Wir alle haben das Verlangen nach Geborgenheit und Sicherheit. Aus diesem Grund spielt Sicherheit auch eine wichtige Rolle im Alltag. Doch warum kann es keine hundertprozentige Sicherheit geben und wie sollten wir mit dieser Tatsache umgehen?
Eine hundertprozentige Sicherheit ist schlicht nicht möglich. Dafür ist unser Leben einfach zu komplex und unvorhersehbar, als dass alle Gefahrenquellen ausgeschlossen werden könnten.
Gefahrenquellen gibt es dabei viele. Bereits bei der Bewältigung unseres Alltags gehen wir vielerlei Risiken ein, welche zwar als nur gering einzuschätzen sind, jedoch nichtsdestotrotz existieren. Man denke nur an die Fahrt in die Arbeit im Straßenverkehr, dem Ausgehen in Kneipen oder dem Essen in einem Restaurant. All diese Szenarien halten auch ein gewisses Gefahrenpotential bereit, welches unsere Sicherheit gefährden könnte. So könnte sich beispielsweise ein Autounfall oder Überfall ereignen, ohne dass man selbst Einfluss auf dieses Ereignis hätte.
Eine natürliche Reaktion des Menschen ist es nun, diese Gefahrenquellen erkennen und bewusst reduzieren zu wollen. Dies gelingt jedoch nur bedingt, da die Erhöhung der allgemeinen Sicherheitsstufe oft mit untragbaren Konsequenzen verbunden ist. Dies wären zunächst einmal Kosten, welche durch derartige Maßnahmen verursacht würden. Man denke nur an die Polizeipräsenz im Stadtkern einer Großstadt. Würde diese verstärkt, dann wäre dies zwar ein Sicherheitsgewinn für die Bürger. Gleichzeitig gehen hiermit allerdings auch steigende Kosten für den Staat einher, welche dieser nur bis zu einem bestimmten Level zu tragen bereit ist. Eben dieses Beispiel der Polizeipräsenz und Überwachung eignet sich zudem hervorragend, um den zweiten limitierenden Faktor einer Sicherheitserhöhung zu illustrieren. So steht die Erhöhung der Sicherheit häufig dem Grundrecht der Freiheit gegenüber. Zwar mögen scharfe Richtlinien in vielen Fällen beispielsweise die Verbrechensrate senken. Gleichzeitig kann es jedoch sein, dass hierdurch die Grundrechte der Bürger beschnitten werden, was ein prekäres Spannungsfeld ergibt.
Letztlich stellt sich nun nur noch die Frage, wie denn nun mit der Tatsache umgegangen werden sollte, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Die Antwort ist eine einfache und vielleicht auch enttäuschende. Man sollte es einfach akzeptieren, dass es die absolute Sicherheit schlicht nicht gibt. In dieser Unvorhersehbarkeit liegt schließlich auch der Reiz des Lebens. Trotzdem kann man durch geplantes und überlegtes Handeln dafür sorgen, mögliche Sicherheitsrisiken zumindest zu minimieren.
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