23. Januar 2009
Bei der Therapie der Epilepsie unterscheidet man zwischen der Behandlung des akuten Anfalles und der Vorbeugung vor weiteren Anfällen. Der Betroffene kann zusätzlich dazu beitragen weiteren Anfällen vorzubeugen.
Bei einem akuten epileptischen Anfall ist es unbedingt notwendig, den Betroffenen vor Stürzen oder Verletzungen während des Anfalls zu schützen. Teilweise empfehlen Ärzte auch, ein Päckchen Taschentücher zwischen den Ober- und Unterkiefer zu schieben, damit sich der Betroffene nicht in die Zunge beißt. Dies sollte jedoch nur geschehen, wenn der Mund sowieso etwas geöffnet ist. Gewaltsamens Öffnen würde mehr schaden als nützen. Ist der akute Anfall vorbei und das im Anschluss an den Anfall aufgezeichnete EEG weist auf weitere Anfälle hin, wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Gleichzeitig mit der Therapie werden bestimmte Werte im Blut bestimmt, die den Medikamentenspiegel wiedergeben. Der Arzt kann so feststellen, ob die Menge des Medikamentes ausreichend ist oder ob die Dosis erhöht werden muss, um weitere Anfälle zu vermeiden.
In einigen Fällen spricht der Betroffene auf die Medikamente nicht an, so dass eine Operation notwendig wird. Die von der Epilepsie betroffenen Bereiche im Gehirn werden während diesem Eingriff von einem Neurochirurgen entfernt. Die Operation ist jedoch sehr riskant und wird daher nur in Ausnahmefällen durchgeführt.
Die Betroffenen können einem neuen Anfall nur bedingt vorbeugen. Die wichtigste Vorbeugung ist wohl die regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente. Auch wenn über längere Zeit kein Anfall mehr aufgetreten ist, dürfen die Medikamente keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden. Dies hätte vermehrte Anfälle zur Folge. Zusätzlich sollten sämtliche Risikofaktoren für einen epileptischen Anfall vermieden werden. Epileptiker führen meist ein Tagebuch, in dem notiert wird, wann und in welcher Situation sie einen Anfall bekamen. Diese Situationen sollten künftig gemieden werden. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu schlafen, da Schlafmangel einen weiteren Krampfanfall hervorrufen kann.
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