Schreitvögel: Reiher und Störche

Schreitvögel fallen durch ihre langen Beine auf. Besonders bekannte Exemplare sind Reiher und Störche.

Rotkehlchen Vogel auf Futterhäuschen

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Reiher

Der Reiher (Ardeidae) wird zu den Schreitvögeln (Ciconiiformes) gezählt. Insgesamt umfasst diese Familie 62 Arten.

Merkmale

Zu den charakteristischen Merkmalen der Reiher gehören ihr S-förmiger gebogener Hals, ihren großen, breiten Flügel sowie ihr dolchförmiger, langer Schnabel.

Die größte Reiherart bildet der Goliathreiher, der eine Länge von 140 Zentimetern und eine Flügelspannweite von 230 Zentimetern erreicht. Als kleinste Exemplare gelten dagegen die Zwergdommeln, die gerade einmal eine Größe von 27 Zentimetern aufweisen.

Die Färbung der verschiedenen Reiherarten schwankt zwischen unauffällig und farbenprächtig. Am häufigsten kommen die Farben grau, braun, schwarz, weiß und blau vor.

Nicht selten helfen die Farben den Reihern dabei, sich zu tarnen.

Lebensraum

Abgesehen von der Antarktis, leben Reiher auf sämtlichen Kontinenten der Erde. Besonders groß ist ihre Artenvielfalt in Asien, Afrika und Südamerika. Die meisten Reiherarten halten sich am liebsten an den Ufern von Gewässern auf, so zum Beispiel an Seen, Flüssen, Meeresküsten und Sümpfen.

Es gibt aber auch Reiherarten, die nicht in der Nähe des Wassers leben, wie zum Beispiel der Kuhreiher, der sich lieber im Grasland aufhält. Während die meisten Reiher zu den Standvögeln zählen, sind einige Arten ausgesprochene Zugvögel.

Ernährung

Als Hauptnahrungsquelle dienen dem Reiher Wassertiere. Dazu zählen vor allem Fische, Wasservögel, Reptilien, Amphibien, Krebstiere, Mollusken, Insekten und Kleinsäuger. Zum Erlegen der Beute benutzt er seinen Schnabel, mit dem er sein Opfer durchbohrt.

Störche

Ebenfalls zu den Schreitvögeln gehören die Störche (Ciconiidae). Sie bestehen aus sechs Gattungen und 19 Arten, die auf allen Kontinenten außer der Antarktis vorkommen. In Europa beheimatet ist der Weißstorch.

Merkmale

Ein markantes Erkennungszeichen der Störche sind ihre langen Beine, ihr langer Hals und ihr schmaler Schnabel. Die Schreitvögel können zwischen 75 Zentimeter und 1,50 Meter lang werden. Äußerlich weisen die Störche Ähnlichkeiten mit den Reihern auf, haben aber ein massigeres Aussehen.

Störche verfügen über große und breite Flügel, wodurch sie ausgezeichnete Segelflieger sind. Marabus erreichen sogar eine Spannweite von 320 Zentimetern. Die Färbung des Gefieders ist schwarz-weiß, wobei die Farben sich unterschiedlich verteilen.

Lebensraum

Zu finden sind Störche vor allem in Europa, Asien, Südamerika und Australien. In Nordamerika kommen sie nur im äußersten Süden vor. Als Lebensraum dienen den Vögeln feuchte Habitate wie die Nähe von Flussufern, Seen oder Sümpfen.

Einige Arten, wie zum Beispiel der Marabu, leben dagegen bevorzugt in der Savanne. Die meisten Storcharten gehören nicht zu den Zugvögeln. Eine Ausnahme bildet allerdings der Weißstorch, der weite Strecken zurücklegt.

Ernährung

Störche ernähren sich bevorzugt von Fischen, Nagetieren und Fröschen. Das Nahrungsspektrum unterscheidet sich jedoch von Art zu Art. So verzehrt der Weißstorch auch Maulwürfe, Wühlmäuse, Hamster, Kaulquappen, Schlangen, Eidechsen und Insekten.

Marabus schrecken zudem nicht davor zurück, Flamingokolonien zu überfallen, um an deren Eier oder Junge zu gelangen.

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  • Bildnachweis: Bluebird © chas53 - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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