15. Oktober 2009
Jeder Mensch hat irgendwann einmal Angst. Angstzustände können jedoch auch krankhaft sein. Die Behandlung erfolgt bei einem Facharzt für Psychotherapie oder Psychologie.
Angst ist ein normales menschliches Gefühl, das uns auch vor Gefahren schützt. Einige Menschen haben jedoch eine krankhafte Angst, die behandelt werden muss.
Patienten mit einer krankhaften Angst zeigen auch viele körperliche Symptome wie zum Beispiel beschleunigten Herzschlag und schnellere Atmung und auch starkes Schwitzen. Zusätzlich zittern die Patienten und ihnen wird schwindelig. Meistens meiden die Patienten Situationen, die ihnen große Angst bereiten.
Je nachdem, welche Krankheit der Angst zugrunde liegt, äußert sich die Angst während eines Fluges, in geschlossenen Räumen, auf freien Plätzen, beim Anblick von Spinnen oder in vielen weiteren Situationen.
Je nach Ausprägung der Angst ziehen sich die Patienten immer weiter von ihrer Umwelt zurück und sind häufig auch Selbstmord gefährdet. Schwere Angstzustände können die Patienten auch in eine Tabletten-, Drogen- oder Alkoholsucht stürzen.
Krankhafte Angst wird im Rahmen einer Psychotherapie behandelt. Zur Behandlung werden sowohl Medikamente als auch eine Gesprächstherapie angewendet. Je nach Art der Angst kann auch eine Verhaltenstherapie durchgeführt werden. Der Arzt kann dabei verschiedenartige Medikamente wie zum Beispiel Antidepressiva (Medikamente gegen Depressionen) einsetzen. Es gibt auch spezielle Medikamente (so genannte Benzodiazepine), die bei Angstzuständen eingenommen werden können.
Die Ursachen der Angst werden im Rahmen der Psychotherapie aufgearbeitet. Meist dauert die Behandlung mehrere Monate oder Jahre an. Der Patient führt dabei intensive Gespräche mit dem Therapeuten und versucht auf diese Weise, die Angst in den Griff zu bekommen.
Auch eine Verhaltenstherapie erzielt –je nach Grunderkrankung- gute Ergebnisse. Der Patient stellt sich hier, zusammen mit dem Therapeuten, gezielt seiner Angst auslösenden Situation. Dadurch, dass er bemerkt, dass nichts Schlimmes passiert, lernt er, mit seiner Angst besser umzugehen und die entsprechenden Situationen nicht mehr meiden zu müssen.
Im Rahmen der Therapie erlernen die Patienten auch Entspannungsmethoden, die sie bei großer Angst anwenden können.
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