundheit. Wie Sie trotzdem eine gute Ehe führen können, dazu haben wir ein paar Tipps für Sie.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Frisch verheiratet und endlos glücklich?

Haben Sie keine Angst vor den Veränderungen in Ihrem Miteinander, sobald Sie verheiratet sind. Lassen Sie die Themen auf sich und Ihren Partner zukommen und setzen Sie sich nicht unter Druck, immer und alles sofort richtig zu machen.

Eine Ehe ist eine Herausforderung für beide Partner. Lernen Sie sich weiterhin liebevoll kennen und achten Sie darauf, niemals die Verbindung der Ehe als Freibrief oder Druckmittel, beispielsweise im Rahmen eines Streits, einzusetzen.

Die folgenden Punkte dienen als mögliche Ratschläge, die Ihnen helfen können, mit klarem Bewusstsein der Angst vor den typischen Eheproblemen und negativen Entwicklungen der Entfremdung aktiv entgegenzuwirken und innerhalb der Ehe ein handlungsfreier Partner und Mensch sein zu können.

1. Freuen Sie sich auf das gemeinsame Leben

Genießen Sie die Augenblicke miteinander und freuen Sie sich auf die vor Ihnen guten und schlechten Tage. Halten Sie sich stets bewusst, dass Sie den Menschen an Ihrer Seite sehr lieben und glücklich machen wollen, so wie Sie sich glücklich machen und wissen wollen. Nehmen Sie die Aufgabe und die Herausforderung mit einem erwartungsfrohen Lachen und Neugierde an und freuen Sie sich auf diesen ganz besonderen Lebensabschnitt.

2. Kleine Gesten bereichern die Zweisamkeit

Geben Sie sich gegenseitig jeden Tag das Gefühl, dass Sie einander schätzen. Forschungen belegen, dass die Anzahl von kleinen Aufmerksamkeiten wichtiger für die positive Entwicklung und das Wachstum einer ehelichen Bindung ist, als die gelegentlichen großen Gesten und großen Ankündigungen.

Vielleicht gelingt es Ihnen, dass Sie Ihrem Ehepartner einmal am Tag das Gefühl geben können, dass er geliebt, geschätzt, bemerkt und respektiert wird. Geben Sie Ihrem Partner überraschend einen Kuss oder fragen Sie Ihren Partner um Rat.

Kochen Sie ihm oder ihr das Lieblingsgericht oder machen Sie Ihrem Partner ein herzliches Kompliment. Es ist also festzuhalten, dass häufige, kleinere Aufmerksamkeiten die langfristige Intimität in der Ehe stärken und pflegen.

Kleine Überraschungen wie ein selbst gekochtes Abendessen wirken Wunder
Kleine Überraschungen wie ein selbst gekochtes Abendessen wirken Wunder

3. Vergessen Sie nicht, Spaß zu haben

Gemeinsames Lachen für die Partnerschaft
Gemeinsames Lachen für die Partnerschaft

Laut einer Studie charakterisieren die glücklichsten Paare ihren Ehepartner als jemanden, mit dem sie es genießen, Zeit zu verbringen. Mit der Zeit tendieren Ehepartner dazu, sich außerhalb der Ehe mit Freunden zu treffen und andere Aktivitäten ohne den Ehepartner zu unternehmen.

Versuchen Sie regelmäßig lustige und leichte Aktivitäten mit Ihrem Ehepartner durchzuführen. Studien zeigen des Weiteren, dass die Aufnahme einer Aktivität, die für beide Partner neu ist, die Gute-Laune-Aufregung kurz vor den Terminen steigert.

Es ist also festzuhalten, dass Sie vermeiden sollten, auf der Suche nach Spaß, Lachen und Neuheiten durch die Abwendung von Ihrem Partner Furchen der zunehmenden Distanzierung in Ihre Beziehung zu bringen. Achten Sie stattdessen darauf, auch mehr fröhliche Aktivitäten mit Ihrem Partner zu unternehmen und so die gute Laune und das Lachen in Ihrer Ehe stets präsent zu halten.

4. Erdrücken Sie Ihren Partner nicht mit Ihrer Zuwendung

Jeder Mensch braucht seinen Freiraum. Der eine mehr, der andere weniger. Spüren Sie nach und thematisieren Sie es auch mit Ihrem Partner, ab wann man sich zu nah ist und ab wann man sich zu weit voneinander entfernt fühlt.

Respektieren Sie Ihre eigenen Nähebedürfnisse und die Bedürfnisse Ihres Partners und lassen Sie Ihrem Partner in der Ehe den Raum das Individuum zu sein, das er ist. Es ist also festzuhalten, dass Loslassen und Freiräume geben den Partner näher bei einen sein lässt und die Ehe glücklich wachsen kann.

5. Vergrößern Sie Ihren Bekanntenkreis

Studien belegen, dass insbesondere Männer in Beziehungen glücklicher sind, wenn Ihre Frauen gute Beziehungen zu Ihrer Großfamilie und Freunden unterhalten. Paare, die gerne von den Großfamilien und Freunden des Partners hören, nicht aber an allen Familien- und Freundestreffen teilnehmen, sind langfristig betrachtet glücklicher als Partner in Partnerschaften mit getrenntem Freundeskreis.

Integrieren sie sich in den Freundeskreis und die Familie des Partners
Integrieren sie sich in den Freundeskreis und die Familie des Partners

Versprochen ist versprochen? Eheversprechen unter der Lupe

Kleine Figuren Mann und Frau vor riesigem Richter Hammer
Familienrecht © GaToR-GFX - www.fotolia.de

Das US-TV-Magazin „60 Minutes“ und das Zeitschriftenmagazin „Vanity Fair“ klärten jüngst in einer Umfrage, wie es mit der Einhaltung der Eheversprechen im Alltag aussieht.

Die männlichen Teilnehmer fanden das Versprechen der Treue am schwersten einzuhalten. Hierfür wurden 27 Prozent erzielt. Ein Drittel der Damen fand den Vorsatz "in guten, wie in schlechten Tagen" am schwersten umzusetzen.

Den zweiten Platz belegte auch bei den Frauen das Treuegelöbnis. Mit 25 Prozent rangierte diese Versprechen weit oben. Das Versprechen, das für Frauen sehr leicht einzuhalten ist, ist die Aussage "in Reichtum und in Armut".

Platz zwei der Herren war der Vorsatz "in guten, wie in schlechten Tagen" mit 23 Prozent und auf den dritten Platz landete "in Reichtum und in Armut". Für die Herren ist die leichteste Aufgabe "in Krankheit und Gesundheit" zur Partnerin zu halten.

Trägt man einen Ehering auch nach dem Tod des Partners weiter am Finger?

Nahaufnahme zweier goldener Trauringe, der innere mit Diamant
goldene Trauringe © euthymia - www.fotolia.de

Der Ehering ist ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Mann und Frau. Stirbt ein Partner, so bleiben die beiden zwar dennoch miteinander verbunden, jedoch in anderer Form. Aus diesem Grunde kann man auch hier kein Pauschalrezept liefern.

Manche tragen den Ehering weiter, andere legen ihn ab und wieder andere lassen den Ring des Partners und den eigenen von einem Juwelier eingießen und ein Stück daraus machen. Dies ist an sich ein schöner Gedanke. Die Ehe nach Außen hin besteht nach dem Tod eines Partners zwar nicht mehr, die Verbundenheit jedoch bleibt.

Entscheiden muss dies aber jeder Mensch für sich, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Es gibt auch Menschen, die nach dem Tod des Partners ihren Ehering bis zum eigenen Lebensende am Finger tragen.

Das macht für britische Frauen den perfekten Ehemann aus

Junges Paar, Rücken an Rücken, lächeln in Kamera
sisters 11 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Wie eine Umfrage unter britischen Frauen im Alter von 20 bis 35 Jahren ergeben hat, haben Frauen offenbar einen ganz bestimmten Typ von Mann vor Augen, wenn sie sich ihren Mann fürs Leben ausmalen. Der durchschnittliche Mr. Right ist demnach 31 Jahre alt, hat braune Augen und braune Haare und ist 1,87 Meter groß.

Berufliche Karriere und Alter

Doch der Umfrage zufolge, spielt für die Frauen neben dem Aussehen ihres Zukünftigen auch dessen Beruf und damit auch dessen Einkommen eine wichtige Rolle. Idealerweise ist der britische Mr. Right demzufolge Lehrer und verdient im Jahr um die 66.000 Euro. Generell sollte der Traummann höchstens sieben Jahre älter oder jünger als sie selbst sein, wünschten sich die Umfragenteilnehmerinnen.

Die meisten der Frauen, die angaben eher auf den blonden und blauäugigen Typ Männer zu stehen, würden für eine dauerhafte Beziehung allerdings eher den dunklen Typ mit braunen Haaren und Augen vorziehen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage.

Mann mit geregelten Arbeitszeiten und einem guten Verdienst

Was den Beruf der Männer angeht, stehen die Frauen entgegen den Erwartungen ganz und garnicht auf erfolgreiche Banker, Ärzte oder Rechtsanwälte, weil die meist schlicht und ergreifend zu wenig Zeit für ihr Privatleben und damit auch für ihre Partnerin haben. Stattdessen wünschen sich die meisten Frauen einen Mann mit geregelteren Arbeitszeiten, der trotzdem gut verdient und dabei standen Lehrer ganz hoch im Kurs.

Beziehungen machen glücklich, egal ob verheiratet oder nicht

Junges Paar mit ausgestreckten Armen, er hinter ihr und über sie gebeugt
sisters 7 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Bisherige Studien haben immer wieder belegt, dass Verheiratete bei weitem am glücklichsten sind. Verglichen wurden jedoch meist nur Verheiratete und Singles. Dass aber nicht unbedingt der Trauschein für das Glücklichsein verantwortlich ist, zeigte jetzt eine aktuelle Studie der Cornell-Universität in den USA.

Zwar ist es richtig, dass Menschen, die in einer Partnerschaft leben im Schnitt ein deutlich höheres Wohlbefinden und weniger depressive Gedanken haben als Singles, allerdings macht es keinen Unterschied ob sie verheiratet sind oder nicht.

"Ehe light": In Frankreich bewährt, jetzt auch in der Schweiz?

In Frankreich bewährt sich eine verpflichtungsärmere Alternative zur klassischen Ehe

Ansicht von oben: Er kniet lächelnd vor seiner Partnerin und hält ihre Hand, sie lacht, beide barfuß auf Wiese
Love Team © soschoenbistdu - www.fotolia.de

Wer noch nie zuvor hiervon gehört hat, der dürfte einigermaßen überrascht sein: In Frankreich gibt's eine Art der eingetragenen Lebenspartnerschaft, die inzwischen von immer mehr Paaren als Alternative zur bürgerlichen Ehe bevorzugt wird - quasi eine "Ehe light". Korrekt heißt das Ganze "Pacte Civil de Solidarité", also ein Zivilakt der Solidarität, kurz: Pacs genannt.

Weniger Verpflichtungen

In Frankreich hat sich dieses Modell seit inzwischen über 15 Jahren bewährt, nun will auch die Schweiz eine entsprechende Ehe-Alternative einführen. Die Basics sind dabei ähnlich wie in der Ehe, allerdings mit deutlich weniger Verpflichtungen. Unterhalt nach der Trennung beispielsweise gibt's nicht, auch eine langwierige (und oft kostspielige) Scheidung muss hierbei keiner der beiden Partner befürchten.

Niedrigere Trennungsrate

In Deutschland, wo die Ehe wie auch die eingetragene Lebenspartnerschaft stark von moralischen Wertvorstellungen geprägt ist, scheint ein solcher Zivilakt als Ausdruck einer Partnerschaft ohne umfangreiche Verpflichtungen fast undenkbar. In der Schweiz will der Bundesrat jetzt Vorkehrungen für eine ähnliche Regelung auf den Weg bringen.

Allerdings können selbst überzeugte Verfechter der klassischen Ehe nicht leugnen, dass der Pacs enorm erfolgreich ist - denn während immer mehr Ehen geschieden werden, ist die Trennungsrate beim Pacs deutlich niedriger.

Fakt ist, dass verheiratete Paare immer gern glauben machen wollen, dass ihr Ehe-Alltag nicht enden wollende Flitterwochen sind - Die Wahrheit sieht natürlich etwas anders aus...

Die Geheimnisse von Eheleuten

Für Singles und unverheiratete Paare haben Eheleute etwas Geheimes, ja fast schon etwas Mystisches an sich. Irgendwie scheinen sich verheirate Paare schneller mit anderen Ehepaaren anfreunden zu können als mit frisch verliebten Turteltauben. Es ist so, als gäbe es eine geheime Verbindung zwischen ihnen, die sie wundersam durch Small-Talk eröffnen und dann immer tiefer wachsen lassen.

Der Grund dafür ist ganz einfach. Eheleute wollen unverheiratete Paare über die Realität des Lebens im Dunkeln lassen. Entweder, um Ihnen keine Angst vor dem Traualtar zu machen, oder um Sie ins offene Messer laufen zu lassen.

Das hängt ganz von der Sichtweise ab. Ein paar Fakten über die Ehe haben wir im Folgenden zusammengetragen.

Sex ist mühevoll

Frisch Verliebte mögen sich das nur schwer vorstellen können, aber in der Ehe ist es alles andere als schwer, die Finger von einander lassen zu können. Die Statistik sagt, dass in bundesdeutschen Haushalten nur rund zweimal in der Woche das Bett wackelt.

Jedes zweite Ehepaar gibt sich mit der Zeit mit weniger Sex zufrieden

Blondes Paar liegt schlafend in weißem Bett
sweet dreams © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

In einer Befragung auf Deutschlands Straßen stellte sich heraus, dass sich etwas mehr als die Hälfte aller Deutschen nach einer gewissen Zeit mit ihrem Partner auch mit weniger Sex zufrieden geben. Rund 49 Prozent waren andererseits der Ansicht, dass ein Mangel an Sex ein Zeichen für einen Seitensprung des Partners ist.

Darüber hinaus zeigte sich, dass die meisten Deutschen den Grund für eine Flaute im Bett beim Partner sehen. An der Umfrage, die für die Zeitschrift "Für Sie" durchgeführt wurde, nahmen 1.047 Männer und Frauen teil, die alle zwischen 30 und 60 Jahre alt waren.

Ehefrauen haben die meisten sexuellen Probleme

Paar hat Probleme im Bett, sie sitzt vorne auf der Bettkante und hält die Hand vor das Gesicht, er liegt im Hintergrund
Upset young couple having problems with sex. © dmitrimaruta - www.fotolia.de

Die meisten sexuellen Probleme haben verheiratete Frauen, wie britische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben.

Das Ergebnis resultiert aus einer Studie mit 11.000 befragten Frauen und Männern und wurde im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 bei Personen im Alter von 16 bis 44 Jahre durchgeführt.

Verheiratete Frauen haben mehr Probleme als verheiratete Männer oder Single-Frauen. Weiterhin ergab sich aus der Studie, dass Frauen und Männer später häufiger Probleme im Liebesleben haben, wenn sie beim ersten Mal nicht richtig befriedigt waren.

Intakte Ehe auch ohne jahrelangen Sex

Älteres Paar Hand in Hand im Bett, schaut sich verliebt an
Closeup of a romantic mature couple holding hands on bed © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Kann eine Ehe intakt sein, auch wenn es über neun Jahre keinen Sex gegeben hat? Laut einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken scheint dies durchaus der Fall zu sein. Eine Frau verließ ihren Ehemann und begann eine neue Partnerschaft. Die Klage auf Unterhalt von ihrem Ex-Mann wurde in zwei Instanzen abgelehnt.

Eine der Begründungen der Richter war, dass es aus unterschiedlichen Gründen innerhalb einer Ehe keinen Sex gegeben könnte und deshalb eine Ehe nicht unbedingt als zerrüttet betrachtet werden muss.

Wichtiger als guter Sex - Ehe funktioniert, wenn Männer im Haushalt anpacken

Mann mit gelben Putzhandschuhen wringt einen Putzlappen über einem Eimer aus, um den Boden zu wischen
Cheerful young man is doing clean-up in his house © YakobchukOlena - www.fotolia.de

Wissenschaftler der London School of Economics (LSE) in Großbritannien haben eine Studie über die Faktoren veröffentlicht, die eine gute Ehe bedingen. Demnach ist die Scheidungsrate bei Ehepaaren deutlich niedriger, wenn die Männer im Haushalt mit anpacken, sich um die Kinder kümmern und die Partnerin bei den täglich anfallenden Erledigungen entlasten. "Diese Studie weist darauf hin, dass der Beitrag der Väter an unbezahlter Arbeit zu Hause eine Ehe stabilisiert, unabhängig davon, ob die Mütter arbeiten oder nicht", erklärt die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Wendy Sigle-Rushton.

Befragt wurden 3500 Ehepaare, die ihr erstes Kind in den 70er Jahren bekommen haben. Zu dieser Zeit war es noch üblich, dass Frauen Hausfrauen waren und zu Hause blieben, um sich um die Kinder zu kümmern. Dass der Mann dennoch Anteil am Geschehen in den eigenen vier Wänden nahm, ist der Studie zufolge noch wichtiger für die Ehe als guter Sex.

Paare mit traditioneller Rollenverteilung haben häufiger Geschlechtsverkehr

Möglicherweise führt die Restfaszination zur Versorgerrolle zu einem erfüllteren Sexleben

Hausmann mit Handschuhen, Eimer und Putzmitteln nach getaner Hausarbeit
household home cleaning man for better hygiene © detailblick - www.fotolia.de

Soziologen um Sabino Kornrich am Juan-March-Institut in Madrid haben herausgefunden, dass Paare mit traditioneller Rollenverteilung häufiger Geschlechtsverkehr haben als solche, die sich anders organisieren. Das Team wertete die Angaben von 4500 Paaren aus den USA aus.

Rollenaufteilung und Zufriedenheit

Zwar sei insgesamt die Zufriedenheit angewachsen, seitdem sich Männer mehr im Haushalt engagierten, auch stritten sich die Paare nicht mehr so häufig und die Scheidungsrate sank. Doch das Sexleben leidet in denjenigen Beziehungen, in denen die Paare angaben, sich gleichberechtigt aufzuteilen.

Andere Studien hatten auf diesen Zusammenhang bereits hingedeutet. Aus diesem Grund wertete Kornrich und sein Team die Antworten der 4500 US-amerikanischen Paare aus.

Restfaszination Versorgerrolle

Ergebnis: Der Zusammenhang bestätigte sich. Wenn sich Männer nahezu komplett nur um die Arbeit, den Garten sowie das Auto und andere Reparaturarbeiten kümmerten, hatten diese Paare im Durchschnitt rund 1,6 Mal so oft Sex wie solche Paare, bei denen sich alle Beteiligte um die faire Aufteilung von Haushalt und Gelderwerb kümmerten.

Warum das so ist, konnten die Forscher nicht restlos aufklären. Vermutlich wohnt der Versorgerrolle des Mannes, wird sie voll ausgelebt, eine gewisse Restfaszination inne.

Liebe ist nicht selbstverständlich

Ehepaare, die seit vielen Jahren zusammen sind, betrachten die Liebe nicht als ein endloses Phänomen, das sich auf wundersame Weise selbst am Leben erhält. Für Liebe muss gearbeitet werden. Daher verwundert es wenig, dass die Paare, die mehrere Jahrzehnte zusammen bleiben, regelmäßig romantische Rendezvous haben, um das Feuer am Knistern zu behalten.

Jahrestage sind in Wahrheit ziemlich leicht zu vergessen

Der Alltag in unserer modernen Welt ist an sich schon hektisch genug. Wenn man sich neben beruflichen Deadlines, Arztterminen und Kindergeburtstagen auch noch bestimmte Jahrestage mit romantischer Bedeutung merken muss, wird es eng. Die meisten Eheleute haben deshalb ihren Hochzeitstag dick im Kalender markiert.

Der Alltag ist wenig antörnend

Wer verheiratet ist und schon länger zusammen lebt, kennt die raue Realität. Hiermit sind etwa stinkende Käsefüße nach dem Fußballtraining, Bremsspuren in den Unterhosen oder Akneausbrüche und aufgedunsene Beine während der Menstruation gemeint.

Von wegen Liebe auf immer und ewig

Kennen Sie noch das Auszeit-Nehmen aus Kindertagen, wenn Sie gemeinsam mit Freunden Fangen gespielt haben? - Genauso geht es auch Eheleuten.

Wenn der eine dem anderen mal zu viel wird, gönnen sie sich voneinander eine Auszeit. Damit ist keineswegs eine Trennung auf Probe gemeint, sondern eher das getrennte Fernsehen oder schlicht getrennt voneinander Urlaub zu machen.

Ehepaare reden über Freunde

Ihre beste Freundin ist verheiratet? - Dann können Sie Gift darauf nehmen, dass Ihre Geheimnisse auch beim Ehegatten landen.

Glücksforschung: Zufriedenheit der Ehefrau beschert auch Männern ein glücklicheres Leben

Mann und Frau, sie steht hinter ihm und hält ihn an Schultern fest
couple outdoors smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Männer, die glücklich sein wollen, sollten zuerst an ihre Frau denken. Ist die Gattin zufrieden, hat auch ihr Partner mehr Spaß – sogar wenn er die Ehe insgesamt eher unbefriedigend findet. Zu diesem Ergebnis kam eine amerikanische Studie der Rutgers University und der Universität von Michigan.

Wie die Gefühle hinsichtlich der Ehe und die allgemeine Stimmung zusammenhängen, ermittelten die Forscher anhand von Befragungen bei 394 Paaren. Darin mussten die Teilnehmer angeben, wie hoch ihr Level an Gereiztheit gegenüber dem Partner ist, wie streitfähig sie sind und wie viel Verständnis und Wertschätzung sie füreinander aufbringen.

Die glückliche Ehefrau als gute Unterstützung

In einem Glückstagebuch notierten die Probanden ihre tägliche Stimmung. Fazit: wenn die Ehe rund läuft, haben beide Partner mehr Spaß am Leben. Besonderes Gewicht hat jedoch die Zufriedenheit der Ehefrau.

Zum einen kommunizieren Frauen ihren Frust eher, so dass dieser auf die Männer abfärben kann. Entscheidender ist aber die soziale Rolle, die Frauen in Beziehungen immer noch haben: sie sollen ihren Ehemann emotional und alltagspraktisch unterstützen. Eine unzufriedene Frau ist dazu tendenziell weniger bereit.

Die Glückskurve sinkt nach einem Ehejahr

Junges Paar in Jacken umarmen sich, lächeln in die Kamera, hinten grüne Wiese
Young couple hugging © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die Monate vor der Heirat sind die glücklichste Zeit im Leben eines Menschen, so lautet das Ergebnis einer Studie der Universität in Zürich.

Man untersuchte die Lebenszufriedenheit zwischen 1984 und 2000 von fast 15.300 deutschen Paaren. Die Glückskurve fällt, abgesehen von kleinen Zwischenhochs des Wohlbefindens, nach dem ersten Ehejahr stetig ab. Aber insgesamt sind verheirate Paare grundsätzlich glücklicher als Singles.

Nach zehn Jahren sind kinderlose, arbeitende Paare immer noch zufrieden, was bei den Paaren mit Kindern im Haushalt anders aussieht, egal ob beide Partner arbeiten oder nur einer.

Die deutsche Ehe hält im Schnitt 14 Jahre

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat vor kurzem einen Anstieg der Dauer von Eheschlüssen bekannt gegeben. So würden Ehepaare heutzutage durchschnittlich 13,9 Jahre zusammenbleiben, während es 1990 nur 11,5 Jahre waren.

Zudem wurde mitgeteilt, dass es eher die Frauen (55,1 Prozent) sind, die sich von ihrem Partner scheiden lassen wollen. Laut dem Bundesamt sinkt die Scheidungsquote seit drei Jahren kontinuierlich. Allein im vergangenen Jahr konnte ein Abfall von zwei Prozent verzeichnet werden.

Bis dass der Tod euch scheidet: 50 Prozent weniger Ehen in Deutschland geschlossen

Nahaufnahme Brautpaar in weiß, Bräutigam zieht Braut den Ehering an
putting on a wedding ring © vsurkov - www.fotolia.de

Während die Institution Ehe früher oft aus Gründen finanzieller Absicherung eingegangen wurde, leben viele Paare heutzutage in nichtehelichen Gemeinschaften zusammen. Der Verlauf einer Ehe, des Ehe- und Familienlebens hat sich im Vergleich zu früher grundlegend geändert. Männer heiraten heute in Deutschland durchschnittlich im Alter von 35 Jahren, Frauen etwa mit 32 Jahren.

Möchte man dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Glauben schenken, hat die Heiratswahrscheinlichkeit der Deutschen seit 1980 um etwa 50 Prozent abgenommen. 40 Prozent der Männer und 30 Prozent aller Frauen bleiben demnach bis zu ihrem Lebensende unverheiratet. Besonders in Ostdeutschland sind die Quoten stark gesunken. Umfragen zu Folge ist die Heiratsbereitschaft der Männer zwar durchaus vorhanden, nur scheitert ihr Vorhaben oft am richtigen Timing. Welche Konsequenzen dies für die gesellschaftliche Entwicklung haben wird, bleibt abzuwarten.

1.000 Ehen und 10 Scheidungsfälle - Statistik zur Ehe veröffentlicht

Junges Paar sitzt voneinander abgewandt auf Sofa und schaut gelangweilt TV
relationship difficulties © diego cervo - www.fotolia.de

Bis eine deutsche Ehe in die Brüche geht, dauert es im Schnitt rund 14 Jahre und vier Monate. Somit halten Ehen heutzutage länger als noch vor rund 20 Jahren, dem Beginn der gesamtdeutschen Statistik.

Im Jahr 2009 wurden insgesamt knapp 186.000 Ehen geschieden. Das entspricht mit 10 Scheidungen zu 1000 bestehenden Ehen einem Abfall von etwa drei Prozent zum Vorjahr. Zu Beginn der Statistik waren es allerdings noch 8 Scheidungen.

Das Durchschnittsalter von Männern liegt zum Zeitpunkt der Scheidung bei 44,5 Jahren, bei Frauen bei 41,7 Jahren. Sie sind es übrigens in mehr als der Hälfte aller Fälle, die eine Scheidung vor Gericht beantragen.

Von den rund 186.000 Scheidungen aus dem Jahr 2009 wurden etwa 154 000 bereits nach dem vorgeschriebenen Trennungsjahr richterlich durchgeführt. Die restlichen Ehen wurden im Schnitt nach etwa drei Trennungsjahren geschieden.

Grund für den Rückgang der Scheidungsfälle ist aber leider, dass immer weniger Paare sich das Ja-Wort geben.

Studie: Insitution Ehe steht nicht vor dem Aus, ist jedoch kein Muss mehr

Nahaufnahme zweier goldener Trauringe, der innere mit Diamant
goldene Trauringe © euthymia - www.fotolia.de

Die Online-Partnerbörse "ElitePartner", die mit einem besonders seriösen Image versucht, Singles anzulocken, hat unter Angemeldeten eine Umfrage zum Thema Ehe durchgeführt. Demnach will rund ein Drittel zukünftig nicht heiraten. Ebenso viele Singles sind sich unschlüssig, ob sie heiraten sollen.

Lediglich 28 Prozent erklärte, es sei für sie sonnenklar, dass sie eine Hochzeit fest einplanen beziehungsweise es sich wünschen. Unter denjenigen, die sich felsenfest gegen die Ehe aussprechen, sind übrigens überraschenderweise deutlich mehr Frauen. 42 Prozent erklären demnach, nicht heiraten zu wollen. Bei den Männern sind es nur rund 33 Prozent.

Die stetig steigende Anzahl von Scheidungen in Deutschland könnte ein Grund für die Skepsis sein. Zudem ist die Ehe heutzutage kein Muss mehr, es ist auch gesellschaftlich anerkannt, wenn ein Paar einfach zusammen lebt, ohne zu heiraten.

Die Ehe wird immer unbeliebter - Warum es nach wie vor gute Gründe dafür gibt

Älteres glückliches Paar, Gesicht an Gesicht, lächelnd
grandparents © Papirazzi - www.fotolia.de

Schenkt man den Ergebnissen einer Umfrage im Auftrag des Bundesfamilienministeriums Glauben, die vom Allensbacher Institut durchgeführt wurde, dann hat die Ehe ausgedient. Zumindest wird sie immer unpopulärer in Deutschland.

Rund ein Drittel der 3000 Befragten erklärten, sie hätte nicht vor, in den heiligen Stand der Ehe zu treten. Dabei gibt es neben dem Wunsch, die Liebe endgültig zu besiegeln auch pragmatische Gründe, die für eine Ehe sprechen.

Dazu zählen Steuervorteile, Rentenansprüche und Entscheidungsbefugnis im Krankheitsfall. Auch wenn Kinder involviert sind, ist eine Ehe von Vorteil, denn in außerehelichen Partnerschaften muss man erst eine Sorgerechtserklärung einreichen. Auch eine Adoption steht derzeit nur Verheirateten als Option offen.

Zwischen Hochzeit und Scheidung liegen im Schnitt 8,7 Jahre

Stempel aus Holz mit der Aufschrift Scheidung
Stempel Scheidung © bilderbox - www.fotolia.de

Verheiratete Paare bleiben im Durchschnitt länger zusammen als unverheiratete Lebensgefährten - doch "bis dass der Tod sie scheidet" schaffen es längst nicht alle. Die durchschnittliche Ehe hat ein Verfallsdatum, das zwischen acht und neun Jahren nach der Hochzeit angesiedelt ist, wie eine australische Studie ergeben hat. In dieser Zeit kommt es meist zu einer Trennung; die endgültige Scheidung ist oft erst zwei Jahre später besiegelt.

Dennoch ist die Zahl der langlebigen Ehen leicht gestiegen und die der frühen Scheidungen gesunken. Für Frauen gilt übrigens: Wer als Twen heiratet, hat ein höheres Scheidungsrisiko als Frauen in ihren Dreißigern. Bei Männern wirkt sich ein höheres Lebensalter bei der Hochzeit eher negativ aus. Das steht vermutlich damit im Zusammenhang, dass die Ehen zwischen älteren Männern und jungen Frauen oft eine kurze Halbwertszeit haben.

Extrem verliebt: Männer und Frauen sind mit Entscheidung für Hochzeit in der Regel glücklich

Junges Paar im Herbst im Park, er umarmt sie von hinten
MANN UMARMT FRAU IM HERBSTWALD © JENS SCHMIDT - www.fotolia.de

Wissenschaftler an der Stony Brook Universität auf Long Island haben 274 Personen, die in einer Ehe leben, nach ihren Einstellungen zu Liebesbeziehungen befragt. Die Fallstudie zeigte interessante Ergebnisse.

Die Scheidungsrate in Amerika ist mit circa fünfzig Prozent derzeit extrem hoch. Die befragten Paare zeigten sich jedoch extrem zufrieden mit ihrer Ehe. 74 Prozent der Männer und Frauen erklärten relativ einstimmig, sie seien nach zehn Jahren immer noch "sehr" in ihren Partner verliebt. Knapp die Hälfte der Männer und 46, 3 Prozent der Frauen sagten sogar von sich, "extrem" verliebt in ihren Partner zu sein.

Gelassen dem verflixten siebten Jahr entgegensehen

Junges Paar draussen, sie umarmt ihn von hinten, beide lächeln
Woman embracing her boyfriend © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die Geschichte vom verflixten siebten Ehejahr wird von der Wirklichkeit immer mehr ins Reich der Legende geschoben. Längst halten die deutschen Ehen deutlich länger. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, trennte sich scheidungswillige Paare im Jahr 2010 nach etwa 14 Jahren und zwei Monaten.

Das zeigt eine Veränderung zum Jahr 1992. Dort hielt man es durchschnittlich 11 Jahre und sechs Monate miteinander aus. Meist geht dann die Frau zum Scheidungsanwalt. Bei 52,9 Prozent der Trennungen war das so. Männer sind da zögerlicher. 38,9 Prozent machten sie den ersten Schritt viel seltener. Bei den übrigen Paaren hatte man sich gemeinsam zur Scheidung entschlossen.

Eheleben hat ausgedient – Deutsche bevorzugen moderne Lebensformen

Junges Paar beim Umzug, tragen zusammen Karton und lachen sich an
I'll help you © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

In Deutschland wird die traditionelle Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind bzw. Kindern immer seltener. Dagegen gibt es immer mehr alleinerziehende Mütter und Väter.

Auch die Anzahl von Paaren, die ohne Trauschein zusammen leben und Kinder bekommen wird höher. Das ergeben die Nachforschungen des Statistischen Bundesamtes. Dabei ist diese Entwicklung im Osten des Landes noch stärker vertreten als in den alten Bundesländern.

Ehen halten wieder länger, auch wenn noch immer jede dritte Ehe geschieden wird

Älteres Paar sitzt in Decke gekuschelt und stößt mit Rotwein an
Portrait of a romantic old couple toasting wineglasses © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

„Bis das der Tod euch scheidet“. Doch auf diesen Zeitpunkt wartet heute kaum noch ein Ehepaar, ehe sich die Wege trennen, denn nach wie vor wird in Deutschland jede dritte Ehe geschieden.

Eigentlich nichts Neues. Neu ist allerdings die Tatsache, dass es Paare durchschnittlich länger bei ihrem Partner aushalten, als bislang. Im Durchschnitt hielt jede im Jahr 2012 geschiedene Ehe immerhin 14 Jahre. Im Vergleich dazu hielten vor zwanzig Jahren die Ehen um Schnitt nur rund 11,5 Jahre.

Dennoch wird jede dritte Ehe vor Erreichen der Silberhochzeit geschieden. 179.100 Ehen wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland geschieden. Dabei waren in jeder zweiten Familie Kinder unter 18 Jahren am Drama beteiligt.

In den meisten Fällen sind es die Frauen, die die Scheidung einreichen, nämlich 53 Prozent. Nur 40 Prozent derEhemänner veranlasst eine Scheidung. Die restlichen Prozent verteilen sich auf beide Partner, die einvernehmlich gemeinsam die Trennung wollen.

Wer das Abenteuer Ehe wagt, sollte sich somit auf einige Lektionen gefasst machen...

Was das Eheleben lehren kann: Lektionen der Liebe

Aus vielen Filmen und Fernsehserien ist das gesellschaftliche Bild bekannt, dass man nur die oder den Richtigen treffen muss und die Gefühle der großen Liebe und tägliche Harmonie kehren in das gemeinsame Heim ein. Selbst bei vielen Großeltern ist es zu erleben, dass sie eine meist jahrzehntelange Beziehung leben und sich im hohen Alter lieben und ehren.

Berührungen und Zärtlichkeit sind auch im Alltag wichtig
Berührungen und Zärtlichkeit sind auch im Alltag wichtig

Doch wie so oft, ist ein genauerer Blick lohnend. Einige kleine Tipps können dazu beitragen aus einer noch jungen Beziehung eine potenziell langjährige Beziehung zu gestalten.

Jede Beziehung bedeutet Arbeit

Kaum eine Liebe existiert, in der es phasenweise keine Beziehungsarbeit von einem oder beiden Partnern gegeben hat. Eine Beziehung bedeutet Arbeit, miteinander und an sich selbst.

Berührungen

Ein erster Ratschlag ist sich daran zu erinnern, wie schön es ist, sich während des Redens oder des gemeinsamen Fernsehens oder Sitzen auf der Parkbank sanft und kurz zu berühren. Berührungen treffen bis tief auf unser Unterbewusstsein und strahlen vom ersten Moment an ein klares Zeichen der Verbundenheit aus.

Eigenarten akzeptieren

Sehen Sie in Ihrem Partner nicht vorrangig die Fehler. In einer Partnerschaft fällt es leicht, gewisse Eigenarten des Partners als selbstverständlich anzusehen und eher sensibel auf Fehler in Form von Verbesserungsvorschlägen zu reagieren. Halten Sie sich das nächste Mal zurück, wenn Sie Ihren Partner auf einen Fehler hinweisen wollen und versuchen Sie stattdessen, gar nichts zu sagen.

Fokus auf die positiven Eigenschaften

Befähigen Sie sich mit der Zeit eher, die tollen Eigenarten Ihres Partners zu sehen und merken Sie diese in der jeweiligen Situation an. Kocht Ihr Partner ab und an für Sie?

Dann machen Sie ihm ein Kompliment und zeigen Sie Ihre Freude darüber. Nehmen Sie die Selbstverständlichkeiten nicht hin, sondern benennen Sie sie so, wie sie sind: etwas Besonderes.

Probleme klären

Sollten Sie sich in einer Phase befinden, in der Sie sich über Ihren Partner ärgern, dann versuchen Sie nicht mit Freunden oder Arbeitskollegen darüber zu reden. Bewahren Sie Ihre Probleme für sich, arbeiten Sie an der genauen Formulierung des Problems mit sich und sollte sich das Problem weiterhin ereignen, suchen Sie einen Paartherapeuten oder Coach auf.

Freunde und Bekannte neigen dazu, mitgeteilte Beziehungsinformationen in Erinnerung zu behalten und entweder länger als Sie selbst auf den Partner wütend zu sein oder an unpassender Stelle auf das einst besprochene Problem aufmerksam zu machen. Suchen Sie sich daher einen Weg, um so mit Problemen innerhalb Ihrer Partnerschaft umzugehen, dass Ihre Emotionen und Sorgen Sie nicht wie ein Boomerang verfolgen.

Als Team zusammenstehen

Klären Sie die Probleme im besten Fall direkt mit Ihrem Partner und suchen Sie nach einem Weg, sich Ihrem Partner deutlich machen zu können. Verstehen Sie die Höhen und Tiefen, die Sie mit Ihrem Partner erlebt haben und noch erleben werden, nicht als Schicksalsschläge.

Sehen Sie diese vielmehr als Ergebnis Ihrer nahen und sich ergänzenden Zusammenarbeit. Eine Partnerschaft kann in vielen Situationen als Teamwork verstanden werden.

Stellt man ein gutes Team dar, in dem man sich aufeinander verlassen kann und der eine mit seinen Fähigkeiten den anderen ergänzt, so sind Probleme außerhalb oder innerhalb der Beziehung als Herausforderung an das Team zu verstehen. Machen Sie bitte nicht den Fehler und stellen Sie das Team in Frage.

Fazit

Es liegt an Ihnen beiden, wie sich eine Beziehung entwickelt und an Ihrem Zusammenhalt, ob sie an Herausforderungen wachsen oder zerbrechen.

Doch wie sieht es dann nun aus, das Rezept für eine gute Ehe?

Die grundlegenden Zutaten für eine gute Ehe

Zu einer glücklichen Ehe gehören viele individuelle, oftmals kleine Dinge. Zunächst sind in diesem Zusammenhang jedoch einige Grundzutaten zu nennen.

Gemeinsame Hobbys und Freunde

Es ist für beide Partner wichtig, sich sowohl gemeinsame als auch eigene Interessen zu schaffen und zu bewahren. Die gemeinsamen Interessen und Hobbys bieten Ihnen die Möglichkeit, freie Zeit gemeinsam zu verbringen und neue Dinge zu erleben, die Sie zusammenschweißen und Gesprächsstoff bieten.

Gleich verhält es sich mit dem Freundeskreis: Über das gemeinsame Hobby entsteht vielleicht ein neuer Freundeskreis, den man dann gleich zusammen kennenlernt. Doch auch bestehende Freunde wollen gepflegt werden und dazu ist es wichtig, den Partner in den jeweiligen Freundeskreis zu integrieren, denn er gehört jetzt auch dazu. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Beim Kaffeekränzchen mit Damen haben männliche Partner nichts verloren.

Gemeinsame sowie auch separate Hobbys müssen gepflegt werden
Gemeinsame sowie auch separate Hobbys müssen gepflegt werden

Eigene Interessen bewahren

Hier sind wir schon beim nächsten wichtigen Punkt: Schaffen Sie sich Interessen, die Sie nicht mit dem Partner teilen, sondern die Sie alleine verfolgen. Beziehungsweise, wenn diese Interessen schon vor der Ehe vorhanden sind, dann pflegen Sie sie weiterhin.

In einer Partnerschaft ist es auch wichtig, dass jeder der Partner eigene Interessen hat oder beibehält. Sie sollten nicht das Gefühl haben, für den Partner etwas aufgeben zu müssen, das Ihnen im Laufe Ihres Lebens lieb geworden ist.

Wenn Sie zum Beispiel schon seit Ihrer Jugend Tennis spielen, dann versuchen Sie einfach, den Partner auch dafür zu gewinnen. Wenn das nicht gelingt, dann betreiben Sie Ihr Hobby weiter, gestehen dem Partner aber auch eigene Interessen zu.

Eigene Interessen in einer guten Ehe fördern und fordern

Es gibt immer ein Paar im nahen Umfeld, bei dem die Liebesbeziehung nahezu perfekt zu sein scheint und die Liebe gelebt wird, wie am ersten Tag. Dass nicht alle glücklichen Paare von Anfang an und in allen Phase ihrer Beziehung so glücklich waren und sind, ist ein wesentlicher Aspekt, der bei dieser Perspektive auf das scheinbar Perfekte Liebespaar oft zu kurz kommt.

Nachdem Sie ein in Ihren Augen zufriedenes und mit sich glückliches Paar gefunden haben, stellen Sie sich lieber die Frage, wie man eine solche Beziehungstiefe erreichen kann, anstelle dass Sie sich unfähig fühlen, eine solche Liebesbeziehung jemals selbst finden und führen zu können.

Beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen einer guten Partnerschaft, welchen Höhen und Tiefen es geben kann und was die wichtigsten Schritte sind, um die Liebe immer wieder neu zu erwecken und die Partnerschaft mit den jeweiligen Veränderungen der Partner mitwachsen zu lassen.

Eigene Themen und eigene Probleme

An einem glücklichen Paar ist es wunderschön anzusehen, wenn es miteinander den Alltag verbringt, Scherze macht, einen liebevollen und umsorgenden Umgang pflegt und ein stabiler Boden für die Kinder ist, die aus dieser Beziehung hervorgegangen sind. Man spürt nahezu, dass wenn ein schwieriges Problem auf das Paar zukommt, eine starkes Band und eine unsichtbare Kraft helfen werden, die Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern.

Wenn Sie auch Ihre Partnerschaft zu einer solchen Partnerschaft heranwachsen lassen wollen, dann werden Sie in erster Linie eine eigenständige und selbstbewusste sowie selbstbestimmte Persönlichkeit. Im nächsten Schritt lernen Sie Themen so anzugehen, dass Sie sich bewusst machen, ob das Thema Ihr Thema ist, das Sie mit Ihrem Partner besprechen wollen, ob es sich um ein Thema von partnerschaftlichem Interesse handelt oder ob es sich um ein Thema handelt, das Sie an Ihrem Partner loben oder kritisieren wollen, weil es Ihnen nicht aus dem Kopf geht.

Themenbereiche abgrenzen

Lernen Sie, besser mit Ihren Gefühlen umzugehen und diese besser einzuordnen, indem Sie sich bei Themen, auf die Sie emotional reagieren, warum Sie diese Themen das in Ihnen auslösen. Versuchen Sie für sich zu klären, ob das Thema und die damit verbundenen Emotionen wirklich zu Ihnen gehören, oder ob es eher zu Ihrem Partner gehört, Sie aber aufgrund von Abgrenzungsschwierigkeiten das Gefühl haben, dass es Ihr Thema ist.

Es ist eine Erleichterung zu merken, dass viele Probleme gar nicht die eigenen sind und viele entstehende Kämpfe zwischen Partnern nicht gefochten werden müssen, wenn das besser erkannt werden könnte und sich somit jeder um seinen eigenen Verantwortungsbereich kümmern kann. In einer Beziehung ist es wichtig, sich im Laufe des Kennenlernens über einige Regeln klar zu werden.

Eine entscheidende Regel ist, dass jeder Partner vorrangig für seine eigenen Probleme einsteht. Auf diese Weise ist die Entwicklung einer starken Partnerschaft möglich, in der es immer einen Partner gibt, der den anderen in einer anstrengenden Situation stärken und unterstützen kann.

Fair bleiben

Was die Emotionen angeht, tendiert man anfänglich schnell dazu, bei einem Thema, das der andere Partner verursacht hat, schnell angreifend und urteilend zu werden, weil das Thema nun auch zu Ihrem wird und das auch Stress für Sie bedeutet. Versuchen Sie sich bei diesem Verhaltensmuster zu verbessern und mit einer solchen Situation reifer umzugehen.

Ihr Partner hat das Thema nicht mit Absicht verursacht und es hat seine Gründe, warum sich alles genau so zugetragen hat. Vertrauen Sie Ihrem Partner und seien Sie eher fair zu ihm. Stellen Sie Fragen und fassen Sie zusammen, was Sie verstanden haben, um sich schnellstmöglich einen neutralen Überblick über die Situation zu verschaffen.

Vertrauen schaffen

Neben diesen grundlegenden Punkten ist Vertrauen die beste Basis für eine Ehe. Setzen Sie die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit Ihres Ehepartners voraus und seien Sie nicht unnötig misstrauisch und vor allem schnüffeln Sie ihm oder ihr nicht hinterher.

Wenn Ihnen Dinge suspekt vorkommen, so klären Sie sie in offenen Gesprächen. Besprechen Sie Probleme, die Sie miteinander haben, immer mit dem Partner und nicht nur mit Außenstehenden.

Einander zuhören und sich immer wieder verlieben

Im Grunde genommen ist bereits eine Situation im Alltag, in der sich der Partner anders und vor allem unerwartet beeindruckend verhält, eine Garant dafür, dass Sie sich wieder und noch tiefer in Ihren Partner verlieben. Vor allem, wenn Sie mitbekommen, dass Ihr Partner Ihnen doch mehr und genauer zuhört, als Sie denken, wird sich Ihr Herz öffnen und Sie werden eine unbändige Wärme in sich fühlen können.

Wenn sich beide Partner im Laufe einer Partnerschaft füreinander interessieren und immer an der Entwicklung des anderen durch Nachfragen und Unterstützung beteiligt sind, dann besteht die Chance, dass man sich im Laufe der Beziehung so gut kennenlernen kann, dass man sich bei seinem Partner

  • verstanden
  • sicher
  • bedingungslos geliebt und
  • akzeptiert sowie
  • respektiert

fühlt. Entwickelt sich eine Beziehung in dieser Art und Weise, ist es eher unmöglich, sich nicht wieder in seinen Partner zu verlieben. Die Möglichkeit, sich zu verlieben, besteht jeden Tag. Dazu gehören nicht viele Umstände, um die Welt rosafarben zu sehen.

Es ist demnach wichtig, dass Sie sich in Ihrer Beziehung nicht zurücklehnen und sich Ihres Partners in Sicherheit wähnen. Behalten Sie vielmehr ein Auge darauf, dass Sie Ihrem Partner Ihre Liebe zeigen, ihm gegenüber offen sind und die Beziehung im gemeinsamen Sinne der Verbesserung weiterentwickeln.

Einander Zuhören und Frühlingsgefühle zuzulassen ist sehr wichtig
Einander Zuhören und Frühlingsgefühle zuzulassen ist sehr wichtig
In engem Kontakt bleiben

Achten Sie dabei darauf, dass Sie Ihren Partner irgendwann nicht nur in der Funktion des Managements von aus der Beziehung resultierenden Verbindlichkeiten ansehen. Versuchen Sie, Ihren Partner immer und immer wieder neu kennenzulernen und geben Sie sich nicht damit zufrieden, wenn Sie meinen, Ihren Partner bereits zu kennen.

Jeder Mensch verändert sich im Laufe der Zeit und das ist der gesunde Weg des Lebens und der Reife. Bleiben Sie in nahem und offenem Kontakt und lernen Sie Ihren Partner wirklich und wahrhaftig in seinem Inneren zu sehen und geben Sie Ihm das Gefühl, ihn so zu lieben wie er ist.

Machen Sie sich locker für die Liebe im Alltag und verhärten Sie nicht im Innern aufgrund von zu viel Stress. Hinterfragen Sie Ihre gemeinsamen Momente und Ihre Liebesbeweise dahingehend, als dass Sie diese wirklich echt fühlen und nicht als Floskel leben. Auf diese Weise lebt die Liebe in Ihnen und Sie können auch die Ihres Partners zu neuer Blüte wecken, so denn dieser nicht bereits offen liebt und eventuell selbst zu sehr im Alltagsstress steckt.

Den Wert der Partnerschaft wahrnehmen

Bei Ihrem Partner handelt es sich mitunter um den einzigen Menschen, der ganz direkt an Ihren Erlebnissen beteiligt war und Sie in besonderem und einzigartigem Maße daran erinnern kann. Selten ist man selbst so detailstark, so dass der Partner oft mit Leichtigkeit die gemeinsamen Erinnerungen und Ihre Erinnerungen lebhafter wiedergeben kann.

Im Laufe einer Partnerschaft kann Ihnen zudem bewusst werden, dass es eine intensive und unerschütterliche Vertrautheit zwischen Ihrem Partner und Ihnen gibt. Unzählige, schöne Momente können Ihnen in dem Augenblick vor Ihrem geistigen Auge erscheinen und Sie werden ein Gefühl der tiefen Liebe wahrnehmen können.

Den Partner loben

Jeder kennt das: Wird man vom Chef gelobt, so gibt dies ein gutes Gefühl. Genau dieses gute Gefühl braucht es auch in einer Ehe. Die Chefin des Unternehmens, also die Ehefrau, sollte also regelmäßig ihren Mann loben. So bringt man Harmonie in die Ehe.

Natürlich ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Trotzdem sollte man sich bemühen, neben all der Kritik auch etwas Positives zu sagen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man viermal so viel loben sollte wie Kritik anzubringen - täglich natürlich. Was in Unternehmen gilt, kann auch eine Ehe beständig machen.

Entscheidungen gemeinsam treffen

Eine weitere Business-Strategie, um das Unternehmen Ehe möglichst lange zu schaukeln, heißt: Entscheidungen nicht alleine treffen. Auch wenn der Partner sich vielleicht gar nicht für eine neue Couch oder einen neuen Tisch interessiert, so sollte man doch versuchen, ihn in die Entscheidung miteinzubeziehen. So bekommt er bzw. sie das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Glückliche Ehe durch Ähnlichkeit des Paares

Junges Paar am Strand, er trägt sie auf dem Rücken, beide lachen
Playful couple on the beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Eine Ähnlichkeit unter den Partnern ist eine bessere Voraussetzung für eine Beziehung, wie eine amerikanische Studie belegt.

Psychologen haben 300 Paare, die länger als 3 Jahre zusammen waren, untersucht, wobei Paare mit ähnlichem Charakter meisten glücklichere Beziehungen hatten.

Beziehungsexpertin Christiane Nelson meint, dass ein Paar mehrere gemeinsame Gründe finden soll, die für die Beziehung wichtig wären, um eine Intimität zu schaffen.

Voraussetzungen für eine glückliche Ehe - Alter und Bildung müssen stimmen

Junges Paar, er überrascht sie von hinten und hält ihr die Augen zu
guess who? © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Wo die Liebe hinfällt. Forscher der Genfer Fachhochschule sind von dieser Art der Partnerwahl nicht überzeugt und untersuchten zum Thema “Rezept für eine glückliche Ehe” 1074 Schweizer Paare über einen Zeitraum von fünf Jahren. Es wurde analysiert, welchen Einfluss Alter, Bildung, Nationalität und frühere Ehen auf die Trennungsrate hatten.

Nicht blinde Verliebtheit, sondern die richtigen Auswahl des Partners ist entscheidend. Die Scheidungsrate könnte anhand eines theoretischen Modells deutlich gesenkt werden, doch da nicht die Mathematik das wirklichen Leben bestimmt, ergaben die Studienauswertungen zumindest ein paar durchaus plausible Ratschläge.

Sehr gute Chancen haben somit Paare, bei denen er mindestens fünf Jahre älter ist und sie ein höhere Bildungsgrad besitzt als er. Partnerkonstellationen, bei denen beide eine schlechte Bildung haben und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, sind ungünstig. War er bereits verheiratet und ist zwei bis vier Jahre älter als sie, ist eine Trennung nahezu vorprogrammiert.

Eheprobleme sind etwas, worüber man besonders zu Beginn nicht denken möchte - und doch kommen sie vor, das weiß jeder...

Wie sie Ehestress vermeiden können

Es ist ganz normal, dass es in einer Ehe auch mal hoch hergeht und Streit gibt. Sie sollten jedoch darauf achten, dass solche kleinen Meinungsverschiedenheiten nicht in wirklichen Ehestress ausarten.

Störende Kleinigkeiten abgewöhnen und ansprechen

Meist sind es die Kleinigkeiten, die die Gemüter erhitzen. Die offene Zahnpastatube gilt zwar als Klischee, ist jedoch tatsächlich häufig ein großer Streitpunkt.

Sind wir mal ehrlich: Sie wissen ganz genau, was Ihren Partner stört. Also versuchen Sie doch einfach, sich diese Dinge abzugewöhnen.

Meist sind es ohnehin Sachen, an denen Ihr Herz nicht wirklich hängt, sondern die Sie sich einfach im Lauf der Zeit angewöhnt haben. Arbeiten Sie an sich.

Der Ton macht die Musik

Gleichzeitig können Sie auch den Partner bitten, seine - ebenfalls dem Klischee entstammenden - Socken nicht einfach herumliegen zu lassen. Sprechen Sie Dinge an, die Sie stören, aber nicht in einem gereizten und genervten Ton, sondern lieber an einem guten Tag und in einem sachlichen Tonfall. Geben Sie dem Partner eine Chance zu erkennen, was Sie so nervt, vielleicht ist er ja einsichtig und möchte Rücksicht nehmen.

Freiräume und Vertrauen schaffen

Ehestress vermeiden können Sie aber auch durch Vertrauensbeweise. Besonders Frauen sind häufig eifersüchtig und entwickeln mitunter einen regelrechten Kontrollzwang. Bei Männern ist dies im allgemeinen weniger ausgeprägt, kann aber auch vorkommen.

Also: Lassen Sie Ihrem Partner seine Freiräume. Fragen Sie ihn nicht, wo er so lange gewesen ist, wenn er gut gelaunt von einem Treffen mit Freunden nach Hause kommt. Lassen Sie ihm genügend Zeit für seine Hobbys und gestehen Sie ihm seine Freiräume zu.

Nehmen Sie dieselben Rechte aber auch für sich in Anspruch. Schaffen Sie sich selbst ebenfalls Freiräume, und unternehmen Sie Dinge auch ohne Ihren Partner. Etwas Abstand voneinander tut beiden Partnern gut, solange die Zeiträume überschaubar und nicht übertrieben sind.

Den Partner unterstützen

Wenn Ihr Partner abends müde und gestresst nach Hause kommt, lassen Sie ihm etwas Zeit, sich zu erholen. Fallen Sie nicht gleich mit all den Problemen über ihn her, die sich über den Tag hinweg angesammelt haben. Lassen Sie ihm Zeit zum Durchatmen.

Im Gegenzug können Sie ihn aber auch um Hilfe bei den Arbeiten bitten, die Sie am Wochenende im Haushalt zu erledigen haben. So unterstützen Sie sich gegenseitig und richtiger Stress kann gar nicht erst aufkommen.

Gegenseitige Unterstützung und Respekt ist unabdingbar für eine gute Ehe
Gegenseitige Unterstützung und Respekt ist unabdingbar für eine gute Ehe

Machen Sie sich bewusst, dass jeder von Ihnen andere Bedürfnisse hat

Männer und Frauen finden Erfüllung und Befriedigung in unterschiedlichen Dingen. Während Frauen sich eher nach Komplimenten und sanften Kuscheleinheiten sehnen, wollen Männer Ihre körperlichen Bedürfnisse eher durch Sex erfüllt wissen.

Es ist daher eine gute Idee, wenn Sie durch Gespräche und einer gewissen Beobachtungsgabe die drei wichtigsten Bedürfnisse des jeweilig anderen identifizieren. So verhindern Sie, aneinander vorbei zu lieben.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Jeder von uns ist auf eine andere Art und Weise erzogen worden. Insofern dürfen Sie auch nicht erwarten, dass in einem gemeinsamen Haushalt alles so abläuft, wie Sie es von zu Hause aus kennen.

Lassen Sie sich auf das Erlebnis ein, seine Erfahrung in das gemeinsame Leben einbringen zu dürfen. Es macht schlicht keinen Unterschied, wie jemand das Geschirr wäscht, solange es am Ende sauber ist. Und wenn Sie es gewohnt sind, am Sonntag großen Hausputz zu machen, während in seiner Familie dieser Tag immer für ein ausgiebiges Familienfrühstück genutzt wurde, dann sollten Sie einen Kompromiss finden.

Versuchen Sie beispielsweise den Hausputz auf den Samstag zu verschieben, oder samstags ausgiebig zu brunchen. Gerne kann auch am Sonntag Morgen geputzt und mittags gemeinsam gekocht werden - werden Sie kreativ und kompromissbereit.

Männer können keine Gedanken lesen

So sehr Frauen es sich auch wünschen - es bleibt eine Tatsache, dass die meisten Männer sich mit der Deutung von Gesten und Gesichtsausdrücken schwer tun. In vielen Fällen bringt das Frauen auf die Palme und sie brechen einen Streit vom Zaun. Weil Mann nicht immer weiß, ob der Tobsuchtsanfall begründet ist, schauen sie oft hilflos wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

Um all das zu verhindern, sollten Sie das machen, was wir seit Anbeginn der Schulzeit beigebracht bekommen haben: sich klar und deutlich ausdrücken. Wenn Ihnen etwas auf der Seele lastet, dann sagen Sie es auch. So lässt sich die Mehrzahl an Zwistigkeiten im Eheleben mit Leichtigkeit vermeiden.

Ehemänner haben nach zwölf Ehejahren kaum noch Bereitschaft zur Hausarbeit

Paar steht vor dem Herd, Mann schwenkt Pfanne mit Essen und hält Pfannenwender
Gemeinsam Kochen © Kzenon - www.fotolia.de

Die Lust an der Hausarbeit nimmt bei den Männern mit der Anzahl der Ehejahre ab.

Während nach der Hochzeit etwa die Hälfte der Paare noch eine partnerschaftliche Arbeitsteilung beim Kochen, Putzen und Spülen pflegen, so das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau, sind es nach zwölf Ehejahren nur noch 15 Prozent. Das ergab eine Studie der Universität Bamberg.

In Europa scheitert fast jede zweite Ehe

Junges Paar auf Couch, er sitzt vorne nachdenklich, sie von ihm abgewandt weint
conflict © Adam Borkowski - www.fotolia.de

Nach Informationen des Statistikamtes der EU wird mittlerweile fast jede zweite Ehe geschieden. In der gesamten EU wurden im Jahr 2004 über zwei Millionen Ehen geschlossen und etwa eine Millionen Scheidungen verzeichnet.

Mit 7,2 Eheschließungen je 1.000 Einwohner führt Zypern die Tabelle der 25 Mitgliedstaaten an. Das Schlusslicht bildet Slowenien mit 3,3 Eheschließungen je 1.000 Einwohner. Die Tschechische Republik und Litauen verzeichneten die höchsten Scheidungsziffern. Von den knapp 4,8 Millionen zur Welt gekommenen Kindern wurde etwa ein Drittel nicht in der Ehe geboren.

Glückliche Ehemänner enden häufiger vor dem Scheidungsrichter

Silhuette von jungem Mann und Frau auf weißem Hintergrund, lehnen mit Rücken aneinander
Young man and woman on a white background © RTDS - www.fotolia.de

Es ist nicht ganz so wie in Hollywood. Der Mann flüstert seiner Liebsten ganz selig lächelnd ins Ohr: "Ich bin so glücklich" und könnte damit bald vor dem Ende seiner Ehe stehen. Das zumindest behauptet eine Studie der australischen Deakin University.

Forscher ermittelten, dass die Scheidungsrate in Beziehungen, in denen der Mann sich glücklicher als seine Partnerin fühlt, höher ist, als bei gleichglücklichen Partnern. Untersucht wurden hierür 10.000 Paare aus verschiedenen Nationen. Glück ist wichtig für eine Beziehung, aber offensichtlich nur dann, wenn beide sich gleich glücklich fühlen. Ist die gefühlte Differenz unter den Partnern zu groß, steigt auch die Scheidungsrate. Dabei ergab die Statistik, dass wenn die Frau glücklicher als der Mann ist, die Ehe weniger gefährdet ist, als im umgekehrten Fall.

In vielen Ehen wird Untreue irgendwann zum Thema; zumindest stellen sich einige die Frage, ob der Partner einem untreu werden könnte...

Keine Chance für Untreue - so machen Sie Ihre Ehe bruchfest

Untreue gehört zu den schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch in einer Beziehung erleben kann. Von der Person betrogen worden zu sein, mit der man glaubte Träume und Ziele zu teilen, ist besonders schmerzhaft und verstörend. Aber nur, weil wir in den Zeitschriften und im Fernsehen immer wieder von Männern und auch Frauen hören, die ihrem Partner untreu wurden, muss dies glücklicherweise noch lange nicht bedeuten, dass die eigene bessere Hälfte zum ähnlichen Verhalten neigt.

Wenn der Partner auch andere Menschen als attraktiv empfindet

Es gehört jedoch zu den Wahrheiten des Lebens dazu, dass beide Partner in einer Ehe, trotz des ewigen Versprechens, auch andere Menschen attraktiv finden werden. Der entscheidende Punkt ist jedochm wie damit umgegangen wird. Nur weil man jemanden optisch ansprechend findet, setzt man deswegen nicht das Fortbestehen einer harmonischen Ehe aufs Spiel.

Falls doch, muss das trotzdem noch nicht das endgültige Aus sein. Es gibt viele Paare, die versuchen, trotz der Untreue eines Partners die Beziehung aufrecht zu halten und das Geschehene zu verkraften.

Wirken sie Untreue im Vornherein entgegen
Wirken sie Untreue im Vornherein entgegen

Fünf hilfreiche Strategien

Der Schlüssel zu einer bruchfesten Ehe ist es, potentielle Beziehungsprobleme zu erkennen und zu beheben, bevor diese den Weg zur Untreue ebnen. Folgende Strategien können dabei hilfreich sein:

1. Erklären Sie Ihre Ehe zur Priorität

Zwischen den alltäglichen Pflichten, die eigene Kinder, berufliche Karriere und das Führen eines Haushaltes mit sich bringen, ist es nicht immer leicht, an der Beziehung zum Ehegatten zu arbeiten. Es ist jedoch ausschlaggebend, dass Sie sich bewusst Freiräume schaffen, um sich gegenseitig weiter als Paar zu entdecken. Planen Sie gezielt Familienausflüge oder gemeinsame Stunden zu zweit ein, in denen Verpflichtungen und anstehende Erledigungen keine Rolle spielen.

2. Setzen Sie sich Grenzen

Gerade jungen Eheleuten fällt es manchmal schwer, sich von Verhaltensmustern aus der Single-Zeit zu trennen. Was Sie vielleicht als Ausdruck reiner Freundlichkeit vermitteln wollen, kann von anderen Personen als Einladung verstanden werden.

Es besteht für einen verheiraten Mann nur selten ein Grund, eine andere als seine (Ehe-)Frau zum Abendessen einzuladen. Selbst wenn es sich dabei um eine langjährige Jugendfreundin handelt, kann diese Geste missverständlich sein. Ähnliches gilt für verheiratete Frauen, die eng umschlungen mit befreundeten Männern tanzen.

Was für sie nur der Spaß an der Bewegung sein mag, kann vom Tanzpartner anders wahrgenommen werden. Setzen Sie sich also gegenseitig Grenzen, um andere aus Ihrer Ehe herauszuhalten.

3. Arbeiten Sie an Ihrer Liebe

Sich zu lieben ist nicht einfach nur zusammen zu leben. Es beinhaltet auch einen respektvollen Umgang und unabdingbare Verlässlichkeit.

Nehmen Sie den Menschen, der Ihnen das Ja-Wort gegeben hat, niemals als selbstverständlich hin. Er ist ein Geschenk, der Beachtung verdient.

4. Lieben Sie leidenschaftlich

Zu einem erfüllten Liebesleben gehört natürlich auch guter Sex. Sex ist weit mehr als gelebte körperliche Lust.

Es ist auch die gegenseitige Erlaubnis zu grenzenloser Intimität. Und damit sind auch Wünsche, Träume und Ängste gemeint, die Sie niemand anderen als Ihren Ehepartner erzählen würden.

Sex ist also mehr als ein Orgasmus. Gerade deshalb sollten Sie keine Tabus aufbauen, sondern sich gegenseitig ermuntern, die Wünsche und Lüste des anderen zu erkunden.

5. Offene Gespräche nicht scheuen

Schweigen ist der Tod jeder Beziehung. Es ist ein Krebsgeschwür, das sich langsam immer tiefer in Ihre Ehe frisst und immer mehr Probleme verursacht, bis das Ende nicht mehr abwendbar ist. Sprechen Sie deshalb über alle Dinge, die Sie stören, aber auch über die Sachen, die sie aneinander schätzen.

Offen miteinander zu reden ist nicht mit einem Streitgespräch zu verwechseln. Es ist vielmehr die Gelegenheit, völlig urteilsfrei den anderen zuzuhören und dessen Wünsche kennenzulernen.

Fazit

Eine glückliche Ehe verlangt Arbeit und hängt von mehr ab, als der viel zitierten Liebe auf den ersten Blick. Zum Glück ist es jedoch nie zu spät, mit der Arbeit an der eigenen Beziehung zu beginnen.

Grundinformationen und Tipps zur Ehe

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Couple relaxing in living room and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young couple playing © laurent hamels - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Friends at dinner © microimages - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: young couple on a french balcony © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: happy ski couple © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: just married 9 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Elderly Couple Enjoying Healthy meal,mealtime Together © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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