Bergwandertouren - Anforderungen, Ausstattung und empfehlenswerte Gebiete

Naturaufnahme Bergpanorama

Wanderungen im bergigen Gelände

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  • von Paradisi-Redaktion

Bergwandern gehört zu den schönsten Urlaubsunternehmungen. In Europa - und darunter auch in Deutschland - findet man eine Vielzahl an geeigneten Gebieten für eine Bergwandertour. Es gilt, mehrere Schwierigkeitsgrade zu unterscheiden; je nachdem ob es sich um eine Tal-, Berg- oder Alpinwanderung handelt, steigen die Anforderungen an den Wanderer. Interessieren Sie sich für Bergwandertouren? Wir zeigen, welche Anforderungen und Ausstattung nötig sind und informieren über beliebte Gebiete.

Bergwandertouren - Merkmale und Anforderungen

Bei einer Bergwandertour handelt es sich um eine Wandertour auf Bergwegen, welche im bergigen Gelände stattfindet. Anders als beim Bergsteigen wird auf eine Partnersicherung verzichtet. Stattdessen muss das Gelände von jedem Bergwanderer allein beherrscht werden.

Bergwandertouren lassen sich grob in verschiedene Arten einteilen, abhängig vom jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Die entsprechenden Touren sind auf unterschiedlich markiert. So gibt es:

  • die Talwanderung (gelb markiert)
  • die Bergwanderung (weiß-rot markiert)
  • die Alpinwanderung (weiß-blau markiert)

Die Talwanderung zeichnet sich dadurch aus, dass es sich um eine Wanderung handelt, bei der keine größeren Höhenunterschiede absolviert werden müssen. Der Unterschied zum normalen Wandern ist die Bodenbeschaffenheit, die sich gebirgsgeländetypisch zeigt.

Bei der Bergwanderung handelt es sich um eine Tour, die dort beginnt, wo der Wanderweg an einem Berghang liegt. Die Alpinwanderung wiederum zeichnet sich durch ein überwiegendes Fehlen einer Wegspur aus. Der Wanderer wird als Berggänger bezeichnet, der Weg als Alpine Route.

Mit Zunahme des Schwierigkeitsgrades verringern sich die Wegauszeichnungen. Die Höhe hingegen nimmt zu; zudem gibt es je nach Höhenlage auch

  • Eis
  • Gletscher
  • Wiesenhänge sowie
  • Geröllfelder.

Somit wird schnell klar, dass der Wanderer bei diesen Touren auch deutlich mehr Ausdauer und Erfahrung mitbringen sollte; ebenso muss die Ausrüstung entsprechend angepasst werden. Des Weiteren ist ein gutes Orientierungsvermögen unbedingt notwendig.

Generell wird das Bergwandern vom Klettern und Bergsteigen differenziert. Allerdings gibt es bei Touren mit hohen Schwierigkeitsgraden durchaus auch Strecken, bei denen entsprechende Anforderungen gestellt werden.

Die richtige Ausstattung

Bergwandertouren gehören zu den beliebtesten Urlaubsunternehmungen bei Reisen ins Gebirge. Dabei können Umgebung und Landschaft des Reiseziels ausführlich erkundet werden.

Damit die Bergwandertour auch gelingt, sollte man die richtige Ausrüstung bei sich haben. Neben der körperlichen Eignung gehört auch die passende Ausstattung zu den wichtigsten Kriterien für eine gelungene Bergwandertour.

Bergschuhe

Richtige und passende Bergschuhe sind das wichtigste beim Bergwandern
Richtige und passende Bergschuhe sind das wichtigste beim Bergwandern

Egal, welcher Art die Tour ist oder wie hoch der Schwierigkeitsgrad ausfällt, der wichtigste Ausrüstungsgegenstand sind die Bergschuhe. Diese sollten möglichst knöchelhoch und vor allem gut eingelaufen sein, denn bei unpassendem Schuhwerk besteht die Gefahr, dass es schon nach wenigen Minuten zu drückenden Stellen an den Füßen kommt, aus denen sich im weiteren Verlauf Blasen entwickeln können.

Damit einem also durch ungeeignete Schuhe nicht die Freude an der Wandertour verdorben wird, sollte man sich in einem auf Bergwanderungen spezialisierten Fachgeschäft in aller Ruhe beraten lassen und dann passende Bergschuhe mit einer griffigen Sohle auswählen.

Wetterfeste Kleidung

Ebenfalls überaus wichtig für eine gelungene Bergwandertour ist wetterfeste Kleidung, die sowohl vor Regen als auch vor Kälte schützt. Empfohlene Kleidungsstücke für eine Alpenwanderung sind unter anderem

Natürlich darf auch ein geeigneter Tourenrucksack, der mit gepolsterten Trageriemen versehen ist, zum Verstauen der Ausrüstung nicht fehlen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Rucksack nicht zu klein ist. Wer in einer Berghütte übernachten möchte, sollte sich zudem mit einem entsprechenden Hüttenschlafsack ausstatten.

Da in den Bergen das Wetter sehr schnell umschlagen kann ist wetterfeste Kleidung sehr wichtig
Da in den Bergen das Wetter sehr schnell umschlagen kann ist wetterfeste Kleidung sehr wichtig

Ausrüstungsgegenstände

Je nachdem, welcher Art die Bergwandertour ist, können die Ausrüstungsgegenstände verschieden sein. Zu den Utensilien, die möglichst immer dabei sein sollten, gehören zum Beispiel

Wer die Landschaft ausführlich beobachten möchte, sollte auch an ein Fernglas denken. Darüber hinaus sollten auch Landkarten als Orientierungshilfe mit dabei sein. Je nach Schwierigkeitsgrad kann auch eine Kletterausrüstung notwendig werden.

Man sollte gut bedenken was man alles in den Rucksack packt
Man sollte gut bedenken was man alles in den Rucksack packt, dass man nicht unnötig viel Gewicht rumschleppen muss

Proviant

Natürlich gehört auch Proviant zur richtigen Ausstattung. Empfohlen werden Getränke und leichte Kost wie zum Beispiel Müsliriegel oder Trockenobst.

Am besten lässt sich die geeignete Ausrüstung für eine Bergwandertour in einem spezialisierten Fachgeschäft erwerben. Dort findet man die geeigneten Gegenstände für die unterschiedlichsten Wetterbedingungen und kann sich fachkundig beraten lassen.

Gut vorbereitet in den Wanderurlaub gehen

Wanderschuh im Vordergrund, Wanderer auf Weg mit Bergpanorama im Hintergrund
Chaussure de marche © richard villalon - www.fotolia.de

Wandern im Gebirge ist für viele Menschen erholsam und hält den Körper fit. Dass aber der Berg auch mit einigen Risiken behaftet ist, dem sollte sich der wanderbegeisterte Urlauber auch bewusst sein. Bergwandern ist auf jeden Fall sehr gesund, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kräftigt die Muskulatur. Einige Dinge sollten im Vorfeld jedoch beachtet werden, damit der Wanderurlaub auch wirklich zum Traumurlaub wird.

Wenig geübte Wanderer sollten sich nicht mit zu steilen Bergtouren übernehmen. Der Körper verliert große Mengen an Flüssigkeit und auch die Luft wird in höheren Bergregionen zunehmend dünner. Hinzu kommt noch, dass der Rücken meist mit einem Bergrucksack belastet wird, in dem unter Umständen bis zu sechs Kilogramm Gepäck sind. Die meisten Unfälle passieren dann durch Umknicken und Stolpern, weil der Körper den Belastungen nicht gewachsen ist. Es gilt daher niemals untrainiert auf eine Bergtour zu gehen.

Weiterhin sollte vorher ein Check beim Arzt gemacht werden, inwieweit der Körper belastet werden kann. Die Touren sollten vorher auch gut geplant werden. Wechselwäsche, eine warme Jacke und ausreichend Flüssigkeit gehören auf jeden Fall ins Gepäck. Auch an ein Erste-Hilfe-Kit ist unbedingt einzupacken.

Um bei großer Anstrengung eine Unterzuckerung des Körpers zu vermeiden, sollte auch ausreichend gegessen werden. Das richtige Schuhwerk gehört auch zur Wanderausstattung, genau wie Stöcke, die in unwegsamen Gelände eine große Hilfe sind. Am besten lässt man sich im Vorfeld der Tour im Fachhandel beraten.

Unfälle auf der Bergtour vermeiden - Kopf ist wichtiger als Ausrüstung

Wanderer mit Rucksack und Wanderstöcken in Berglandschaft
Wandern in der Steinernen Stadt (Gröden) © diavoletto - www.fotolia.de

Teure Outdoor-Kleidung macht noch keinen guten Bergsteiger. Und das gilt auch für Wanderer, die in ihrer Freizeit eine Bergtour machen wollen. Um unfallfrei ans Ziel zu kommen, sind Schuhe mit Profilsohle und Goretex-Jacke sicher sinnvoll – sie ersetzen aber keine gute Planung. Worauf kommt es an?

Objektive Fakten klären

Spontaneität ist schön. Vor einer Bergtour ist sollten Wanderer sich aber ausführlich über die Strecke informieren. Karten geben dabei nur über den allgemeinen Zustand Auskunft. Wie die Verhältnisse am Berg aktuell sind, erfährt man von Experten vor Ort, etwa den Hüttenwirten.

Bei der gesamten Planung ebenso wie bei den Tagesetappen ist der Wetterbericht zu beachten. Gibt es noch Altschneefelder, die zur Gefahr werden könnten? Drohen Regen und starker Wind?

Wenn das Wetter unsicher wird, sollte unbedingt ein Zeitpuffer eingeplant werden für unvorhergesehene Stopps oder Passagen, sie sich nur langsam bewältigen lassen. Unter Zeitdruck steigt das Risiko für Stolpern und Stürze.

Selbstüberschätzung vermeiden

Objektive Faktoren sind nur eine Seite der Planung. Ebenso wichtig ist eine kritische Selbsteinschätzung. Viele Gelegenheitswanderer überschätzen ihre Leistungsfähigkeit und verkennen die Risiken von Wanderunfällen. Die zweithäufigste Todesursache auf dem Berg sind Herzinfarkte.

Mehr als die Hälfte der Alpinunfälle geht allerdings auf Stürze zurück. Meist passieren diese auf dem Rückweg: der Abstieg ist motorisch anspruchsvoller als das Hinaufklettern. Wer sich beim Anstieg schon verausgabt hat, wird bergab unkonzentrierter. Und wenn die Trittsicherheit fehlt, nehmen Ausrutscher und Stolpern zu.

Notfallgepäck

Das wichtigste Utensil im Rucksack ist heute ein Smartphone, idealerweise mit GPS. Auch bei Tagestouren sollte außerdem ein Erste-Hilfe-Paket dabei sein.

Tipps zur Planung

Eine Bergwandertour ist ein Urlaubserlebnis der besonderen Art. Vor allem die Landschaften und Panoramen der Gebirge üben eine faszinierende Wirkung aus. Damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, sollte man die Tour sorgfältig planen und dabei auf einige Dinge achten.

Fitness und Streckenplanung

Grundvoraussetzung für jede Bergwandertour ist vor allem eine gute körperliche Verfassung, denn beim Bergwandern ist oftmals Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit gefragt. Auch Berge, die nicht ganz so hoch sind, sollte man nicht unterschätzen.

Für die Planung der Tour ist es ratsam auf Landkarten und Tourenbeschreibungen zurückzugreifen. Auch den Rückweg muss man bei der Planung bedenken.

Wertvoll können zudem Informationen von Ortskundigen oder alpinen Vereinen sein. So ist es sinnvoll, über die Länge und das Höhenprofil der Strecke Bescheid zu wissen und ob Gaststätten oder Berghütten auf dem Weg liegen, in denen man eine Pause einlegen kann.

Die richtige Ausrüstung

Eine höchst wichtige Rolle bei der Planung der Bergwandertour spielt natürlich auch die geeignete Ausrüstung. Diese haben wir im vorherigen Hauptpunkt detailliert für Sie zusammengefasst.

Berücksichtigung des Wetters

Bevor es losgeht, ist es sehr wichtig, sich über das Wetter zu informieren, denn durch einen Kälteeinbruch, einen Schneesturm oder ein Gewitter kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Beim Aufbruch ist es zudem ratsam, dem Hotelier, dem Hüttenwirt oder Freunden den Weg und das Ziel der Tour mitzuteilen.

Eine Bergwanderung sollte gut geplant sein
Eine Bergwanderung sollte gut geplant sein

Uhrzeit und Pausen

Experten empfehlen, mit der Bergwandertour möglichst am frühen Morgen zu beginnen, damit man rechtzeitig vor der Dunkelheit wieder zurück ist, denn Wandern oder Bergsteigen im Dunkeln kann unter Umständen lebensgefährliche Folgen haben.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, während der Tour mehrere Pausen einzuplanen. Durch regelmäßige Pausen kann die Gefahr von Stürzen verringert werden.

Tempo und Regeln

Während der Wanderung muss das Tempo stets an die schwächsten Teilnehmer der Gruppe angepasst werden. Vor allem zu Beginn der Tour sollte man es erst einmal langsam angehen lassen. Wichtig ist auch, dass man markierte Wege nicht verlässt.

Damit es nicht zu Verletzungen von anderen Tourteilnehmern kommt, dürfen keine Steine abgetreten werden. Stellen, bei denen die Gefahr eines Steinschlags besteht, muss man einzeln und so schnell wie möglich passieren.

Wo findet man die schönsten Gebiete für Bergwandertouren?

Geeignete Gebiete für eine Bergwandertour

Bergwandertouren zählen nach wie vor zu den beliebtesten Reiseunternehmungen im Gebirge.

Eine Tour lässt sich sowohl allein als auch in der Gruppe unternehmen. Darüber hinaus gibt es immer wieder etwas Neues zu erkunden, denn der europäische Kontinent verfügt über eine riesige Auswahl an geeigneten Gebieten, in denen sich Bergwandertouren unternehmen lassen. So reicht das Angebot vom hohen Norden Skandinaviens bis hin in den sonnigen Süden der iberischen Halbinsel.

Bergwandern in Deutschland

Natürlich gibt es auch im heimischen Deutschland gute Regionen für eine interessante Bergwanderung. Dazu gehört zum Beispiel die Allgäudurchquerung, die durch die Allgäuer Alpen führt.

Die Tour beginnt am Allgäuer Hauptkamm und verläuft die deutsch-österreichische Grenze entlang bis zum Tannheimer Tal. Dabei kommt der Wanderer an Gipfeln wie

  • Hochvogel
  • Mädelegabel
  • Hohes Licht und
  • Biberkopf

vorbei. Bis ins Nachbarland Österreich führt die Wandertour auf dem Tirolerweg, von Garmisch-Partenkirchen bis nach Innsbruck.

Dabei wird der Nationalpark Karwendel bis zur Nordkette durchquert. Faszinierende Landschaften und Panoramen bietet auch die Wandertour am Königssee, die durch eine imposante Berglandschaft führt. Dabei durchwandert man den Nationalpark Berchtesgaden und umrundet das Steinerne Meer.

Bergwandern in Österreich

Ein absolutes Paradies für Bergwanderer ist Österreich mit seiner einzigartigen Bergwelt. Durch

  • einsame Bergwege
  • karge Felsen und
  • sanfte Grasberge

führt zum Beispiel die Lechfelldurchquerung, durch die man zum Ursprung des Lechs gelangt.

Die Wandertour beginnt im Bärlundtal und endet im Lechquellgebiet. Eine besondere Herausforderung stellt die Alpenüberquerung dar. Diese führt über den E5 vom Kleinwalsertal bis zum Schnalstal im italienischen Südtirol quer durch die Alpen.

Bergwandern in Skandinavien

Wem die Alpen zu nahe sind, kann auch im hohen Norden Skandinaviens wandern. Sowohl Schweden als auch Norwegen bieten eine faszinierende Gebirgswelt.

Bergwandern in Spanien

Zieht es einen hingegen nach Süden, findet man auch in Spanien zahlreiche geeignete Gebiete zum Bergwandern. Dazu gehört vor allem Andalusien mit dem Hochgebirge Sierra Nevada. Dieses ist mit einer Höhe von 3.482 Metern über dem Meeresspiegel das höchste Gebirge auf der iberischen Halbinsel und bietet anspruchsvolle Wanderstrecken.

Bergwandern in Kroatien

Als Geheimtipp zum Bergwandern gilt Kroatien, das vor allem für seine traumhaften Strände bekannt ist. Das Land verfügt aber auch über eindrucksvolle Gebirgslandschaften.

So lassen sich abseits des Massentourismus Wandertouren durch die rauen Gebirge und Schluchten unternehmen, die unter anderem

  • durch das Biokovo-Gebirge
  • durch die Krka-Wasserfälle sowie
  • an den berühmten Plitvicer Seen

vorbeiführen.

Mit der Familie die Berggipfel in Südkärnten erklimmen

Bei einer Bergwanderung in Südkärnten gibt es auch interessante Ruinen für Kinder zu entdecken

Beine von drei Bergsteigern mit Wanderschuhen, eine steile, steinige Wiese hoch wandernd
randonnée © fotomania - www.fotolia.de

Wer mit Kindern in den Bergen wandern will, der muss sich vorher schon etwas einfallen lassen, denn viele Kinder haben andere Vorstellungen vom Wandern als die Erwachsenen. Aber in Südkärnten gibt es viele Berge, die man auch mit Kindern bequem erwandern kann, so beispielsweise der Hochobir, der 2142 Meter hoch ist. Aber wenn man den Start- und Zielpunkt an der Eisenkappler Hütte auswählt, die auf 1555 Metern liegt, so ist auch der An- und Abstieg sehr gut zu bewältigen.

Besichtigung der Ruine ist auch für Kinder unterhaltsam

Auf dem Weg zum Gipfel geht es auch an einer ehemaligen Wetterschutzhütte vorbei, heute nur noch eine Ruine, aber dies ist gerade für Kinder interessant. Am Gipfelkreuz angekommen, ist es natürlich das Beste sich in das Gipfelbuch einzutragen, danach erst einmal ein Foto von den Gipfelstürmern und schließlich der herrliche Rundblick in das Klagenfurter Becken.

Nach dem Abstieg darf natürlich die Einkehr in die Jausen-Station nicht vergessen werden und anschließend geht es wieder mit dem Auto zurück ins Quartier.

Skiwandern unter kalifornischem Himmel - Milestone Mountain in der Sierra Nevada

Wer einen Skiurlaub plant, den zieht es längst nicht mehr ausschließlich nach Europa – immer beliebter werden Skigebiete in weiter Ferne, wie zum Beispiel am Milestone Mountain in der Sierra Nevada in den USA. Auch hier gibt es mittlerweile stark überlaufene Pisten; wer es einsamer mag, dem sei die „Sierra High Route“ ans Herz gelegt – jedoch ist sie eher für erfahrene Skifahrer zu empfehlen, da es sich um eine etwa einwöchige Tour fernab aller Zivilisation handelt. Für Abenteuerlustige und Skiprofis ein unvergessliches Erlebnis.

Um sich auf dieses Abenteuer einzulassen, bedarf es einiger Vorbereitungen. Die meiste Zeit befindet man sich in einer Höhe von mehr als 3.500 Metern, die Auswirkungen auf den Körper sollten bekannt sein und besonders wichtig ist eine entsprechende Fitness und Ausdauer.

Das Gepäck sollte so leicht wie möglich gehalten werden und man muss sich bewusst sein, dass es auf der 60 Kilometer langen Route keine Hütten gibt, wo man mal eben duschen oder was essen gehen kann. Ohne den starken Willen, viele Meilen zurück zu legen, wird man an der „High Route“ keinen Spaß finden.

Eine Tour durch die Sierra Nevada kann man auch mit professioneller Führung machen, es gibt viele Veranstalter, die diesen Urlaub anbieten. Eine Woche mit Übernachtung in Zelten, Ausrüstung und Abendessen beläuft sich auf umgerechnet 750 Euro.

Kurztrip auf dem Appalachian Trail

Der Appalachian Trail ist weit über die Grenzen der USA bekannt. Er startet am Springer Mountain in Georgia, folgt den Appalachen und führt bis zum Mount Kathadin in Maine. Die Strecke von 3.500 Kilometern genießt unter Wanderern längst Kultstatus und gilt als einer der anspruchsvollsten Wanderwege weltweit.

Wer besonders ehrgeizig ist, kann ihn innerhalb eines Jahres von Anfang bis Ende durchwandern und danach den Ehrentitel des „Thru-Hiker“ führen. Aber nur rund 120 Wanderer schaffen dies pro Jahr.

Für die anderen bieten sich auch schöne Teilstücke, die in ein paar Tagen zu bewältigen sind. Besonders schön ist der Abschnitt auf dem „Dach Neuenglands“ zwischen New Hampshire und Maine. Zugleich zählt er zu den härtesten. Die White Mountains sind hier zwar nur knapp 2000 Meter hoch, das Gelände ist jedoch extrem unwegsam und für Wetterstürze berüchtigt. Körperliche Fitness und Ausdauer sind hier absolut wichtig. Zahlreiche bewirtschaftete und unbewirtschaftete Hütten bieten dem Wanderer die Möglichkeit zur Einkehr und Erholung.

Grundinformationen und Hinweise zu Bergwandertouren

  • Bergwandertouren - Anforderungen, Ausstattung und empfehlenswerte Gebiete

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: bergpanorama © Michael Neuhauß - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: hiking boots © Rafa Irusta - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Happy young asian hiker woman hiking portrait © Maridav - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: trip © magdal3na - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hiking couple © Alexander Raths - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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