7. Juli 2006
Sommerzeit, Sonnenzeit. Für mehr als zehn Prozent der Bundesbürger bricht mit dem Sommeranfang eine quälende Zeit an: Sie leiden unter einer Sonnenallergie, die ihnen ein Sonnenbad durch Juckreiz, Bläschen oder Quaddeln vergällt.
Die umgangssprachliche Sonnenallergie fasst zahlreiche Unverträglichkeiten unterschiedlicher Ursachen zusammen. Zu den Betroffenen zählen vor allem junge, hellhäutige Frauen. In vielen Fällen schwächt sich die Allergie im Laufe der Jahre ab, mitunter kann es jedoch auch zu einer dramatischen Verschlechterung kommen, die im schlimmsten Fall in einem lebensbedrohlichem anaphylaktischen Schock gipfelt.
Die Sonnenallergie zeigt sich häufig erst einige Stunden nach dem Sonnenbad. Großflächige Rötungen an Körperstellen, die seltener mit der Sonne in Berührung kommen, gehören zu den ersten Anzeichen. Aber auch Quaddeln oder Bläschen können im Nacken, Ausschnitt oder auf den Schultern auftreten. Diese Symptome sind typisch Anzeichen für die häufigste Form der Sonnenallergie, die Polymorphe Lichtdermatose (PMD). Die allergische Reaktion wird durch eine Unfähigkeit der Haut ausgelöst, sich gegen die UVA–Strahlung zu schützen. Im Normalfall dient die Bräunung als Schutzmechanismus der Haut. Ist dieser Mechanismus gestört, dann kann die Haut die, durch die UVA-Strahlung gebildeten, freien Radikale nicht mehr neutralisieren. Die sehr reaktionsfreudigen Radikale bewirken eine verstärkte Immunantwort, die letztendlich zu den unangenehmen bis schmerzhaften Hautveränderungen führt. Häufig verschwinden die Beschwerden nach etwa ein bis drei Wochen wieder. Ein Hautarzt kann hier eine genaue Diagnose treffen und eine Therapie einleiten.
Zur Vorbeugung ist eine Einnahme von Antioxidantien, wie Betacaroten (Provitamin A), empfehlenswert. Bevor sich Betroffene der Sonne aussetzen, sollten sie in jedem Fall Sonnenschutzmittel mit hohem UVA-Schutz und Vitamin E auftragen. Eine Linderung können auch Caciumpräparate herbeiführen. Ihre Wirksamkeit konnte bisher jedoch wissenschaftlich nicht belegt werden. Fundierter sind da die Wirkungsmechanismen der Antihistaminka, die nachweislich die allergischen Reaktionen auf die Sonneneinstrahlung unterdrücken können. Wenn all diese Vorkehrungen keine Besserung bewirken, kann die Phototherapie endlich Erlösung bringen. Die Haut wird hier vom Hautarzt mithilfe gering dosierter UVA-Strahlen sukzessiv an die Sonne gewöhnt.
Gerade empfindliche Menschen, die ungern auf die Sonne verzichten, sollten sich an ein paar Regeln halten:
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