Demenz beim Hund und weitere Erkrankungen - Symptome und Gegenmaßnahmen

Vergleichbar mit dem Menschen leidet auch ein Hund mit zunehmendem Alter an Alterskrankheiten. Ein mittelgroßer Hund mit einem Gewicht zwischen fünfzehn und fünfzig Kilogramm ist nach acht bis neun Hundejahren von seiner Verfassung her mit einem Rentner vergleichbar. In diesem Alter muss mit der Hundekrankheit CDS gerechnet werden. Doch auch andere Beschwerden und Erkrankungen können beim Hund auftreten. Verschaffen Sie sich einen Überblick über typische Erkrankungen beim Hund sowie deren Symptome und mögliche Gegenmaßnahmen.

Wir geben einen Überblick über häufige Erkrankungen beim Hund - Mitunter kann man auch mit der Alternativmedizin einiges erreichen

Häufige Erkrankungen bei Hunden

Hunde können ebenso wie Menschen unter den verschiedensten Krankheiten leiden. Zu den betroffenen Körperstellen gehören dabei die Sinnesorgane, Atmungsorgane, Verdauungsorgane, Geschlechtsorgane, das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem, die Haut sowie der Bewegungsapparat.

Dank Impfungen ist immerhin die Anzahl an gefährlichen Infektionskrankheiten wie Tollwut oder Staupe deutlich zurückgegangen. Zu den am häufigsten vorkommenden Hundeerkrankungen gehören:

Ekto-Parasitenbefall

Von einem Befall mit Ekto-Parasiten spricht man, wenn der Hund von äußeren Parasiten heimgesucht wird. Dazu zählt man Zecken, Milben und Flöhe. Diese äußeren Parasiten lassen sich auf der Körperoberfläche des Vierbeiners nieder, wo sie sein Blut aussaugen.

Das Gefährliche an den Parasiten ist, dass sie schwere Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen können. Ein typisches Symptom ist das intensive Kratzen des Hundes. Außerdem können Haarausfall und eiternde Stellen auftreten. Zur Behandlung oder Vorbeugung kommen meist Tabletten, Pulver sowie spezielle Halsbänder zum Einsatz.

Vor allem Zeckenbisse kommen vermehrt bei Hunden vor. Die Zeit von März bis Oktober gilt als Zeckensaison; dann lauern die kleinen Parasiten in Gebüschen sowie im hohen Gras und sobald der Vierbeiner dieses streift, droht der Befall.

Neben den bereits erwähnten Mitteln gegen Zecken sollte der Hundehalter auch an einen Impfschutz denken, um sein Haustier vor Erkrankungen wie Borreliose zu schützen. Wichtig ist ebenfalls die richtige Entfernung der Zecke aus der Haut des Tieres. Alle nötigen Informationen zum Zeckenbefall beim Hund erhalten Sie hier in unserem separaten Artikel.

Endo-Parasitenbefall

Unter Endo-Parasitenbefall versteht man den Befall des Hundes mit Würmern wie Bandwürmern, Spulwürmern oder Hakenwürmern. Übertragen werden die Parasiten durch das Auflecken von Wurmlarven oder Wurmeiern.

Aber auch eine Infektion über die Haut ist möglich. Da die Würmer große gesundheitliche Schäden verursachen können und auch auf den Menschen übertragbar sind, ist stets eine Behandlung beim Tierarzt erforderlich.

Hautallergien

Nicht nur Menschen können unter Hautallergien leiden, sondern auch Hunde. Unterschieden wird zwischen Kontaktallergien und indirekten Allergien. Letztere entstehen durch das Fressen einer allergenen Substanz. Die Therapie erfolgt mithilfe von Kortikoiden und Antihistaminika.

Ohrenentzündung

Eine weitere häufig vorkommende Hundekrankheit ist die Ohrenentzündung (Otitis). Diese kann im Außenohr, im Innenohr oder im Mittelohr auftreten. Verursacher von Ohrenentzündungen bei Hunden sind Parasiten, Bakterien oder Pilze.

Besonders betroffen sind Hunderassen, die große, hängende Ohren haben wie zum Beispiel Cockerspaniel. Bemerkbar macht sich eine Ohrenentzündung durch

  • ständiges Kratzen am Ohr
  • Kopfschütteln
  • starken Juckreiz
  • Schmerzen und
  • eitriges Sekret.

Zur Behandlung werden zumeist Antibiotika verabreicht.

Hüftgelenksdisplasie

Unter einer Hüftgelenksdisplasie leiden vorwiegend große und schwere Hunderassen. Die Hüftgelenksdisplasie ist eine degenerative Erkrankung, bei der der Hüftgelenkskopf aus der Gelenkpfanne springt und zerstört wird.

In schweren Fällen ist ein operativer Eingriff erforderlich. Dabei setzt man dem Hund eine Prothese ein und stellt dadurch das Gelenk wieder her.

Blasensteine

Auch Blasensteine gehören zu den Erkrankungen, von denen ein Hund betroffen sein kann. Die Ursachen sind vielfältig; zu den möglichen Gründen gehören

  • bestimmte Erkrankungen wie z.B. Leberfunktionsstörungen
  • Harnwegsinfektionen
  • eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • ein zu hoher Mineralstoffgehalt im Futter

Bei einigen Hunderassen besteht zudem eine genetische Veranlagung:

  • Bulldogge
  • Zwergschnauzer
  • Dackel
  • Basset
  • Mops

Die Hunde können ab einer bestimmten Größe der Steine nur noch geringe Mengen Urin absetzen. Möglich ist auch die Beimischung von Blut im Urin.

Die Behandlung kann mittels Medikamentengabe erfolgen; mitunter ist aber auch ein operativer Eingriff notwendig. Wichtig ist anschließend in jedem Fall die Umstellung auf ein spezielles Diätfutter.

Weitere häufige Hundekrankheiten sind Parvovirose, Leptospirose, Leishmaniose sowie Lipome und Tumore.

Altersbedingte Krankheiten

Wenn Hunde altern, stellen sich meist ähnliche Probleme ein, wie sie auch bei älteren Menschen zu beobachten sind. Durch ein ausgewogenes Verhältnis von Bewegung und Ruhe, liebevolle Zuwendung, viel Geduld und gut abgestimmtes Futter wird dem alten Hund ein zufriedenes Leben ermöglicht.

Für den Hundehalter ist es wichtig, sich rechtzeitig mit den Alterskrankheiten beim Hund auseinanderzusetzen und notwendige Maßnahmen umzusetzen. Tierarztbesuche zur Vorsorge und Behandlung gehören zur Routine von Besitzern älterer Hunde. Nur wenn die Alterskrankheiten früh erkannt werden, besteht eine gute Chance auf Heilung oder Linderung von Schmerzen.

Alterserscheinungen

Sichtbare Alterserscheinungen beim Hund sind das etwas stumpfere Fell und graue Haare im Bereich der Schnauze. Die Haut ist weniger elastisch und empfindlicher.

Jetzt sind ausgesuchte Vitamine und Mineralien für den Hund besonders wichtig. Das Fell wird nicht mit aggressiven Mitteln behandelt und statt einer Hundebürste eignet sich ein Pflegehandschuh zur Fellpflege besser, da er nicht an den Haaren reißt und die Haut sanfter massiert. Wenn Tumoren auf der Haut ertastet werden, sollte der Hund dem Tierarzt vorgestellt werden, um Krebserkrankungen auszuschließen.

Futter verweigern

Wenn ältere Hunde das Futter verweigern oder nur schlecht fressen, kann die Ursache an den Zähnen liegen. Deshalb sollte regelmäßig Zahnstein entfernt werden und auch spezielle Zahnpflegeknochen eingesetzt werden, um den Zustand der Zähne zu erhalten oder zu verbessern. Weitere Informationen zum Thema Futterverweigerung finden Sie hier.

Taubheit und Erblindung

Auch wenn Gehör und Sehkraft des Hundes im Alter nachlassen, ist der Geruchssinn immer noch in Ordnung. Ein Hundesenior kann sich im gewohnten Umfeld meist sehr gut orientieren und folgt bekannten Gerüchen.

Die Ohren sollten jetzt regelmäßig gereinigt werden und eine neue Art der "Kommunikation" trainiert werden. Haben Sie Geduld, wenn Ihr Hund später reagiert, weil er die Kommandos nur schlecht versteht. Hilfreich kann die Arbeit mit Handzeichen oder Duftreizen sein.

Inkontinenz

Bei Inkontinenz müssen die Pausen zwischen den "Toilettenzeiten" verkürzt werden. Der Handel bietet spezielle Inkontinenz-Windeln für Hunde an, die in der Wohnung angelegt werden können.

Gelenkprobleme

Im Alter haben viele Hunde starke Schmerzen durch Gelenkverschleiß, Entzündungen oder Arthrose. Da Bewegung trotzdem sehr wichtig ist, sollte der Tierarzt mit angepasster Medikation für Schmerzfreiheit sorgen, damit der Hund täglich bewegt werden kann. Lindernd sind auch physiotherapeutische Maßnahmen, wie Massagen oder eine Art Gelenkgymnastik und Hundeschwimmen.

Der Schlafplatz kann mit Wärmflaschen und einer weicheren Einlage bequemer gestaltet werden und der Hund sollte keinen intensiven Sport mehr treiben oder Treppen laufen. Um die Gelenke zu entlasten, sollte eventuelles Übergewicht abgebaut werden.

Herzprobleme

Gegen Herzprobleme hilft regelmäßige, moderate Bewegung. Bei Erkrankungen der inneren Organe muss ein genauer Therapie- und Medikamentenplan erstellt und vom Tierarzt begleitet werden. Trotz der Beschwerden wird aber auch der alte Hund seine Menschen gerne auf regelmäßigen und gemütlichen Spaziergängen begleiten.

Blähungen

Was wäre der Mensch ohne den Hund - seinen treuen Begleiter und engsten Freund? Doch auch das Tier kann dem Herrchen einmal lästig werden. Insbesondere dann, wenn es zu Blähungen neigt. Hier sollte nicht lange gezögert werden, um helfende Maßnahmen einzuleiten.

Die natürlichen Folgen der Verdauung

Es mag sehr angenehm sein, den eigenen Hund vielleicht abends auf die Couch zu lassen, gemeinsam zu toben oder einfach in stiller Zweisamkeit die Ruhe zu genießen. Ziehen aber übel riechende Gase auf, ist es mit der Idylle bald vorbei. So folgt manch böser Blick, nicht selten wird das Tier sogar aus dem Zimmer gejagt - dabei kann es selbst am wenigsten für die Flatulenz.

Das Verdauungssystem der Säugetiere funktioniert genauso wie beim Menschen: Übelkeiten, Durchfall und Blähungen gehören eben dazu. Erst, wenn diese über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, sollte ein Arzt verständigt werden. Die natürlichen Ursachen lassen sich meist aber auch selbst kurieren.

Hunde sind Fleischfresser

Bereits mit einer kleinen Veränderung des Speiseplans kann es gelingen, dem Hund das lästige Luftlassen abzugewöhnen. Leider hat es sich in den letzten Jahren durchgesetzt, dem Vierbeiner vermehrt solches Futter zu verabreichen, das mit künstlichen Zusätzen oder sogar Getreide angereichert ist.

Das muss an sich nichts Schlechtes sein, sorgen doch gerade erst die enthaltenen Kohlehydrate dafür, dass das Tier auch alle Inhaltsstoffe der Nahrung verwerten kann und dass es über genügend Energie zum Toben und Spielen verfügt.

Dennoch sind Hunde Fleischfresser. Auf Sicht mehrerer Monate oder sogar Jahre wäre es schädlich, ihnen nicht regelmäßig die natürliche Kost - idealerweise im rohen Zustand - in den Napf zu geben.

Der Hund als Fleischfresser braucht regelmäßig Fleisch, idealerweise im rohen Zustand
Der Hund als Fleischfresser braucht regelmäßig Fleisch, idealerweise im rohen Zustand

Verschiedene Unverträglichkeiten beachten

Dennoch wird es jedem Hundehalter unmöglich sein, ausschließlich Fleisch zu füttern. Er greift folglich auf alternative Produkte zurück, woran auch nichts auszusetzen ist. Bei diesem Prozess muss er aber stets ein waches Auge dafür besitzen, wie das Tier die Nahrung aufnimmt und wie es sich im Anschluss daran präsentiert.

Viele Hersteller sind dazu übergegangen, das Futter mit preiswerten Zusätzen zu versehen. Das schont die Geldbörse des Herrchens, kann den Organismus des Hundes aber an seine Grenzen führen.

Salze, Sojaextrakte oder künstliche Bestandteile verträgt der vierbeinige Freund nur selten einmal. Sehr oft kommt es zu Problemen mit der Verdauung, wobei auch Blähungen festgestellt werden. Allgemein gilt: Je hochwertiger die Nahrung, desto besser geht es dem Tier.

Zu viel Luft im Magen

Ein anderes Problem stellt sich bei Hunden oft erst nach langer Beobachtung heraus. Im Gegensatz zur Katze nimmt der Nachfahre des Wolfs erhebliche Mengen an Luft zu sich. Das geschieht zumeist bei der Atmung, die insbesondere im Spiel oder beim Spaziergang in besonderem Maße angeregt wird.

Aber auch das Schlingen und sehr hastige Fressen bei der Nahrungsaufnahme führt dazu, dass sich die Luft, die zur Verdauung eigentlich nicht benötigt wird, im Magen absetzt - und von dort später ausgeschieden werden muss. Oft kann es somit auch im Winter zu erhöhten Blähungen kommen, wenn der Hund Schnee frisst und die kleinen Lufteinschlüsse ebenso in den Organismus gelangen. Ratsam ist es daher, zumindest beim Fressen ein wenig das Tempo im Blick zu haben.

Der Wurmbefall - und seine Behandlung

Häufig lässt sich aber eben nicht kontrollieren, was der Hund alles aufnimmt. Mitunter kommt es daher zu einem Befall mit Würmern und Parasiten. Bereits diese können die Flatulenzen hervorrufen und sollten als Krankheitsbild, das mehrere Tage anhält, von einem Veterinärmediziner untersucht werden.

Allerdings stehen einige der nun zu verabreichenden Medikamente ebenso in dem Ruf, zu Blähungen zu führen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Magen angeregt wird, seine Aktivitäten aufzunehmen. Damit bekämpft er zwar den lästigen Wurmbefall, löst aber gleichermaßen die Gasbildung aus.

Mit sanften Mitteln helfen

Oft kann bereits einer der vorgenannten Tipps die Lösung im Kampf gegen die Blähungen bringen. Eine sorgsame Wahl des Futters sowie die Kontrolle, dass der Hund dieses nicht schlingt, sind im Regelfall die Grundlagen dafür. Kommt es dagegen zu chronischen Luftabsonderungen, die keinem Krankheitsbild zuzuordnen sind, so reicht es meist, den Bauch des Hundes beim Spielen ein wenig zu massieren und damit Verkrampfungen des Darms zu lösen.

Wenn das Tier keine Abneigung dagegen zeigt, kann auch der Nahrung stets ein Löffel Zitronen- oder Orangensaft beigegeben werden. Damit wird die Verdauung angeregt und die Flatulenz bereits im Vorfeld umgangen Wichtig ist es aber stets, das Verhalten des Hundes bei allen genannten Ratschlägen zu beobachten und damit festzustellen, auf welche er besonders positiv reagiert.

Demenz

Die Abkürzung CDS steht für das englische Cognitive Dysfunction Syndrome, zu Deutsch Kognitives Dysfunktionssyndrom (KD) bei Hunden. Es ist eine altersbedingte Schädigung der kognitiven Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Erinnerung, Aufmerksamkeit, Geruchsinn oder Orientierung.

Symptome

Eine Demenz zeigt beim Hund vergleichbare Symptome wie beim Menschen. Der Hundehalter sollte seinen Vierbeiner allerspätestens in einem Alter ab acht oder neun Jahren besonders aufmerksam beobachten.

Auffälligkeiten für eine Hundedemenz sind in erster Linie eine örtliche oder zeitliche Desorientiertheit. Obwohl der Hund soeben gefressen hat, verhält er sich kurz darauf so, als ob er auf sein Futter wartet.

Eine örtliche Fehlorientierung lässt sich zum Beispiel daran ablesen, dass der Hund mit dem Kopf in einer Ecke steht und ohne Hilfe des Halters aus dieser Situation nicht herauskommt. Er weiß nicht, dass er sich umdrehen muss, sondern er registriert die für ihn ausweglose Situation mit zwei aneinander grenzenden Wänden.

Wenn die Stubenreinheit nachlässt, oder wenn der Hund im Gegensatz zu früher deutlich öfter die körperliche Nähe seines Herrn sucht, dann können das erste und ernsthafte Anzeichen für CDS beziehungsweise KD sein.

Diagnose

Die erste Erkenntnis über eine Altersdemenz beim geliebten Vierbeiner ist schlimm. Dem Hundehalter muss bewusst sein, dass die Erkrankung, ebenso wie beim Menschen, nicht heilbar ist. Sie verstärkt sich beim Tier in der Relation von Hundejahren zu Menschen- beziehungsweise Lebensjahren dementsprechend schneller und stärker.

Der Tierarzt kann CDS diagnostizieren, indem andere Krankheiten wie Arthrose, Hormonstörungen oder Kreislaufbeschwerden ausgeschlossen werden. Ein genauer Nachweis von CDS im Rahmen einer Blutuntersuchung ist nicht möglich.

Es kommt also ganz wesentlich darauf an, wie genau der Halter seinen Hund kennt, und wie auffällig für ihn die Symptome sind.

Behandlung

Schulmedizinisch ist eine Medikamentation zur insgesamt besseren Durchblutung möglich. Die Erhöhung der Vitaminzufuhr ist ebenso hilfreich wie eine regelmäßige Sauerstoffzufuhr durch vermehrten Aufenthalt im Freien.

Im Hundefutter sollte der Gehalt an Folsäure und an B6 dauerhaft erhöht werden. Der Hund wird insofern ernährungsmäßig auf eine individuelle Diät eingestellt. Wirkstoffe wie

werden zu festen Bestandteilen der täglichen Hundenahrung. Die muss der Verträglichkeit wegen im Detail mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Das Versorgen und Bemühen um den alterskranken und vielfach auch altersschwachen Hund kostet den Halter viel Zeit und Geduld. Er kann dem in die Jahre gekommenen Vierbeiner dessen Alltag durch seine Fürsorge zwar spürbar erleichtern, nicht jedoch die Lebenszeit zu verlängern.

Mentales Training

Die letzten Monate oder Jahre sind so für den Hund ganz einfach lebenswerter als ohne jede medikamentöse Versorgung und Betreuung. Dazu zählt auch ein mentales Training der Gehirnleistung.

Zu den täglichen Aufgaben gehört es, dass der Hund sein Trockenfutter zumindest teilweise an immer wechselnden Plätzen suchen beziehungsweise finden muss. Mit kleinen Suchspielen müssen Geruchssinn und Gehirnleistung gefordert werden, ohne den Hund zu überfordern.

Bei den täglichen Spaziergängen sollten die Wegstrecken gewechselt werden, so dass sie für den Hund immer wieder neu sind. Er muss sich anders orientieren und dadurch konzentrieren.

Nähe verstärken und tägliche Rituale

Auf der anderen Seite tut dem kranken und älter werdenden Hund die Nähe zu seinem Halter gut. Er spürt seine eigene zunehmende Schwäche und sucht instinktiv Sicherheit sowie Geborgenheit.

Tägliche Rituale wie ein regelmäßiges Kuscheln empfindet er als wohltuend und beruhigend. Er hat seinen festen Schlaf- sowie Ruheplatz mit Wasser- und Futternapf. Einerseits muss der Hund gefordert werden, andererseits benötigt er viel Gelegenheit zum Ruhen und Entspannen.

Er ist eben ein insgesamt alternder Hund mit einer deutlich reduzierten Leistungsfähigkeit. Jeder Hundeliebhaber wird seinem Vierbeiner diese letzte Lebensphase bis zum natürlichen Ableben so weit wie möglich erleichtern, um ein vorzeitiges Einschläfern zu vermeiden.

Diabetes

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus kann auch Tiere betreffen. Besonders hoch ist die Erkrankungsgefahr bei Hündinnen, die zwischen sieben und neun Jahre alt sind.

Typ 1, bei dem kein Insulin mehr produziert wird und das Tier auf eine lebenslange Insulinzufuhr angewiesen ist, kommt am häufigsten bei Hunden vor. Zu den möglichen Symptomen zählen häufiges Urinieren, Gewichtsverlust sowie starker Durst; behandelt wird in Form von Injektionen.

Bei der Fütterung des an Diabetes erkrankten Hundes müssen die Halter einige Punkte beachten. Detailliertere Informationen zum Thema Diabetes beim Hund erhalten Sie hier.

Bei vielen Beschwerden kommt man mit Alternativmedizin weiter...

Alternative Medizin für Hunde

Alternative Medizin für Hunde hat in den letzten Jahren extrem an Popularität gewonnen. Der Grund liegt darin, dass immer mehr Hundebesitzer natürliche Wege suchen, um ihre Haustiere bei gesundheitlichen Beschwerden ohne pharmazeutische Therapien zu heilen. Anstatt sich im Falle einer Krankheit auf eine punktuelle Heilung einzulassen, können sich Hundebesitzer durch die Alternative Medizin auf das ganze Tier konzentrieren.

Die folgenden Zeilen verraten Ihnen mehr über die verschiedenen Arten der natürlichen Medizin und ihre Behandlungsformen für wedelnde Vierbeiner.

Osteopathie und Chiropraktik

Studien zeigen, dass Manipulationen am Körper und dessen Knochenbau wirksame Behandlungsmethoden darstellen, wenn es um Rücken-, Gelenkschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden beim Menschen geht.

Im Jahr 1996 berichtete die American Veterinary Medical Association, dass ausreichend klinische und anekdotische Beweise vorliegen, um die Vorteile der veterinären Chiropraktik zu unterstützen. Während es praktisch für Hunde keine Untersuchungsergebnisse zum Thema gibt, lassen sich jedoch Anhaltspunkte dafür finden, dass die bisherigen sporadisch bekannten Behandlungen wirksam und vor allem hilfreich bei der Wiederherstellung der Vitalität und dem Leistungsvermögen sind, beispielsweise resultierend aus einer Verletzung oder nach einem Unfall.

Akupunktur

Die Akupunktur dient als Alternative Medizin für Hunde und wird typischerweise als ein wirksames Schmerzmittel eingesetzt. Die Wirkung von schmerzstillenden Medikamenten wird nachgeahmt, indem durch Einflussnahme auf das Gehirn schmerzstillende Substanzen, wie Endorphine, gefördert werden. Akupunktur stimuliert nachgewiesenermaßen die Freisetzung von natürlichen Endorphinen.

Denken Sie daran, dass die Akupunktur für Hunde nur durch einen fach- und sachkundigen Veterinärakupunkteur durchgeführt werden darf. Keinesfalls darf ein Akupunkteur, der für gewöhnlich Menschen behandelt, einen Hund akupunktieren.

Es handelt sich auch bei der Behandlung von Hunden um ein medizinisches Verfahren und sollte dementsprechend behandelt werden. Fragen Sie einfach Ihren Tierarzt und lassen Sie sich einen Akupunkteur für Hunde empfehlen.

Kräutertherapie

Die meisten Medikamente stammen aus Kräutern und Pflanzen. Sie isolieren einen bestimmten chemischen Stoff oder eine wesentliche Komponente in ihrer Anlage, der das Kraut oder die Pflanze einzig in ihrer Heilwirkung macht.

In der Kräutermedizin wird die ganze Pflanze genommen und nicht nur einzelne Pflanzenteile. Es gibt Kräutertherapien, die viele pflanzliche Kräuter beinhalten, wobei jedes Kraut auf vielzählige Beschwerden hin angewendet werden kann.

Obwohl sich mittlerweile viele Tierärzte mit pflanzlichen Heilmitteln auseinandersetzen, diese akzeptieren und die pflanzlichen Heilmittel grundsätzlich als gleichbedeutend und gleichwirksam in der Heilung verstehen, gibt es noch immer zu wenig Ärzte, die tatsächlich auf die Kräutertherapie zurückgreifen und die alte Schulmedizinlösung zweitrangig behandeln.

Unter anderem liegt es daran, dass die toxische Wirkung von Kräutern, in Abhängigkeit der verabreichten Menge, weitgehend unbekannt und unerforscht ist, wenn es um Hunde geht. Bevor Sie also für Ihren Hund eine Kräutertherapie fordern, machen Sie sich bitte mit dem aktuellen Forschungsstand vertraut.

Entspannung und Massage

Entspannung ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Gesundheit - sie führt zur Verbesserung unserer Atmung, verringert Angst, Muskelschmerzen und Stress. Das Gleiche gilt für Hunde.

Viele Tierärzte verschreiben tatsächlich Massage und Entspannung für Hunde, wenn es um die Behandlung von

geht.

Homöopathie

Nach Angaben der Amerikanischen Veterinärgesellschaft liegen klinische Beweise vor, dass die Homöopathie in der Veterinärmedizin sehr vorteilhaft sein kann. Und auch wenn es noch keine grundlegenden Studienergebnisse gibt, die gute Behandlungsmethoden bestätigen, so handelt es sich bei der Homöopathie für Hunde um eine schnell kommende Behandlungsform in der Hundemedizin.

Immer mehr Tierärzte beginnen die Alternative Medizin für Hunde zu entdecken und verschreiben mehr und mehr pflanzliche Heilmittel. Fragen Sie beim nächsten Besuch Ihren Tierarzt nach natürlichen Therapieformen.

Trotz stark aussagender Forschungsergebnisse ist der derzeitige Stand, dass eine allgemeine Skepsis in der Ärzteschaft besteht, was die Behandlung durch Alternative Medizin an Mensch wie Hund bedeutet. Wägen Sie ab und sammeln Sie Informationen aus Forschungs- und Untersuchungsergebnissen und fragen Sie Ihren Tierarzt alles, was Ihnen zu dem Thema einfällt.

Seien Sie nicht schüchtern. Es geht schließlich um die Gesundheit Ihres Tieres und darum, dass Sie die für Ihr Tier beste Behandlungsform wählen. Und was kann Tier wie Mensch besser heilen als die reine Natur in all ihrer Reichhaltigkeit?

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  • english bulldog with hot water bottle - suffer a migraine © Willee Cole - www.fotolia.de
  • Barfmenü in kleinem Fressnapf für Hunde und Katzen © Lilli - www.fotolia.de

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