Geld sparen und Fehlkäufe vermeiden - Tipps, wie man nur das kauft, was man wirklich braucht

Ein weit verbreitetes Problem beim Shoppen ist, dass man oft mehr Geld ausgibt, als man eigentlich geplant hat. In vielen Fällen handelt es sich dabei um echte Fehlkäufe. Nur das zu kaufen, was man braucht, ist gar nicht so einfach. Doch mit einigen Tipps sollte es zu schaffen sein. Lesen Sie, wie Sie Geld sparen und Fehlkäufe vermeiden können - kaufen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen.

Beim Shoppen passiert es schnell, dass man mehr Dinge kauft, als man eigentlich vorhatte, z.B. an Sale-Tagen - handelt es sich um einen typischen Fehlkauf, ist das Ärgernis groß

Warum kommt es zu Fehlkäufen?

Viele Menschen beklagen, dass ihr Einkauf häufig zu teuer ausfällt. In manchen Fällen führt unkontrolliertes Shoppen sogar zu Schulden.

Einer der Gründe, dass man mehr Geld ausgibt, als man sollte, sind Gefühle. So neigen viele Menschen dazu, sich etwas zu kaufen, damit sie sich wieder besser fühlen. Häufig sind auch Dinge darunter, die sie eigentlich gar nicht brauchen.

In den meisten Fällen ist das Einkaufen jedoch nur eine Frage der richtigen Organisation.

Manchmal kann man sich einfach nicht erklären, wie der unpraktische Küchenhelfer, der Flickenteppich oder das neonbunte Shirt in der heimischen Wohnung landen konnte. Ein typischer Fall von Frust- oder Fehlkauf.

Das passiert immer wieder und meistens dann, wenn wir unvorbereitet zum "Kampfshopping" losziehen oder uns in den Schlussverkauf stürzen. Auch im Urlaub locken Fallen, denn der exotische Sari oder eine Folklore-Bluse sieht natürlich in Ferienstimmung und im Ursprungsland deutlich besser aus als zu Hause.

Fehlkäufe und zu hohe Ausgaben vermeiden

Grundsätzlich muss es nicht sein, dass man beim Shoppen zu viel Geld ausgibt. Um Frust zu vermeiden, sollte das Motto immer lauten: Einkaufen mit Spaß - aber gezielt. Dabei helfen ein paar kleine Tricks.

Einkaufsliste erstellen

Viele Leute wissen vor dem Gang in die Geschäfte oft gar nicht genau, was sie eigentlich einkaufen wollen. Ein altes und bewährtes Mittel für die Einkaufsplanung ist das Erstellen einer Einkaufsliste.

Dazu schreibt man auf einen Zettel sämtliche Dinge, die man im Haushalt benötigt, auf. Wer eine Familie hat, legt die Einkaufsliste am besten an einen Platz, an dem sie allen Familienmitgliedern zugänglich ist, damit auch diese etwas notieren können.

Zu den Vorteilen eines Einkaufszettels gehört, dass man im Supermarkt nichts vergisst. Außerdem lassen sich schon im Vorfeld ungefähr die Kosten einschätzen.

Nach dem Essen einkaufen gehen

Manchmal ist es besser, erst nach dem Essen shoppen zu gehen, denn wenn man hungrig ist, neigt man oft dazu, mehr Lebensmittel einzukaufen, als man eigentlich geplant hat. Ist man dagegen schon satt, ist das Risiko, nicht benötigte Waren zu konsumieren, weitaus geringer.

Geld passend mitnehmen

Wenn man bereits vorher abschätzen kann, welche Summe man beim Einkaufen ausgeben wird, sollte man nur soviel Geld mitnehmen, wie man benötigt. Wer mehr Geld dabei hat, neigt oft dazu, auch mehr auszugeben.

Ähnliches gilt für eine EC-Karte. So eine Karte ist zwar sehr praktisch, verführt jedoch oft zu größeren Ausgaben, da man ja nicht darauf achten muss, wie teuer der Einkauf wird. Aus diesem Grund ist es besser, beim Einkaufen auf eine EC-Karte zu verzichten.

Gezielt nach Sonderangeboten schauen

Anstatt im Laden irgendwelche Schnäppchen zu kaufen, nur weil sie gerade da sind, sollte man lieber in Zeitungen oder Prospekten gezielt danach suchen. Ist etwas dabei, was man wirklich braucht, kann zugegriffen werden.

Wir haben doch schon längst gelernt, dass Schnäppchen und Sales nicht optimal sind, um gezielt einzukaufen. Ausnahmen sind Basics, wie Unterwäsche, Socken, Sportkleidung oder einfache Shirts für zu Hause.

Wenn der neue Fernseher, über den in der Familie diskutiert wurde, plötzlich 25% günstiger ist, sollte man natürlich zuschlagen. Ein vorheriger Preisvergleich lohnt trotzdem, denn gerade technische Geräte und Haushaltsgeräte werden online oft günstiger angeboten, als im Sale des stationären Handels. Und sie werden teilweise sogar kostenfrei nach Hause geliefert.

Billig ist nicht immer gut

Wer billige Sonderangebote kauft, kann auch am falschen Ende sparen. So warnt die Stiftung Warentest vor Mängeln bei Billigwaren, denn meist sparen die Anbieter bei der Herstellung der Produkte.

Nach Einschätzungen der Tester der Stiftung sind nur rund ein Viertel aller günstig angebotenen Waren bei Discountern auch wirklich preiswerte Schnäppchen. Daher ist es meist sinnvoller, anstelle von mehreren Billigwaren, einmal Qualitätsware zu kaufen.

Darüber hinaus sollte man sich vor dem Kauf gut überlegen, ob man das Produkt auch wirklich braucht. Viele Dinge, die man kauft, nur weil sie günstig sind, fristen ihr Dasein schon kurz darauf im Keller oder in der Abstellkammer.

Kleingedrucktes beachten

Gerade bei Sonderangeboten gelten häufig auch Sonderbedingungen. Dazu gehört zum Beispiel, dass man reduzierte Waren nicht umtauschen kann, was besonders ärgerlich ist, weil man dann auf seinem Fehleinkauf sitzen bleibt. Auch bei Kleidung heißt es aufpassen, denn diese wird häufig aufgrund von versteckten Mängeln preiswerter angeboten.

Die entsprechenden Vermerke auf den Etiketten sind meist so klein, dass sie vom Kunden leicht übersehen werden. Daher ist es ratsam, vor dem Einkauf das Verkaufspersonal zu befragen, wenn Zweifel bestehen.

Gezielt einkaufen durch Garderobencheck vor dem Shopping

Auch wenn es von den Preisschildern ruft "Kauf mich: 3 für 2", sollten Kunden einen kühlen Kopf behalten. Vor der Shoppingtour steht immer die Inventur der Garderobe. Was muss ersetzt werden und was fehlt?

Die meisten Erwachsenen haben ab Mitte 20 ihren persönlichen Stil gefunden und sollten dem auch treu bleiben. Schnellkäufe, die nicht zur Garderobe passen, sind Kleidungsstücke, die hinten im Schrank und später im Kleidercontainer landen.

Besser auf Qualität und Kombinierbarkeit achten. Ein Oberteil, das zu Hosenanzügen, Jeans oder Röcken passt und eine zeitlose Farbe hat, ist immer perfekt. Die meisten Experimente im Bereich "Mal was Neues wagen und ganz andere Farben tragen" gehen sowieso schief.

Entspannt einkaufen gehen

Es ist nicht ratsam, mit Ärger im Bauch zum Shoppen zu gehen. Man fühlt sich nicht besser, nur weil das superbillige grünbunte Kleid im Korb liegt. Dieser Fehlkauf löst das Problem leider nicht und vergrößert eher den Frust, wenn es zu Hause plötzlich nicht mehr gefällt.

Die verkaufsoffenen Sonntage oder Wochenenden - vor allem vor Feiertagen - sind nicht ideal zum frustfreien Shoppen. Auch Familie im Schlepptau trägt nicht zur Entspannung bei.

Ideal sind die Wochentage, wenn die Läden etwas leerer sind und Kunden gemütlich bummeln. Am besten mit entspannten Pausen in einem schönen Café oder beim Friseur.

Eine gute Freundin oder der beste Freund sind willkommene - und hoffentlich objektive - Berater, doch die endgültige Entscheidung sollten Sie immer selbst treffen. Laufen Sie nicht nur den neuesten Trends nach und lassen Sie sich nichts von Verkäufern aufschwatzen.

Bedürfnisse berücksichtigen

Oft ist es sinnvoll, beim Einkaufen günstige Discounter und Fachgeschäfte miteinander zu kombinieren. Kennt man sich zum Beispiel mit Elektrogeräten nicht so gut aus, ist es besser, ein Fachgeschäft aufzusuchen, in dem man kompetent beraten wird. Außerdem lassen sich dort leichter Produkte für die individuellen Bedürfnisse finden, auf die es ja letztlich ankommt.

Jagdinstinkt trotzen

Preiswerte Dinge zu kaufen, ist auch für Männer besonders verlockend. So kaufen sie mitunter sogar günstige Waren, die sie gar nicht brauchen, nur weil sie billig sind. Man könnte in diesem Fall auch von einem Schnäppchen-Jagdinstinkt sprechen, was jedoch häufig Fehleinkäufe zur Folge hat.

Besser ist es, sich nicht von diesem Jagdfieber anstecken zu lassen und sich an wirklich guten Produkten zu erfreuen. Das wirkliche Schnäppchen ist nämlich, wenn zum Beispiel ein Gerät mehr als 10 Jahre fehlerfrei funktioniert.

Generell ist es sinnvoll, vor allem beim Kleidungskauf auf "Sale"-Tage zu warten, um Geld zu sparen - was gilt es dabei zu beachten?

Viel Geld sparen beim Shoppen an "Sale"-Tagen

Meist sind es Frauen, die sich keinem neuen Modetrend entziehen können. Deshalb zählen häufige Shopping-Touren auch zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen modebewusster Damen. Wer dabei sein Konto nicht allzu stark strapazieren möchte, der sollte bevorzugt zu den "Sale-Zeiten" einkaufen gehen.

Sparen mit Sale und Schlussverkauf

Gab es früher noch den Winter- und den Sommerschlussverkauf, so leuchten heute praktisch ganzjährig verlockende Sale-Angebote in den Geschäften. Für modebegeistere Menschen ist das ein echter Segen. Denn immerhin werden die Preise bei einem Sale um mindestens zehn Prozent reduziert.

Kleinere Sales, zum Beispiel mitten in der Saison, locken oft mit 20 oder 30 Prozent Preisnachlass. Diese Sales werden von den Geschäften meist dann veranstaltet, wenn sie einen Teil ihrer Ware austauschen möchten. Die größten Preisnachlässe gibt es jedoch nach wie vor im Sommer und im Winter.

Die offiziellen Schlussverkäufe zum Wechsel der Saison gibt es zwar nicht mehr, dennoch ist der Sale fester Bestandteil eines jeden Geschäftsjahres. Und bei diesen inoffiziellen Schlussverkäufen können die Kunden besonders kräftig sparen. Denn weil die Geschäfte ihre Lagerräume lehren müssen, verkaufen sie die aktuelle Ware nun besonders günstig.

Rabatte von bis zu 70 Prozent sind dann keine Seltenheit. Von diesen enormen Preisnachlässen profitieren die Kunden vor allem dann, wenn sie teure Markenware kaufen. Dann kann auch hochwertige Designerware zu erschwinglichen Preisen erstanden werden.

Nur keine Eile!

Sales und Schlussverkäufe finden immer dann statt, wenn die Geschäfte Platz für neue Ware brauchen. Ein Sale findet außerdem immer über einen bestimmten Zeitraum hinweg statt.

Es ist daher unnötig, sich gleich am ersten Tag zur Geschäftsöffnung auf die Ware zu stürzen. Insbesondere dann, wenn man weiß, dass die Preise zum Ende des Sales häufig noch einmal kräftig reduziert werden.

Die Sale-Falle

Große Schilder mit ebenso großen Prozentzahlen ziehen kaufwillige Kunden magisch an. Und auch kleine rote Preisschilder auf den Etiketten der Bekleidung haben eine ähnlich starke Anziehungskraft.

Doch gerade bei diesen kleinen Preisschildern sollte man ruhig einmal genauer hinsehen. Es kann nämlich gut sein, dass der neue, günstigere Preis in Wahrheit dem normalen Verkaufspreis entspricht. Durch den roten Sticker bekommt der Kunde den Eindruck als wäre dieses Produkt reduziert und schon greift er zu - obwohl er dieses Produkt für den "echten" Preis eventuell nie gekauft hätte.

In Ausnahmefällen ist es sogar schon vorgekommen, dass der vermeintliche Sale-Preis teurer war, als der Originalpreis. Es lohnt sich also auch bei verlockenden "Rotschild-Preisen" einen kühlen Kopf zu bewahren.

Besonders dreist ist übrigens die Variante, bei denen die Preisschilder schon von Haus aus irreführend sind. Dort ist auf maschinell gedruckten Schildern ein Originalpreis zu lesen, der dann - maschinell - durchgestrichen wurde um darunter einen neuen, "günstigen" Preis zu drucken. Hier wird dem Kunden bewusst vorgegaukelt, dass er ein "Schnäppchen" macht. Hiervon sollte man die Finger lassen.

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