12. Januar 2012
Zur Zeit unserer Großmütter war es gang und gäbe, dass Frauen sich ihre kleinen Schönheitshelfer selbst herstellten – schließlich waren industriell hergestellte Kosmetika weder im heutigen Umfang verbreitet, noch erschwinglich.
Auch heute stellen wieder viele Frauen ihre eigenen Kosmetika her – sei es, weil sie konventionelle Inhaltsstoffe nicht vertragen, weil sie selbst genau wissen möchten, welche Inhaltsstoffe in ihren Cremes stecken oder auch schlicht aus Spaß an der Sache.
Das A und O bei selbst hergestellter Naturkosmetik sind die Inhaltsstoffe. Viele davon liefert der Garten, andere erhält man im Naturkaufhaus und wieder andere finden sich ganz simpel im Kühlschrank.
Am einfachsten lassen sich Peelings selbst herstellen. Für ein effektives, aber dennoch pflegendes Salz-Öl-Peeling mischt man einfach einige Esslöffel Olivenöl mit soviel Meersalz, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Hiermit lässt sich der Körper ideal von alten Hautschüppchen befreien, während das Öl rückfettend wirkt. Diese Mischung gibt auch ein ideales Handpeeling ab.
Aus Brasilien stammt ein traditionelles Rezept für ein Gesichtspeeling: Hier wird nach dem Waschen einfacher Zucker auf das Gesicht aufgetragen und mit kreisenden Bewegungen verrieben. Das Gesicht ist danach durchblutet und frisch.
Es muss nicht immer die traditionelle Bierspülung sein, auch wenn Bier dem Haar nach der Wäsche natürlichen Halt gibt und der Biergeruch auch nach kurzer Zeit verfliegt. Und ob die Eimaske im Haar wirklich etwas bringt, ist ungewiss – zumindest ist sie eine große Sauerei.
Einfacher zu handhaben ist da eine Essig- bzw. Zitronenspülung. Diese vertreiben in Gebieten, wo das Wasser besonders hart ist, den letzten Kalkschleier aus dem Haar und machen es samtweich. Hierfür wird die letzte Spülung nach dem Waschen einfach mit Essigwasser vorgenommen, welches man sich vorher frisch angesetzt hat. Herkömmlichen Küchenessig in einem Verhältnis von mindestens eins zu vier mit Wasser mischen, fertig.
Auch Gesichtsmasken finden sich im Kühlschrank. Ob Quark-Honig-Maske, um die Haut zu nähren, oder Joghurt-Gurken-Maske zur Reinigung und Erfrischung – vieles, was der Haut von innen gut tut, schützt sie auch von außen.
Die Herstellung der eigenen Cremes hingegen erfordert schon mehr Know-how. Eine Creme besteht aus einer Fett- und einer Wasserphase. Für die erste selbstgemachte Creme tut es bei der Fettphase schon einmal ein beliebiges Speiseöl. Daneben benötigt man Tegomuls (Hydrogenated Palm Glyceride) sowie zur Konservierung Paraben K. Alles wird bei mehr als fünfundsechzig Grad angerührt – also benötigt man auch feuerfeste Gefäße und dergleichen.
Wer eine Creme mit Inhaltsstoffen anrühren möchte, die dem eigenen Hauttyp dient, hat es noch komplizierter. Ohne genaue Anleitung ist dies kaum machbar. Mit den Masken hingegen ist man auf der sicheren Seite.
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