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Parkinson nimmt immer mehr zu

Von Tanja Tasci

Die bekannte Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung mit fortschreitendem Charakter, die auch als Unterform der Demenz-Erkrankungen gilt. Bekannt ist sie schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts, gilt aber bis heute als nicht heilbar, weil sie mit irreversiblen (nicht mehr rückgängig zu machenden) Schädigungen des Gehirns verbunden ist.

Das IPS (idiopathisches Parkinson-Syndrom) ist die häufigste Form und macht etwa drei Viertel aller Erkrankungen aus, daneben gibt es sekundäre Parkinson-Syndrome, die ausschließlich als Folgeerkrankung anderer Krankheiten vorkommen. Parkinson ist sehr häufig, etwa 300.000 Menschen in Deutschland sind davon betroffen, Tendenz stark steigend.

Ursachen und Symptome

Die Ursache des IPS liegt in einer Störung des Gehirnstoffwechsels begründet: durch das Absterben bestimmter Nervenzellen in der sogenannten Substantia nigra wird zu wenig Dopamin, ein Botenstoff im Gehirn, produziert, dadurch entsteht ein Ungleichgewicht in den Botenstoffen (Neurotransmitter) des Gehirns und es kommt zu den bekannten neurologischen Ausfällen wie Muskelzittern (Tremor), Muskelstarre (Rigor) und verlangsamten Bewegungen (Bradykinese).

Sekundär kann das Parkinson-Syndrom auch eine Folge von Versorgungsstörungen im Gehirn sein (Mikroangiopathie), eine Folge von verschiedenen Gehirnerkrankungen, oder eine Folge von traumatischen Einwirkungen (Verletzungen), bestimmten Medikamenten (Neuroleptika) oder Giften (zum Beispiel Kohlenmonoxid oder Mangan).

Neben den bereits erwähnten Parkinson-Zeichen wie Muskelstarre, Tremor und verlangsamten Bewegungen kommt es typischerweise auch zu dem schlurfenden Gang und der gebeugten Haltung. Die Gesichtsmimik ist sehr wenig ausgeprägt, das Gesicht wirkt maskenhaft und starr.

Die erschwerten Bewegungen aller Muskeln führen auch zu abnehmender motorischer Geschicklichkeit und zu langsamem und undeutlichen Sprechen mit überfließendem Speichel, weil die Schluckbewegungen zu langsam ausgeführt werden. Sämtliche Muskeln sind angespannt, was zu der leicht bogenförmigen Haltung führt, weil die Gelenke immer leicht gebeugt bleiben. Durch die verlangsamten Muskelbewegungen kann auch das Gleichgewicht nicht mehr so gut gehalten werden. Fast die Hälfte aller Betroffenen leiden schon lang vor dem Ausbruch der Krankheit unter einer niedergedrückten Stimmung und allgemeiner Antriebslosigkeit mit verlangsamten Denkabläufen, und entwickeln auch im späteren Verlauf psychologische Störungen wie Halluzinationen oder Verfolgungswahn.

Heilungschancen und Therapiemöglichkeiten

Da sämtliche Demenzerkrankungen in praktisch allen Fällen mit irreversiblen (nicht mehr rückgängig zu machenden) organischen Schädigungen des Gehirns verbunden sind, ist eine Heilung nicht möglich. Allerdings kann das Fortschreiten der Erkrankung durch geeignete Therapien verlangsamt werden, und auch die Symptome im Verlauf der Erkrankung mittlerweile durch L-Dopa-Präparate oder MAO-B-Hemmer sehr gut gemildert werden.

In der Neurochirurgie hat sich speziell die "Tiefe Hirnstimulation" durch eine Art "Hirnschrittmacher" analog zum "Herzschrittmacher", mit Elektroden, die direkt bestimmte Gehirnbereiche elektrisch stimulieren, als recht erfolgreich erwiesen. Begleitend sind vor allem Ergotherapie und Mobilisationstherapie von großer Bedeutung, auch logopädische Therapie ist oft nützlich und hilfreich. Neben der Früherkennung spielen auch das rechtzeitige Einsetzen therapeutischer Maßnahmen eine große Rolle. Allen Demenzerkrankungen (außer den rein vererblichen Formen) kann man in jedem Fall durch geeignete Lebensführung (ausreichend Bewegung, Sport, gesunde Ernährung) vorbeugend begegnen, umstritten ist, wie weit eine aktive, geistig rege und positive Lebensführung Einfluss auf den Ausbruch einer Demenzerkrankung oder Parkinson haben.

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