1. Juli 2010
Wer eine Organtransplantation hinter sich hat, sollte in der ersten Zeit gut auf sich aufpassen und nicht zu viele Risiken eingehen. Besonders in den ersten sechs Monaten besteht eine erhöhte Gefahr, dass Komplikationen auftreten.
Es ist durchaus möglich für Organtransplantierte, bereits innerhalb des ersten Jahres nach dem Eingriff in den Urlaub zu fahren. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten sie sich allerdings an einige Regeln halten.
Das Problem sind vor allem die anfangs hoch dosierten Medikamente, die das Immunsystem herabsenken, um eine Abstoßungsreaktion des Körpers zu vermeiden. Sie machen den Betroffenen besonders anfällig für Bakterien- und Virusinfektionen verschiedener Art. Am sichersten ist es daher, im eigenen Land oder im nahe gelegenen europäischen Ausland Urlaub zu machen. Besonders wichtig sind ein hoher Hygienestandard, keine allzu exotischen Spezialitäten und außerdem eine schnell erreichbare Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser. Krasse Klimaschwankungen sind oft eine zu starke Belastung. Zudem ist es ratsam, wenn man sich gut in der Sprache des Reiselandes verständigen kann.
Besonders sorgfältig will die Reise geplant sein, wenn es sich um einen Badeurlaub handeln soll. An manchen Badeseen und Strandabschnitten ist die Keimbelastung relativ hoch. Hier sollte man sich vorher genau über die Wasserqualität informieren, um Hautausschläge und Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden. Stehende und flache Gewässer sind dabei gefährdeter als die Meeresküsten.
Selbstverständlich sollte an alle wichtigen Reiseunterlagen gedacht werden, die Reiseapotheke sollte voll ausgestattet sein und es ist stets wichtig, auf einen gründlichen Sonnenschutz zu achten.
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