25. Mai 2010
Die Nieren können von zahlreichen verschiedenen Krankheiten in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu gehören u.a. Nierensteine, Nierenbeckenentzündungen und Niereninsuffizienz.
Eine äußerst unangenehme Erkrankung der Nieren ist die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). Dabei handelt es sich um eine akute oder chronische Infektion des Nierenbeckens, die sich zumeist aus einer Blasenentzündung entwickelt, da die Keime über den Harnleiter in das Nierenbecken gelangen. Zu den Symptomen gehören starke Schmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen. Als Therapie werden in der Regel Antibiotika verabreicht.
Als Nierensteine bezeichnet man Ablagerungen, die sich aus Urinbestandteilen bilden und in den Nierenkanälchen oder dem Nierenbecken entstehen. Beschwerden verursachen sie erst dann, wenn sie in den Harnleiter vordringen und es dort zu einer langsamen Abwanderung kommt. Durch den sehr langsamen Abgang besteht die Gefahr einer Entzündung, wodurch eine schmerzhafte Nierenkolik auftreten kann. Des Weiteren kann es zu einer Nierenbeckenentzündung oder Harnwegsinfektion kommen.
Eine der schwersten Nierenerkrankungen ist die Niereninsuffizienz (Nierenversagen). Bei einer akuten oder chronischen Niereninsuffizienz verschlechtern sich die Nierenfunktionen, wodurch es zu Nierenversagen kommen kann. Dadurch erhöht sich jedoch die Konzentration von harnpflichtigen Substanzen im Blut. Während es bei einer chronischen Niereninsuffizienz zu einer langsamen kontinuierlichen Verschlechterung der Nierenfunktionen kommt, tritt diese Verschlechterung bei einer akuten Insuffizienz in kürzester Zeit ein. Zu den unterschiedlichen Beschwerden können u.a. Müdigkeit, Leistungsabfall, Ödeme, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit, Juckreiz, Muskelschwäche und Farbveränderungen des Urins gehören. Als mögliche Ursachen für eine Niereninsuffizienz kommen Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Entzündungen der Nierenkörperchen, Zystennieren oder Nierentumore in Frage. In schweren Fällen muss als Therapie eine Dialyse (Blutwäsche) oder Nierentransplantation erfolgen.
Eine weitere schwere Nierenkrankheit ist Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom). Diese Krebsform ist relativ selten und entwickelt sich aus unterschiedlichen Zellen des Nierengewebes. Vor allem ältere Menschen werden von dieser Erkrankung betroffen. Zu den Risikofaktoren zählen Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht, Nierenzysten und chronische Niereninsuffizienz. Als Therapie wird in der Regel eine Entfernung der erkrankten Niere sowie der benachbarten Lymphknoten vorgenommen.
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