23. September 2010
Schreiben und Lesen lernen ist für fast alle Kinder eine ganz große Sache. Für sie ist dies gleichbedeutend mit einem riesigen Schritt in die Erwachsenenwelt. Als Elternteil sollte man seinem Nachwuchs diesen Sprung so leicht wie möglich machen. Kann ein Kind schon bei der Einschulung ein wenig Lesen und Schreiben, nimmt es die ersten Schultage als ein sprichwörtliches Kinderspiel wahr und verliert so schnell seine Angst vor dem grauen Gebäude.
Für Erwachsene ist es schwer, sich in die Situation eines Kindes hineinzuversetzen, das keine Ahnung hat, was die ganzen Schriftzeichen überall bedeuten. Am schlimmsten ist es für Eltern, wenn die Kleinen schon ein wenig lesen können, aber Stunden zu scheinen brauchen, bis sie ein Wort entziffert haben. Trotzdem muss solche Ungeduld rigoros unterbunden werden, man selbst ist auch nicht mit dieser Fähigkeit auf die Welt gekommen.
Kinder fangen von allein irgendwann zu fragen an, beispielsweise wenn die Eltern die Zeitung lesen. Auf die Frage, welcher Buchstabe das sei, sollte man immer geduldig antworten. Allerdings wird ein „D“ nicht als „De“ ausgesprochen, sondern als „d“, so wie man es eben in einem Wort aussprechen würde. Nur so lernen die Kinder die Laute zu den jeweiligen Buchstaben kennen. Wie man sie offiziell bezeichnet, ist für das Lesen und Schreiben lernen nicht so wichtig.
Kennt das Kind schon einige Buchstaben, so kann man damit beginnen, einfache Wörter daraus zu bilden. So erklärt man zum Beispiel, dass ein O, ein A, und ein Mhm das Wort Oma ergeben.
Klug ist es auch, dem Nachwuchs solche einfachen Worte aufzuschreiben, natürlich in schönster Druckschrift. Man wird schnell erkennen, dass die Kinder die Worte in Zeitungsüberschriften und Schildern wiederfinden. Dieser Erkennungsprozess ist überaus förderlich für die Motivation am Lernen.
Auch das Schreiben entwickelt sich meist ganz von selbst. Nicht selten stellen erstaunte Eltern fest, dass sich im Gekritzel ihrer Kinder richtige Buchstaben befinden. Auf solche Funde sollte man die Kleinen natürlich direkt hinweisen und sie ausgiebig dafür loben.
Förderlich ist es auch, den Nachwuchs dazu aufzufordern, die aufgeschriebenen Wörter mit dem Stift nachzufahren. Hierbei sollte man unter anderem auch darauf hinweisen, wo man typischerweise anfängt, den jeweiligen Buchstaben zu schreiben und wie man Schwünge ausführt.
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