3. November 2011
Unter Menstruationsstörungen versteht man Abweichungen bei der weiblichen Regelblutung. In der Medizin wird dabei zwischen Rhythmusstörungen und Typusstörungen unterschieden.
Menstruationsstörungen sind Störungen im monatlichen Zyklus der Frau oder Blutungsanomalien. Es gibt zwei Anomalieformen. Dabei handelt es sich um Tempoanomalien oder Rhythmusstörungen der Menstruation sowie Typusanomalien oder Typusstörungen der Menstruation. Während die Amenorrhö, die Oligomenorrhö und die Polymenorrhö zu den Tempoanomalien gehören, zählt man die Hypermenorrhö, die Hypomenorrhö, die Metrorrhagie sowie weitere Störungen zu den Typusanomalien.
Als Hypermenorrhö bezeichnet man eine verstärkte Regelblutung. Dabei kommt es zu einem Blutverlust von mehr als 150 Millilitern. Typisch für eine Hypermenorrhö ist, dass die betroffenen Frauen pro Tag mehr als fünf Monatsbinden benötigen oder sich ein Tampon in nur zwei Stunden mit Blut vollsaugt. Darüber hinaus sind im Blut häufig größere Blutklumpen, die man als Blutkoagula bezeichnet, vorhanden. Verursacht wird eine Hypermenorrhö in den meisten Fällen durch organische Ursachen. Dazu gehören Polypen, eine Entzündung der Eileiter, Endometriose, Myome, eine Entzündung der Gebärmutter oder Gebärmutterkrebs. Weitere Gründe können die Spirale oder psychischer Stress sein. Die Behandlung der Menstruationsstörung richtet sich nach der jeweiligen Ursache.
Im Gegensatz zur Hypermenorrhö verläuft die Regelblutung bei einer Hypomenorrhö nur schwach. So liegt der Blutverlust bei weniger als 25 Millilitern. Meist dauert die Blutung lediglich ein bis zwei Tage oder sogar nur einige Stunden. Die Dauer des Zyklus muss bei einer Hypomenorrhö jedoch nicht zwangsläufig gestört sein. Besonders betroffen von dieser Störung sind Frauen, bei denen die Wechseljahre bevorstehen, oder die unter starkem Übergewicht leiden. Als Ursache liegt meist eine zu geringe Hormonausschüttung vor.
Unter einer Metrorrhagie versteht man Blutungen, die außerhalb des normalen Zyklus auftreten. Man bezeichnet sie auch als Zwischenblutungen. Dauern diese Blutungen länger als zwei Wochen, spricht man von einer Menometrorrhagie. Eine Metrorrhagie kann von verschiedenen Erkrankungen verursacht werden wie zum Beispiel Polypen, Myome, eine Gebärmutterentzündung, Gebärmutterkrebs oder Scheidenkrebs. In manchen Fällen sind auch Hormonstörungen für die Zyklusprobleme verantwortlich. Die Therapie hängt von der Ursache der Blutungen ab.
Unter einer Menorrhagie versteht man eine Blutung, die über das normale Maß hinausgeht. Als mögliche Ursachen kommen Endometriose, Polypen, Myome, Blutgerinnungsstörungen, Krebserkrankungen sowie Leber- oder Niereninsuffizienz infrage.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.05.12 | |
![]() | MENSTRUATIONSSTöRUNGEN |
29.04.12 | |
![]() | MENSTRUATIONSSTöRUNGEN |
18.04.12 | |
![]() | MENSTRUATIONSSTöRUNGEN |
17.04.12 | |
![]() | MENSTRUATIONSSTöRUNGEN |
03.04.12 | |
![]() | MENSTRUATIONSSTöRUNGEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Menstruationsstörungen Forum

