4. Januar 2010
Sehr viele Menschen leiden unter Nervenschmerzen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um den Schmerz zu lindern oder zu heilen.
Nervenschmerzen können in vielen Bereichen des menschlichen Körpers auftreten. Die Schmerzen können ganz plötzlich auftreten und wieder verschwinden oder auch über längere Zeit hinweg andauern. Der Patient empfindet den Nervenschmerz dabei als sehr unangenehm. Er fühlt sich an, als würde die Stelle brennen oder als würden Nadeln hineingestochen werden. In dem Bereich, in dem der Patient die Schmerzen hat, ist er weniger sensibel gegenüber Kälte oder Wärme. Einige Patienten haben auch das Gefühl, es würden tausende von Ameisen über eine Stelle ihres Körpers laufen. Teilweise juckt der Bereich auch.
Wenn ein Patient unter Schmerzen leidet, fragt der behandelnde Arzt, wo genau sich der Schmerz befindet, wie stark er empfunden wird, wie lange der Schmerz bereits besteht und ob zusätzlich noch weitere Symptome bestehen. Der Arzt untersucht die schmerzende Stelle und kann dabei auch feststellen, ob der Patient auf Druck sowie Kälte und Wärme weniger sensibel reagiert, als dies normal wäre. Da jeder Patient ein unterschiedliches Schmerzempfinden hat, wird anhand eines speziellen Tests auch die Schmerzstärke ermittelt. Zusätzlich werden meist noch weitere Untersuchungen bei einem Neurologen durchgeführt.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Nervenschmerzes.
Bei einigen Krankheiten werden gute Ergebnisse mit einer Operation erzielt. Dies gilt zum Beispiel dann, wenn ein Nerv an einer Stelle verengt ist und dadurch die Schmerzen entstehen.
Auch Diabetiker können unter Nervenschmerzen leiden. Hier ist es wichtig, die Blutzuckerwerte korrekt einzustellen, um schwere Folgeschäden durch die Zuckerkrankheit zu vermeiden. Der Patient muss sich selbst regelmäßig den Blutzucker messen und je nach ermitteltem Wert eine bestimmte Menge Insulin spritzen oder eine Tablette einnehmen. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Blutzuckerkontrollen beim Hausarzt oder einem Diabetologen. Auch das so genannte Blutzuckertagesprofil gehört zur Kontrolle. Der Patient muss dazu mehrmals täglich sowohl vor als auch nach dem Essen in der Arztpraxis seinen Blutzuckerwert ermitteln lassen.
Um den Nervenschmerz zu lindern, kann der Arzt auch Medikamente verordnen. Bei stärksten Schmerzen verordnet der Arzt auch Medikamente wie Morphium. Salben können ebenfalls auf die schmerzende Stelle aufgetragen oder spezielle Pflaster aufgeklebt werden.
Auch mit Krankengymnastik können viele Patienten eine Besserung ihrer Beschwerden erreichen. Sie erlernen hier zusammen mit dem Physiotherapeuten spezielle Übungen, die sie auch zu Hause fortführen müssen.
Die Akupunktur wird ebenfalls zur Behandlung von Nervenschmerzen eingesetzt. Die Behandlung kommt aus der Chinesischen Medizin und wird von vielen Ärzten und Therapeuten durchgeführt. Dazu werden feine Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers gesetzt. Die Behandlung ist praktisch schmerzfrei und bewirkt bei vielen Patienten eine Linderung ihrer Nervenschmerzen.
Einige Patienten haben auch mit dem so genannten TENS-Gerät gute Erfahrungen gemacht. An dieses Gerät sind Elektroden angeschlossen, die auf die entsprechende schmerzende Stelle aufgeklebt werden. Das Gerät erzeugt ein leichtes Kribbeln und "übertönt" dadurch die Nervenschmerzen. Mit diesem Gerät soll die Information "Schmerz" nicht mehr oder wesentlich geringer an das Gehirn weitergeleitet werden, so dass der Patient letztlich wesentlich geringe Nervenschmerzen verspürt.
Ist der Patient Alkoholiker, muss unverzüglich ein Entzug durchgeführt werden, um den Körper von der Droge zu entgiften. Nur diese Maßnahme bewirkt, dass auch die Nervenschmerzen geheilt werden können.
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