10. März 2011
Noch vor einigen Jahrzehnten ein absolut seltenes Phänomen, zählen Tattoos, Piercings und Co. heute fast schon zum Alltagsbild. Welche Formen der Körperkunst es gibt und welche sich besonders großer Beliebtheit erfreuen - machen Sie mit uns einen Streifzug durch die faszinierende Welt der Bodyart.
Tätowierungen, auch Tattoos genannt, zählen zu den beliebtesten Formen der Körperkunst überhaupt. Ob chinesisches Schriftzeichen oder mehrfarbiges Motiv, von klassischen Rosen und Ankern bis hin zu ausgefallenen Bildern aus eigener Hand - der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Dabei entscheiden Tätowierer und Kunde gemeinsam, welches Motiv an welcher Körperpartie passend sein könnte. Für echte Profis gehört übrigens auch das Freihandzeichnen dazu - und so können sie ihren Kunden auf Wunsch individuell erstellte Vorlagen für ein absolut einzigartiges Tattoo bieten. Vor der eigentlichen Tätowierung wird das Wunschmotiv direkt auf die desinfizierte, trockene Haut gebracht. Diese Vorlage dient jetzt als Orientierung für die folgende Arbeit. Mit Hilfe der Tätowiernadel fährt der Tätowierer nun entlang der vorgezeichneten Linien, wobei mit jedem Nadelstich eine Portion Farbe in die Haut gelangt. Sind Flächen oder Schattierungen gewünscht, werden diese ebenfalls eingestochen. Neben permanenten Tattoos erfreuten sich eine Zeit lang auch sogenannte Biotätowierungen großer Beliebtheit. Hierbei sollten die eingestochenen Farbpigmente nach und nach verblassen, was jedoch zu häufig unschönen Ergebnissen führte.
Mindestens ebenso großer Beliebtheit erfreuen sich Piercings. Der Begriff leitet sich vom Englischen "to pierce" ab, was in etwa mit "durchstechen" übersetzt werden kann. Beim Piercing wird eine gewünschte Körperpartie mit einer speziellen Nadel durchstochen und anschließend mit einem Schmuckstück versehen. Dieses kann zum Beispiel in Ring - oder Steckerform gestaltet sein. Nach dem Durchstechen muss die Haut heilen, wodurch sich nach und nach ein sogenannter Stichkanal ausbildet. Anschließend können verschiedenste Schmuckstücke ganz nach Wunsch eingesetzt werden - silbern oder farbig, mit zusätzlichen Kugeln und in verschiedenen Stärken. Piercings können an allen nur erdenklichen Körperpartien, vom Ohr bis zur Nase, von den Augenbrauen über Lippen bis zum Intimbereich angebracht werden.
Durch die natürliche Hautdehnung kann der Stichkanal nach und nach erweitert werden. Dies ist beim sogenannten Flesh Tunneling erwünscht. Anschließend können kleine bis große Teller als Platzhalter in den Stichkanal eingesetzt werden. Besonders gut für diese Form der Körperkunst eignen sich die Ohrläppchen.
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