Kreislaufzusammenbruch

Bei einem Zusammenbruch des Kreislaufs ist die Blutzirkulation gestört

Ein Kreislaufzusammenbruch stellt einen Notfall dar. Der Kreislauf und damit auch die Sauerstoffversorgung sind nicht mehr gewährleistet. Es kann zu schlimmen Stoffwechselstörungen und dauerhaften Schäden kommen. Häufig ist er eine Reaktion auf eine Vergiftung oder starken Blutverlust.

Brünette Frau in blauem Hemd auf Notfalltrage, ein Handrücken auf der Stirn, schwitzt leicht
hospitalized © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Ein Kreislaufzusammenbruch wird auch als Schock bezeichnet. Ein Schock ist ein lebensgefährlicher Zustand, bei dem es zu einer Verminderung der Blutzirkulation in den Kapillaren kommt. Dadurch entsteht eine Sauerstoffunterversorgung der Gewebe, was wiederum Störungen des Stoffwechsels zur Folge hat.

Ursachen

Ursachen für eine Verminderung der Blutzirkulation sind der Verlust von Blut oder Flüssigkeit. Dieser Verlust kann durch

ausgelöst werden. Ein weiterer Grund für einen Schock oder Kreislaufzusammenbruch ist, dass

  • das Herz nicht mehr imstande ist, genug Blut in die Peripherie zu pumpen.

Formen und Folgen

Bei einem Schock unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen wie

All diese Formen eines Kreislaufzusammenbruchs werden durch eine physiologische Reaktion des Körpers ausgelöst, der einen Versuch zu Stabilisierung des Blutdrucks unternimmt. Der Organismus

Dadurch kommt es zu

  • einem Anstieg der Herzfrequenz und
  • einer Engerstellung der Haargefäße.

Mit diesen Reaktionen des Körpers

  • wird der Blutdruck gesteigert.

Die Engstellung der Haargefäße hat jedoch eine Drosselung des Blutflusses zur Folge. Dadurch kommt es zu einer schlechteren Versorgung der Gewebe, was zu einem dortigen Sauerstoffmangel führt. Es kommt schließlich zu einer Anhäufung von sauren Endprodukten des anaeroben Kohlenstoffwechsels, was

  • eine Übersäuerung des ganzen Körpers

zur Folge hat. Außerdem tritt Flüssigkeit aus den Haargefäßen in das Gewebe aus und es kommt zu einem Verlust von Blutvolumen.

Behandlung

Die Behandlung eines Schocks hängt auch von der auslösenden Ursache ab.

Bei einem hypovolämischen Schock wird versucht durch

das Blutvolumen wieder zu normalisieren. Bei einem kardiogenischen Schock

  • lagert man den Körper des Patienten möglichst hoch,

um eine Beruhigung zu erreichen. Außerdem werden Sauerstoff und bestimmte Medikamente verabreicht. Ein septischer Schock wird vor allem

behandelt. Zur Anwendung kommen auch

  • Infusionen und Bluttransfusionen sowie
  • Medikamente, die den Kreislauf unterstützen.

Im Falle eines anaphylaktischen Schocks werden unter anderem auch

  • Prednisolon, Adrenalin oder Volumenexpander

verabreicht.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zum Kreislaufzusammenbruch

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