21. Juni 2010
Notärzte kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Patient eine schwere Erkrankung oder Verletzung hat. Ein Notarzt fährt meist in seinem Notarztwagen zum Patienten.
Viele verschiedene Fachärzte können durch Weiterbildungen die Kenntnisse der Notfallmedizin erlernen und somit z.B. ein Facharzt für Allgemeinmedizin mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin sein.
Geht ein Notruf in der Rettungsleitstelle ein, so entscheiden die Mitarbeiter dort, ob ein Krankenwagen mit zwei Sanitätern oder zusätzlich ein Notarzt geschickt werden.
Die Aufgabe des Notarztes ist es, den Patienten bis zur Ankunft im Krankenhaus zu stabilisieren und ihn dann dort an den weiterbehandelnden Arzt zu übergeben.
Wenn der Notarzt bei seinem Patienten angelangt ist, prüft er, ob der Patient ansprechbar oder bewusstlos ist. Er misst Puls und Blutdruck, hört ggfs. das Herz mit dem Stethoskop ab und schreibt ein EKG (Messung der Herzströme). Sofern dies notwendig ist, weil der Patient bewusstlos ist, bringt der Notarzt ihn in die stabile Seitenlage, so dass der Patient an Erbrochenem nicht ersticken kann. Atmet ein Patient nicht, so leitet der Notarzt alle Maßnahmen zur Wiederbelebung ein und versorgt den Patienten ggfs. mit einem Intubationsschlauch zur Beatmung. Sofern ein Patient Schmerzen hat, verabreicht der Notarzt Schmerzmittel in Form von Tabletten oder als Spritze in die Vene. Auch das Anlegen einer Infusion kann von einem Notarzt durchgeführt werden. Vermutet der Notarzt eine Unterzuckerung, so misst er mit einem Blutzuckermessgerät den Zuckerwert im Blut des Patienten.
Hat ein Patient aufgrund einer Verletzung eine Wunde, so versorgt der Notarzt diese provisorisch mit sterilem Verbandmaterial und sorgt dafür, dass der Patient an der Wunde nicht verblutet. Die weitere Behandlung erfolgt dann in einem Krankenhaus.
Schafft eine Schwangere nicht mehr den Weg in ein Krankenhaus, so begleitet der Notarzt sie bei der Geburt. Dies kann sowohl noch in der Wohnung der Schwangeren als auch im Notarztwagen geschehen. Der Notarzt muss demnach auch Kenntnisse in der Geburtshilfe haben.
Konnte der Notarzt den Patienten soweit stabilisieren, dass er transportfähig ist, entscheidet der Arzt, in welches Krankenhaus der Patient mit dem Rettungswagen gebracht wird. Auch auf der Fahrt ins Krankenhaus begleitet der Notarzt den Patienten und sorgt dafür, dass Kreislauf und Atmung des Patienten stabil bleiben.
In einigen Fällen kann der Notarzt beim Eintreffen am Unfallort oder auch während der Fahrt ins Krankenhaus dem Patienten nicht mehr helfen und nur noch den Tod feststellen. Auch das Ausfüllen des Totenscheines gehört dann zur Aufgabe eines Notarztes.
Ein Notarzt wird immer dann zusammen mit den Sanitätern zu einem Patienten geschickt, wenn dieser z.B. Bewusstseinsbeeinträchtigungen hat, eine gestörte Atmung oder schwere Kreislaufbeschwerden hat, bei Unfällen mit Schwerverletzten, bei Selbstmordverdacht, bei schweren Stürzen, bei Schussverletzungen, zur Entbindung, wenn ein Mensch in zu dünnes Eis eingebrochen ist usw.
Notärzte behandeln grundsätzlich sowohl Erwachsene als auch Kinder. Da die meisten Menschen äußerst nervös sind, wenn sie einen Rettungsdienst benötigen, muss der Notarzt Ruhe ausstrahlen und die Patienten beruhigen können. In unübersichtlichen Situationen (z.B. bei Unfällen) muss der Notarzt den Überblick behalten und ggfs. abwägen, welchem Patienten er zuerst helfen muss.
Ein Notarzt ist ein Facharzt, der eine entsprechende Zusatzbezeichnung nachweisen kann. Regelmäßig nimmt dieser Facharzt am Notdienst teil und fährt dann mit dem Notarztwagen oder fliegt in einem Rettungshubschrauber. In der übrigen Zeit geht der Facharzt seiner normalen Tätigkeit als selbstständiger Arzt in einer Praxis oder als angestellter Arzt z.B. im Krankenhaus nach.
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