Bei der Listeriose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch die Bakterien der Gattung Listeria. In vielen Fällen sind Menschen, die eine schwache Immunabwehr haben (vor allem AIDS-Patienten) sowie ältere Menschen von der Listeriose betroffen. Am meisten jedoch tritt sie bei Schwangeren auf und damit auch bei ihren ungeborenen Kindern, wodurch es zu Fehlgeburten kommen kann.
Als Listeriose bezeichnet man eine bakterielle Infektionskrankheit. Betroffen sind vor allem Schwangere, Neugeborene, alte Menschen sowie Menschen, die unter einer geschwächten Immunabwehr leiden.
Ursache für die Listeriose sind stäbchenförmige Bakterien, die man als Listerien bezeichnet. Als wichtigster Erreger gilt Listeria monocytogenes. Diese Art kommt auf der ganzen Welt vor und gilt als hochansteckend, allerdings nur mäßig krankheitsauslösend. Da sich die Listerien in den Zellen des Körpers vermehren, sind sie sehr widerstandsfähig. Listerien kommen häufig in der Natur vor.
Übertragen werden können sie durch rohe Tierprodukte wie Fleisch, Fisch und Milch oder durch Kontakt mit verunreinigter Erde. Während der Schwangerschaft ist es möglich, dass es zu einer Übertragung der Listerien durch die Plazenta oder bei der Geburt kommt.
Bei gesunden erwachsenen Menschen verläuft eine Listerieninfektion in der Regel harmlos. Bei Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem besteht jedoch die Gefahr von ernsthaften gesundheitlichen Schäden.
So kann es durch eine schwere Listeriose zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) oder sogar einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) kommen. Bei ungeborenen Kindern besteht die Gefahr von Fehl- oder Totgeburten. Außerdem kann sich das Neugeborene mit der Listeriose infizieren, was in 30–50 Prozent aller Erkrankungen tödliche Folgen hat.
Eine Listeriose verläuft bei Erwachsenen häufig unbemerkt. Zu Symptomen kommt es dabei nicht. In manchen Fällen sind auch grippeähnliche Beschwerden möglich. Bei einer Schwächung des Immunsystems können jedoch starke Kopfschmerzen, Fieber sowie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich Abszesse und Granulome an den inneren Organen bilden. Auch Durchfall sowie örtliche Entzündungen können auf eine Listeriose hindeuten.
Behandelt wird die Infektionskrankheit in der Regel mit Antibiotika. Dabei ist eine Therapiedauer von wenigstens zwei Wochen erforderlich, damit es nicht zu einem Rückfall kommt.
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