25. November 2009
Als Transplantation wird die Verpflanzung von Organen oder Zellen von einem Menschen zum anderen bezeichnet. Auf diese Weise sollen verlorene gegangene Körperfunktionen wiederhergestellt werden.
Ziel und Zweck von Transplantationen ist der Austausch von erkrankten Körperteilen, um dadurch verlorene Körperfunktionen eines Menschen wiederherzustellen. Transplantiert werden können sowohl Organe wie Lunge, Herz, Niere oder Leber als auch Gewebe, Haut, Zellen und sogar Gliedmaßen wie Zehen oder Finger.
Bei der Transplantation unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten wie der autologen, syngenen, allogenen, xenogenen und der alloplastischen Transplantation. Bei einer autologen Transplantation stammt das Transplantat, das auch Autoplastik genannt wird, vom Patienten selbst. Als syngene Transplantation bezeichnet man die Spende eines eineiigen Zwillings, sodass also eine identische Genetik vorliegt. Bei einer allogenen Transplantation stammt das Transplantat von einem Spender, der von der gleichen Art ist, was zumeist bei einem Angehörigen der Fall ist. Bei einer xenogenen Transplantation gehört der Spender hingegen einer anderen Art an. Als alloplastische Transplantation bezeichnet man die Verpflanzung von künstlichem Material.
Die meisten Transplantationen erfolgen mit Transplantaten von verstorbenen Personen. Aufgrund langer Wartezeiten oder von Organmangel werden aber auch zunehmend Lebendspenden durchgeführt. Dabei spenden Verwandte oder nahe stehende Personen ein Organ wie zum Beispiel eine Niere.
Wichtigstes Kriterium für eine Transplantation ist die Übereinstimmung der Blutgruppe und der Gewebemerkmale zwischen Empfänger und Spender, damit die Abstoßungsreaktion, die der Körper bei einer Organtransplantation vornimmt, geringer ausfällt. Neue verpflanzte Organe werden vom Organismus des Empfängers als Fremdkörper eingestuft. Dabei versucht der Körper das Organ wieder abzustoßen. Je größer nun die Übereinstimmung zwischen Empfänger und Spender ist, desto geringer fällt die abstoßende Reaktion aus.
Notwendig werden kann eine Transplantation unter anderem bei chronischer Niereninsuffizienz, bei schwerer koronarer Herzkrankheit, Mukoviszidose, COPD, Leberzirrhose, Diabetes mellitus, Leukämie sowie bei Verbrennungen und Verletzungen.
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