Psychopharmaka

Psychotropika, Neuroleptika, Antidepressiva, Tranquilizer, Sedativa, Anxiolytiker und Lithiumsalze

Medikamente, die die Psyche beeinflussen, werden als Psychopharmaka bezeichnet. Durch ihre Einnahme wird die Stimmung und Informationsaufnahme verändert. Hauptsächlich werden sie eingesetzt zur Behandlung von psychischen Störungen und neurologischen Krankheiten.

Bunte Tabletten und Kapseln auf weißem Hintergrund
abstract medical pills and tablets background © B@rmaley - www.fotolia.de

Als Psychopharmaka werden Arzneimittel bezeichnet, die bei psychischen Störungen eingesetzt werden. Das Medikament wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem und steuert somit krankhafte Veränderungen des Verhaltens und Erlebens. Das Krankheitsbild von psychisch Kranken wird auf diese Weise günstig beeinflusst.

Anwendungsgebiete

Zu den Erkrankungen, die mit Psychopharmaka behandelt werden, gehören

Arten von Psychopharmaka

Die Klassifikation der Psychopharmaka erfolgt in sieben Gruppen:

  • Antidepressiva
  • Antidementiva
  • Halluzinogene
  • Neuroleptika
  • Phasenprophylaktika
  • Psychostimulantien und
  • Tranquillanzien.

Wirkung

Viele Menschen befürchten bei der Einnahme von Psychopharmaka, dass die Wirkstoffe zu einer Abhängigkeit führen. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die meisten Psychopharmaka weder Abhängigkeit noch Wesensveränderungen hervorrufen. Im Vordergrund stehen bei der Behandlung vielmehr

  • die Linderung der Krankheitssymptome sowie
  • die stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung.

Viele Patienten finden dadurch wieder eine gewisse innere Stabilität und Erhaltung der Lebensfreude.

Gerade bei Patienten, die an schweren Depressionen erkrankt sind, ist der Einsatz von Psychopharmaka eine wichtige therapeutische Maßnahme. Ist bei den Patienten eine Stabilisierung zu verzeichnen, wird in einem weiteren Therapieverfahren eine psychotherapeutische Maßnahme folgen. Somit ist in der akuten Phase eine Einnahme von Psychopharmaka unumgänglich.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Medikamenten sind auch diese nicht frei von Nebenwirkungen. Gerade in den ersten Behandlungstagen oder Wochen sind die Nebenwirkungen deutlicher zu spüren. Zu diesen können - je nach eingsetztem Mittel -

gehören. Hat sich jedoch der Körper auf den Wirkstoff eingestellt, mindern sich auch die Nebenwirkungen merklich. Merkt der Patient allerdings, dass die Wirkung selbst nach drei bis vier Wochen nicht eintritt, so wird eine erneute Behandlungsstrategie angewandt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Psychopharmaka

Allgemeine Artikel zum Thema Psychopharmaka

Auch das könnte Sie interessieren

Verwandte Themen

Themenseite teilen