Häufige Muskelverletzungen im Überblick

Muskelverletzungen durch sportliche Aktivitäten sind leider keine Seltenheit. Sie reichen vom harmlosen Muskelkater bis hin zum kompletten Muskelriss.

Auslöser sind z.B. falsches oder ungenügendes Aufwärmen, Trainingsfehler oder auch übermäßige sportliche Betätigung

Verletzungen an den Muskeln zählen zu den häufigsten Blessuren beim Sport.

Ursachen und Arten

Meist entstehen sie durch

Bei den meisten Muskelverletzungen handelt es sich um Dehnungsverletzungen oder Prellungen.

Als typische Sportverletzungen gelten

Symptome und Verhalten bei Muskelverletzungen

Muskelverletzungen machen sich durch unangenehme Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt vom Ausmaß der Verletzung ab.

Kommt es zu einer Muskelverletzung, sollten die sportlichen Betätigungen sofort unterbrochen werden. Eine wichtige Rolle für den Heilungsprozess spielt auch die richtige Erstversorgung.

Im Folgenden gehen wir etwas näher auf die unterschiedlichen Muskelverletzungen

ein.

Muskelkater

Der Muskelkater zählt zu den harmlosen Muskelverletzungen
Der Muskelkater zählt zu den harmlosen Muskelverletzungen

Spricht man von einem Muskelkater, sind damit Schmerzen nach ausgiebigen körperlichen oder sportlichen Betätigungen der Muskelpartien gemeint, die erst einige Stunden später auftreten. Der Muskelkater zählt jedoch zu den harmlosen Bl

essuren.

Ursachen

Lange Zeit wurde angenommen, dass ein Muskelkater von Milchsäure, die im Muskel verbleibt, verursacht wird. Heute gelten jedoch kleinste Verletzungen der Muskelfasern als Auslöser für die Schmerzen.

Hervorgerufen werden diese Mikroverletzungen durch ungewohnte Bewegungsmuster und unkoordinierte Muskelarbeit. Vor allem Abbremsbewegungen führen zu einer Dehnung des arbeitenden Muskels und damit zum Einreißen der Muskelfasern, wodurch wiederum Wasser in die Muskelfasern eintritt. Infolgedessen kommt es zur Bildung von Ödemen (Wasseransammlungen).

Bei dem Muskelkaterschmerz, den die Betroffenen verspüren, handelt es sich um einen Dehnungsschmerz. Da die körperlichen Abläufe einige Zeit dauern, setzt der Schmerz erst mehrere Stunden nach den Mikroverletzungen ein. Am häufigsten zeigt sich ein Muskelkater bei Menschen, die Sport treiben, ohne zuvor ausreichend trainiert zu haben. Besonders betroffen sind

da es bei diesen Sportarten immer wieder zu Abbrems- und Antrittsbewegungen kommt. Dagegen tritt ein Muskelkater bei gleichmäßigem Laufen deutlich seltener auf.

Ein Muskelkater kann aber durchaus auch bei geübten Sportlern vorkommen, wenn diese zum Beispiel neue Bewegungsmuster trainieren oder von einem Wettkampf ermüdet sind. In seltenen Fällen entsteht ein Muskelkater auch durch epileptische Anfälle oder die Einnahme von muskelentspannenden Arzneimitteln.

Symptome

Typisch für einen Muskelkater ist das Auftreten von Schmerzen, wenn die betroffenen Muskelpartien bewegt werden. Darüber hinaus fühlen sich die Muskeln hart und kraftlos an und reagieren empfindlich auf Druck. Des Weiteren sind die Bewegungsradien der benachbarten Gelenke durch die Schmerzen eingeschränkt.>

Behandlung

Eine besondere Behandlung ist bei einem Muskelkater nicht erforderlich. So verschwinden die harmlosen Schmerzen nach einigen Tagen wieder von selbst. Bleibende Schäden sind nicht zu befürchten.

  • Um die betroffenen Muskeln zu schonen, ist es ratsam, erst einmal auf Sport zu verzichten.
  • Wer trotz der Schmerzen weiter trainieren möchte, sollte sich auf lockere Bewegungsübungen im Wasser oder Radfahren beschränken.
  • Als hilfreich gegen einen Muskelkater gelten warme Bäder mit Fichtennadel oder Rosmarin.
  • Auch ein Saunabesuch kann zu einer besseren Durchblutung beitragen und den Heilungsverlauf beschleunigen.

Von Massagen wird dagegen abgeraten.

Muskelzerrung

Eine andere häufig auftretende Muskelverletzung ist die Muskelzerrung. Sie gilt als geschlossene Muskelverletzung, weil die Haut dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Zu einer Muskelzerrung kann es an fast jeder Körperstelle von den Schultern bis zu den Waden kommen.

Typisch für Zerrungen ist, dass sich der Muskel dabei zu stark dehnt und dann rasch zusammenzieht. Außerdem zeigt sich die Verletzung ohne äußere Einflüsse und wird nicht durch Tritte oder Schläge ausgelöst. Auch zu Gewebeschäden wie beim Muskelfaserriss kommt es nicht.<

/p>
Zu einer Muskelzerrung kann es fast an jeder Körperstelle kommen
Zu einer Muskelzerrung kann es fast an jeder Körperstelle kommen
Ursachen

Eine Muskelzerrung entsteht zumeist durch rasche Belastungswechsel. Begünstigt wird die Verletzung durch bestimmte Begleitfaktoren, wie zum Beispiel eine erschöpfte Muskulatur.

Auch unzureichende Aufwärmeinheiten spielen eine wesentliche Rolle. So wird die Muskulatur ohne ausreichendes Aufwärmen nicht genügend durchblutet. Weitere begünstigende Faktoren können

  • orthopädische Besonderheiten
  • nicht geeignetes Schuhwerk oder
  • ein schlechter körperlicher Zustand aufgrund einer Krankheit

sein. Doch auch die Einnahme von Anabolika steigert das Risiko für eine Muskelzerrung.

Symptome

Bemerkbar macht sich eine Muskelzerrung durch krampfartige Schmerzen, die im betroffenen Muskel zu verspüren sind. Außerdem ist der Muskel, der sich verhärtet, nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionstüchtig. Nicht selten kommt es auch zu Muskelkrämpfen.

Eine Muskelzerrung tritt zumeist nicht plötzlich auf, sondern entwickelt sich allmählich, sodass die Beschwerden langsam zunehmen. Zuerst verspüren die Betroffenen ein angespanntes Gefühl im gezerrten Muskel. Im weiteren Verlauf entsteht ein ziehendes Gefühl, dass dann schließlich in Schmerzen übergeht.

Diese können auch krampfartig ausfallen. Die Schmerzen entstehen durch eine lokale Entzündungsreaktion, die wiederum eine Folge der Muskelzerrung ist. Da die Muskelfasern bei einer Zerrung nicht geschädigt werden, sind keine Blutungen bei dieser Verletzung zu befürchten.>