12. Dezember 2003
Von Britta Josten
Schon die alten Ägypter wussten die Aromen duftender Pflanzenöle zu schätzen und benutzten sie als Heilmittel oder Aphrodisiakum. Auch heute werden ätherische Öle noch in der Arzneikunde und vor allem in der Aromatherapie eingesetzt. Wir sagen Ihnen wie ätherische Öle eigentlich wirken und wo sie eingesetzt werden sollten.
Ätherische Öle, beziehungsweise deren Duftstoffe, werden von unserer Nase aufgenommen und gelangen von dort in das sogenannte limbische System des menschlichen Gehirns. Unsere Erinnerungen und Emotionen sind in diesem Bereich gespeichert und werden von dort auch ausgelöst. Unsere Gefühlslage, Stimmung oder auch Kreativität kann durch ätherische Öle durchaus beeinflusst werden.
Übrigens nimmt die Duftempfindung des Menschen im Alter stets ab und auch das Rauchen sorgt für vermindertes Geruchsempfinden. Frauen besitzen generell eine stärkere Geruchsempfindlichkeit als Männer und etwa jeder hunderste Mensch besitzt aus verschiedenen Gründen überhaupt kein Geruchsempfinden.
Achten Sie bei dem Kauf von ätherischen Ölen darauf, dass es sich um naturreine Öle handelt, also keine Zusatzstoffe enthalten sind. Handelt es sich um Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), so wurden die Pflanzen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Ätherische Öle sind außerdem nur sehr begrenzt haltbar und sollten stets kühl und dunkel gelagert werden.
Die Anwendung ätherischer Öle sollte mit Hitze verbunden werden, da sich die Duftstoffe so besser lösen und ausbreiten. Es empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Aromalampen. Sie besitzen eine kleine Schale, in die ca. 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl hineingegeben, mit Wasser vermischt und durch ein Teelicht unterhalb der Schale erhitzt werden. Es reicht aber auch schon aus, ein mit ätherischem Öl beträufeltes Taschentuch einfach auf die Heizung zu legen. Es empfiehlt sich den Raum hin und wieder zu lüften, damit sich die Nase nicht zu sehr an den gewünschten Duft gewöhnt und die Dosis nicht erhöht werden muss. Beachten Sie bei der Verwendung von ätherischen Ölen unbedingt darauf, dass Ihre Haut oder Schleimhäute nicht mit den hochkonzentrierten Essenzen in Berührung kommen, da es sonst zu Hautreizungen kommen kann. Es gibt natürlich auch für die Haut, beispielsweise zum Baden, geeignete Öle. Diese sollten in den meisten Fällen aber nur stark verdünnt verwendet werden, mit Ausnahme von Teebaum, Lavendel, Rose und Pfefferminze.
Duftstoffe wirken auf Körper, Geist und Seele und lösen sowohl nervliche und psychische wie auch hormonelle Reaktionen aus. Die verschiedenen Duftrichtungen und Wirkungsweisen einiger ätherischer Öle haben wir für Sie zusammengestellt:
Der süße Duft der Anis wirkt entspannend und beruhigend. Kann auch die Verdauung in Schwung bringen.
Der fruchtige süße Duft dieses Zitronenöls hellt die Stimmung auf und wirkt beruhigend.
Aus dem Citronellagras gewonnen, wirkt es belebend, insektenabweisend und luftreinigend. Der Duft ist zitrusartig und erfrischend.
Eukalyptus befreit die Atemwege, fördert die Konzentration, wirkt kühlend und antiseptisch.
Der süßliche Duft von Fenchel beruhigt die Nerven und ist wohltuend für den Magen. Gut geeignet für Kinder.
Geeignet als Saunaaufguß oder zur Luftreinigung. Sehr würziger, waldiger Geruch. Beruhigend bei Stress und Nervosität. Auch ideal für Massageöle.
Auszug aus der Honigwabe. Warmer und süßer Geruch. Zur Verfeinerung von Speisen oder als Badezusatz geeignet. Entspannt die Nerven.
Der scharfe, würzige Geruch wirkt appetitanregend und hilft bei Erkältung, Bauchschmerzen oder Muskelverspannungen. Sehr gut zum Aromatisieren von Gebäck oder Tee geeignet.
Der honigartige Duft wirkt harmonisierend, erotisierend und beschwingend. Ideal für Badeöle.
Kamille beruhigt und entspannt. Wirkt desinfizierend und entzündungshemmend. Ideal für Gesichts- und Körperöle.
Blumiger, frischer Geruch. Anwendung bei Stress, Nervosität, Kreislaufstörungen oder Schlafstörungen. Sehr gut für entspannende Massageöle geeignet.
Das Öl aus Mandarinenschalen wirkt aufmunternd und hat einen süßen, frischen Duft.
Öl aus den Schalen der Orange. Frischer, fruchtiger und süßer Duft. Wirkt erheiternd und sinnlich. Der Duft sorgt für eine angenehme Atmosphäre und hebt die Stimmung. Vor allem in der kalten Winterzeit sehr beliebt.
Der erdige intensive Duft wirkt stimulierend und aufbauend. Wirksam gegen Motten.
Frischer, belebender Duft. Kühlt, fördert die Konzentration und wirkt antibakteriell bei Erkältungen.
Der blumige, weiche Duft dieses Aromaöls wirkt harmonisierend und beruhigend. Sorgt für eine angenehme Atmosphäre und vertreibt schlechte Laune.
Süßer, holziger Duft. Wirkt entspannend, erotisierend und hebt die Stimmung.
Das Öl des australischen Teebaums duftet frisch und herb. Wirkt desinfizierend und schleimlösend. Besonders geeignet gegen Pickel oder Fußpilz.
Der süße, warme Duft aus den Vanilleschoten wirkt besänftigend und harmonisierend.
Sehr würziger Duft. Fördert die Konzentration und eignet sich zur Meditation.
Der süße Duft wirkt erotisierend und entspannend. Beruhigt und harmonisiert.
Der würzige Duft von Zimt wird meist mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht. Wirkt sehr entspannend und fördert die Kreativität.
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