30. November 2009
Juckreiz ist ein häufiges Symptom und in den meisten Fällen harmlos. Der Juckreiz kann mit verschiedenen Präparaten gut behandelt werden.
Juckreiz kommt sehr häufig vor. Meist dauert er nur kurze Zeit an und gibt dem Menschen das Zeichen, dass sich ein Fremdkörper auf der Haut befindet. Durch den Juckreiz kratzt der Mensch und entfernt so den Fremdkörper.
Juckreiz kann jedoch auch das Symptom einiger Krankheiten sein. Die Patienten haben dann das Bedürfnis, die juckende Stelle zu drücken oder zu kratzen. Besonders Kinder empfinden Juckreiz teilweise als derart unangenehm, dass sie sich blutig kratzen. Der Juckreiz kann auf eine bestimmte Stelle am Körper des Menschen begrenzt sein oder sich auf die gesamte Haut ausbreiten. Zusätzlich kann sich auch die Hautstruktur verändern. Es können beispielsweise kleine Pickelchen auftreten. Bei einigen Erkrankungen leidet der Patient auch unter lange andauerndem Juckreiz.
Juckreiz kann auch nach einem Sonnenbad auftreten. Die Patienten bemerken dann kleine rote Pickelchen besonders am Dekolleté sowie an den Oberarmen und Oberschenkeln.
Wenn der Juckreiz nur kurzzeitig zum Beispiel aufgrund eines Fremdkörpers auftritt, so muss keine Behandlung erfolgen.
Diverse Hautkrankheiten äußern sich jedoch auch durch Juckreiz. Diese müssen von einem Hautarzt behandelt werden. Der Arzt kann verschiedene Präparate zur Linderung des Juckreizes verordnen. Dazu zählen zum Beispiel besonders fetthaltige Salben. Bei einigen Krankheiten werden auch Salben mit Kortison verordnet. Zusätzlich zum Eincremen sollten die Patienten auch darauf achten, alkohol- und parfümfreie Produkte zum Duschen und Cremen zu verwenden, da diese die Haut zusätzlich reizen können.
Tritt der Juckreiz im Rahmen einer Allergie auf, so kann der Arzt auch spezielle Medikamente verordnen, die allergische Symptome lindern können. Man spricht hier von Antihistaminika.
Auch eine Bestrahlung mit speziellem Licht kann den Juckreiz bei einigen Erkrankungen lindern oder sogar heilen.
Pilze können sich ebenfalls auf der Haut befinden und Juckreiz verursachen. Diese werden meist durch einen Abstrich der betroffenen Hautstelle diagnostiziert. Der Hautarzt verordnet dann Salben oder Tabletten gegen den Pilz (Antimykotikum).
Liegt dem Juckreiz eine psychische Ursache zugrunde, so erfolgt die Behandlung bei einem Psychologen oder Psychiater. Dieser führt je nach Erkrankung eine Gesprächstherapie durch und kann Medikamente wie zum Beispiel Beruhigungsmittel verordnen, die letztlich auch den Juckreiz lindern.
Wenn der Arzt eine Stoffwechselerkrankung als Ursache des Juckreizes vermutet, so führt er eine körperliche Untersuchung durch, untersucht das Blut und ggfs. auch innere Organe. In den meisten Fällen werden auch hier Tabletten verordnet. Stellt der Arzt eine Zuckerkrankheit fest, so kann es auch notwendig sein, dass sich der Patient Insulin spritzt. Regelmäßig muss dann auch vom Patienten selbst der Zuckergehalt im Blut gemessen werden. Wenn der Blutzucker gut eingestellt ist, verschwindet auch der Juckreiz wieder.
Tritt Juckreiz im Bereich des Afters auf, so kann dies ein Zeichen für Würmer sein. Der Arzt untersucht dann den Stuhlgang des Patienten auf Würmer oder Wurmeier unter dem Mikroskop und verordnet ggfs. Medikamente gegen die Würmer.
Juckreiz an behaarten Stellen deutet meist auf Parasiten hin. Kopfläuse werden beispielsweise mit speziellen Shampoos und Lösungen vernichtet, die direkt auf die Haare aufgebracht werden. Mit einem so genannten Nissenkamm werden dann die Läuse und die Nissen ausgekämmt. Die Behandlung muss mehrmals wiederholt werden, bis auch alle Eier abgetötet sind.
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