9. Oktober 2009
Als Aromatherapie bezeichnet man ein Teilgebiet der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Dabei werden ätherische Öle verwendet, um eine positive Beeinflussung von Körper, Seele und Geist zu erreichen.
Ziel und Zweck der Aromatherapie ist die Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen mit Hilfe von ätherischen Ölen. Die Behandlung erfolgt durch Inhalation oder Einnahme der Öle oder durch ihre Verwendung bei Bädern und Massagen. Dabei wird zwischen der wissenschaftlich definierten und der komplementären Aromtherapie unterschieden.
Duftstoffe oder Pflanzenteile wurden bereits im alten Ägypten und in Mesopotamien zu Therapiezwecken verwendet. So wurden zum Beispiel Pfefferminzblätter benutzt, um Krankenräume zu reinigen. Die eigentliche Aromatherapie entstand jedoch erst im Jahre 1928 durch den französischen Chemiker Rene Maurice Gattefosse (1881-1950), der nach einem Laborunfall seine Verbrennungen mit Lavendelöl behandelte. 1964 wurde die Aromatherapie von dem französischen Mediziner Jean Valnet wieder entdeckt, der ein Buch darüber veröffentlichte. Seitdem wird die Aromatherapie für viele Zwecke, bei denen ätherische Öle zum Einsatz kommen, verwendet.
Grundlage der Aromtherapie sind ätherische Öle. Diese werden aus verschiedenen Pflanzen wie Jasmin, Kamille, Sandelholz und Thymian gewonnen. Die Öle sind in über zweitausend zugelassenen Präparaten zu finden. Diese sind frei erhältlich und können von jedem verwendet werden.
Bei der Aromtherapie wird zwischen zwei Arten unterschieden: Der komplementären Aromatherapie und der wissenschaftlich definierten Aromatherapie. Das Prinzip der komplementären Aromatherapie ist die Ansicht, dass ätherische Öle die Fähigkeit haben Seele und Körper miteinander in Einklang zu bringen. Auf diese Weise sollen die Selbstheilungskräfte gestärkt und Krankheiten behandelt werden. Bei der wissenschaftlich fundierten Aromatherapie geht man hingegen davon aus, dass die ätherischen Öle als Folge der Geruchswahrnehmung wirken. Durch die Schleimhäute der Atemwege sollen die Inhaltsstoffe der Öle in das Blut übergehen und auf diese Weise die Körperfunktionen und Organe positiv beeinflussen.
Zur Anwendung kommt die Aromatherapie bei Infektionen der Atemwege, wie zum Beispiel Erkältungen oder bei Magen- und Darmbeschwerden. Aber auch bei psychischen Beschwerden eignen sich ätherische Öle für eine Behandlung.
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