19. September 2009
Von Viola Reinhardt
Am 5. Oktober findet der "Tag der Epilepsie" statt, der nicht nur neueste Forschungsergebnisse und zahlreiche Grundinformationen über diese neurologische Erkrankung vermitteln soll, sondern auch viele interessante Infos über eine Vorbeugung, Linderung und Heilungsaussichten an Betroffene und Nicht-Betroffene beinhalten wird. Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Wissenschaftlern und Ärzten auch auf dem Zusammenhang zwischen der Erkrankung und der Ernährung, die sich gerade bei Kindern als durchaus hilfreiches Mittel der Eingrenzung von den epileptischen Anfällen aufzeigen kann.
Schon im Jahr 2008 wurde an dem University College London eine Studie durchgeführt, die sich mit der Thematik kindliche Epilepsie und Ernährung beschäftigte. Interessante Ergebnisse und auch Beweise konnten nach der Analyse der Studie deutlich aufzeigen, dass gerade bei betroffenen Kindern eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes durch eine ketonische Ernährung erreichen ließ.
Diese ketonische Ernährung beinhaltet einen Speiseplan, der sich mit vielen fettreichen Nahrungsmitteln aufzeigt, allerdings im Gegenzug die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel entscheidend eingrenzt. Anhand zweier Kindergruppen wurden damals schon eine normale Ernährung und eine ketonische Ernährung bei den von Epilepsie betroffenen Kindern getestet. Hierbei stellte sich heraus, dass die Kinder mit einer ketonischen Nahrungsaufnahme bis zu einem Drittel weniger Krampfanfälle aufwiesen als die Vergleichsgruppe mit einem normalen Ernährungsstil. Besonders gut wirksam zeigte sich solche eine "spezielle" Ernährung bei den kleinen Epileptikern, die kaum oder gar nicht auf eine medikamentöse Behandlung ansprachen.
Allerdings birgt solch eine "Diät" auch ihre Nachteile. Da bei einer ketonischen Ernährung Ballaststoffe, Kohlenhydrate und viele weitere Nährstoffe deutlich eingeschränkt sind, kann es zu Verstopfungen, Erbrechen, Hunger oder auch einer Mangelernährung kommen. Hier ist es Eltern von betroffenen Kindern mit einer Epilepsie nur anzuraten, nicht auf eigene Faust solch eine "Therapie" bei ihrem Kind anzuwenden und sich zunächst Rat bei dem behandelnden Arzt einzuholen.
Hinsichtlich des Heilungserfolgs einer epileptischen Erkrankung, werden durch unterschiedliche Therapien und Medikamente bis zu 80% der Betroffenen frei von Anfällen und das auch dauerhaft, allerdings ist es nie ganz ausgeschlossen, dass sich die Krankheit nicht doch wieder urplötzlich aufzeigt. Die Gründe können dann nicht nur psychischer Natur, sondern auch und vor allem der Konsum von Alkohol, Drogen oder auch Sauerstoffmangel und Schlafmangel sein.
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Von Sue Cooke das Fachbuch Zerzaustes Käuzchen. Die Emanzipation einer Epilepsiekranken.
