16. Juni 2011
Ein Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung kann zahlreiche Vorteile haben. Es müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.
Der Zugang zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) ist in der Regel nur für bestimmte Personengruppen möglich. Dazu zählen Beamte, Freiberufler, Selbstständige sowie Studenten. Darüber hinaus haben auch Angestellte und Arbeitnehmer die Möglichkeit zu einer privaten Krankenkasse zu wechseln, wenn ihr Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Prinzipiell kann jede Person eine private Krankenversicherung abschließen, wenn sie die nötigen Voraussetzungen erfüllt. Außerdem sind die privaten Krankenkassen seit 2007 dazu verpflichtet auch Personen aufzunehmen, die keine Krankenversicherung haben.
Die jeweiligen Voraussetzungen für den Eintritt in eine private Krankenversicherung hängen auch von der jeweiligen Berufsgruppe ab. So können sich Selbstständige und Freiberufler unabhängig von ihrem Einkommen privat versichern. Eine Ausnahme sind jedoch bestimmte Berufsgruppen wie Publizisten, Künstler, freiberufliche Gärtner und Landwirte, die der Versicherungspflicht unterliegen. Haben diese den Wunsch zu einer privaten Krankenkasse zu wechseln, können sie sich allerdings davon befreien lassen.
Arbeitnehmer und Angestellte sind in der Regel bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Es gibt jedoch für sie unter bestimmten Umständen die Möglichkeit zu einer privaten Versicherung zu wechseln. Dazu muss jedoch ihr jährlicher Bruttoverdienst wenigstens ein Jahr lang über der aktuellen Versicherungspflichtgrenze von derzeit 49.950 Euro liegen. Eine Sonderregelung gibt es für Berufseinsteiger, die damit rechnen können, dass ihr Einkommen über der JAEG liegt. Diese haben die Möglichkeit sofort eine private Krankenversicherung abzuschließen.
Meist problemlos zu einer privaten Krankenkasse wechseln können Ärzte, Studenten und Beamte. Für diese Gruppen ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung besonders profitabel, da es für sie dort Tarife gibt, die speziell auf sie zugeschnitten sind. Ein Wechsel zu einer PKV ist auch für Familien mit Kindern möglich, wenngleich für diese eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung oft finanziell vorteilhafter ist, da die Kinder dort beitragslos bei den Eltern mitversichert werden können. Es besteht jedoch die Möglichkeit, bei einer privaten Krankenkasse einen speziellen Familientarif abzuschließen.
Eine wichtige Voraussetzung für einen Wechsel in die PKV ist auch der Gesundheitszustand. Deshalb muss der Versicherungsnehmer zuvor einige Fragen zu seiner Gesundheit beantworten. Dabei müssen bestimmte Vorerkrankungen oder Unfallverletzungen, die nicht ausgeheilt sind, wahrheitsgemäß angegeben werden. Eventuell ist bei einer Vorerkrankung mit einem Beitragszuschlag zu rechnen.
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