Ausschabung

Die Ausschabung der Gebärmutter wird auch Abrasio oder Kürettage genannt

Die Abrasio wird bei sehr starken Regelblutungen angewendet, um die Blutung zu stoppen und die Gebärmutterschleimhaut untersuchen zu können. Die Kürettage wird bei einer Fehlgeburt zur Ausschabung und Entleerung der Gebärmutter durchgeführt.

Eine Ausschabung ist immer dann nötig, wenn eine Schwangerschaft vorzeitig in einer Fehlgeburt beendet wurde. Meistens ist dies in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft der Fall, wenn

  • der Fötus Fehlbildungen aufweist
  • die Zellteilung nicht optimal voranschreitet oder
  • die Versorgung des entstehenden Lebens nicht richtig aufgebaut werden kann.

Dann stirbt die so genannte Leibesfrucht ab. Ausschabungen können aber auch aus medizinischen Gründen notwendig werden, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft stehen, zum Beispiel bei der

  • Bildung von Zysten und Geschwülsten.

Funktion der Ausschabung

Da in diesem Fall keine natürliche Geburt, sondern bestenfalls eine Abstoßungsreaktion mit hohem Blutverlust stattfindet, und die Gebärmutter sich nicht selbst "reinigt", muss die Reinigung durch einen Eingriff stattfinden, der Ausschabung genannt wird.

Würde man in solchen Fällen auf die Ausschabung verzichten, so wäre mit starken Infektionen, die von der Sterilisation bis zur Blutvergiftung führen könnten, zu rechnen.

Über den Geburtskanal werden also alle Überreste der Schwangerschaft von einem Arzt sorgfältig entfernt. Die Ausschabung findet meistens unter Vollnarkose und unter Ultraschallbeobachtung statt.

Nach erfolgreich verlaufenem Eingriff ist es ratsam, in den nächsten sechs Monaten nicht erneut schwanger zu werden, damit die Organe sich erholen und wieder für eine neue Schwangerschaft bereit machen können.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zur Ausschabung

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