Anwendung, Einsatz und Wirkung von Enzymen

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  • von Paradisi-Redaktion
Frau sitzt mit einem Glas Wasser und Vitamintabletten in der linken Hand am Tisch
taking vitamin © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

Als Enzyme werden Eiweiße bezeichnet, die an vielen Stoffwechselabläufen des Körpers beteiligt sind. Im Rahmen einer Enzymtherapie werden sie auch zu Heilzwecken verabreicht.

Aufgaben und Funktionen von Enzymen

Ziel und Zweck von Enzympräparaten ist die Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Beschwerden. Enzyme sind wichtige Eiweißmoleküle, die Anteil an vielen Abläufen des menschlichen Stoffwechsels haben.

Durch diese Biokatalysatoren können verschiedene chemische Reaktionen im menschlichen Organismus entweder verlangsamt oder beschleunigt werden. So gibt es kaum einen biologischen Vorgang bei Menschen, Pflanzen oder Tieren, an denen Enzyme nicht beteiligt wären.

Zu den wichtigsten Enzymen gehören Bauchspeicheldrüsenenzyme, Leberenzyme, Herzenzyme, Lipase, Elastase und Amylase.

Enzyme in der Medizin

Im Rahmen einer Enzymtherapie werden die Enzyme auch zu Heilzwecken benutzt. So kommen sie zur Behandlung von Entzündungen, Zahnbeschwerden, Rheuma, Autoimmunkrankheiten, Gefäßerkrankungen und Krebs zum Einsatz.

Darüber hinaus eignen sie sich auch gut zur Behandlung von Sportverletzungen, Prellungen, Muskelkater oder Operationswunden, da die eiweißspaltenden Wirkstoffe die Wundheilung beschleunigen.

Wirkung von Enzymen

Die Wirkung von Enzymen ist überaus vielfältig. Während einige von ihnen entzündungshemmend oder positiv auf die Wundheilung wirken, tragen andere zur Stärkung des Immunsystems oder zur Förderung der Durchblutung bei. Darüber hinaus können Enzyme mit anderen Medikamenten kombiniert werden, um deren Wirkung noch zu steigern.

Zudem lassen sich Enzyme auch zur Vorbeugung einsetzen. Da Enzyme eine abbauende Wirkung haben, nutzt man diesen Umstand, indem man sie krankmachende Substanzen spalten und zerstören lässt.

Enzymtherapie

Die heilende Wirkung der Enzyme wurde erstmals von dem schottischen Mediziner John Beard (1857-1924) entdeckt, der Krebspatienten erfolgreich mit einer Mischung aus pflanzlichen und tierischen Enzymen behandelte. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr therapeutische Enzyme entdeckt und eingesetzt.

Verabreicht werden sie zumeist in Form von Kapseln oder Tabletten. Aber auch Injektionen oder die Aufnahme über die Nahrung sind möglich.

In der Regel wird vor dem Beginn einer Enzymtherapie eine Diagnose der Krankheit erstellt. Danach wird vom behandelnden Arzt festgelegt, welche Enzympräparate in welcher Dosierung angewandt werden.

Häufig eingesetzt werden tierische Enzyme wie z.B. Trypsin, Chymotrypsin und Pankreatin oder pflanzliche Enzyme wie Bromelain und Papain. Die Enyzme können einzeln verabreicht oder auch miteinander kombiniert werden.

Wahrheit oder Wunschdenken?

Ob Enzyme wirklich therapeutisch wirksam sind oder nicht, ist wissenschaftlich umstritten. Während einige Studien den positiven Effekt von Enzymen bei Wunden oder Entzündungen nachwiesen, besagten andere wiederum das Gegenteil.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: taking vitamin © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

Grundinformationen zu Enzymen

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