17. Juli 2006
(smog) Zungenpiercings bombardieren die Zähne, Tattoos legen sich aufs Gemüt: Nicht jede Mode geht spurlos am Menschen vorüber. Rostocker Mediziner weisen darauf hin, dass bestimmte Formen des Körperschmucks bleibende Schäden hinterlassen können.
(smog) Zungenpiercings bombardieren die Zähne, Tattoos legen sich aufs Gemüt: Nicht jede Mode geht spurlos am Menschen vorüber. Rostocker Mediziner weisen darauf hin, dass bestimmte Formen des Körperschmucks bleibende Schäden hinterlassen können.
Besonders betrifft das die Piercings, die nicht nur die Haut sowie Lippe oder Zunge durchbohren, sondern auch Nerven und Zähne verletzen können. Menschen mit Zungenpiercings haben zum Beispiel ihre Zunge immer in Aktion, erläutert Professor Dr. Rosemarie Grabowski von der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum Rostock. Dadurch werden die Zähne geradezu mit dem Metallschmuckstück bombardiert. Die Folge sind feine Risse im Zahnschmelz, die nicht mehr repariert werden können. Auch das Zahnfleisch könne in Mitleidenschaft gezogen werden, weil es unter "mechanischen Angriffen" leidet. Gerade bei empfindlichen Sinnesorganen wie der Zunge besteht ferner die Gefahr, dass durch das Einstechen von Löchern ganze Nervenbahnen lahm gelegt werden.
Auch an anderen Körperteilen sind Piercings nicht ungefährlich. Die Löcher bleiben lebenslang erhalten und bilden potenzielle Bakterienherde. Durch Piercings können Allergien, so genannte Modeschmuckallergien, ausgelöst werden. Deshalb sollte genau geprüft werden, welche Körperstellen für Piercings ausgewählt werden. Was das Material angeht: Edelmetalllegierungen seien zwar grundsätzlich gewebefreundlicher, allerdings enthalten diese auch immer eine Mischung unterschiedlicher Bestandteile, die selten bekannt sind.
Tätowierungen können unangenehme Erkrankungen der Haut hervorrufen, zum Beispiel Allergien oder Entzündungen, die letztlich auch Tumore verursachen können. Zudem beeinflussen sie auch die seelische Gesundheit negativ. Dann nämlich, wenn Tattoos nicht mehr erwünscht sind und ihre Träger darunter leiden. Immer mehr Menschen lassen sich daher an der Rostocker Hautklinik ihre Tätowierungen wieder entfernen, sagt Professor Dr. Gerd Gross, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Rostock. In der Hautklinik werden regelmäßig Tätowierungen mit einem modernen Laser entfernt. "Die Bilder können in der Regel bis zu 80 Prozent, oft aber auch vollständig entfernt werden. Meist sind mehrere Sitzungen notwendig, je nach Größe des Tattoos", so Professor Gross. Nicht entfernt werden können mehrfarbige Tattoos oder solche, die sehr tief in die Haut gebracht wurden.
Wenn das Tattoo- oder Piercing-Studio unhygienisch arbeitet, besteht ein hohes Risiko, sich mit Krankheitserregern anzustecken, die durch Blut übertragen werden: z.B. HIV, Hepatitis B und Hepatitis C. Aids, Leberzirrhose oder Leberkrebs sind nur einige der drohenden Spätfolgen einer solchen Infektion. Es lohnt sich also, sehr genau zu überlegen, wo ein Tattoo oder Piercing in Auftrag gegeben werden soll. Wenn man sich schon tätowieren lassen will, dann sollte auf professionelles Gerät des Tätowierers geachtet werden und darauf, dass sich die Abbildungen auch wieder entfernen lassen. Und das heißt: Sie dürfen nicht zu tief in die Haut gebracht werden, sie sollten nicht mehrfarbig sein und keine Farbflächen enthalten.
Quelle:
Pressemitteilung der medizinischen Fakultät der Universität Rostock, 27. März 2006
Haha...der artikel is total lächerlich...egal wie tief oder weniger tief man in die haut sticht...sowas wie biotattoos oder so....schwachsinn....
Es sollte jeder selber wissen was er macht, aber der Artikel ist ganz gut!
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