Listeriose

Vor allem Schwangere und deren ungeborene Kinder sind von der Infektionskrankheit betroffen

Bei der Listeriose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch die Bakterien der Gattung Listeria. In vielen Fällen sind Menschen, die eine schwache Immunabwehr haben (vor allem AIDS-Patienten) sowie ältere Menschen von der Listeriose betroffen. Am meisten jedoch tritt sie bei Schwangeren auf und damit auch bei ihren ungeborenen Kindern, wodurch es zu Fehlgeburten kommen kann.

Schwangere Frau in Unterwäsche hält sich am Bauch
pregnant woman © Astroid - www.fotolia.de

Als Listeriose bezeichnet man eine bakterielle Infektionskrankheit. Betroffen sind vor allem

Ursachen

Ursache für die Listeriose sind stäbchenförmige Bakterien, die man als Listerien bezeichnet. Als wichtigster Erreger gilt Listeria monocytogenes. Diese Art kommt auf der ganzen Welt vor und gilt als hochansteckend, allerdings nur mäßig krankheitsauslösend. Da sich die Listerien in den Zellen des Körpers vermehren, sind sie sehr widerstandsfähig. Listerien kommen häufig in der Natur vor.

Übertragung

Übertragen werden können sie durch rohe Tierprodukte wie

oder durch

  • Kontakt mit verunreinigter Erde.

Während der Schwangerschaft ist es möglich, dass es zu einer Übertragung der Listerien durch die Plazenta oder bei der Geburt kommt.

Krankheitsverlauf

Bei gesunden erwachsenen Menschen verläuft eine Listerieninfektion in der Regel harmlos. Bei Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem besteht jedoch die Gefahr von ernsthaften gesundheitlichen Schäden.

So kann es durch eine schwere Listeriose zu

kommen. Bei ungeborenen Kindern besteht die Gefahr von Fehl- oder Totgeburten. Außerdem kann sich das Neugeborene mit der Listeriose infizieren, was in 30–50 Prozent aller Erkrankungen tödliche Folgen hat.

Symptome

Eine Listeriose verläuft bei Erwachsenen häufig unbemerkt. Zu Symptomen kommt es dabei nicht. In manchen Fällen sind auch grippeähnliche Beschwerden möglich. Bei einer Schwächung des Immunsystems können jedoch

auftreten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich

an den inneren Organen bilden. Auch

können auf eine Listeriose hindeuten.

Behandlung

Behandelt wird die Infektionskrankheit in der Regel mit Antibiotika. Dabei ist eine Therapiedauer von wenigstens zwei Wochen erforderlich, damit es nicht zu einem Rückfall kommt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Listeriose

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