Im Bereich der Bekleidung gibt es viele Bedürfnisse, von Alltagsmode über Sportkleidung bis Luxus. Modedesigner entwerfen die Kleidung, die zukünftig so oder in ähnlicher Form getragen wird. Hauptsächlich wird zwischen Haute Couture und dem alltagstauglichen Prêt-à-porter unterschieden.
Coco Chanel, Yves Saint Laurent, Christion Dior - sie und viele andere sind die schillernden Vorbilder jedes jungen Modeschaffenden. Was aber macht einen Modedesigner aus? Wer darf diese Berufsbezeichnung führen? Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es den Berufsstand es Designers in seiner heute bekannten Form gar nicht.
Kleidungsstücke und Accessoires entstanden unter den Händen und nach den Entwürfen einfacher Schneider; erst C.F. Worth und Rose Bertin - die Schneiderin von Marie Antoinette - gelang es, sich aus der Masse der Namenlosen abzuheben. Insbesondere Worth gelang es, Vorführmodelle zu etablieren und brachte die modisch interessierte Kundschaft dazu, bestimmte Stile mit einzelnen Produzenten zu verbinden.
Das Korsett wurde abgeschafft, Stars wie Marilyn Monroe und Jackie Kennedy avancierten zu modischen Stilikonen, Vivienne Westwood kleidete ihre Models in Punk. So vielfältig wie die Moden der Vergangenheit und Gegenwart, so unterschiedlich die Arbeitsweisen und Markenzeichen der Modeschöpfer.
Da der Begriff "Modedesigner" keine geschützte Berufsbezeichnung ist, könnte sich daher jeder halbwegs talentierte Schneiderlehrling so nennen. Wer jedoch kein künstlerisches Grundverständnis hat, nie ein Designstudium absolvierte und nicht kreativ, phantasievoll und frei entwerfen und arbeiten kann wird wohl den Mode-Olymp nicht erklimmen können.
Eines haben nämlich alle Modedesigner - so verrückt und extrovertiert sie auch daher kommen mögen - gemeinsam: Sie arbeiten unheimlich diszipliniert, verfügen über ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen, haben ein Gespür für Menschen, Typen und Trends. Handwerkliches Geschick gehört ebenso zum Anforderungsprofil wie Durchhaltevermögen und eine gehörige Portion Realitätssinn.
Natürlich werden provokante, avantgardistische Modelle auf den Laufstegen stets bejubelt - am Ende muss die entwickelte Modelinie jedoch immer praktisch umsetzbar sein, sonst ist sie nichts wert. Ein guter Designer ist seiner Zeit vielleicht manchmal ein Stück voraus, verliert jedoch nie die Bodenhaftung.
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