27. April 2011
Schwangerschaftsberatungen werden in allen größeren Orten angeboten. Hier können sich (werdende) Eltern zu vielen verschiedenen Themen beraten lassen und Hilfe holen.
In den Schwangerschaftsberatungsstellen arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die speziell für diese Aufgabe geschult wurden. Meist wird eine Schwangerschaftsberatung in Verbindung mit einem Gespräch gebracht, das für eine Abtreibung notwendig ist. Dies ist eine Aufgabe der Schwangerschaftsberatungsstellen. Die Mitarbeiter sprechen mit der werdenden Mutter sowie evtl. mit einer Begleitperson (Partner, Eltern, Freundin etc.) und versuchen herauszufinden, warum die Frau ihr Baby abtreiben möchte. Ziel der Beratung ist es, die Frau davon zu überzeugen, ihr Kind auszutragen. Die Beratungsstellen zeigen dann Möglichkeiten auf, wie es nach der Geburt des Kindes weitergehen könnte. Es gibt z.B. diverse finanzielle Unterstützungen und auch die Möglichkeit der Vermittlung einer Kinderbetreuung. Die Mitarbeiter der Beratungsstellen helfen auch bei den jeweiligen Formalitäten. Sollte die Frau dennoch eine Abtreibung wünschen, so stellen die Beratungsstellen eine Bescheinigung über die erfolgte Beratung aus.
Auch Paare, die ihr Baby definitiv bekommen möchten, können sich an eine Schwangerschaftsberatungsstelle wenden. Sie bekommen hier z.B. Informationen über finanzielle Unterstützung oder auch umfassende Beratungen zum Thema vorgeburtliche Diagnostik. Die Mitarbeiter erklären die einzelnen Untersuchungen und welche Ergebnisse dabei herauskommen können. Die Schwangerschaftsberatungsstellen nehmen sich für diese Beratungen sehr viel Zeit und können den werdenden Eltern die Vor- und Nachteile der jeweiligen Untersuchungen aufzeigen. Sollte ein Paar bei einer dieser Untersuchungen bereits erfahren haben, dass sie z.B. ein behindertes Kind erwarten, so können auch diese Paare sich bei den Schwangerschaftsberatungsstellen Hilfe holen. Neben einem vertrauensvollen Ansprechpartner finden sie in den Mitarbeitern der Beratungsstellen auch kompetente Fachkräfte, die darüber informieren können, welche Hilfen den Eltern nach der Geburt zustehen und welche Betreuungsmöglichkeiten für ein behindertes Kind zur Verfügung stehen.
Auch nach der Geburt eines Kindes können sich die Eltern mit Sorgen und Problemen an die Schwangerschaftsberatungsstellen wenden. Bis zum Ende des dritten Lebensjahres eines Kindes bieten die Beratungsstellen in der Regel ihre Hilfe an.
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