Niere, Blase, Speicheldrüse - welche Organe von Steinleiden betroffen sein können

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  • von Paradisi-Redaktion
Gallenstein auf weißem Hintergrund
gallenstein © Gabriele Schmid - www.fotolia.de

Unter Steinleiden versteht man Ablagerungen in bestimmten Organen. Dazu gehören vor allem die Nieren, die Gallenblase und die Speicheldrüsen.

Bei Steinleiden handelt es sich um Erkrankungen, bei denen es zu Ablagerungen in flüssigkeitsgefüllten Organen kommt. Zu diesen Organen zählt man die Gallenblase, die Nieren und die Bauchspeicheldrüsen. Typisch bei einem Steinleiden ist, dass in der jeweiligen Flüssigkeit wie Galle, Harn oder Speichel zahlreiche Bestandteile wie Zucker, Fette, Elektrolyte und Mineralien in gelöster Form enthalten sind.

Fällt die Menge an Flüssigkeit zu gering für diese gelösten Bestandteile aus, kommt es zur Bildung von Kristallen. Diese sind in der Anfangsphase noch mikroskopisch klein. Mit der Zeit vergrößern sich die Verklumpungen, die man Sand oder Gries nennt, jedoch immer mehr, bis sie dann schließlich zu Steinen werden.

Erreichen diese Steine eine bestimmte Größe, besteht die Gefahr, dass sie die Funktionen des betroffenen Organs beeinträchtigen. So können sie eine Blockade der Abflusswege auslösen oder wegen ihrer rauen Oberfläche eine Organentzündung hervorrufen.

Häufig stellt man ein Steinleiden erst fest, wenn es zu Beschwerden kommt. Es wird zwischen verschiedenen Arten von Steinleiden unterschieden.

Nierensteine

Zu den bekanntesten Steinleiden gehören Nierensteine, unter denen ca. fünf Prozent aller Bundesbürger leiden. Besonders betroffen sind Männer zwischen 30 und 60 Jahren.

Bei Nierensteinen handelt es sich um Ablagerungen, die aus Urinbestandteilen entstehen. Gebildet werden sie im Nierenbecken, den Nierenkanälchen und den ableitenden Harnwegen.

In den meisten Fällen bestehen Nierensteine aus Kalziumsalzen, manchmal werden sie aber auch aus Harnsäure, Zystin, oder Magnesium-Ammonium-Phosphat zusammengesetzt.

Blasensteine

Blasensteine oder Harnsteine (Urolithe) entstehen entweder in der Blase selbst oder in den Nieren, von denen sie dann in die Harnblase gelangen, wo sie sich weiter vergrößern. Die häufigsten Blasensteine sind Kalziumoxalatsteine. Können die Steine nicht mit dem Urin ausgeschieden werden, besteht die Gefahr von wiederholten Blasenentzündungen.

Gallensteine / Steine in der Bauchspeicheldrüse

Ein weiteres Steinleiden, das häufig vorkommt, sind Gallensteine (Cholelithiasis). In Deutschland leidet etwa jede sechste erwachsene Person darunter. Allerdings bemerken die Betroffenen die Steine nicht immer.

Verursacht werden sie durch eine ungünstige Mischung aus Cholesterin, Fetten und Gallenflüssigkeit in der Gallenblase. Im ungünstigsten Fall können sie eine schmerzhafte Gallenblasenentzündung hervorrufen.

Bei Gallensteinen unterscheidet man zwischen Gallenblasensteinen und Gallengangssteinen. Wird der Gallengang durch die Steine verstopft, kann die Gallenflüssigkeit nicht richtig abfließen.

In manchen Fällen wandern die Gallensteine auch bis zur Bauchspeicheldrüse weiter. Sitzen die Steine dort fest, besteht die Gefahr einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Steine in den Mundspeicheldrüsen

Steine in den Mundspeicheldrüsen treten nur selten auf, sind aber sehr schmerzhaft. Besonders betroffen von Steinbildung sind die kleinen Speicheldrüsen am Unterkiefer.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: gallenstein © Gabriele Schmid - www.fotolia.de

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