Trends in Sachen gesunde Ernährung - von Slim Food bis zum Clean Eating

Bunter Mix an Zutaten und Lebensmitteln wie Nudeln, Käse, Obst und Gemüse

Gesunde Ernährungstrends für unterschiedliche Lebensbereiche

Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Darauf sollte man auch seine Ernährung einstellen, wenn man gesund leben möchte.

Medical Food, Slim Food, Nature Food, Cool Food, Lifestyle-Food und Brain Food: Was sich so kompliziert anhört, bezeichnet verschiedene Ernährungsmuster bzw. Nahrungsmittel mit unterschiedlichem Nutzen. Doch es gibt auch weitere Trends in Sachen gesunde Ernährung, die wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen.

Wissenswertes zum Functional Food

Als Functional Food bezeichnet man Lebensmittel mit "Funktion", also einem Nutzen. Dies können Produkte mit zusätzlichen Vitaminen sein oder aber auch Lebensmittel mit extra zugesetzten Milchsäurebakterien.

Merkmale von Functional Food

Gesunde Ernährung liegt im Trend und so versprechen sich die Unternehmen viel davon, Produkte auf den Markt zu bringen, die auf den ersten Blick wie gesunde Lebensmittel aussehen, die dem Körper gut tun.

So gibt es viele unterschiedliche Lebensmittel, bei denen mit zusätzlich enthaltenen Vitaminen geworben wird. Genauso gibt es auch Milchprodukte mit angeblich sehr gesunden Milchsäurebakterien, die zum Beispiel der Joghurt zusätzlich enthält. Margarine wird häufig damit beworben, dass sie gesunde Fettsäuren enthält. Drinks für zwischendurch sind nicht nur mit einer Vielzahl von Vitaminen angereichert sondern enthalten auch Mineralstoffe.

All diese Produkte werden als "Functional Food" bezeichnet, also als Lebensmittel mit zusätzlichem Nutzen. Doch ist dies wirklich so?

Functional Food nicht unbedingt empfehlenswert

Grundsätzlich kann man seinem Körper mit allem versorgen, was er braucht, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt. Functional Food ist daher in der Regel nicht empfehlenswert, wenn man es nur kauft, weil man der Ansicht ist, man tue seinem Körper etwas besonders Gutes.

Meist sind diese Produkte zudem auch noch teurer als die "normale Variante". Ernährt man sich regelmäßig von Obst und Gemüse, braucht man keine Produkte kaufen, denen Vitamine zugesetzt sind. Zudem sind natürliche Vitamine viel gesünder als die künstlichen Vitamine, die in den Functional-Food-Produkten enthalten sind.

Beim Einkaufen sollte man einmal bewusst darauf achten, wie viel teurer Produkte sind, die einen angeblichen zusätzlichen Nutzen haben. Manchmal zahlt man nur ein paar Cent mehr, doch sehr häufig kann es gleich ein paar Euro pro Produkt ausmachen, wenn man zu Functional Food greift.

Fazit

Wer sich gesund ernähren möchte, sollte nicht zu diesen Produkten greifen. Besteht eine Schwachstelle im Körper, so kann sie durch derartige Lebensmittel nicht ausgeglichen werden. Alles was unser Körper braucht, kann er über die normale Nahrung aufnehmen, wenn man die richtigen natürlichen Lebensmittel verzehrt.

Aus Biomüll soll Functional Food werden

Einsicht in Kompost Tonne, Biomüll-Tonne
compost bin top © MichMac - www.fotolia.de

In der Lebensmittelindustrie fallen Tag täglich tonnenweise Abfälle an, die in den Augen anderer gar keine sind. Denn in den Kartoffelschalen und Co stecken Ballaststoffe, Eiweiße und bioaktive Substanzen, die durchaus noch verwendbar sind. Oder aber die Fischverarbeitende Industrie. Literweise Wasser-Ölgemische voller Nährstoffe werden sinnlos entsorgt. In der Käserei sind es Molke und Co, die nicht weitreichend weiter verarbeitet werden und in den Industrieanlagen zur Herstellung von leckeren Säften fallen tonnenweise Schalen von Zitrusfrüchten an.

Biologischer Abfall auf den Deponien sorgt außerdem für schädigende Gase, wie Methan. Das belastet die Umwelt. Stellt sich nur die Frage, wie man den Abfall nutzen kann, um die Müllberge schrumpfen zu lassen. Der Trend, das Kunden immer mehr zu Produkten greifen, die fix und fertig sind, reißt schließlich nicht ab und damit steigen jährlich die Abfälle in der Lebensmittelindustrie.

Im Zentrum der Forschung und Entwicklung steht vor allem der Nutzen einzelner Inhaltsstoffe. Als Ziel habe man sich das sogenannte Functional Food gesetzt. Bereits bekannt von der cholesterinsenkender Margarine. So können man einige Stoffe aus Spargelschalen und den holzigen Enden nutzen, um ebenfalls den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Die dafür notwendigen Verfahren seien technisch ohne weiteres einsetzbar. Es stehen einem zig verschiedene Möglichkeiten offen, die sogenannten Abfälle zu nutzen.

Medical Food

Medical Food - das medizinische Essen. Dazu werden alle Lebensmittel gezählt, die der Gesundheit auf bestimmte Art und Weise dienen.

Beispiele

Zum so genannten Medical Food gehören z.B. die cholesterinsenkende Margarine oder auch die Vitamindrinks zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte, die es von den verschiedensten Herstellern zu kaufen gibt. Aber auch die diversen Lebensmittel, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert sind, zählen zum Medical Food. In vielen Produkten sind auch präbiotische Bestandteile enthalten, die sättigend wirken und die Darmbakterien regulieren können.

Wirkung

Glutenfreie Ernährung bringt für gesunde Menschen keinen Vorteil

Schön angerichtetes Fischfilet mit Schnittlauch auf buntem Gemüse
Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de

Enthält ein Nahrungsmittel höchstens 20 Milligramm Gluten, gilt es als glutenfrei und kann auch als dieses beworben werden. Für Menschen, die unter der Autoimmunkrankheit Zöliakie leiden, ist dies ein wichtiger Hinweis, denn sie sollten auf den Eiweißstoff verzichten. Doch nach Angaben des Verbraucherschutzes sollten dies nur Menschen, denen vom Arzt eine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert wurde, tun, denn eine solche Ernährungsweise bringt viele Einschränkungen mit sich.

Oftmals wird eine glutenfreie Ernährung in die Schublade "gesunde Ernährung" gesteckt. Doch für gesunde Menschen bringt diese keinerlei Vorteile mit sich - sie zahlen lediglich den erhöhten Preis des Produktes.

Auf den ersten Blick hören sich diese Produkte wie wahre Wundermittel an. Sicher kann eine cholesterinsenkende Margarine für einen Herzpatienten durchaus sinnvoller als normale Margarine sein. Trotzdem trägt die Margarine nur dann zur Senkung des Cholesterinspiegels bei, wenn auch der gesamte Lebenswandel entsprechend ist.

Nur mit einer Ernährungsumstellung und genügend Bewegung kann der Cholesterinspiegel dauerhaft gesenkt werden. Der Verzehr einer Margarine ohne Veränderung der Lebensgewohnheiten kann keine Wunder bewirken.

Gesunde Menschen sollten keine cholesterinsenkende Margarine quasi zur Vorbeugung essen, dies haben Untersuchungen zwischenzeitlich ergeben. In Studien konnte aber nachgewiesen werden, dass Produkte mit Probiotika (z.B. Joghurt) zur Darmregulierung beitragen können.

Da die Verbraucher die "medizinischen Lebensmittel" sehr gut annehmen, arbeitet die Forschung ständig an neuen Produkten, so dass es vielleicht bald einen Anti-Falten-Joghurt oder eine Schokolade mit beruhigenden Inhaltsstoffen geben könnte.

Chia-Samen – der neue Gesundheitstrend: wie er aussieht und was er bewirkt

Gesundheit, Vorsorge, Behandlung: Männerhand schreibt mit Kreide Begriffe auf Tafel
gesundheit © N-Media-Images - www.fotolia.de

Ob Mode, Sport oder Lifestyle – die Promis machen es vor und der Rest der Welt folgt den aktuellen Trends. Auf diese Weise läuft es auch bei immer wieder neu eintreffenden Meldungen über spezielle Diätformen oder Wunder-Nahrungsmittel. Auch die Chia-Samen, die momentan die Runde machen und schon viele Stars von sich überzeugen konnten, zählen dazu.

Eigentlich ist die Auswirkung der schwarzen Samen schon seit sehr langer Zeit bekannt und wurde sich bereits von den Azteken zunutze gemacht, die durch den Verzehr beeindruckende Energieschübe bekamen. Tatsächlich steckt in den Kernen so einiges drin, was uns die benötigte Power liefern kann: die Chia-Samen sind reich an Proteinen, Kalzium, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und auch Antioxidantien sind im hohen Maße enthalten.

Das Super-Food macht lange satt und kann somit den gewünschten Abnehmeffekt sehr gut unterstützen. Weiterhin sorgen die Samen für eine gesunde Verdauung und aktivieren den Zellschutz – perfekt für alle, die jung bleiben möchten.

Beliebt sind die Kerne vor allem im Chia-Pudding – eine Mischung aus den Samen und Flüssigkeit, wie zum Beispiel Mandelmilch. Die Samen quellen darin auf, sodass eine geleeartige Masse entsteht, die sich zum Beispiel im Müsli, Smoothies oder zahlreichen Gerichten verwenden lässt.

Teff - Das neue Superfood

Nahaufnahme Goldener Ährenstand, Getreide, im Hintergrund ein Weizen oder Ährenfeld, blauer Himmel, Cerealien
ähren © Rebel - www.fotolia.de

Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen haben, lange gelagert werden können und Saison unabhängig sind. Als neustes Superfood hat man das Teff entdeckt. Eine Getreideart, die der Hirse ähnlich ist und bei den Stars aus Hollywood bereits auf großen Zuspruch gestoßen ist. Denn Superfood soll schöner, jünger und vitaler machen.

Teff ist die weltweit kleinste Getreidesorte überhaupt und es stammt aus Äthiopien. Dort wird es bereits seit 5.000 Jahren angebaut.

In Form von Glukose gibt Teff einen hohen Anteil an Energie über mehrere Stunden ab. Angst vor Heißhungerattacken muss man also nicht mehr haben. Darüber hinaus ist das Wundergetreide auch noch glutenfrei und somit eine perfekte Alternative zu den vielen Weizenprodukten, die Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit nicht zu sich nehmen können.

Teff ist relativ neutral im Geschmack. Es hat lediglich eine leichte, nussige und süße Note.

In Form von Mehl kann Teff zu verschiedenen Teigen verarbeitet werden. Es bedarf allerdings ein wenig Übung, aus Teffmehl einen guten Teig zu bekommen, denn dem Getreide fehlt es an dem typischen Kleber, dem Gluten, der einen Teig sonst geschmeidig macht. Besonders beliebt sind Brote aus Teff.

Acai, Goji und Co.: Was können die angeblichen Superfoods wirklich?

Nahrungsmittelindustrie und Interessengruppen sorgen für Hype um exotische Produkte

Holzschüsseln mit Früchten: Vogelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen
Wild fruits rowan, wild plums, raspberries, blakberries © Uros Petrovic - www.fotolia.de

Exotische Beeren wie Acai und Goji werden ebenso wie Chia-Samen oder Matcha-Tee als sogenannte Superfoods hoch gehandelt: Sie sollen Krankheiten vorbeugen und zugleich schön und schlank machen.

Ernährungswissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei den Superfoods vor allem um Hype handelt, die sowohl von der Nahrungsmittelindustrie, als auch von bestimmten Interessengruppen wie Vegetariern propagiert wird, ohne dass es irgendwelche wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit gebe.

"Superfoods" nicht besser als andere Nahrungsmittel

Vor allem der Begriff "Superfoods" stört die Experten: Zwar handelt es sich zumeist um Nahrungsmittel mit hohem Nährstoffgehalt, die tatsächlich gesund sind, doch sie sind eben auch nicht besser als andere Nahrungsmittel - lediglich exotischer.

Theoretisch könnten auch europäische Gewächse wie Stachelbeeren oder Bucheckern in anderen Regionen der Welt genauso als Superfoods vermarktet werden, denn sie sind genauso gesund und zumindest in Südamerika oder Fernost ebenfalls ausgesprochen exotisch.

Abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig

Statt Chia-Samen lässt sich also getrost auch Leinsamen verwenden oder Holunderbeeren statt Goji-Beeren. Wichtig ist vor allem eine ausgewogene abwechslungsreiche Ernährung mit fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Die exotischen Superfoods können dabei vor allem als Ergänzung dienen und zum Experimentieren mit neuen Gerichten einladen - mehr aber auch nicht.

Slim Food

Auch Slim Food-Produkte sind "in". Viele Verbraucher wollen auf ihre Ernährung achten und kaufen daher fettreduzierte Joghurts, kalorienarme Süßigkeiten oder zuckerreduzierte Produkte.

Merkmale

"Slim Food"-Produkte werden besonders gerne von Menschen gekauft, die eine Diät machen möchten. Es handelt sich dabei um Produkte, die weniger Fett, Zucker oder Kohlenhydrate enthalten, als das ursprüngliche Produkt.

So gibt es beispielsweise fettreduzierte Joghurts oder Erfrischungsgetränke ohne Zucker. Beliebt sind aber auch Süßigkeiten mit reduzierter Kalorienmenge.

Grundsätzlich ist es absolut sinnvoll, Slim Food-Produkte zu kaufen, wenn man abnehmen möchte. Die richtigen Produkte unterstützen auch eine gesunde Ernährung und bewirken eine Gewichtsreduktion.

Worauf ist (beim Kauf) zu achten?

Beim Kauf so genannter Slim Food-Produkte sollte man jedoch nicht nur den Werbeversprechen vertrauen sondern auch einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Ein kalorienreduziertes Produkt ist nicht zwangsläufig auch fettarmer als das Ursprungsprodukt. Und Erfrischungsgetränke ohne Zucker schmecken nur süß, weil Zuckeraustauschstoffe enthalten sind.

Slim Food-Produkte sind kein Freibrief für hemmungsloses Essen und zudem häufig sogar etwas teurer als die normalen Produkte. Außerdem besteht bei Slim Food-Produkten auch die Gefahr, dass man mehr isst als sonst, weil man der Meinung ist, das Produkt enthalte ja weniger Kalorien oder Fett als das normale Produkt.

In einigen Slim Food-Produkten sind sogar ungesunde Zusatzstoffe zu finden, die in den originalen Produkten nicht enthalten sind. Werden jedoch die richtigen Produkte in Maßen verzehrt, so unterstützen diese eine Diät und bewirken eine Gewichtsreduktion.

Abnehmen dank DNA-Analyse? Vom Sinn und Unsinn der Nutrigenomik

Forscherin schnibbelt mit einer Schere an einem blauen DNA-Modell
gen schere 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Wenn es nach Wissenschaftlern und Konzernen geht, könnte jeder Mensch in Zukunft einen konkret auf sein Erbgut abgestimmten Ernährungsplan bekommen. In einem ersten Modellversuch, den die EU im Jahr 2011 unter dem Titel "Food4me" lancierte, gaben 1500 freiwillige Teilnehmer zunächst Blut- und Speichelproben für die Analyse ab und gaben Auskunft über ihre normalen Essgewohnheiten.

Außerdem mussten sie einen Sensor tragen, der ihre tägliche Aktivität maß. So konnten beispielsweise drei unterschiedliche Varianten eines Eiweiß-Gens namens Apolipoprotein E identifiziert werden. In der Variante ApoE4 löst dieses Gen einen hohen Cholesterinspiegel aus, der sich wiederum negativ auf Herz und Kreislauf auswirkt. Träger dieses Gens erhalten daher eine individuelle Ernährungsempfehlung mit ungesättigten Fettsäuren und cholesterinarmen Speisen, die bei ihnen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung mindert.

Gemischte Meinungen über die Nutrigenomik

Während die Befürworter der sogenannten Nutrigenomik hoffen, dass sich mit Hilfe der spezialisierten Ernährungsempfehlungen moderne Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Adipositas bekämpfen lassen, halten Kritiker die DNA-Analyse für sinnlos: Fettes Essen und Bewegungsmangel seien viel schwerwiegendere Gründe als die Gene.

Simpel, aber effektiv - so klappt die "Fastenkur"

Frau misst mit Maßband ihren Bauchumfang
girl measuring her waist © ZM Photography - www.fotolia.de

Ja, die Anführungsstriche haben wir bewusst gesetzt. Denn: Statt eintöniger Fastenkuren oder gar reinem Saft- bzw. Flüssigfasten empfehlen wir eine entspanntere Methode, die Zeit bis zum Osterfest sinnvoll zu verbringen.

Wer jetzt den Körper wieder in Schwung bringen und dabei gern auch ein paar Pfunde verlieren möchte, sollte vor allem auf eines verzichten: Stress.

Entspannte Haltung einnehmen

Stress erschwert nämlich nicht nur das Durchhalten während einer Abnehm- oder Fastenkur. Er lässt auch den Blutzuckerspiegel steigen und sorgt somit dafür, dass Heißhungerattacken und schlechte Laune quasi schon vorprogrammiert sind. Besser also, Sie lassen das Abnehmen entspannt angehen und sorgen mit kleinen Schritten für den am Ende großen Unterschied!

Dafür dürfen Sie es sich ruhig richtig gut gehen lassen - Entspannungsübungen, aber auch zum Beispiel Massagen sind jetzt genau das richtige.

Auf das eigene Sättigungsgefühl achten

Klar, ein bisschen umstellen und einschränken müssen wir uns schon, um Veränderungen zu erreichen. Entspannt geht das aber gleich viel leichter. Zum Beispiel die Sache mit der Ernährungsumstellung: Essen Sie gut und reichhaltig, so viel, bis Sie satt sind - aber eben weder mehr noch weniger. Allein dies ist schon leichter gesagt als getan! Verabschieden Sie sich von klugen Ratschlägen à la "Man muss morgens viel frühstücken" und essen Sie ganz nach eigenem Hungergefühl.

Manchmal benötigt es eine Zeit, wieder ein natürliches Gefühl für die eigenen Bedürfnisse zu bekommen. Doch genau diese Übung lohnt sich - und zahlt sich am Ende durch Gewichtsverlust und mehr Wohlbefinden aus.

Versteckte Kalorienbomben in Softdrinks und Kaffeegetränken

Vorsicht vor verstecktem Zucker und Fetten: Wenn Sie keine Lust auf Schnippeln und Kochen haben, gönnen Sie sich zum Beispiel ein Menü vom Asiaten oder eine Fertigpfanne aus der Tiefkühltruhe. Letztere enthalten oft noch erstaunlich viele Vitamine und Mineralstoffe und sind ohne Zusatzstoffe durchaus empfehlenswert.

Ebenfalls aufpassen sollten Sie mit Getränken wie Latte Macchiato, Saft und Soft Drinks - wahre Kalorienbomben, die wir eher wie eine kleine Mahlzeit und nicht als Dauerlösung genießen sollten!

Sportliche Einheiten als Ergänzung

Zu guter Letzt funktioniert die Reinigung von innen natürlich mit Bewegung am besten. Auch hier sollten Sie ganz nach Lust und Laune das ausüben, was Ihnen ganz leicht fällt. Eine Runde Nordic Walking, eine Radtour, Schwimmen, Gymnastikübungen oder ein schweißtreibendes Workout im virtuellen Fitness-Studio - Hauptsache, Sie kommen in Schwung! Ob in der Gruppe oder allein, ist dabei reine Geschmackssache.

Nature Food

Nature Food ist im Kommen. Immer mehr Supermärkte haben dies erkannt und bieten neben den normalen Marken auch Bio-Produkte an.

Merkmale

Als "Nature Food" bezeichnet man Produkte, die nicht gespritzt oder mit künstlichen Zusätzen gedüngt wurden, die ohne Gentechnik hergestellt wurden und die aus artgerechter Tierhaltung entstanden sind. Bio-Lebensmittel werden immer beliebter, weil die Menschen mehr und mehr auf ihre Gesundheit achten wollen.

Sämtliche Spritzmittel und gentechnisch veränderte Produkte werden vom menschlichen Körper aufgenommen und – soweit möglich – verarbeitet und abgebaut. Reste bleiben aber immer zurück. Naturbelassene Lebensmittel sind hier deutlich gesünder, aber meist auch teurer.

Seit die Supermärkte jedoch den Trend erkannt haben, bieten diese auch immer mehr "Nature Food" an. Neben den herkömmlichen Eigenmarken kann man in den meisten Supermärkten inzwischen auch schon eigene Biomarken kaufen.

Wer möchte, kann sich in großen Supermärkten mit allen Bio-Lebensmitteln des täglichen Bedarfes eindecken.

"Nature Food" nicht immer kalorienärmer

Aber: Produkte aus dem Bereich Nature Food sind nicht zwangsläufig kalorienarmer oder fettarmer als herkömmliche Lebensmittel. Im Gegenteil: Wurde das Bio-Produkt beispielsweise mit Honig statt Zucker gesüßt, so ist dies für die Zähne sogar ungesünder, weil Honig gut daran haften kann.

Trotzdem ist Nature Food eine gute und nicht zwangsläufig teure Alternative zu den herkömmlich hergestellten – und teils stark belasteten – Lebensmitteln. Wer nicht in reinen Bio-Supermärkten einkaufen kann oder möchte, der kann sich auch in normalen Supermärkten mit biologisch angebautem Obst und Gemüse und diversen weiteren Lebensmitteln eindecken.

Keine Vitaminpräparate anstelle von Gurken, Tomaten und Salat nötig

Frau in der Küche macht Salat
Beautiful young woman making vegetarian vegetable salad © anna - www.fotolia.de

Aufgrund der allgemeinen Empfehlung wegen der EHEC-Bakterien auf Tomaten, Gurken und Salat zu verzichten, braucht man sich wegen mangelnder Vitaminzufuhr keine Sorgen machen, denn es gibt genügend andere Möglichkeiten diese Vitamine und Nährstoffe durch unbedenkliches Obst und Gemüse dem Körper zur Verfügung zu stellen.

Deshalb sind auch die sogenannten Vitaminpräparate nicht notwendig, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung berichtet, denn diesen fehlen außerdem die sekundären Pflanzenstoffe, die für die Gesundheit zusätzlich wichtig sind.

Streitpunkt Mikronährstoffe - Braucht man wirklich Nahrungsergänzungsmittel?

Kommt es zu einem Mangel an Mikronährstoffen, macht der Organismus sich schnell bemerkbar

Frau mit Lippenstift und rosa Nagellack isst einen roten Apfel
woman with apple © Kurhan - www.fotolia.de

Jeder möchte gesund bleiben und damit ein langes Leben führen. Ein wesentlicher Punkt für dieses Ziel ist die ausreichende Versorgung des Körper mit den sogenannten Mikronährstoffen. Dazu zählen drei Stoffgruppen:

  1. Vitamine,
  2. Spurenelemente und
  3. Mineralstoffe.

All diese Dinge nimmt der Mensch über die Nahrung auf und der Körper verwertet sie entsprechend.

Mangelerscheinung im Alltag

Für Mediziner und Ernährungswissenschaftler steht eines fest: Die Mikronährstoffe sind für das Leben essentiell. Ohne sie würde der Körper nicht sehr alt werden. Wer nun verunsichert ist, wie man jeden Tag darauf achten soll, all diese Stoffe in der Nahrung zu haben, den können Ernährungswissenschaftler beruhigen: Man muss keinen strengen Essensplan einhalten, Milli- und Mikrogramm für Nährstoffe zählen und auf keinen Fall auf tägliche Nahrungsergänzungsmittel setzen. Eine Mangelerscheinung ist im normalen Alltag eher selten.

Die Lebensnotwendigkeit der Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe bringt nämlich einen kleinen Vorteil im Nachteil. Kommt es zu einem Mangel, macht der Organismus sich schnell bemerkbar. Der Gang zum Arzt bringt dann Klarheit.

Stoffwechselerkrankungen als Auslöser

Treten Mängel auf, hängen sie meist unmittelbar mit Stoffwechselerkrankungen zusammen. Ist ein Mensch krank, sollte er natürlich therapiert werden und kann in diesem Zuge auch Präparate vom Arzt verschrieben bekommen. In diesem - und nur in diesem - Fall ist es richtig und sinnvoll, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Im Alltag jedoch entsteht bei einer nicht zu einseitigen Ernährung kaum ein Mangel.

Wer sich nicht sieben Tage in der Woche ausschließlich von Fertigtüten ernährt, hat wenig Grund zu ernsten Sorgen. Wer sich gesund und vergleichsweise fit fühlt, der kann davon ausgehen, dass kein echter Mangel besteht. Außerdem holt sich der Körper meist selbst, was er braucht. Dies sind die plötzlichen Gelüste, etwa auf ein Stück Käse, oder den Apfel, der einen plötzlich anzulächeln scheint.

Cool Food

Cool Food wurde lange Zeit in die Schublade des ungesunden Essens gesteckt. Heutzutage weiß man jedoch, dass die richtigen Produkte aus der Tiefkühltruhe teilweise sogar mehr Vitamine haben als die frischen.

Merkmale

"Cool Food" - kaltes Essen. So werden Lebensmittel bezeichnet, die aus der Tiefkühltruhe oder den Kühlregalen kommen. Cool Food eignet sich besonders für die Menschen, die keine Zeit oder Lust haben, sich stundenlang an den Herd zu stellen. In den Kühlregalen bekommt man fertig zubereitete knackige Salate und Obstsalate.

In den Tiefkühltruhen der Supermärkte findet man neben unzählig verschiedenen Fertiggerichten auch panierten und unpanierten Fisch sowie Obst und Gemüse. Gerade Obst und Gemüse wird reif geerntet und dann sofort tiefgefroren, so dass darin häufig mehr Vitamine enthalten sind als im frischen Obst, das aufgrund der langen Transportwege teilweise unreif geerntet wird.

Nicht alle Produkte sind gesund

Aber nicht alles, was zum Cool Food zählt, ist auch gesund. Im Gegenteil: Die Fertigprodukte aus der Tiefkühltruhe enthalten häufig viel Fett und Kalorien. Für eine gesunde Ernährung sind diese nicht geeignet. Trotzdem kann man sich auch mit Tiefkühlkost gesund ernähren.

Wählt man beispielsweise statt eines Rahmspinates einen Blattspinat oder statt fertig panierten Fischstäbchen normalen unpanierten Fisch, so kann man bereits viele Kalorien sparen und hat nur unwesentlich mehr Arbeit am Herd.

Gerade fertig zubereitete Salate und Obst oder Obstsalate aus den Kühlregalen der Supermärkte sind eine gesunde Alternative für die Mittagspause, wenn man keine Gelegenheit zum Kochen hat. Diese Produkte sollten aber möglichst frisch – also am gleichen Tag der Zubereitung – verzehrt werden. So können sich keine Keime bilden und Obst und Salat sind noch knackig und vitaminreich.

Schlankmacher Umami: Geschmacksverstärker erobert die Küchen

Koch Lehrling probiert das selbstgekochte Gericht
Koch Lehrling probiert das selbstgekochte Gericht © bilderbox - www.fotolia.de

Die meisten Menschen wissen gar nicht, was Umami eigentlich ist. Der Begriff ist japanischen Ursprungs und beschreibt einen fünften Geschmackseindruck zu süß, sauer, salzig und bitter.

Umami gilt als Schlankmacher und ist in verschiedenen Lebensmitteln wie Rindfleisch, Ketchup oder Sojasauce enthalten. In Japan wird die Glutamatkomponente seit vielen Jahren zur Geschmacksverbesserung eingesetzt. Jetzt erobert Umami auch hierzulande die Küchen.

Umami macht satt und zufrieden

Eine Studie der Universität Sussex belegt, dass Umami satt und zufrieden macht. Ein Forscherteam bildete den Geschmacksverstärker mit Mononatriumglutamat (MNG) nach und untersuchte bei 26 Probanden die Wirkung nach dem Essen. Eine Gruppe erhielt Suppe mit MNG und einem Zusatz, der den Umami-Geschmack intensivierte, die andere nahm normale Suppe zu sich.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die Suppe mit Mononatriumglutamat konsumierten, aßen weniger und spürten dennoch ein Sättigungsgefühl. Wissenschaftler fanden heraus, dass MNG in Nahrungsmitteln das Essen schmackhafter macht, den Appetit zügelt und das Wohlgefühl steigert.

Keine Beweise für negative Wirkung

In den letzten Jahren stand Mononatriumglutamat immer wieder in der Kritik. Dem Geschmacksverstärker wurden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und ein krankmachender Einfluss auf die Zellen zugeschrieben. Doch die Studienautoren erklären jetzt, dass es keine Beweise für eine negative Wirkung gibt.

Auch größere Mengen MNG richten keinen gesundheitlichen Schaden an, da die Leber überschüssige Substanzen ausscheidet. Zudem kann der Geschmacksverstärker die Blut-Hirn-Schranke nicht durchbrechen.

Wer also Lust auf den besonderen Geschmack hat, kann Umami unbesorgt als Würz-Kick für Suppe, Nudeln oder Steak verwenden. Inzwischen wird die Geschmackskomponente in immer mehr Restaurantküchen eingesetzt.

Lifestyle-Food

Auch das Lifestyle Food wird immer beliebter. So bezeichnet man Lebensmittel, die für bestimmte Lebensphasen oder –situationen hergestellt werden.

Merkmale und Beispiele

Zum "Lifestyle Food" zählen z.B. Produkte, die speziell für Senioren hergestellt werden, aber auch Produkte für:

Für jede Lebensphase gibt es heutzutage eigene Produkte. Da Senioren einen anderen Nährstoffbedarf haben als Kinder, Kinder wiederum andere Lebensmittel benötigen als Sportler oder Schwangere, verkaufen sich die Lifestyle-Produkte sehr gut.

Die Hersteller preisen ihre Produkte auch in der Werbung entsprechend an, so dass die Kunden das Gefühl bekommen, sie würden ihrem Körper oder dem Körper ihrer Kinder etwas vorenthalten, wenn die beworbenen Produkte nicht gekauft werden.

Überdosierung vermeiden

Grundsätzlich ist es richtig, dass z.B. schwangere Frauen einen anderen Nährstoffbedarf haben als kleine Kinder. Trotzdem kommt es im Körper zu einer Überversorgung an Nährstoffen, wenn man die entsprechenden Lifestyle-Produkte in zu hohem Maße konsumiert, da diese eine besondere Dosis der jeweiligen Nährstoffe enthalten.

Werden regelmäßig zu viele (künstliche) Vitamine über diese Produkte eingenommen, so kann dies auch das Krebsrisiko erhöhen. Die Nebenwirkungen eines übermäßigen Konsums kann man somit nicht verharmlosen.

Beim Kauf der Produkte sollte man sich daher angewöhnen, die Zutatenlisten zu lesen. Hier kann man erkennen, ob z.B. künstliche Vitamine beigefügt sind und wenn ja, in welcher Menge. Grundsätzlich sind Lifestyle-Produkte sinnvoll, wenn sie von den Personen verzehrt werden, für die sie gedacht sind, und wenn sie auch nur in einer gewissen Menge konsumiert werden.

Happy Food: Satt und zufrieden!

Einige Lebensmittel haben einen positiven Effekt auf die Stimmung und helfen uns als Muntermacher durch den Winterblues

Tüte und Einkaufskorb mit vielen gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse
grocery © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Sie wissen sicher längst, dass das schwindende Tageslicht unserem Gemüt ganz schön zu schaffen machen kann. Bei entsprechend sensiblen Menschen führt das mitunter zur sogenannten Winterdepression - gegen die tatsächlich spezielle Tageslichtlampen helfen sollen.

Noch besser ist selbstverständlich ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft, so lange es noch hell ist. Allein genügt der aber manchmal leider trotzdem nicht.

Neben Licht, Luft und natürlich Liebe gibt es aber noch etwas, das uns bei Laune hält: Essen! Ja, richtig gehört, wir denken bei Lebensmitteln nicht nur an Kalorien und böse Fette - davon hört man schließlich schon mehr als genug. Sondern an echtes Happy Food, dass die Serotonin-Produktion ankurbelt und deshalb wortwörtlich ein Strahlen auf die Lippen bringen kann.

Typische Vertreter:

Dank ihrer ausgewogenen Zusammensetzung aus wertvollen, komplexen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, können diese Lebensmittel bei regelmäßigem Verzehr einen positiven Effekt auf die Stimmung haben.

Und auch Genießen ist erlaubt: Rotwein und Schokolade beispielsweise sorgen ebenfalls für gute Laune - und wir meinen hiermit nicht den Alkohol! Zu viel Süßes sollten Sie sich aber verkneifen, denn Zucker macht auf Dauer leider müde statt fit.

Last but not least wirken sich auch wärmende Getränke auf unser Wohlbefinden aus. Zusammen mit scharfen oder weihnachtlichen Gewürzen wie Ingwer, Chili, Nelken und Zimt schmeckt und tut so ein heißer Kakao doch gleich doppelt gut!

Übrigens: Ob Nahrungsergänzungsmittel gleich gut sind wie echte Lebensmittel, darüber streiten die Experten. Einige empfehlen zum Beispiel, bei Stress und Belastung zusätzlich B-Vitamin einzunehmen, andere raten genau davon ab.

Im Zweifel sollten Sie selbt ausprobieren, was Ihnen gut tut - aber den Namen ernst nehmen: Als Ergänzung zum Speiseplan sind Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium oder Selen in Ordnung, ersetzen können sie diesen natürlich nicht.

Brain Food

Als Brain Food bezeichnet man Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe wichtig für die Leistung des menschlichen Gehirns sind. Werden diese regelmäßig verzehrt, kann man sich besser konzentrieren und ist demzufolge leistungsfähiger.

Merkmale

Brain Food - Essen fürs Gehirn. Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, welche Stoffe unser Gehirn braucht, um besonders leistungsfähig zu sein.

Glucose, also Kohlenhydrate, gibt dem Gehirn Energie. So genannte Neurotransmitter braucht unser Gehirn, damit die einzelnen Zellen so gut wie möglich untereinander kommunizieren können.

Auch Fette, und hier besonders die Omega-3-Fettsäuren, sind wichtig für unser Gehirn. Derartige Fette wirken positiv auf die äußerste Zellschicht der Gehirnzellen.

Beispiele für Brain Food

Mit "Brain Food" die geistige Topform erzielen

Wenn die letzte Mahlzeit schon länger zurück liegt, lässt die geistige Fähigkeit und Konzentration nach. Durch diese Anzeichen wird ein Leistungstief bemerkbar und um dem entgegenzuwirken, bedarf es der richtigen Ernährung.

Vergleicht man die Lebensbedingungen von früher und heute, so stellt sich heraus, dass man in der heutigen Zeit geistig mehr vollbringen muss. Der Kalorienbedarf ist jedoch um 200 bis 400 Kilokalorien gesunken, somit ist es wichtig, die richtige Kombination herauszufinden.

Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise in Fisch enthalten. Ob man Forelle, Zander oder Lachs bevorzugt, ist dabei unerheblich.

Genauso gesund sind aber auch Nüsse und Kerne. Viele Früchte enthalten ungesättigte Fettsäuren, die ebenfalls zum Brain Food gehören.

Avocados sind diesbezüglich besonders gesund, aber auch

helfen dem menschlichen Gehirn auf die Sprünge. Neben diesen Produkten zählen auch

  • Schokolade
  • Blattgemüse
  • Milchprodukte und
  • diverse Lebensmittel, die einen besonders hohen Eisenanteil aufweisen,

zum Brain Food. Denn auch Eisen wirkt sich positiv auf die Merk- und Konzentrationsfähigkeit aus.

Flüssigkeitszufuhr nicht vergessen

Neben all diesen Produkten darf man aber auch nicht vergessen, eine ausreichende Menge an Wasser zu trinken. Das Gehirn besteht nämlich zu großen Teilen aus Wasser. Wird zu wenig getrunken, trocknet der Körper aus und das Gehirn kann keine Leistung mehr bringen.

Ausgewogene Ernährung - Grundvoraussetzung für eine gesunde Gehirntätigkeit

Grafik Gehirn Neurologie in blau
the brain © ktsdesign - www.fotolia.de

Wer die Funktionstüchtigkeit seines Gehirns fördern möchte, sollte diesem, im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßig hochungesättigte Fettsäuren, Nervenmineralstoffe und Vitamine zuführen. Durch den regelmäßigen Verzehr von Wildfleisch, fetten Seefischen, Gemüse, pflanzlichen Ölen und Obst können die erforderlichen Nährstoffe zugeführt und somit einem Ungleichgewicht in der Zufuhr von Gehirnnährstoffen im Zuge der Nahrungsaufnahme vorgebeugt werden.

Da heutzutage jedoch aufgrund mangelnder Zeit oder ungesunder Essgewohnheiten eine ausgewogene Ernährung oft nicht gewährleistet ist, kann mit Hilfe spezieller Kapseln das bestehende Nährstoffdefizit ausgeglichen werden, indem dem Gehirn spezielle Fettsäuren zusammen mit speziell ausgewählten Mineralstoffen und Vitaminen in ausgewogener Menge zugeführt werden.

Durch kleinere Portionen sparen

Gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung ist wichtig. Neben der Tatsache, dass es gesunde und nicht pestizidbelastete Produkte sein sollen, müssen aber auch immer mehr Menschen auf das Geld achten.

Deswegen wird aber nicht auf den Kauf von frischem Obst und Gemüse verzichtet. Stattdessen gibt es zu Hause einfacher kleinere Portionen, so dass das Essen bei guter Qualität doch insgesamt weniger Geld kostet.

Auswärts essen

In den Restaurants geht man immer mehr dazu über, kleinere Portionen für günstigeres Geld anzubieten - einfach weil die Nachfrage danach sehr groß ist. Die Menschen wollen nicht aufs Essengehen verzichten, können aber im Restaurant nicht mehr so viel Geld ausgeben wie vielleicht noch vor ein paar Jahren.

Wer keine kleineren Portionen bestellen möchte, wird sich dann vielleicht eine normale Portion zusammen mit dem Partner oder ein paar Freunden teilen. Auch so kann man Geld sparen, und oft ist die Portion für eine Person sowieso zu viel.

Mobile Imbisswagen

Ein weiterer Trend sind die rollenden Imbisswagen, auch Food Trucks genannt. Da diese keine Ladenmiete bezahlen müssen, können sie ihre Waren günstiger anbieten. Und dies müssen keineswegs immer nur ungesunde Produkte wie Pizza, Pommes oder Currywurst sein. Mittlerweile gibt es auch Imbisswagen mit gesunden Produkten, die preislich erschwinglich sind.

Meal Prep – gesundes Essen für stressige Tage

Wer nicht viel Zeit zum Kochen hat, kann seine gesunden Mahlzeiten einfach für mehrere Tage vorkochen

Großer Kochtopf mit Gemüsesuppe, Nudelsuppe und Koch-Holzlöffel darin
Gemüsesuppe © Carmen Steiner - www.fotolia.de

Ob Studium, Job oder Familie – im Zeitdruck bleiben ruhige Mahlzeiten oft als erstes auf der Strecke. Dabei ist gesundes Essen gerade bei Stress wichtig.

Viele Menschen besinnen sich deshalb auf die gute alte Tradition des Vorkochens.

  • Frische Zutaten,
  • vielseitige Rezepte und
  • schicke Lunchboxen

machen das Meal Prep zu einem Trend. Tipps für Neulinge.

Vorteile von Meal Prep

Meal-Preparation, also die Vorbereitung von Speisen, ist keine neue Idee. Unsere Großmütter mussten alle Mahlzeiten lange im Voraus planen – Tiefkühler oder Pizza-Service gab es nicht. Die Zubereitung von Mahlzeiten verschlang einen Großteil ihrer Zeit.

Heute ist die Situation anders: in der knappen Mittagspause oder nach einem langen Arbeitstag hat niemand mehr Lust, frisch zu kochen.

Die Alternative heißt Meal Prep. An stressigen Tagen lässt sich so Zeit sparen, außerdem garantiert Meal Preparation eine ausgewogene Ernährung. Statt hastig Fast Food in sich hineinzuschlingen, bekommen sie mit vorbereiteten Mahlzeiten alle Nährstoffe, die Ihr Organismus benötigt – auch

Die ersten Wochen

Meal Prep erfordert mehr Planung als der Gang zum Imbiss. Um sich nicht zu überfordern, sollten Neulinge es deshalb langsam angehen lassen. Am besten kochen sie zunächst nur für einzelne Tage vor und beschränken sich auf Rezepte, die sie gut kennen.

Welche Zeit man für das Kochen wählt, hängt von den persönlichen Gewohnheiten ab. Es ist auch nicht nötig, die Mahlzeiten komplett vorzukochen.

Auch

erleichtern die Arbeit. Sie lassen sich in wenigen Minuten zu einem leckeren Pasta-Gericht verwandeln.

Praktisch: am Wochenende entspannt das Essen für den Montag oder Dienstag zubereiten und im Kühlschrank lagern. Wenn der Einsatztag erst am Ende der Woche liegt, lassen sich die Mahlzeiten einfrieren.

Wer gleich mehrere Portionen vorbereitet, hat an mehreren Tagen ein leckeres Essen. Wenn die Zeit zum Kochen nicht reicht, sind auch

schnell zubereitet und spenden frische Vitamine.

liefern gesunde Proteine.

Was brauche ich für Meal Prep?

Zum Einstieg reichen ein paar normale Tupperdosen, um die Mahlzeiten zu lagern. Wenn sich eine gewisse Routine im Meal Prep eingestellt hat, hat man aber meist Lust auf spezielle Lunchboxen. Der Handel bietet Behälter in diversen Formaten an, in denen warme oder kalte Speisen in verschiedenen Fächern appetitlich angerichtet werden können.

Biologische Landwirtschaft

Außerdem geht die Zukunft immer mehr in Richtung der biologischen Landwirtschaft, weil die Menschen keine pestizidbelasteten Produkte essen möchten und zudem wissen möchten, wo ihre Lebensmittel genau herkommen. Die Zukunft wird also den Biobauern gehören.

Sicher gibt es immer Menschen, die Unverbesserlichen unter uns, die weiterhin essen werden, wie sie schon immer gegessen haben. Der Ernährungstrend geht jedoch ganz klar hin zur gesunden Ernährung. Man macht sich Gedanken, wo die Produkte herkommen, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und wie und wo die Lebensmittel verarbeitet wurden.

Chilled Food und weniger Fleisch - Das sind die Ernährungstrends in Deutschland

Rote Chili Schote, daneben rotes Pulver mit grünen Blättern, weißer Hintergrund
pepper spice © Eldin Muratovic - www.fotolia.de

Immer mehr Deutsche legen Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Die vegetarische und vegane Lebensweise ist daher immer mehr im Kommen, wie der aktuelle Food Report zeigt.

Verbraucher haben mehr Vertrauen in selbst angebautes Obst und Gemüse

Selbst Fleischliebhaber verzichten in Zeiten von Gammelfleischskandalen immer häufiger auf Fleisch. Pestizidbelastetes, überzüchtetes und überdüngtes Obst und Gemüse veranlasst viele dazu ihre frischen Lebensmittel wieder selbst im eigenen Garten oder auf dem Balkon anzubauen.

Der Food Report zeigt außerdem, dass sich viele Verbraucher durch die vielen verschiedenen Gütesiegel auf Lebensmitteln eher verunsichert als gut beraten fühlen.

Der Deutsche legt immer mehr Wert auf ausländische Speisen und Getränke

Im einzelnen zeigt der Food Report, dass ausländische Spezialitäten bei den Deutschen zunehmend bekannter und beliebter werden. In diesem Jahr haben die Deutschen besonders gerne scharf gegessen. Jalapenos waren dabei das häufigste Mittel der Wahl, um Speisen und Salaten etwas Schärfe zu verleihen.

Auch Bulgur scheint sich als sättigende und nahrhafte Beilage oder als Salat in vielen deutschen Haushalten etabliert zu haben. Bei den Getränken ist es vor allem der japanische Reiswein, auch Sake genannt, der allmählich in viele deutsche Haushalte Einzug hält.

Große Nachfrage nach Fertiggerichten und "Chilled Food"

Der Ernährungstrend in Deutschland geht auf Grund mangelnder Zeit und Lust aber auch wieder vermehrt zu Fertiggerichten hin. Im Gegensatz zu früher, wo vor allem die schnelle Zubereitungszeit zu einer Hochkonjunktur der Fertiggerichte führte, zählen heutzutage aber auch der gute Geschmack und der gesundheitliche Aspekt.

Die Standard-Fertiggerichte werden zunehmend vom so genannten "Chilled Food" abgelöst. Dabei handelt es sich um meist gesunde Snacks in Kühlregalen, wie geschnittenes Obst, Salate oder frisch zubereitete Nudelgerichte, die direkt verzehrt werden können oder vor dem Verzehr kurz in der Mikrowelle aufgewärmt werden müssen.

Clean Eating als Ernährungstrend
Clean Eating als Ernährungstrend

Ernährungstrend "Clean Eating" - natürliche Zutaten statt Fertigkost

Als Clean Eating wird ein neuartiger Ernährungstrend bezeichnet, bei dem sogenanntes "reines" Essen konsumiert wird. Gemeint sind damit jedoch keine Unmengen an Rohkost, sondern natürliche Zutaten, die frisch und gesundheitsfördernd zubereitet werden. Sie lassen sich anstelle von künstlichen Fertiglebensmitteln verzehren.

Frau entscheidet sich für Obst und Gemüse und gegen Fast Food
Wer auf Clean Eating setzt, verabschiedet sich von Fertiggerichten und setzt voll auf Obst, Gemüse und Co.

Was bedeutet Clean Eating?

Der Begriff "Clean Eating" stammt aus dem Englischen und bedeutet in der deutschen Übersetzung soviel wie "reines, sauberes Essen". Dabei geht es nicht um die Hygiene der Speisen. Vielmehr soll es sich um natürliches Essen handeln. Dabei hat Clean Eating den Vorteil, dass grundsätzlich alles erlaubt ist - also auch Kohlenhydrate.

Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte und Nüsse liefern viele Nährstoffe
Erlaubt: Fisch, Fleisch und Milchprodukte stehen auf dem Speiseplan

Bei den naturbelassenen Speisen, die beim Clean Eating verzehrt werden können, handelt es sich zumeist um natürliche Rohstoffe. Dazu zählen zum Beispiel:

Junkfood wie Burger, Chips und Pizza enthält zu viele unnatürliche Zusatzstoffe
Verboten: Junkfood enthält viel Zucker und jede Menge Zusatzstoffe und gehört vom Speiseplan verbannt

Auf synthetische Zusatzstoffe ist hingegen zu verzichten. Dazu zählen:

Auch Junkfood und Fast Food gelten als tabu. Je weniger Zutaten die Speisen enthalten, desto gesünder fällt der Effekt des Clean Eatings aus.

Darüber hinaus müssen die Mahlzeiten regelmäßig eingenommen werden. So sollte man die Speisen fünf bis sechs Mal pro Tag verzehren. Idealerweise bestehen sie aus drei größeren Mahlzeiten sowie drei Snacks.

Entwickelt wurde Clean Eating in den USA, wo der Ernährungstrend zahlreiche Anhänger gefunden hat. Auch in Deutschland verbreitet sich diese spezielle Ernährungsweise durch viele Blogger im Internet rasend schnell.

Zu den schnell wirkenden Diäten zählt Clean Eating allerdings nicht. Stattdessen handelt es sich um ein Konzept mit Langzeitwirkung. Dabei hilft Clean Eating nicht nur dabei, überflüssige Pfunde loszuwerden, sondern soll vielmehr auch ein neues Lebensgefühl vermitteln.

Der tägliche Kampf um Pizza und Pommes

Eltern sollten beim Speiseplan für ihre Kinder mit gutem Beispiel vorangehen

Kleines rothaariges Mädchen liegt auf dem Bauch und beisst in roten Apfel rein
girl with apple. © Maya Kruchancova - www.fotolia.de

Um ein Minimum Gesundheit auf dem Kinderteller tragen Eltern so manch harten Machtkampf aus. Geht es nämlich nach dem Willen der Kleinen, reichen für den Speiseplan Pizza, Pommes und Cola. "Gehen Sie mit gutem Beispiel voran", ist der wichtigste Rat der Apothekenzeitschrift "BABY und die ersten Lebensjahre".

Eltern als Vorbild

Eltern, die weder Vollkornbrot noch Müsli essen, würden ihr Kind kaum dazu überreden können. Gemeinsam essen, dabei reden und lachen, aber nicht übers Essen mäkeln und vor allem nicht fernsehen, lautet der Rat für die äußeren Bedingungen beim Essen. Das Kind soll wenigstens alles probieren. Wenn es aber partout nicht schmeckt, hilft auch Zwang nichts. Es ist ganz normal, wenn Kinder einige Zeit lang nur drei oder vier verschiedene Gerichte essen mögen. Ein Empfinden für raffiniertere Geschmackserlebnisse entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter.

Gesunde Kost für Kinder

Keine Extrawürste: Wenn ein Kind partout nicht essen mag, muss es auf die nächste Mahlzeit warten. Hält es so lange nicht durch, empfehlen die Experten höchstens etwas Obst, Brot oder Rohkost. Überhaupt: Kinder, die gerne Karotten oder Gurken knabbern, dürfen jederzeit zugreifen. Limonade oder Cola am Familientisch sollte tabu sein. Der hohe Zuckergehalt nimmt den Appetit und schadet den Zähnen. Ein Kind, das wirklich Durst hat, wird auch Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßten Tee trinken.

Gemüse essen Kinder manchmal erstaunlich problemlos, wenn es weichgekocht, witzig geformt oder unauffällig als Püree angeboten wird. Außerdem mögen Kinder milde Gemüse gern: Möhren, Zucchini, Brokkoli, Kohlrabi oder Blumenkohl.

Clean Eating eigentlich nicht so neu

Vorgestellt wurde das Konzept Clean Eating im Jahr 2007 von der kanadischen Ernährungstherapeutin Tosca Reno in dem Buch "Die Eat Clean Diät", womit sie ein hohes Interesse an dieser Ernährungsform in Nordamerika auslöste. Die Idee, die sie in ihrem Buch vorstellte, ist allerdings keineswegs neu. So handelt es sich bei Clean Eating um eine moderne Variante der altbewährten Vollwertkost. Diese empfehlen zahlreiche Ernährungsexperten schon seit langem. Dadurch stellt Clean Eating nur einen neuen Namen für ein altbekanntes Konzept dar, das bereits in den 80er Jahren entstand.

Im Unterschied zu dem damaligen Ernährungskonzept, das auch auf Nachhaltigkeit, ökologische Aspekte und faire Handelsbeziehungen Wert legte, stehen beim Clean Eating die Nahrungsmittel selbst im Vordergrund. Diese können auch ruhig exotisch sein, wie zum Beispiel Quinoa, Acaibeeren oder Chiasamen, was auch den aktuellen Zeitgeist trifft, wodurch sich das Ernährungskonzept leichter verbreitet.

Ernährungswissenschaftler stehen Clean Eating mit Wohlwollen gegenüber und halten die darin empfohlene Ernährungsweise für sinnvoll. Defizite sind durch Clean Eating nicht zu befürchten. Außerdem lässt sich der Bezug zu natürlichen Nahrungsmitteln, der durch die Lebensmittelindustrie mit ihren künstlichen Produkten abhanden gekommen ist, durch das spezielle Konzept wiederherstellen.

Die Regeln beim Clean Eating

Naturjoghurt mit frischen Beeren
Naturjoghurt mit frischen Beeren statt Fruchtjoghurt aus dem Kühlregal

Die wichtigste Regel beim Clean Eating stellt das Verwenden von frischen Zutaten dar. So sollte das Essen stets naturbelassen sein. Wer also beispielsweise einen Fruchtjoghurt essen möchte, mischt frische Früchte mit Naturjoghurt.

Dabei sollten möglichst nicht mehr als fünf verschiedene Zutaten verwendet werden, weil die Speise sonst nicht mehr als "clean" gilt. Auch von Zusatzstoffen wie Konservierungsmitteln oder Geschmacksverstärkern ist selbstverständlich abzusehen. Gleiches gilt für große Mengen an Salz, Zucker, weißem Mehl und Frittiertem.

Besonders wichtig ist beim Clean Eating das Frühstück. So erhält der Mensch durch diese Mahlzeit die nötige Energie für den Tag.

Eine weitere bedeutende Regel ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit. Als empfehlenswert gelten zwei bis drei Liter Wasser oder Tee am Tag. Kaffee darf dabei jedoch nur in Ausnahmefällen getrunken werden. Softdrinks sind sogar völlig tabu.

Damit es am Tage nicht zu Heißhungerattacken kommt, sollte man pro Tag fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten verzehren.

Welche Lebensmittel beim Clean Eating verwendet werden

Zu den besonders empfehlenswerten Nahrungsmitteln des Clean Eatings zählen frisches Obst und Gemüse. Dabei kann es sich um Salate und Hülsenfrüchte handeln. Als sinnvoll werden zudem Vollkornprodukte, Fisch sowie hochwertige Fette wie Rapsöl oder Walnussöl eingestuft.

Fleisch darf verzehrt werden, ist aber kein Muss. Das Gleiche gilt für Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt. Auf diese Weise lassen sich dem Körper wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zuführen. Die Lebensmittel werden am besten frisch vom Markt gekauft und sollten aus regionalem Anbau stammen.

Speisealternativen

Wer nicht auf süße Speisen verzichten mag, kann beim Clean Eating auf Zuckeralternativen wie

zurückgreifen. Anstelle von weißem Mehl eignen sich Vollkornmehl und als Ersatz für Weizen lassen sich Getreidearten wie

Statt auf Weizen besser auf Grünkern und Dinkel setzen
Grünkern und Dinkel sind als Getreidearten zu bevorzugen

verwenden. Ebenfalls zu empfehlen sind Urgetreidesorten wie

  • Einkorn,
  • Emmer oder
  • Kammut

sowie Pseudogetreide wie

  • Buchweizen,
  • Amaranth und
  • Quinoa.

Ablauf des Clean Eatings

Damit das Clean Eating vor allem in Punkto Abnehmen erfolgreich verläuft, empfiehlt es sich, auf bestimmte Vorgehensweisen zu achten.

Wie bereits erwähnt, gelten sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt als sinnvoll. Dabei werden zwischen dem Frühstück, dem Mittagessen, dem Abendbrot und vor dem Schlafengehen Zwischenmahlzeiten verzehrt. Allerdings ist das Essen eines Snacks nicht unbedingt notwendig. Wer keinen Hunger verspürt, verzichtet einfach darauf. Die Zwischenmahlzeiten sorgen jedoch dafür, dass man keine lästigen Hungergefühle verspürt.

Zu Beginn des Clean Eatings wird empfohlen, zunächst auf Zucker und weißes Mehl zu verzichten und dann Schritt für Schritt Vollkornprodukte sowie frisches Obst und Gemüse in den Menüplan zu integrieren. Auf diese Weise gewöhnt sich der Organismus besser an die ballaststoffreiche Nahrung und Verdauungsprobleme bleiben normalerweise aus. In der Regel lässt sich diese cleane Ernährungsweise ohne Probleme in das Alltagsleben integrieren.

Verzicht auf chemisch raffiniertes Salz

Da die meisten Menschen mehr Salz verzehren, als es eigentlich nötig ist, werden in den Nieren zu hohe Mengen des Stoffes abgespeichert. Aus diesem Grund wird vom Organismus mehr Wasser eingelagert, damit die ideale Salzkonzentration innerhalb des Körpers erhalten bleibt.

Verstecktes Salz kann in abgepackten Lebensmitteln wie Brot oder Käse enthalten sein. Beim Clean Eating wird jedoch auf Salze verzichtet, die chemisch raffiniert sind, weil sie sich negativ auf den Körper auswirken können. Stattdessen gelten natürliches Meersalz oder Kristallsalze als empfehlenswert.

Meersalz zum Würzen und Stevia als Zuckeralternative

Weniger Zucker essen

Ein großes Problem der heutigen Ernährung ist der hohe Gehalt von industriell raffiniertem Zucker. Dieser kommt mittlerweile in fast allen Lebensmitteln vor. In zu hohen Mengen kann der Zucker jedoch gesundheitliche Probleme wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Übergewicht hervorrufen. Darüber hinaus verfügt er nur über geringe Nährwerte und enthält eine Vielzahl an Kalorien. Aus diesem Grund sollte beim Clean Eating auf Alternativen wie Stevia gesetzt werden.

Verzicht auf künstliche Süßstoffe

Auf künstliche Süßstoffe, zu denen u.a. Aspartam gehört, ist beim Clean Eating komplett zu verzichten. So ist beispielsweise Aspartam in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke im Körper zu durchqueren, wodurch die Gefahr einer Schädigung der Gehirnzellen besteht. Außerdem sollen Zersetzungsprodukte des Aspartams gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen, ständige Müdigkeit, Atembeschwerden, allergische Reaktionen oder Muskelkrämpfe verursachen.

Keine Zusatzstoffe

Zu den wichtigsten Kriterien des Clean Eatings gehört das Verbannen von Lebensmitteln, in denen Zusatzstoffe wie Aromastoffe, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe stecken. Diese kommen zum Beispiel in Kartoffelchips, Fertiggerichten oder Brotaufstrichen vor. Da der menschliche Körper solche Stoffe nicht verwerten kann, speichert er sie in den Fettzellen ab.

Darüber hinaus wird die Wahrnehmung von Geschmack und Sättigung von Geschmacksverstärkern wie zum Beispiel Glutamat gestört.

Kombination von Eiweiß und Kohlenhydraten

Eiweißquellen wie Sojaprodukte oder Milchprodukte sollten beim Clean Eating stets gemeinsam mit komplexen Kohlenhydraten verzehrt werden. Dabei handelt es sich um Vollkornnudeln oder Vollkornbrot. Auf diese Weise kommt es zur Regulierung des Stoffwechsels, wodurch sich Heißhungerattacken vermeiden lassen.

Möchte der "Clean Eater" vornehmlich sein Gewicht reduzieren, wird empfohlen, in den Abendstunden auf die Kohlenhydrate zu verzichten.

Ungesättigte Fette

Für die Abläufe des Stoffwechsels sowie zur Geschmeidigkeit der Zellwände ist die Zufuhr von ungesättigten Fetten erforderlich. Diese sind u.a. in

  • Avocados,
  • fettem Fisch,
  • Nüssen sowie in
  • Walnuss-, Raps- und Leinöl

enthalten.

Gesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in Käse, Sahne oder Leberwurst vorkommen, sollten hingegen reduziert werden. Ferner gilt es, gehärtete Fette vom Speiseplan zu streichen. Diese finden sich u.a. in Chips, Margarine oder Croissants. Durch die gehärteten Fette droht ein Anstieg des Blutdrucks und Cholesterinspiegels.

Viel Wasser und wenig Alkohol
Frau trinkt ein Glas Wasser
Täglich 2-3 Liter Wasser oder Tee sind ideal

Eine wichtige Rolle beim Clean Eating spielt auch die Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern pro Tag. Auf diese Weise werden die Nährstoffe an die richtigen Körperstellen befördert.

Dabei sollte es sich natürlich um die richtige Flüssigkeit handeln, wie zum Beispiel stilles Wasser. Schlecht ist dagegen Alkohol, weil es für den Körper ein Gift darstellt, das zersetzt werden muss, ehe sich andere Stoffwechselvorgänge durchführen lassen.

Fazit

Deutschen Ernährungswissenschaftlern und Medizinern von der UGB (Verband für unabhängige Ernährungsberatung) sowie der Albert-Ludwig-Universität Freiburg zufolge ist Clean Eating durchaus positiv einzustufen. So sorgt dieser Trend vor allem bei jüngeren Menschen für eine intensivere Auseinandersetzung mit gesunder Ernährung. Negative Auswirkungen sind durch das Ernährungskonzept nicht zu befürchten. Außerdem reduziert es überflüssige Pfunde.

Allerdings gibt es keinerlei wissenschaftliche Nachweise dafür, dass Clean Eating gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen bessert oder ein positiveres Hautbild bewirkt, wie von manchen Anhängern behauptet wird. Aus diesem Grund ist es besser, überzogene Erwartungen zu vermeiden.

Elektronischer Einkaufsberater hilft im Supermarkt: Vor allem Diabetiker profitieren

Bauch eines übergewichtigen Mannes, er drückt Bauchspeck vorne zusammen
Man holding his big fat belly isolated on white background © dundanim - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen leiden unter Übergewicht bis hin zur Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2. Schuld daran sind nicht zuletzt auch die überzuckerten, fettreichen Nahrungsmittel, die in den Supermarktregalen stehen. Die Fachhochschule im österreichischen St. Pölten hat nun eine "Elektronische Einkaufshilfe für eine zuckerbewusste Ernährung" entwickelt, die Menschen demnächst die Orientierung beim Einkauf erleichtern soll.

Dazu wurden in einem Supermarkt in Lilienfeld vier Barcodescanner aufstellt, an denen sich die Kunden darüber informieren können, wie viel Fett, Kohlenhydrate, Zucker, Kalorien und Ballaststoffe das eingescannte Lebensmittel enthält. Ein grün-gelb-roter Pfeil zeigt an, wie gesund das Produkt im Gesamtergebnis ist. Vor allem Senioren und Diabetiker sollen so auf einen Blick erkennen können, ob sich der Einkauf lohnt. Derzeit sind etwa 2.600 Produkte in der Datenbank gespeichert.

Liegt das eingescannte Produkt im roten, also im ungesunden Bereich, schlägt der Automat eine gesündere Alternative vor, zum Beispiel einen fettarmen Joghurt statt einem Sahnejoghurt oder künstlich gesüßter Pudding statt zuckrige Marmelade. In Österreich gilt etwa 40% der Bevölkerung als übergewichtig. Die Zahl der Diabetes Typ-2-Patienten wird mit 573.000 bis 645.000 angegeben.

Glutenfreie Lebensmittel erobern die Supermarktregale – wie sinnvoll ist der Trend?

Weizen(körner) und frisch gebackenes Brot auf weißem Hintergrund
golden wheat and studio isolated © dinostock - www.fotolia.de

Im Internet gibt es ganze Shops für Lebensmittel ohne Gluten. Und auch im normalen Supermarkt begegnen Kunden immer öfter Packungen mit dem Aufdruck "glutenfrei". Für Zöliakie-Patienten macht das den Einkauf leichter. Aber wie sinnvoll ist der Trend für gesunde Esser?

Was verbirgt sich hinter Gluten?

Gluten ist ein Getreide-Eiweiß, das vor allem in Weizen und Dinkel vorkommt. Kleinere Mengen finden sich in Gerste und Roggen. Beim Backen verbindet Gluten Wasser und Mehl, sodass ein saftig fester Teig entsteht. Ohne das Klebereiweiß wären Brote, Kuchen und andere Teigwaren staubtrocken.

Was bewirkt Gluten im Körper?

Ein gesunder Organismus hat mit Getreideprotein keine Probleme. Wer an Zöliakie leidet, einer Autoimmunerkrankung der Darmschleimhaut, bekommt durch Gluten jedoch Verdauungsprobleme. Das ist medizinisch nachweisbar.

Wissenschaftlich umstritten ist jedoch die Gluten-Sensitivität, unter der immer mehr Menschen leiden. Wenn sie ihre Ernährung umstellen, verschwinden Symptome wie Bauchschmerzen, Ekzeme, Müdigkeit und Migräne meist wieder. Aktuelle Studien machen für die vermeintlichen Nebenwirkungen des Glutens jedoch andere Faktoren verantwortlich.

Forscher der Harvard Medical School nennen etwa Amylase-Trypsin-Inhibitoren als mögliche Problemquelle. Diese pflanzlichen Proteine werden immer mehr Getreidezüchtungen zugesetzt, um sich gegen Schadinsekten zu schützen. Im menschlichen Körper können sie den Darm reizen.

Nachteilige Effekte von glutenfreien Produkten

Wer nach dem Verzehr von Getreideprodukten unter den genannten Symptomen leidet, sollte deshalb einen Wechsel auf glutenfreie Lebensmittel ausprobieren. Für alle anderen bringt der Wechsel kaum Vorteile. Meist liefern die glutenfreien Produkte sogar mehr Kalorien, da sie viel Fett und Zucker enthalten. Und bei Verzicht auf Getreide kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Grundinformationen und Hinweise zu gesunder Ernährung

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: Happy woman and open refrigerator with fruits, vegetables and he © JenkoAtaman - www.fotolia.de
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  • Bildnachweis: Nahrungsmittel - Eiweiß © PhotoSG - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: close up of fast food snacks and drink on table © Syda Productions - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Löffel taucht in Nachspeise mit Früchten © unpict - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Grünkern und Dinkelähren © Heike Rau - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Refreshing water © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fruit © Andrey Armyagov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fresh vegetables © Maksim Shebeko - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: legumes on wood, closeup, background © davidetrolli - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pan Fried Fish © Brett Mulcahy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Grobes Meersalz © emuck - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: stevia and licorice © Scisetti Alfio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: avocado © nata_vkusidey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gegrillter Fisch mit kartoffeln © Hannes Eichinger - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Nüsse © karepa - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leinsamen mit Leinöl © cut - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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