4. August 2010
Die Kohlenhydratmoleküle, die mit der Nahrung zugeführt werden, müssen im Darm in Glucose umgewandelt werden. Dies erfolgt mithilfe von Enzymen.
Kohlenhydrate sind für den Menschen wichtig als Energielieferanten. Durch die Verdauung müssen die Kohlenhydratmoleküle, die dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden, in Traubenzucker bzw. Glucose umgewandelt werden. Dies erfolgt im Magen- und Darm-Trakt mithilfe von unterschiedlichen Enzymen. Zweifachzucker, zu denen auch der Haushaltszucker gehört, lassen sich leicht umwandeln, denn sie bestehen nur aus zwei Molekülen. Dadurch sind die Disaccharide schnell als Energiequelle für den Körper verfügbar, wodurch es zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt. Mehrfachzucker setzen sich dagegen aus zehn Kohlenhydratmolekülen zusammen, wodurch der Körper mehr Zeit für den Umbau in Traubenzucker benötigt. Infolgedessen verläuft der Anstieg des Blutzuckerspiegels langsamer. Im Anschluss an diesen Vorgang erfolgt der Transport der Glucose über das Blut in die Körperzellen, wo sie durch Sauerstoff sozusagen verbrannt wird, was man als Glykolyse bezeichnet. Bei dem Glykolysevorgang kommt es zur Entstehung von Energie.
Wird die zur Verfügung stehende Glucose vom Körper jedoch nicht benötigt, wird sie von der Leber und den Muskeln in den Mehrfachzucker Glykogen umgewandelt. Besteht Energiebedarf, der sich nicht durch Nahrung decken lässt, kommt es zu einer erneuten Umwandlung in Glucose. Dieser Prozess wird als Gluconeogenese bezeichnet. Nachdem die Glykogenspeicher aufgefüllt wurden, erfolgt die Umwandlung der überschüssigen Kohlenhydrate in Fett, das im Fettgewebe gespeichert wird. Werden dem Körper jedoch auf Dauer zu viele Kohlenhydrate zugeführt, droht Übergewicht.
Eine besondere Rolle unter den Kohlenhydraten spielen die Ballaststoffe. Sie lassen sich grundsätzlich nicht verdauen und sind für die Energiegewinnung eher unwichtig. Stattdessen regen die Ballaststoffe durch ihr Aufquellen im Darm die Peristaltik (Darmbewegung) an, wodurch der Transport des Darminhalts gefördert wird.
Eine zu geringe Zufuhr an Kohlenhydraten lässt sich durch Nahrungsfette ausgleichen. Sind weder Kohlenhydrate noch Fett ausreichend im Körper vorhanden, kommt es stattdessen zum Abbau von Eiweiß. Hält der Mangelzustand länger an, kann dies einen Rückgang der Muskulatur zufolge haben.
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