24. Juni 2010
Als Hören wird die Sinneswahrnehmung von Schall bezeichnet. Ermöglicht wird das Hören durch die Ohren.
Hören, das man auch als akustische oder auditive Wahrnehmung bezeichnet, ist die Sinneswahrnehmung von Schall, also von Geräuschen wie Tönen, Worten oder Lauten. Wahrgenommen wird der Schall durch das Hörorgan, dem Ohr. Dieses unterteilt man in Außenohr, Mittelohr und Innenohr.
Das Hören beginnt stets mit einem Geräusch. Dieses entsteht durch vibrierende Körper oder Teilchen. Dabei kann es sich um Motorenlärm, eine Klingel, Musik oder ein menschliches Stimmband handeln. Durch die Bewegung wird die Luft in Schwingungen versetzt und es kommt zur Bildung von Schallwellen. Diese Schallwellen fängt die Ohrmuschel ein und bündelt sie. Danach gelangen die Schallwellen durch den Gehörgang, wo sie auf das Trommelfell (Membrana tympani) treffen. Dieses wird in Schwingung versetzt und gibt auf diese Weise die Schallinformationen an die Gehörknöchelchen des Mittelohrs weiter. Als Gehörknöchelchen bezeichnet man die kleinsten Knochen des Körpers. Man unterteilt sie in Steigbügel (Stapes), Hammer (Malleus) und Amboss (Incus). Durch die Knöchelchen werden die ankommenden Schallwellen bis zu zwanzigfach verstärkt. Letztes Glied der Kette ist der Steigbügel, der mit dem so genannten ovalen Fenster verwachsen ist. Dabei handelt es sich um eine Membran, durch die der luftgefüllte Raum des Mittelohrs von der Innenohrschnecke (Cochlea), die mit Flüssigkeit gefüllt ist, abgetrennt wird. Durch eine Trennwand wird die Innenohrschnecke in zwei Kammern eingeteilt, die man als Scala vestibuli und Scala tympani bezeichnet. An den Wänden der Kammern befinden sich ca. 20.000 Haarzellen. Die Fortsätze dieser Sinneszellen ragen in eine Flüssigkeit hinein. Kommt es aufgrund von Bewegungen oder Schall zu einem Verbiegen der Härchen, gelangen Ione in die Haarzelle hinein. Diese Ionen dienen gewissermaßen als Dolmetscher und übersetzen die mechanische Energie der Schallwellen in ein elektrisches Signal. Dieses Signal leiten die Nervenzellen dann an das Gehirn weiter. Durch die Schallwellen kommt es zudem zu einer Stimulation von Härchen in verschiedenen Regionen der Schnecke. So gelangen höhere Frequenzen in erster Linie zu den Härchen am Anfang, während tiefere Frequenzen Härchen am Ende der Schnecke bewegen. Dadurch können verschiedene Frequenzen im Innenohr grob vorsortiert werden. Von den Haarzellen gelangen die elektrischen Impulse weiter an den Hörnerv, der wiederum für die Weiterleitung an das Gehirn sorgt. Im Hörzentrum kommt es schließlich zur Entschlüsselung der Impulse, wodurch sie eine bestimmte Bedeutung erlangen. Auf diese Weise wird aus einem Geräusch eine Information.
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