Als Neu-Vegetarier an die wichtigsten Nährstoffe gelangen und Tipps für die Rückkehr zur Mischkost

Wissenswerte Grundlagen einer ausgewogenen vegetarischen Ernährungsweise und wie sich die Abläufe im Körper bei der Rückkehr zur Mischkost verändern können

Der bloße Verzicht auf Fleisch führt nicht automatisch zu einer ausgewogenen vegetarischen Diät, die neben Fettabbau noch viele andere gesunde Merkmale hat. Wer sich von der industrialisierten Durchschnittsernährung abwenden möchte, muss auf viele Dinge gleichzeitig achten, um das Fehlen von Fleischprodukten auszugleichen. Denn Fleisch ist kein gesundheitlicher Feind - es liefert neben lebenswichtigem Eiweiß auch Eisen und B-Vitamine. Es gibt jedoch auch Menschen, die wieder zur gewohnten Mischkost zurückkehren.

Gemüselasagne auf einem weißen Teller

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Tipps und Tricks für den Einstieg in eine vegetarische Lebensweise

Als Vegetarier werden jene Menschen bezeichnet, die sich entschieden haben, in ihrer Ernährung auf Fleisch- und Fischprodukte zu verzichten. Das Konzept der vegetarischen Ernährung hat positive als auch negative Seiten, die hier im Weiteren nicht erläutert werden sollen. Vielmehr soll es darum gehen, wie die getroffene Entscheidung, sich von nun an vegetarisch zu ernähren, so umgesetzt werden kann, dass man die neuen Verhaltensweisen in der Ernährung richtig umsetzt.

Sicher haben Sie sich im Zuge der Entscheidungsfindung bereits mit den Ernährungsgrundlagen einer vegetarischen Ernährungsweise auseinandergesetzt. In erster Linie ist es wichtig, dass Sie sich erneut mit den Richtlinien für eine gesunde Ernährung auseinandersetzen. Besorgen Sie sich außerdem eine Liste, auf der die Nährwerte aller Lebensmittel zu entnehmen sind, ausgenommen Fisch- und Fleischprodukten.

Wer Vegetarier werden will sollte dabei einiges beachten

Vegetarier haben u.a. einen erhöhten Bedarf an Eisen, Eiweiß, Kalzium und Jod

Nahaufnahmen frisches Gemüse: Tomaten, Knoblauch, Kartoffeln, Pepperoni, Bohnen
mix - mischung © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Viele Jugendliche wollen aus irgendwelchen Gründen, vielleicht aus Tierliebe, bei ihrer Ernährung auf Fleisch verzichten und Vegetarier werden. Aber wie auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln hinweist, sollten diese Jugendlichen die Nahrungsmittel bewusst auswählen, denn in diesem Alter besteht ein erhöhter Bedarf an Eisen, sowie auch Eiweiß, Zink, Jod, Kalzium.

Und ebenso die Vitamine D, B2 und B12 muss man dementsprechend mit der "neuen" Ernährung abdecken.

Welche Nahrungsmittel gehören auf den Speiseplan?

So findet man Eisen sehr viel im grünem Blattgemüse, roter Bete, Kresse, aber auch in Fisch, Eiern, Vollkorngetreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen. Zusätzlich mit dem Vitamin C ist es auch in Paprika, Blumenkohl oder Brokkoli vorhanden.

Wenn jemand nicht generell auf tierische Produkte verzichtet, das heißt Milchprodukte zu sich nimmt, der findet darin genügend Vitamin B12 und auch Kalzium, was später im Alter gegen die Osteoporose wichtig ist.

Hinweise zur veganen Ernährungsweise

Wer aber auch auf Milchprodukte, Eier und Fisch verzichten will, also sich rein "veganisch" ernähren will, der hat seine Probleme. Denn hierbei ist es problematisch nur über die Ernährung alle wichtigen Nährstoffe dem Körper zur Verfügung zu stellen, so dass man dann zu den Nahrungsergänzungsmittel greifen muss.

Wenn man nach einiger Zeit feststellt, dass man besonders blass aussieht und auch keinen Appetit hat, so kann hier ein Eisenmangel vorliegen, der aber durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden kann.

Passend zum Thema

    Gemüse kaufen und selber anbauen

    Da Obst und Gemüse immer teurer werden, lohnt es sich einerseits beim Einkaufen auf die Obst- und Gemüsesorten der Region zu konzentrieren. Produkte aus der Region sind meist günstiger und umweltfreundlicher als von weit her angelieferte Lebensmittel.

    Andererseits können Sie auch damit beginnen, sich darüber Gedanken zu machen, ob Sie selbst Gemüse oder Obst anbauen wollen. Hierbei genügt bereits ein wenig Platz auf dem Balkon oder dem Fensterbrett vor der Küche.

    Gemüsepflanzen wie Tomaten oder Zucchini sind nicht sehr anspruchsvoll und doch in der eigenen Aufzucht sehr ertragreich.

    Wenn Sie einen eigenen Garten besitzen oder sich ein Stück Garten an Ihrem Haus oder auf dem Hof zu Ihrer Wohnung befindet, dann erkundigen Sie sich, so denn das Grundstück nicht Ihnen gehört, ob Sie einen Teil des Gartens zu einem Beet umfunktionieren können.

    Beet richtig anlegen und Nachbarn motivieren

    Wichtig ist der ausreichende Sonneneinfall und dass Sie den Bereich vor anderen Tieren und Pflanzen mittels einer kleinen Umrandung abgrenzen und auch den anderen Bewohnern zeigen, dass es sich um ein Beet mit Nutzpflanzen handelt.

    Wenn Sie auch anderen Bewohnern von Ihrer Idee erzählen, findet sich vielleicht der eine oder andere, der an der Idee Gefallen findet und bei der Gartenarbeit mitmachen möchte.

    Erkundigen Sie sich als Nächstes darüber, welche Gemüsesorten in welchen Monaten ausgesät werden. Berechnen Sie die ungefähre Menge, die dann letztlich geerntet werden kann, so dass Sie in der Erntephase nicht zu viel Gemüse haben und nicht wissen, wie Sie das alles verbrauchen sollen.

    Fehlende Nährstoffe ersetzen

    Recherchieren Sie in Kochbüchern oder im Internet nach Rezepten mit vegetarischen Zutaten und bringen Sie gleichermaßen in Erfahrung, welche Nährstoffe Sie zu sich nehmen und welche Ihnen für eine ganzheitliche, gesunde Ernährung noch fehlen. Da Sie auf Fleisch und Fisch verzichten, müssen Sie die darin enthaltenen Nährstoffe ausgleichen.

    Wenn Sie die in Fleisch und Fisch enthaltenen Nährstoffe nicht durch vegetarische Lebensmittel aufnehmen können, dann fragen Sie in der Apotheke oder bei einem Ernährungsberater nach entsprechenden Präparaten nach, um die Sie Ihre Ernährung ergänzen können.

    Vielseitigkeit der vegetarischen Kost entdecken

    In der Anfangszeit kann es passieren, dass Sie immer wieder Appetit auf Fleisch und Fisch bekommen. Gehen Sie nicht zu hart mit sich um - ist das Bedürfnis zu stark, dann geben Sie dem nach. Auf diese Weise wird sich der nächste Heißhunger auf Fisch oder Fleisch weiter verzögern oder vielleicht gar nicht mehr einstellen.

    Genießen Sie die köstlichen Variationen von Salaten wie:

    Erleben Sie die vielseitigen Variationsmöglichkeiten von Kartoffeln, Bohnen, Radieschen und Tomaten und tauchen Sie in die Welt der frischen Gewürze ein.

    Warum Vegetarismus funktionieren kann

    Einsicht Kühlschrank mit Obst, Gemüse und Getränk
    different kind of food in the brandnew fridge © Michal Adamczyk - www.fotolia.de

    Die Ernährung ist immer ein kompliziertes Thema. Unter den Menschen gibt es dabei zwei große Lager, die sich wohl nie einigen werden: Fleischesser und Vegetarier.

    Wer gern Steak und co. auf dem Teller hat, der verteidigt dies mit dem Argument, dass Fleisch wichtige Nährstoffe hat und vegetarische Ernährung daher zu Mangelerscheinungen führt. Das ist so vereinfacht aber nicht korrekt. Zwar ist der Mensch wirklich von Natur aus Mitglied der Omnivore (der Allesfresser), doch wer sich sehr bewusst vegetarisch ernährt, kann dennoch alle lebenswichtigen Nährstoffe aufnehmen.

    Nur früher einmal war Fleisch absolut notwendig. Viele Forscher sind inzwischen der Meinung, dass es der Fleischkonsum war, der das menschliche Gehirn hat wachsen lassen. Durch spezifische Eiweiße, die es nur im Fleisch gibt, bildeten sich mehr Nervenbahnen aus und so konnten höhere Leistungen erbracht werden.

    Doch inzwischen hat der Mensch ein hohes kognitives Niveau erreicht. Auch einige Wissenschaftler haben bereits gezeigt, dass der Bedarf an Mineralstoffen gar nicht mehr so hoch ist, wie bisher angenommen. Der Mensch braucht daher gar kein „Powerfood“ wie Schweineschnitzel und co., zumindest nicht täglich. Das wiederum ist Wasser auf die Mühlen der Vegetarier.

    Zudem ist schon länger bekannt, dass zu viel Fleisch dem Körper definitiv mehr schadet, als zu viel Salat. Die tierischen Eiweiße können Diabetes und Herzleiden provozieren und schaden zudem der Figur. Am gesündesten ist daher ein Zwischenweg. Einige Fleischmalzeiten in der Woche sind gesund, doch es sollte auch fleischfreie Tage geben.

    Wie Sie als Neu-Vegetarier trotz Fleischverzicht an die wichtigsten Nährstoffe gelangen

    Fleisch ist kein gesundheitlicher Feind - es liefert neben lebenswichtigem Eiweiß auch Eisen und B-Vitamine. Auch die Tatsache, dass das Eisen einer tierischen Quelle besser von unserem Organismus absorbiert werden kann, als wenn der Mineralstoff von einer pflanzlichen Quelle stammt, macht deutlich, dass im Fleisch nicht nur schlechte Dinge wie Purine und Cholesterine zu finden sind.

    Wenn Sie ein paar einfache Richtlinien befolgen, können Sie jedoch auf gesunde Art und Weise satt werden, ohne dabei Schweinchen Babe und Co. ein Haar zu krümmen.

    Bewusste Ernährung bei Vegetariern: Vorsicht vor Dämpfen bei Pflanzenölen

    Öl wird aus Flasche auf Löffel gekippt und läuft dann in eine Schale
    gesundes öl - flüssiges gold © emmi - www.fotolia.de

    Vegetarische Ernährung ist dann in Ordnung, wenn die Nährstoffe aus den Tierprodukten durch andere Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Nüssen ersetzt werden.

    Auf Nährstoffgehalt bei Lebensmitteln achten

    Wie Jan Prinzhausen, Dozent im Fachbereich Ernährungswissenschaften an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken erklärte, ist es gerade für Vegetarier ausgesprochen wichtig, dass ausreichend lebenswichtige Nährstoffe durch andere geeignete Lebensmittel zu sich genommen werden. Ansonsten drohen Mangelerscheinungen bei Kalzium, Omega-3-Fettsäuren, Protein, Vitamin D und Eisen.

    Deshalb sollte insbesondere Mich und Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Eier zu sich genommen werden. Ergänzend dazu dürfen Kerne, Nüsse, Samen, Nuss- und Hanföl, Sesam, Vollkornhafer und Grünkohl nicht fehlen.

    Erhöhtes Krebsrisiko durch bestimmte Pflanzenöle

    Bei den Fetten und Ölen sollte Palmfett, Kokosfett, oder raffiniertes Olivenöl verwendet werden, da andere Pflanzenöle durch die schnelle Verbrennung das Krebsrisiko erhöhen könnten. Nach Angaben von Prinzhausen kann das Einatmen der Dämpfe beim Verbrennen von Pflanzenölen ursächlich für das gehäufte Vorkommen von Lungenkrebs bei Vegetariern sein.

    Mögliche Fallen einer vegetarischen Ernährung

    Eine gesunde vegetarische Diät basiert auf Obst, Gemüse und Früchten. Das scheint auf den ersten Blick eine Notwendigkeit zu sein, die sich von selbst versteht.

    Tatsächlich ist es jedoch so, dass viele Neu-Vegetarier ihren Fleischkonsum schlicht durch Weißmehlprodukte wie Nudeln, Brot oder vorverarbeiteten Snacks wie Pizza oder Süßigkeiten ersetzen. So führt der Fleischverzicht nicht zu einer vegetarischen Diät, sondern schlicht zu einer schlechten Ernährungsweise.

    Es ist wichtig, dass Sie einen Hang zu Gemüse und anderen pflanzlichen Erzeugnissen haben, wenn Sie ein dauerhafter Vegetarier sein möchten.

    Nährstoffdefizit vermeiden - den Fleischverzicht richtig ausgleichen

    Dazu müssen Sie wissen, dass der Verzicht auf Fleisch bewusst ausgeglichen werden muss. Wer Fleisch von seinem Teller verbannt, muss andere Wege finden, um genügend Nährstoffe aufzunehmen, wie:

    Wenn Sie das ignorieren, laufen Sie Gefahr ein Nährstoffdefizit zu entwickeln, dass ungesünder ist, als der exzessive Genuss von Speisen wie Schweinebraten, Eisbein und Leberwurst.

    Wichtige Nährstoffe und woher Vegetarier sie bekommen können

    Protein (Eiweiß)

    Den grundlegenden Baustein unseres Körpers, der nicht nur Haut, Muskeln und Haare wachsen lässt, sondern auch unser Immunsystem aufrecht erhält, können Sie aus

    beziehen.

    Kalzium

    Der Hartmacher für Knochen und Zähne, der sich außerdem für ein gesundes Herz verantwortlich zeichnet, wird in ausreichender Menge von Milchprodukten geliefert. Wenn Sie den Verzehr von Fisch für akzeptabel halten, können Sie auch Sardinen und Lachs als Kalziumlieferanten vertrauen.

    Eisen

    Der Sauerstofftransporteur ist nicht nur für Ausdauersportler wichtig. Ein Eisendefizit kann zu dauerhafter Müdigkeit und Trägheit führen. Mit getrockneten Früchten, Bohnen und Getreideerzeugnissen wie Müsli und Vollkornbrot sind Sie auf der sicheren Seite.

    Warum Vegetarierinnen zum Gemüse ein Glas Orangensaft trinken sollten

    Seitenansicht junge Frau trinkt Orangensaft aus Glas
    Close up look on a pretty girl drinking orange juice © Marin Conic - www.fotolia.de

    Frauen, die sich fleischlos ernähren, können leichter als andere in einen Eisenmangel rutschen. Folge: Sie fühlen sich ständig schlapp und müde. Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut. Sicherer Eisenlieferant über die Nahrung ist Fleisch.

    Wer das nicht will, ist auf das Eisen in pflanzlicher Kost angewiesen. Darin kommt Eisen aber in einer Form vor, die der Körper nicht gut aufnehmen kann. Aber Vitamin C hilft dem Sauerstofftransporter ins Blut, erklärt die „Apotheken Umschau“ und rät zu einem Orangensaft zum Essen.

    Schlechte Begleiter beim Essen sind in diesem Zusammenhang schwarzer Tee und Kaffee. Beide blockieren die Eisenaufnahme. Frauen sind häufiger als Männer vom Eisenmangel betroffen, weil sie mit der Monatsblutung regelmäßig Eisen verlieren.

    Vitamin B12

    Eier und Milchprodukte wie Magerquark, Joghurt und Schafskäse sind reich an dieser wertvollen Gedächtnisstütze, die uns außerdem in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren lässt.

    Weitere wichtige Vitamine

    Weitere Quellen von Vitaminen, auf dessen ausreichende Zufuhr geachtet werden muss:

    Fleischersatzprodukte mit den richtigen Nährstoffen

    Tofu-Schnitzel und Seitan-Gulasch als pflanzliche Alternativen zum Fleisch

    Tofu und Tempeh sind ein Muss für eine augewogene vegetarische Ernährungsweise

    Auswahl an Sojaprodukten wie Sojamilch, Sojasoße auf weißem Hintergrund
    Soy products isolated on white © Igor Dutina - www.fotolia.de

    Wer sich zum neuen Jahr vorgenommen hat, den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren oder ganz vegetarisch zu leben, kommt um Soja kaum herum.

    Tofu

    Meist wird Tofu zum Kochen verwendet, geronnene Sojamilch in Blockform, die reich an Nährstoffen wie

    ist. Während das Tofu-Schnitzel in Deutschland oft noch belächelt wird, ist Tofu vor allem in Asien seit vielen Jahrzehnten ein gerne verwendetes und vielseitiges Lebensmittel.

    Tempeh

    Noch relativ neu auf dem deutschen Markt ist Tempeh, ein Produkt aus Sojabohnen, die mit einem Edelpilz fermentiert wurden. Auch Tempeh kann scheibchenweise gebraten werden.

    Noch beliebter sind Tempeh-Spieße, bei denen Tempeh-Blöcke ähnlich wie Schaschlik mit Gemüse oder Obst zubereitet und gebraten werden.

    Mögliche Risikogruppen

    Seitan hingegen besteht aus Gluten, jenem Klebereiweiß im Weizenmehl, das in den letzten Jahren regelrecht verteufelt wurde. Wer tatsächlich unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidet, muss auf Seitanprodukte dann auch verzichten.

    Sojaprodukte hingegen können in der Regel bedenkenlos verzehrt werden. Nur Menschen mit Schilddrüsenproblemen sollten darauf achten, nicht allzu viele Sojaprodukte zu essen, da die in ihnen enthaltenen Phytoöstrogene eine Unterfunktion verstärken und das Risiko für Schilddrüsenkrebs erhöhen können.

    Neuer Fleischersatz auf Pflanzenbasis

    Veganer und Vegetarier haben Grund zur Freude. Wissenschaftler aus Bayern haben einen neuen Fleischersatz auf rein pflanzlicher Basis entwickelt. Die Hauptbasis dabei bilden Pflanzeneiweiße und Wasser.

    Das pflanzliche Eiweiß kann dabei je nach Bedarf beispielsweise aus Soja, Erbsen, Weizen oder auch Lupinen gewonnen werden. Damit eine fleischähnliche Konsistenz entsteht, werden die Zutaten zunächst aufgekocht und dann wieder abgekühlt. Beim Abkühlen gerinnen die Eiweißmoleküle und es kommt zu einer Bildung von Fasern, durch die die ähnliche Fleischkonsistenz entsteht.

    Dieser Fleischersatz könnte helfen, dass mehr Menschen weniger Fleisch essen und damit einen Beitrag zum Wohlergehen von Mensch, Umwelt und Tier leisten. Denn Fleischkonsum belastet die Natur, provoziert Welthunger und Tierleid.

    Bei vegetarischen Fleischersatzprodukten auf den Salzgehalt achten

    Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackung
    Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackung © Alterfalter - www.fotolia.de

    Die österreichische gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation "Verein für Konsumenteninformation (VKI)" hat jetzt Fleischersatzprodukte, wie beispielsweise Bratwürste aus Tofu, Soja oder Weizeneiweiß getestet. Als Ergebnis sind diese Produkte aber doch nicht so gesund, wie immer wieder in den Werbungen versprochen wird.

    Salz- und Fettgehalt oft zu hoch

    So ist der Salzgehalt in vielen dieser Produkten ähnlich so hoch wie bei normalen Fleischwürsten und auch der Fettgehalt unterscheidet sich nur bei manchen Sorten von den herkömmlichen Würsten. Bei dem Test hatte man vegetarische Bratwürste von elf verschiedenen Herstellern, neben dem Salzgehalt auch auf die Fettwerte hin untersucht. Nur zwei Produkte erhielten von den Testern die Note "gut" alle anderen nur "zufriedenstellend".

    Zusatz von Aromen und Gewürzextrakten bedenklich

    Viele Verbraucher setzen auf diese fleischlosen Produkte, weil sie diese für gesünder halten, doch da oftmals noch Aromen und Gewürzextrakte zugesetzt werden, empfehlen die Tester den Verbrauchern solche vegetarische Fleischersatzprodukte nicht zu oft zu verzehren.

    Ein schmackhafter Fleischersatz aus den Niederlanden kündigt sich an

    Buntes Gemüse in einem großen Korb
    gemüsekorb © sylwia2007 - www.fotolia.de

    Immer mehr Menschen wollen den fleischlichen Genüssen auf dem Speiseteller entsagen. Für einen schmackhaften Ersatz will nun ein niederländischer Erzeuger sorgen. Zielgruppe für ihre Produkte sollen Vegetarier, ernährungsbewusste Menschen und diverse Glaubensgruppen sein.

    Hauptsächlich dienen Gemüse und Hülsenfrüchte aus dem eigenen Land zur Herstellung von „ProViand“. Der Name des Produkts erklärt dem Verbraucher sogleich, dass es sich hier um ein gesundes Produkt handelt.

    Fleischkonsistenz

    Frei von Soja und Gluten, kann dieses Fleischgemüse durch die Inhaltsstoffe von Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Blumenkohl und Hülsenfrüchte überzeugen. Die Fasern des eiweißreichen ProViand, erinnern stark an die Konsistenz von Fleisch. Eisenhaltig, mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und fettarm produziert, wird dieses Produkt eines staatlichen Förderprogramms von sich Reden machen.

    Keine Verschwendung von Lebensmitteln

    Ein positiver Aspekt ist hier noch zusätzlich, dass Gemüse welches den optischen Anforderungen der Händler und Verbraucher nicht genügt, für die Herstellung dienlich ist. Auf diese Weise kann erfolgreich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln agiert werden.

    Wann dieses Produkt mit den Geschmacksrichtungen von Hund, Rind und Schwein in deutschen Supermärkten zu bekommen sein wird, ist bisher noch unbekannt.

    Doch nicht nur für Vegetarier selbst ist die neue Ernährung eine Umstellung; auch, wenn für jemanden gekocht wird, der sich vegetarisch ernährt, steht man zunächst vor einigen Fragen, vor allem, wenn es sich um einen neuen Partner handelt...

    Wie man mit befremdlichen Ernährungsgewohnheiten umgehen lernen kann

    Leckere Gerichte auch ohne Fleisch
    Leckere Gerichte auch ohne Fleisch

    Einen Vegetarier erkennen Sie am ehesten, wenn Sie darüber ins Gespräch kommen, für ihn zu kochen. Spätestens dann werden die Essgewohnheiten kurz thematisiert und Sie wissen, dass Sie mit Ihrem sonst so bewährten Rumpsteak nicht weit kommen.

    Befindet man sich auf der Suche nach einem neuen Partner, dann können sich Gegensätze leicht anziehen. Bezieht sich die Gegensätzlichkeit allerdings auf die Essgewohnheiten, kann dieses Sprichwort leicht zu einer Fallgrube werden.

    Stellen Sie sich vor Sie treffen in einer Bar oder einer Disco auf einen Menschen, der Ihnen sofort sympathisch ist. Sie kommen ins Gespräch und den ganzen Abend ergänzen Sie Ihr Reden mit dem einen oder anderen Getränk und kleinen Snacks.

    Wenn der potentielle Partner Vegetarier ist - ein Besuch im Restaurant

    Als nächste Verabredung entscheiden Sie sich für einen Besuch im Restaurant. Haben Sie sich bis zu diesem Zeitpunkt die Frage gestellt, ob Ihr Gegenüber ein Vegetarier ist? Hat er aufgrund seiner äußeren Erscheinung keinen Anlass dazu gegeben, um bei Ihnen Gedanken über "Vegetarier oder nicht Vegetarier" auszulösen, dann können Sie erst beim nächsten Treffen und beim Sprechen über die Speisekarte auf dieses Thema stoßen.

    Das Essen im Restaurant gestaltet sich im Folgenden für gewöhnlich einfach: Der Vegetarier fragt den Kellner, welche Zutaten in dem Gericht sein werden, für das er sich entscheiden möchte.

    Rendez-vous in den eigenen vier Wänden - vegetarisch kochen für den Schwarm

    Schwieriger und problematisch wird es, wenn Sie sich mit Ihrem neuen Bekannten bei sich verabreden und kochen wollen und zuvor nicht auf das Thema Essen zu sprechen gekommen sind.

    In dem Moment, in dem Sie sich verabreden, wäre es gut, wenn der Vegetarier seine Vorlieben zu erkennen gibt. Auf diese Weise können Sie für sich überlegen, ob Sie ein fleischhaltiges Gericht für sich und das gleiche Gericht ohne Fleischanteil für Ihren neuen Bekannten zubereiten.

    Geschickter wäre es wohl, wenn Sie sich für ein gänzlich vegetarisches Gericht entscheiden - dies signalisiert Ihre Kompromissbereitschaft als auch Ihre Bereitschaft für Neues. Gewöhnen Sie sich am besten an, dass Sie immer auch die Zutaten für ein schnell zuzubereitendes vegetarisches Gericht im Haus haben.

    Studienergebnissen nach leben in Deutschland mehr als sieben Prozent der Einwohner mit einer vegetarischen Ernährungsweise. Somit ist jeder siebte Mensch statistisch gesehen ein Vegetarier.

    Es lohnt sich demnach, beim Kochen für jemanden umzudenken und sich nicht nur mit den bisherigen meist fleischhaltigen Gerichten auseinanderzusetzen, sondern neue Gerichte auf vegetarischer Basis kennenzulernen und ins eigene Kochrepertoir mit aufzunehmen.

    Gemeinsames vegetarisches Kochen macht Spass
    Gemeinsames vegetarisches Kochen macht Spass

    Andere Ernährungsweisen respektieren lernen

    Egal mit welcher Meinung Sie zur vegetarischen Lebensweise stehen, machen Sie bitte nicht den Fehler und beginnen Sie eine Diskussion um das Thema, dass Sie selbst ohne Fleisch nicht leben könnten. In erster Linie geht es nicht darum, das Thema Vegetarismus zu bearbeiten, sondern ein Essen herzurichten, an dem beide Menschen Freude haben und sich ein angenehmes, sich kennenlernendes Tischgespräch entwickeln kann.

    Seien Sie demnach in erster Linie vorbereitet und nicht allzu überrascht, wenn sich Ihr Bekannter als ein siebter Einwohner Deutschlands herausstellt. Freuen Sie sich vielmehr darüber, dass Sie für ihn ebenfalls ein genussvolles Gericht zubereiten können und er sich an dem Abend wohlfühlen kann. Menschen, die sich entscheiden eine bestimmte Ernährungsweise anzunehmen, werden im Alltag oft genug dazu veranlasst, sich zu erklären.

    Es ist entspannter, wenn Sie nicht auch als erstes auf diesen Zug aufspringen, sobald dieser vor Ihnen zum Stillstand kommt. Arbeiten Sie mit der Information und lassen Sie den Abend dementsprechend entstehen. Auf diese Weise können Sie sich und dem vegetarischen Bekannten einen ersten schönen, gemeinsamen Abend bei Ihnen zu Hause bereiten.

    Mehr als die Hälfte der deutschen Vegetarier bevorzugt Partner mit gleicher Ernährungsweise

    Junges Paar beim Einkaufen im Supermarkt in Gemüseabteilung
    Couple shopping in produce section © Monkey Business - www.fotolia.de

    Alle Jahre wieder - mit Einzug des 1. Advents werden mittlerweile wohl die meisten Menschen in Weihnachtsstimmung gekommen sein, zumindest diejenigen, die sich auf gemütliche Tage mit ihrer Familie und dem bzw. der Liebsten freuen.

    Singles hingegen graut es vor der trauten Zweisamkeit, die das Fest der Liebe mit sich bringt - höchste Zeit, sich nach dem passenden Partner umzusehen, um nicht auf Kuschelabende und gemeinsames Kochen des Festtagsmenüs verzichten zu müssen.

    Damit es bei letzterem nicht zu Unstimmigkeiten kommt, ist es hilfreich, die Essensvorlieben des zukünftigen Partners zu kennen. Doch worauf legt man selbst diesbezüglich bei der Partnersuche Wert?

    Veggie sucht Veggie

    Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland - www.vebu.de) hat die Ergebnisse einer Umfrage zu diesem Thema zusammengefasst. Mehr als 25.000 Personen und Mitglieder einer großen Online-Partnerbörse in Deutschland, darunter Anhänger der Mischkost sowie der vegetarischen und veganen Ernährung, wurden dabei zu ihren Vorlieben in Sachen Essverhalten bei der Partnersuche befragt.

    Das Ergebnis: besonders die zuletzt genannten Gruppen bevorzugen jemanden an ihrer Seite, der die eigene Ernährungsweise teilt: 51 Prozent der Vegetarier und stolze 85 Prozent der Veganer sind dabei zu nennen. 55 Prozent der Veganer gaben sogar an, keine Beziehung mit jemandem eingehen zu können, der sich nicht ebenfalls rein pflanzlich ernährt. Ein Mischköstler käme für sie lediglich dann in Frage, wenn er oder sie die Ernährung umstellen würde.

    Ein großes Angebot an Kochbüchern und Co.

    Laut Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU, bietet der Markt mittlerweile eine Vielzahl an entsprechenden Kochbüchern an, die auch dem Veggie-Anfänger einen Einblick in die pflanzliche Küche bieten und zu einem gemeinsamen, romantischen Kochen einladen; auch spezielle Schnupperkurse werden häufig angeboten.

    "Viele Mischköstler möchten den vegetarisch oder vegan lebenden zukünftigen Partner vielleicht mit einem veganen Menü überraschen. Anregungen finden Interessierte zum Beispiel bei einem Veggie-Schnupperkurs", so Zösch. Doch natürlich sollte auch der Partner dem Veggie-Neuling mit Rat und Tat und besonders mit leckeren Rezepten zur Seite stehen, um ihm die pflanzliche Kost schmackhaft zu machen. "Es ist toll, wenn man mit dem Partner einen Menschen an der Seite hat, der in die Vielfalt der pflanzlichen Küche einführen kann", so der VEBU-Geschäftsführer weiter.

    Partnersuche und Einführung in die pflanzliche Ernährung

    Wer gerne einen vegetarisch oder vegan lebenden lieben Menschen sucht, um fortan gemeinsam durchs Leben zu schreiten, dem stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. So wurden in vergangener Zeit viele spezialisierte Online-Plattformen auf die Beine gestellt, die bei der Partnersuche helfen können: Bei "VeggieCommunity", "Vegetarier24.de" und "Veggie Cafe" handelt es sich dabei um kostenfreie Varianten, während "Gleichklang" kostenpflichtig ist.

    Weiterhin empfiehlt der VEBU seine Regionalgruppen sowie den Veggie-Buddy-Service, welche bundesweit angeboten werden. Der "vegetarische Kumpel" hilft dabei, die Welt der pflanzlichen Ernährung kennen zu lernen und steht dem Neuling als Vernetzungshilfe zur Verfügung. Wer die Angebote des VEBU nutzt, nutzt damit auch seine Chance, neue Veggies kennen zu lernen und möglicherweise auch eine neue Liebe zu finden.

    Warum eigentlich stacheln sich Vegetarier und Fleischesser gegenseitig an?

    Paar beim Abendessen in Restaurant mit Kerzen, Rotwein
    Mann und Frau füttern sich mit Pasta © Kzenon - www.fotolia.de

    Es gibt viele Witze über Vegetarier und auch wer das Fleischessen meidet, hat so manchen abfälligen Spruch über die anderen auf den Lippen. Doch warum eigentlich? Warum stacheln sich beide Gruppen so an, wenn es Kartoffel-Fans und Nudel-Fans auch nicht tun? Dem sind Psychologen nachgegangen. Offenbar wertet man sich gegenseitig ab, weil man bewusst oder unbewusst das Gefühl hat, die andere Gruppe hat moralische Vorbehalte. Wer sein eigenes Selbstbild kritisiert sieht, der reagiert mit solchen Gegenangriffen und macht sich über den anderen lustig.

    Viele Fleischesser empfinden zudem ein innerliches Paradoxon. Sie essen gern Steak und co., sind dennoch aber tierlieb und haben oft sogar eigene Haustiere. Das weckt einen inneren Konflikt, den man vielleicht im Alltag nicht bewusst spürt, der aber im Kopf doch vorhanden ist. Viele behelfen sich damit, dass die Begrifflichkeiten „Steak“ und „Tier“ im Inneren getrennt werden. Auf Dauer hilft das aber eher selten und so steigt die Aggression gegen Vegetarier, die offenbar moralisch besser sind.

    Zum Weltvegetariertag: Warum Fleischfreunde und Vegetarier noch immer streiten

    Steak mit Soße und Gemüse auf Teller
    tenderloin steak © Rohit Seth - www.fotolia.de

    Obwohl vegetarische Kost in Deutschland mittlerweile weit verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert ist, kommt es zwischen den Vertretern des fleischlosen Essens und den Allesessern noch immer regelmäßig zu Konflikten. Beide Seite nehmen für sich in Anspruch besser zu wissen, was gesund ist. Vor allem junge weibliche Vegetarierinnen, die aus Tierliebe auf Fleisch verzichten, neigen häufig zum Missionieren - und ernten so bissige Sprüche von männlichen Fleischliebhabern. Und schon ist der Konflikt da.

    Mittlerweile bietet der deutsche Vegetarierbund im Internet einen Leitfaden für Diskussionen an, um Diskussionen mit Fleischessern die Schärfe zu nehmen. Außerdem bietet er Hilfestellung für Neu-Vegetarier, die noch nicht wissen, wie sie Partner und Familie davon in Kenntnis setzen sollen, dass Currywurst und Schnitzel ab jetzt tabu sind.

    Fleischesser dagegen fühlen sich häufig in die Defensive gedrängt und beginnen, sich für ihren Fleischkonsum zu rechtfertigen, obwohl der Vegetarier am Tisch gar nichts gesagt hat. Da spielt das schlechte Gewissen mit, das so manchem beim Verzehr von Tieren wohl doch im Nacken sitzt.

    Wie man auf Fleischesser reagieren sollte

    Wie Vegetarier bei Nicht-Vegetariern für Verständnis werben können

    Zwei Mädchen schauen einer Frau beim Gemüseschneiden zu
    Mother preparing food with Daughters © AVAVA - www.fotolia.de

    Als Vegetarier stößt man ab und zu auf Unverständnis. Natürlich schneiden sich die Interessen, wenn es um Grillabende geht oder sogar die Ernährung des Nachwuchses. Doch solche Unstimmigkeiten sollten nicht zu einem Streit ausarten. Man sollte immer ruhig und sachlich über das Thema reden, ob es nun um Tierschutz oder Ansichten der Gesundheit geht.

    Verständnis für Vegetarier bei Nicht-Vegetariern vorhanden

    Wenn man seinen Standpunkt freundlich und optimistisch vertritt, wird man eher akzeptiert, denn man weiß, wozu man steht. Bei unangepassten Restaurants und Flugzeugmahlzeiten sollte man eher nicht in Streit geraten, sondern eine Einigung finden. Das Verständnis für Vegetarier ist bei den meisten Nicht-Vegetariern gegeben, auch wenn diese eine Umstellung der Ernährung fürchten.

    Bei einer Diskussion wird man mehrheitlich die Meinung auf seiner Seite wissen. Auch das eigene Verständnis sollte nicht zu kurz kommen, schließlich haben die meisten Vegetarier selbst einmal Fleisch gegessen und Vorurteile gehabt. Generell sollte man immer ruhig bleiben, denn man weiß, dass man das richtige tut. Unnötigen Stress lässt man sonst nur an seinen Lieben aus.

    Nicht alle Menschen bleiben bei der vegetarischen Ernährung - wer zurück zur Mischkost möchte, sollte ein paar Dinge beachten...

    Vom jahrelangen Vegetarier zurück zum Mischkostler: Die Reaktion des Körpers und nützliche Hinweise

    In den Medien findet man viele Ratgeber für Menschen, die auf Fleisch verzichten und sich vegetarisch ernähren. Doch was ist, wenn jemand vom Vegetarier wieder zum Mischköstler wird?

    Rückkehr zur Mischkost

    Nicht jeder Mensch schafft es, sich auf Dauer vegetarisch zu ernähren, sodass es zu einem "Rückfall" in alte Gewohnheiten kommt und wieder Fleisch verzehrt wird. Vor allem in der Grillsaison fällt es vielen ehemaligen Fleischessern schwer, dem Duft eines herzhaften Steaks oder leckerer Würstchen zu widerstehen.

    Allerdings fragt sich mancher Ex-Vegetarier, welche Folgen die Rückkehr zur Mischkost für den Organismus hat. So gibt es viele Bücher und Ratgeber, wie man auf vegetarische Kost umsteigt. Dagegen findet sich jedoch kaum Literatur über den umgekehrten Weg.

    Nicht jeder Vegetarier ist wirklich ein Vegetarier

    In Deutschland ernähren sich etwa 1,3 Millionen Bundesbürger vegetarisch. Studien ergaben allerdings, dass es sich bei vielen Menschen eher um "Pseudovegetarier" handelt, da sie auch weiterhin Fisch verzehren.

    Aus Sicht des Körpers ist Fisch jedoch kein Fleisch. So lassen sich Fettsäuren und Eiweiße von Fischen und Meeresfrüchten leichter verdauen als die von Schweinefleisch oder Rindfleisch. Das bedeutet, dass der Organismus beim Verzehr von Fleisch mehr arbeiten muss.

    Verdauung passt sich an

    Grundsätzlich passt sich die Verdauung des Menschen an die Nahrungsmittel an, die er zu sich nimmt. Isst man nur selten Fleisch oder sogar gar nicht, verfügt der Körper nur über wenig entsprechende Enzyme.

    Trotzdem sehen Ernährungsexperten in der Rückkehr zum Fleisch keine größeren Probleme, sofern nicht sofort übergroße Mengen verzehrt werden. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich der Organismus wieder an die Mischkost.

    Worauf man bei der Rückkehr zum Fleisch achten sollte

    Allerdings ist es ratsam, bei der Rückkehr zum Fleisch einige Regeln zu beachten.

    Genügend Ballaststoffe zu sich nehmen

    Da Fleisch über die Eigenschaft verfügt, viele Kalorien aber nur wenige Ballaststoffe zu enthalten, empfehlen Experten, bei der Rückkehr zu tierischer Kost auch an ausreichend Ballaststoffe zu denken.

    So sollte man als Beilage zum Fleisch stets ballaststoffreiche Kost wie Salate oder Vollkornprodukte verzehren.

    Gesättigte Fettsäuren und Cholesterin bedenken

    Fleisch enthält außerdem gesättigte Fettsäuren und Cholesterin, die der Organismus nur in kleineren Mengen verträgt. So besteht beim Genuss von größeren Mengen das Risiko von Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen.

    Ungesättigte Omega-6-Fettsäuren können Entzündungen begünstigen

    Im Fleisch enthalten sind zudem ungesättigte Omega-6-Fettsäuren, die als wertvoll gelten. Im Unterschied zu den pflanzlichen Omega-6-Fettsäuren können sie allerdings Entzündungen innerhalb des Körpers begünstigen.

    Positive und negative Eigenschaften tierischen Eiweißes

    Dennoch ist maßvoller Fleischkonsum durchaus wichtig für den Körper. So wird er durch tierische Nahrung wesentlich besser mit Eiweiß versorgt als durch pflanzliche Produkte, da er die tierischen Eiweiße besser verwerten kann.

    Nimmt man jedoch nach langer Fleischabstinenz wieder tierisches Eiweiß zu sich, besteht die Gefahr, dass dies den Körper belastet. So werden von den Nieren bei der Fleischverarbeitung Harnsäuren freigesetzt.

    In größeren Mengen können diese Säuren Harnsteine oder sogar Gicht hervorrufen. Daher ist es ratsam, sich beim Umstieg auf tierische Kost mit kleinen Fleischmengen zu begnügen.

    Vorteile des Fleischkonsums

    Hoher Anteil an Eisen

    Der maßvolle Konsum von Fleisch hat den Vorteil, dass der Organismus besser an das wichtige Spurenelement Eisen gelangt. So lässt sich Eisen aus tierischer Nahrung leichter gewinnen als aus pflanzlicher Kost, denn Fleisch enthält das Eisen in einer Form, auf die der Körper umgehend zurückgreifen kann.

    Bei pflanzlichem Eisen ist dagegen erst eine Umwandlung nötig. Außerdem verfügt die menschliche Verdauung über Enzyme, die auf die Gewinnung von Eisen aus Fleisch spezialisiert sind.

    Mehr Kalzium für gesunde Zähne und Knochen

    Des Weiteren erhält der Körper durch den Fleischgenuss mehr Kalzium, das für Zähne und Knochen von Bedeutung ist. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass gepökelte Fleisch- und Wurstwaren die Aufnahme von Kalzium behindern, weil sie reichlich Phosphat enthalten.

    Bessere Versorgung mit Vitamin B12

    Ein weiterer Vorteil der Rückkehr zur Mischkost ist die bessere Versorgung des Körpers mit dem Vitamin B12, das vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Dazu zählen allerdings auch Eier und Milch.

    Daher kommt es bei Vegetariern auch nicht zu Mangelerscheinungen.

    Die Gefahr eines Vitamin-B12-Mangels besteht allerdings bei Veganern, die gänzlich auf tierische Produkte verzichten und deswegen oft auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen müssen.

    Fazit

    Grundsätzlich stufen Ernährungsexperten eine ausgewogene Mischkost als positiv für die Gesundheit ein. Wichtig ist jedoch, dass der Fleischkonsum maßvoll ausfällt.

    Trend Veggie: Auch ohne Fleisch gesund leben

    Teller mit Auswahl an frischem Gemüse und Knäckebrot
    dish 11c © Alx - www.fotolia.de

    Die vegetarische Ernährung scheint momentan so beliebt wie nie zu sein – immer mehr Menschen entscheiden sich auf Fleisch und Fisch komplett zu verzichten. Auch unter den Promis findet man viele Anhänger der vegetarischen oder veganen Lebensform. Dennoch gibt es viele Kritiker, die eine fleischlose Ernährung als ungesund und einseitig ansehen und die Ursache für Kalzium- oder Eisenmangel darin sehen. Doch stimmt das wirklich oder ist der Verzicht auf tierische Produkte gesünder, als die Ernährung mit Fleisch?

    Vegetarier und Veganer haben es nicht immer leicht und hören von Fleischessern so manchen nervenden Spruch. Dabei ist es inzwischen gar nicht mehr so schwer, komplett auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten. Mittlerweile findet man in beinahe jedem Supermarkt Sojaprodukte, die einen idealen Ersatz für Fleisch und Fisch darstellen und den Körper mit Vitamin B versorgen.

    Auch Restaurants führen meist eine kleine Auswahl an fleischfreien Gerichten. Außerdem bedeutet die fleischlose Ernährung ja noch nicht, dass man keine Eier oder Milch essen darf. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vier verschiedenen fleischfreien Ernährungsformen: Ovo-Lakto, Ovo, Lakto oder vegan.

    Während Ovo-Lakto-Vegetarier sowohl Eier und Milch essen und nur auf Fleisch und Fisch verzichten, werden beim Ovo-Vegetarismus auch Milch und Milchprodukte vom Speiseplan gestrichen und beim Lakto-Vegetarismus zusätzlich Eier und daraus hergestellte Speisen. Beim Veganismus sind alle Produkte vom Tier tabu – das beinhaltet nicht nur Fleisch, Fisch, Eier und Milch, sondern auch Honig, Lederwaren und Kosmetik mit tierischen Zusatzstoffen.

    Entgegen der weitläufigen Meinung sind Vegetarier nicht zwangsläufig krank und leiden darüber hinaus seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht. Voraussetzung für ein gesundes Leben ist natürlich eine ausgewogene Ernährung, durch die dem Körper alle Vitamine und Nährstoffe zugeführt werden. Durch die bewusstere Lebensform verzichten Vegetarier häufig auch auf Alkohol, rauchen nicht und treiben regelmäßig Sport.

    Neben der Gesundheit spielt für viele Veganer und Vegetarier auch die Ethik eine große Rolle. Massentierhaltung, Lebensmittelskandale und die Tierquälerei, die mit der Produktion von Fleisch, Milch und Eiern verbunden ist, führt bei vielen Menschen zu einem Umdenken und dem Verzicht auf tierische Produkte.

    Prominente Vorbilder sind Natalie Portman, die seit 2009 vegan lebt, Emily Deschanel, die auch ihren Sohn ohne tierische Produkte aufzieht, oder Joaquin Phoenix, der auch bei der TierschutzDokumentation Earthlings mitwirkte.

    Vegetarier leben gesünder – im Trend liegt veganes Hundefutter

    Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
    Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Fleisch auf dem Teller? Muss nicht sein, finden zehn Prozent der Deutschen und ernähren sich vegetarisch. Angesichts zahlreicher tierischer Zusatzstoffe in Lebensmitteln ist das gar nicht einfach.

    Besonders sorgfältig müssen Veganer ihre Einkäufe kontrollieren. Mancher treibt den Verzicht auf Tierprodukte sogar so weit, dass er seinen Hund fleischlos ernährt.

    Vegetarier, Veganer, Frutarier

    Die Skala der bewussten Lebensweisen scheint nach oben offen. Dass Vegetarier seltener an Altersdiabetes, Krebs und Übergewicht leiden als Fleischesser ist durch Studien belegt. Während eine gemäßigte vegetarische Ernährung als ausgesprochen gesund gilt, ist die Zufuhr von Nährstoffen bei Veganern allerdings heikel. Gesundheit und ökologische Faktoren spielen für sie eine untergeordnete Rolle; es geht um den Tierschutz.

    Veganer meiden alle Produkte, die von lebenden Tieren stammen. Dazu gehören Milch, Käse und Joghurt ebenso wie Honig und Eier. Auf lange Sicht kann die vegane Ernährung deshalb zu einem Mangel an Kalzium und Vitamin B führen. Zudem müssen Veganer auf viele Produkte verzichten, weil sie Farb- oder Zusatzstoffe tierischen Ursprungs enthalten. Beispiele sind Gummibärchen mit Gelatine, viele Weine oder Biersorten. In welchem Artikel sich Tierprodukte verstecken ist aus der Inhaltsliste oft nicht ersichtlich.

    Aus gesundheitlicher Sicht am kritischsten ist die Lebensweise der Frutarier. Dafür haben Frutarier den ethisch höchsten Anspruch: Sie essen auch keine Produkte, für die eine Pflanze zerstört werden musste. Pilze, Spargel und Möhren sind etwa verboten, Äpfel und Tomaten dürfen gegessen werden, da die Ernte der Pflanze nicht schadet.

    Trend: veganes Hundefutter

    Immer häufiger entscheiden Veganer, auch das eigene Haustier vegan zu füttern. Seit 2012 melden die Onlineshops für vegane Lebensmittel eine gesteigerte Nachfrage.

    Pflanzliches Hundefutter muss dabei kein Nachteil für den Vierbeiner sein. Da Hunde Allesfresser sind, können sie Pflanzenkost gut verwerten. Der Tierarzt sollte jedoch regelmäßig prüfen, ob das Tier alle nötigen Nährstoffe bekommt.

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Plate of vegeterian lasagna © Elenathewise - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Kuskus mit Gemüse © HLPhoto - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Gemeinsam Kochen © Kzenon - www.fotolia.de

    Autor:

    Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema