10. Mai 2010
Von Viola Reinhardt
Was unsere Großmütter schon wussten und auch bewusst für ihre Schönheit nutzten, kann auch heute eine große Wirkung entfalten. Die Küche als Schönmacher? Aber sicher, zumal man oft alles vorrätig hat, um das persönliche Beauty-Programm zu starten.
Frische Petersilie wirkt wahre Wunder, wenn es darum geht rasch für einen frischen Atem zu sorgen. Das neutrale Chlorophyll ist ein Zaubermittel gegen unangenehme Gerüche, die man durch den Genuss von Knoblauch und Co aus dem Mund verströmt. Zudem reinigt die Petersilie das Blut und hilft sanft beim Entschlacken. Straffender Eischnee ist der Klassiker aus alten Tagen, der sich auf dem Gesicht ebenso verteilen lässt als auch auf dem Dekollete und für eine glatte Hautstruktur sorgt.
Raue Ellenbogen nach der Wintersaison? Dann heißt es eine Zitrone halbieren und mit dieser mehrmals über die rauen Stellen der Haut fahren und anschließend das Eincremen nicht vergessen. Auch für weiße Zähne kann man diese Methode nützen, wobei man diese nicht allzu oft anwenden sollte, da sich sonst das Zahnfleisch entzünden kann. Zudem eignet sich der Zitronensaft auch für vergilbte Nägel, die oftmals durch das Halten der Zigaretten entstehen.
Verspannt und müde? Hier helfen Kirschkerne, die in einem Kissen verpackt sind und entweder in der Mikrowelle oder auch im Backofen erwärmt werden. Die Wärme hält sich hierbei sehr lange und man vermeidet mögliche Verbrühung, die durch eine Wärmflasche durchaus vorkommen kann. Legt man sich mit den Schulterblättern oder dem Nacken auf das Kirschkernkissen, spürt man recht schnell die wohltuende Wirkung auf die verspannte Muskulatur, die zumeist auch Kopfschmerzen hervorruft.
Ein altbewährtes Mittel aus der Antike findet sich dagegen mit der Milch. Als Milchbad bekommt man eine seidenweiche Haut. Der enthaltene Milchzucker, die Mineralien und auch Vitamine sind die reinsten Regeneratoren für eine empfindliche und trockene Haut, zumal sich die Milch als Feuchtigkeitsbinder zeigt. Auf ein Vollbad mit nicht allzu heißem Wasser genügt bereits ein Liter Vollmilch um den Effekt zu spüren.
Blonde Haare erhalten einen Frischekick indem man die Haare mit Kamille spült, dunkles Haar mit Schwarzem Tee. Wer über lasche Haare verfügt, sollte dagegen einmal Bier als Spülung versuchen. Diese braucht auch nicht ausgewaschen zu werden, da sich der Alkoholgeruch innerhalb kurzer Zeit verflüchtigt.
Schönwerden kann so einfach sein, besonders auch dann, wenn man das spontane Bedürfnis nach Pflege und Entspannung verspürt. Fast jedes Lebensmittel ist dazu geeignet zum Pflegeprodukt umfunktioniert zu werden. Mut zum Ausprobieren in der eigenen Küche hat schon so manche Creme und Gesichtsmaske zutage befördert, die dann über Generationen in Sachen Schönheit weitergegeben wurden.
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