Kräutertee - Wie wirkt er und wann wendet man ihn an?

Tee ist eines der meistkonsumierten Getränke der Welt. Eine spezielle Teesorte, welche sich einer großen Beliebtheit erfreut, ist dabei der Kräutertee. Er wärmt auf, schmeckt gut und hilft zudem bei zahlreichen Beschwerden. Man findet dabei häufig auch fertige Mischungen, denn so manche Kombinationen weisen eine besonders starke Wirkung auf. Lesen Sie alles Wissenswerte rund um den Kräutertee.

Wissenswertes über Kräutertee

Kräutertee - Wirkung und Inhaltsstoffe

Kräutertees bestehen prinzipiell aus nicht mehr als heißem Wasser und einer geringen Menge Kräuter. Kann eine solche Mischung überhaupt derartige gesundheitlich positive Auswirkungen haben, wie es allgemein angenommen wird? Und sollte dies der Fall sein, wo liegen dann überhaupt die großen gesundheitlichen Stärken solcher Teesorten?

Zunächst einmal muss betont werden, dass Kräutertees hinsichtlich der Inhaltsstoffe eine so große Vielfalt besitzen, dass auf diese nicht einfach nur kurz eingegangen werden kann. Zahlreiche Studien, welche sich auf die gesundheitliche Wirksamkeit von Kräutertees spezialisiert hatten, konnten in vielen Fällen aber tatsächlich deren Gesundheitswert belegen. Letzterer hängt natürlich von der jeweiligen Sorte ab.

Kräutertee als natürliches Arzneimittel: Positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Viele Kräutertees dienen dem Genuss, sie werden aber auch zu Heilzwecken eingesetzt. Manche Kräutertees fallen unter das Arzneimittelgesetz, sind aber in der Regel freiverkäuflich. Allerdings müssen auf der Verpackung Wirkung und mögliche Nebenwirkungen gekennzeichnet sein. Manche Sorten sind auch apothekenpflichtig.

Kräutertees zählen zwar zu der "sanften Medizin", aber entgegen der landläufigen Meinung, dass sie unschädlich sind, können auch Kräutertees Nebenwirkungen haben oder falsch dosiert, sogar der Gesundheit schaden. Kräutertees eignen sich auch dazu, den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Dabei sind sie kalorienarm und wohlschmeckend, bis auf einzelne Sorten sind sie auch koffeinfrei.

Besonders häufig haben Kräutertees positive Auswirkungen auf die Verdauung. So wird der menschliche Stoffwechsel diesbezüglich nicht nur angeregt, sondern es kommt häufig auch zu einer Auflösung von Verstopfungen.

Daneben scheinen Kräutertees sich auch auf die Psyche positiv auszuwirken. Regelmäßige Kräuterteekonsumenten fühlen sich Studien zufolge ausgeglichener, körperlich wohler und leistungsfähiger. Letztlich stellt Kräutertee aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung häufig auch ein ideales Mittel gegen Erkältungen und kleinere Erkrankungen dar.

Blüten, Blätter und Samen

In der Regel werden Blüten, Blätter und Samen verwendet, wie zum Beispiel

  • Pfefferminzblätter
  • Lindenblüten oder
  • Fenchelsamen.

Damit die Kräuter ihre volle Wirkung entfalten können, sollten sie möglichst frisch sein. Kräuter die schon lange lagern, verlieren von ihrem Wirkungsspektrum.

Jede Pflanze, die für Kräutertee verwendet wird, hat ganz unterschiedliche Wirkungsstoffe, zum Beispiele

  • ätherische Öle
  • Vitamine
  • Mineralien oder
  • Polyphenole.

Das erklärt, warum sie auch unterschiedlich wirken.

Varianten

Kräutertees bezeichnet man auch als Teedroge. Das Wort "Droge" kommt aus der holländischen Sprache und bedeutet "trocken"; gemeint sind damit getrocknete Pflanzenteile. Das können

  • die Rinde
  • die Wurzel
  • das Kraut
  • die Blüten
  • die Blätter
  • die Früchte
  • die Samen oder
  • das Holz

sein. Kräutertees werden unterschiedlich angeboten, als Einzeldroge oder als Teemischung. Sie werden entweder als loser Tee oder in Teebeuteln verkauft; seltener findet man auch Instant Tees; diese sind dann sofort löslich.

Manchen Kräutertees fügt man auch Gewürze oder Aromen hinzu. Manche Kräuter kann man auch im Garten selbst anbauen, oder man sammelt sie wild. Dann muss man sich aber sehr gut mit Kräutern auskennen, denn es gibt auch giftige Pflanzen.

Sorten: Eine Liste der Wirkungen von Kräutertee

Eine Übersicht über unterschiedliche Teesorten sowie deren Wirkung erhalten Sie hier in unserem separaten Artikel.

Entspannung durch Teetrinken

Viele Menschen verbinden mit dem Teegenuss ein Wohlgefühl.

  • Die Wärme tut gut,
  • die Kräuter verströmen einen angenehmen Geruch und
  • je nach Sorte wirkt er sich auch positiv auf das Körperbefinden aus.

Tee sorgt für eine gemütliche Atmosphäre und er schmeckt. Selbst das sprichwörtliche "Abwarten und Teetrinken" schreibt dem Teegenuss eine beruhigende Wirkung zu.

Je frischer die Kräuter sind, desto besser und intensiver sind die Wirkung und der Geschmack. Der süßliche Tee wird auch von Kindern gerne getrunken. Am besten verzichtet man bei Tee auf Süßungsmittel, das kommt den Zähnen zugute und spart Kalorien. Ohne Zucker wird der Tee zu einem gesunden Getränk.

Wo kann man Kräutertee kaufen?

Kräutertee findet man in jedem Supermarkt. Spezielle Mischungen sind auch ind er Apotheke erhältlich; möchte man Bioqualität, wird man besonders im Reformhaus fündig.

Dabei liegt der Tee in Form von Teebeuteln oder aber auch lose vor. In speziellen Teehäusern ist es möglich, sich den Tee auch abwiegen oder mischen zu lassen.

Ziehzeit und Co. - Wie wird Kräutertee zubereitet?

In Sachen Wassertemperatur, Ziehzeit und Co. gibt es einige Punkte zu beachten. Hier gehen wir auf die Zubereitung von Kräutertee ein.

Geschichte und Verbreitung von Kräutertee

Ein Kräutertee zählt wohl zu den ältesten Getränken der Menschheit. Kräutertees wurden hauptsächlich zu Heilzwecken eingesetzt und waren schon im alten China, aber auch bei den Sumerern und im alten Ägypten bekannt. Auch das antike Griechenland kannte Heiler, die Heilpflanzen auflisteten und als Arzneimitteltee verwendeten.

Von Klöstern und Hexen

Damalige Kräutertees wurden in diesem Zusammenhang als ein Arzneimittel gesehen, welches im Falle einer Erkrankung nach alten Traditionen gebraut und verabreicht wurde. Fortgeführt wurde diese Tradition des Kräuterwissens und der Naturmedizin durch die Klöster des Mittelalters.

So waren damalige Klöster mit umfangreichen Kräutergärten ausgestattet. Der Kräuterteekonsum war dort aber nicht nur zur Krankheitsbekämpfung üblich, sondern auch, um die langen und beschwerlichen Fastenzeiten zu überbrücken.

Aber auch kräuterkundige Frauen, die als Hexen verschrien waren, bedienten sich den Kräutern. Sie setzten Kräutertees für Heilungen oder rituelle Handlungen ein.

Es gibt Schriften, die beschreiben, dass die Kräuter gegen böse Geister helfen. Oft wurden Rezepturen und Wirkungsweisen nur mündlich weitergegeben.

Hildegard von Bingen

Die wohl berühmteste Kräuterkundige war die Äbtissin Hildegard von Bingen, die ihr Kräuterwissen in zahlreichen Büchern dokumentierte. Später waren maßgeblich die Apotheker für die Kräuterkunde zuständig.

Beim schwarzen Tee weiß man, dass die Holländer ihn als erstes importierten. Für Kräutertees wurden heimische Kräuter, wie Kamille oder Hagebutte verwendet.

Das Wissen der Ureinwohner

Auch die Ureinwohner Süd- und Nordamerikas sowie Australiens und Neuseeland kannten einen Sud, der mit Wasser und Kräutern angesetzt wurde. Vor allen Dingen die Medizinmänner arbeiteten mit Kräutertees, um damit zahlreiche Krankheiten zu heilen.

Die Prärieindianer kannten viele Heilpflanzen, die sie zu Heilzwecken einsetzten. Das Kräuterwissen wurde meist mündlich überliefert und oft vom Vater auf den Sohn übertragen.

Kräuterwissen in Afrika

Aber auch in Afrika waren Heilkräuter bekannt und wurden als Kräutertee verwendet. Dafür wurden die Kräuter meist im Wasser gekocht und der Medizinmann kannte ihre Wirkungsweisen. Oft boten die Heilkräuter die einzige Möglichkeit, Krankheiten entgegenzuwirken.

Kräuterwissen und -nutzung im Westen

Bei uns wurden Kräutertees aber nicht nur zu therapeutischen Zwecken eingesetzt; da man die Kräuter selbst sammeln oder anbauen konnte, war der Kräutertee auch ein preiswertes Getränk und Durstlöscher. Kräutertees wurden und werden auch immer wieder zur Selbstmedikation bei bestimmten Beschwerden eingesetzt. Heute kennt man weit über 1.000 unterschiedliche Pflanzenteile von verschiedenen Kräuterpflanzen die für Kräutertees benutzt werden.

Darunter befinden sich traditionelle heimische Kräuter, aber auch exotische Pflanzen wie

Heutzutage ist Kräutertee in jedem Supermarkt erhältlich und stellt eine klassische Teesorte da, welche täglich millionenfach konsumiert wird.

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  • Tee Johanniskraut- tea St Johns wort 02 © Lianem - www.fotolia.de

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