Norwegen - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Rotes Häusschen und kleiner Bootssteg an einem norwegischen Fjord

Sehenswertes im Reiseziel Norwegen

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  • von Paradisi-Redaktion

Die unendlichen Weiten des skandinavischen Landes Norwegen haben für naturverbundene Urlauber und Wintersportler einiges zu bieten. Beeindruckende Landschaften mit Nationalparks und tosenden Wasserfällen, sowie eine Vielzahl kultureller Angebote warten auf den Urlauber. Besonders Abenteurer und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Lernen Sie das Reiseziel Norwegen kennen.

Norwegen - Geographie

Der Staat Norwegen befindet sich in Nordeuropa auf der Skandinavischen Halbinsel. Das am Atlantik gelegene Königreich grenzt an Schweden, Finnland, sowie Russland und bietet eine überwältigende Landschaft, die von Gebirgen und Fjorden geprägt ist.

Das Skandinavische Gebirge wird von den so genannten Fjells geprägt. Man findet hier Gebirgsmassive und karge Hochebenen.

Höchster Berg ist der Galdhøpiggen; er misst 2.469 Meter. Er befindet sich im Gebirgszug Jotunheimen.

Hauptstadt Norwegens ist Oslo. Zu den weiteren großen Städten des Landes zählen

  • Bergen
  • Trondheim
  • Stavanger sowie
  • Bærum.
Geographische Lage Norwegens in Nordeuropa
Geographische Lage Norwegens in Nordeuropa

Klima und Artenvielfalt

Das Klima ist eher mild und feucht. Trotz vieler dunkler Wintertage im Norden, unterscheidet sich das Wetter im übrigen Land nicht allzu sehr von unserem.

Je mehr man sich dem Landesinneren nähert, desto stärker findet man ein kontinental geprägtes Klima vor. Die Niederschlangsmenge nimmt ab, die Temperaturen im Sommer steigen, während die Winter kälter ausfallen.

Die Pflanzenwelt Norwegens ist sehr vielfältig. Im Laubwald sind viele Frühjahrsblüher heimisch. Man findet hier zum Beispiel Buschwindröschen, Leberblümchen oder Wald-Schachtelhalme.

Der Nadelwald wird aufgeteilt in den feuchteren Fichtenwald und den trockenen Kiefernwald. Im Hochstaudenwald findet man beispielsweise die Trollblume, während in der Taiga Allackerbeeren und Langblättriger Ehrenpreis wachsen.

Auch die zahlreichen Sumpfgebiete und Moore weisen viele verschiedene Arten auf. Zu diesen zählen beispielsweise

  • Weiße Seerose
  • Sumpf-Veilchen
  • Gewöhnliche Moosbeere
  • Gemeines Fettkraut oder
  • Schwimmendes Laichkraut.

Auch Flechten, Moose und Pilz findet man in Norwegen.

Geographische Lage Norwegens auf der Weltkarte
Geographische Lage Norwegens auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Norwegen stellt für viele unterschiedliche Interessen das richtige Reiseziel dar.

Wintersport in Norwegen

Den landschaftlichen Verhältnissen entsprechend gibt es viele Skiorte wie z.B. Hafjell (nördlich von Lillehammer gelegen), die zu alpinen Wintersport einladen. Wer den Skiurlaub mit einem Kulturprogramm kombinieren möchte, ist in der Hauptstadt Oslo richtig.

Im Vinterpark, nur wenige Minuten von der Innenstadt enfernt, laden 14 Abfahrten zum testen ein.

nah beieinander. Über Oslo liegt eine der beliebtesten Touristenattraktionen: Die Skisprungschanze in Halmenkollen mit Skimuseum. In puncto Kultur ist die Stabkirche von Urnus zu nennen, die zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.

In Norwegen gibt es viele Skiorte
In Norwegen gibt es viele Skiorte

Bahnfahren und Wandern

Eine weitere Attraktion ist die Flambahn. Bekannt durch ihre steilen Abhänge führt die 20km lange Bahnstrecke vom 866 Meter hoch gelegenem Myrdal in den Ort Flam hinab. Auf der Reise ins Tal geht es vorbei an

  • Wasserfällen
  • Steilhängen und
  • dem Aurlandfjord (der größte Fjord in Norwegen).

Die Region eignet sich hervorragend für Wander- und Radtouren. Für routinierte Profis werden Gletscherwanderungen angeboten. Zwei der größten, naturbelassenen Nationalparks sind Blatjella-Skjekerfjella und Borgefjell.

Die Nordkap-Klippe stellt die nördlichste Grenze Europas dar und ist dank der schönen Aussicht auf den Barentsee ein beliebtes Ziel. Hier lässt sich wohl am stärksten das Gefühl von Weite und Einsamkeit nachempfinden, das mit den skandinavischen Ländern in Verbindung gebracht wird.

Beliebtes Urlaubs- und Auswanderland

Ebenso wie in den Nachbarländern ist das Angebot an Ferienhäusern daher sehr vielfältig. Auf eine große Landfläche verteilen sich nur wenige Einwohner, wodurch die Norweger ein gelassenes, gastfreundliches Völkchen sind.

Zur Mentalität der Norweger ist erwähnenswert, dass sie sehr viel Wert auf Höflichkeit legen. Sie gelten als nationalbewusst und aufgeschlossen. Da kann es schon mal vorkommen, dass der eine oder andere mit der Nationalflagge den Weihnachtsbaum schmückt.

Trotz teurer Lebenshaltungskosten ist das Auswandern nach Norwegen zum Boom geworden. Grund dafür ist die geringe Arbeitslosenquote und die Aussicht auf gesicherte, berufliche Verhältnisse.

Blick auf Dünen am Sandstrand, im Hintergrund Meer
Blick auf Dünen am Sandstrand, im Hintergrund Meer

Auf ein paar lohnenswerte Ziele gehen wir im Folgenden genauer ein...

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Oslo

Oslo ist nicht nur Norwegens Hauptstadt, sondern mit 600.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Besucher beeindruckt Oslo mit seiner besonders schönen Lage im Südosten des Landes an der Mündung des gleichnamigen Fjords. Oslo ist eine pulsierende Großstadt, die sich aber in ihren Bauten und in ihrer Einbettung in die Fjordlandschaft ein typisch norwegisches Flair erhalten hat.

Geschichte

Oslo wurde um 1000 gegründet, wurde Bischofssitz und 1299 die Hauptstadt Norwegens. Mehrfach brannte die mittelalterliche Stadt ab, weshalb das heutige Stadtbild Oslos erst zur Zeit der Renaissance entstand.

Während an das mittelalterliche Oslos nur noch die erhaltene Festung Akershus erinnert, verlor die Stadt für lange Zeit sogar ihren Namen. Als Norwegen zu Dänemark und später zu Schweden gehörte, hieß die Stadt nach einem Dänenkönig "Christiana". Erst 1925 erhielt Oslo seinen ursprünglichen Namen zurück.

Heute gilt Oslo als modernste Stadt Skandinaviens. Es verfügt über eine große Universität, und war 1952 Gastgeber der Olympischen Winterspiele.

Sehenswürdigkeiten

Das Herz Oslos bildet die Altstadt, in der sich das königliche Schloss und die Festung Akershus befinden. In der Altstadt wurden an einigen Stellen die Grundmauern der mittelalterlichen Stadt freigelegt.

Sehenswert sind der Osloer Dom und das markante Rathaus. Dort wird jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen.

Mit dem neuen Opernhaus erhielt Oslos 2008 ein weiteres kulturelles Zentrum. Viele Sehenswürdigkeiten und Geschäfte liegen entlang der "Karl Johans gate", einer zentralen Einkaufsmeile. Hier befinden sich das Residenzschloss und das Parlamentsgebäude Storting.

Ebenso kann man auf der "Karl Johans gate" auf den Spuren eines der berühmtesten Söhne Oslos wandeln, des Schriftstellers Henrik Ibsen. Er verkehrte im Grand Café, das heute noch im Grand Hotel zu Hause ist.

Museen

Die Museumslandschaft Oslos ist gleichzeitig vielfältig und einzigartig. Auf der Insel Bygdoy liegen das Volkskunde- und Fischereimuseum. Hier kann man einen Eindruck vom Leben in vergangenen Zeiten gewinnen, als Norwegen noch ganz überwiegend vom Fischfang lebte.

Auf Gut Frogner widmet sich ein Museum der Stadtgeschichte, und auf dem Gelände der Festung Akershus gibt es eine Ausstellung zur Besatzungszeit während des Zweiten Weltkriegs. Norwegen als Land der Künstler kann man im Museum für moderne Kunst und im Munch-Museum entdecken, wo sich der Nachlass des berühmten Malers Edward Much befindet.

Flagge von Norwegen
Flagge von Norwegen

Sehenswürdigkeiten der Stadt Tromsø

Wer durch das nördliche Norwegen reist, wird sicherlich den Polarkreis besuchen, um das atemberaubende Naturschauspiel der Polarnacht zu bewundern. Es lohnt sich aber auch ein Abstecher noch Tromsø, einer der am nördlichsten gelegenen Städte der Welt. Sie überrascht mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem pulsierenden kulturellen Leben so weit im Norden Europas.

Geografische Lage

Tromsø, die Hauptstadt der Region Troms, liegt 344 Kilometer nördlich des Polarkreises. Auf einer Fläche von über 2.000 Quadratkilometern erstreckt sich die Stadt entlang der norwegischen Küste und ist im Landesinneren in die subpolare Landschaft eingebettet. Dennoch handelt es sich im eine kleine, aber pulsierende Metropole mit immerhin 68.000 Einwohnern.

Tromsø verfügt über die nördlichste Kathedrale und die nördlichste Universität der Welt. Wegen des Golfstroms sind die Wassertemperaturen für die nördlichen Breiten ungewöhnlich hoch.

Dagegen verdeutlicht die Polarnacht, wie weit im Norden man sich wirklich befindet. Zwischen Mai und Juli geht in Tromsø die Sonne nicht unter, während sie zwischen November und Januar nicht aufgeht.

Geschichte und Kultur

Die Region um Tromsø war bereits zur Steinzeit besiedelt. Eine erste Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Als Tromsø 1794 die Stadtrechte verliehen wurden, lebten dort nur 80 Menschen. Ihre Zahl siegt in der Folgezeit aber schnell an.

Tromsø wurde ein Handelszentrum und seit dem 19. Jahrhundert der wichtigste Standort für die Polarforschung. Viele Expeditionen in die Polarregion nahmen von dort ihren Ausgang. Seit 1993 hat das norwegische Polarforschungsinstitut seinen Sitz in Tromsø.

Sehenswürdigkeiten

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Tromsø haben mit der Lage der Stadt am Polarkreis zu tun. Über die Barentsee und die Polarregion informiert das Erlebniszentrum Polaria, während die Geschichte der Polarexpeditionen im Polarmuseum dargestellt wird.

Im Tromsø Museum erhält der Besucher einen Einblick in die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt Nordskandinaviens und in die Geschichte und Kultur der Ureinwohner der norwegischen Polarregion, der Samen. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch der Eismeerkathedrale, in der Europas größtes Glasmosaikfenster verbaut wurde.

Um eine herrliche Aussicht über Tromsø und Umgebung genießen zu können, sollte man mit der Seilbahn auf den nahen Berg Storsteinen fahren. Von dort aus lässt sich neben der Stadt auch die umliegende Berg- und Fjordlandschaft bestaunen.

Grünes Polarlicht über Winterlandschaft in Spitzbergen, Norwegen
Grünes Polarlicht über Winterlandschaft in Spitzbergen, Norwegen

Genießen Sie eine atemberaubende Aussicht vom Preikestolen

Wer Südnorwegen besucht, sollte sich in keinem Fall einen Blick vom Preikestolen entgehen lassen. Von dieser Felsplattform bei Ryfylke hat man eine der schönsten Aussichten über die Fjord- und Berglandschaft des südlichen Norwegen.

Geographische Lage

"Preikestolen" oder auch "Prekestolen" heißt auf norwegisch wörtlich "Kanzel" oder "Predigtstuhl". In der Tat hat der Ausblick von dieser Plattform etwas Erhabenes und Weihevolles.

So ist er geradezu ein "Wallfahrtsort" für Einheimische und Touristen aus aller Herren Länder gleichermaßen. Jährlich wird der Aussichtspunkt von ungefähr 100.000 Menschen besucht.

Der Preikestolen liegt in der norwegischen Provinz Rogaland bei der Ortschaft Ryfylke. Das Plateau des Preikestolen bildet eine überstehende Fiellkante, die 604 Meter senkrecht zum Fjord hin abfällt.

Auf dem ca. 25 mal 25 Meter großen Plateau fühlt man sich fast so, als würde man hoch über dem Wasser schweben. Vom Plateau aus hat man einen weiten und herrlichen Blick über den Lysefjord und die angrenzende Berglandschaft. Preikestolen ist keine künstlich geschaffene Aussichtsplattform, sondern vor ca. 10.000 Jahren aus einem eiszeitlich bedingten Gebirgsabbruch entstanden, als gefrierendes Wasser den Stein sprengte.

Der Weg zum Preikestolen

Die Felsenkante des Preikestolen kann man nur zu Fuß erreichen. Man kann sie mit dem Auto von Botne aus ansteuern. Bei Preikestolhytta erreicht man einen Parkplatz und kommt dann nur noch über einen Wanderweg zu Fuß weiter.

Der Pfad führt zuerst steil über einen Höhenrücken und dann durch ein Waldgebiet zur Urskarhöhe. Von dort gelangt man über ein Geröllfeld nach Neverdalsskaret hinauf.

Schließlich passiert man noch einen kleinen See, bis man dann über einen Treppenpfad zum Preikestolen selbst hinauf steigen kann. Für diese etwa dreistündige Wanderung benötigt man Regenbekleidung und festes Schuhwerk.

Die Wege sind manchmal sehr steil, aber gut ausgeschildert und gesichert. Die Aussichtsplattform des Preikestolen selbst verfügt dagegen über keinerlei Geländer oder Begrenzungen. Dennoch ist es bislang nie zu einem Unfall gekommen.

Die Landschaft am Preikestolen

Heller Granitfels kennzeichnet die Landschaft am Preikestolen. Die sich links und rechts vom Lysefjord erhebenden Berge weisen viele Hochplateaus auf, die mit klaren Bergseen durchzogen sind. Die Seen laden zum Baden ein, und die vielen Hügel fordern den Ehrgeiz von Freizeit- und Sportkletterern heraus.

Lofoten vor der Küste Norwegens: Hütte am Strand des Trollfjords
Lofoten vor der Küste Norwegens: Hütte am Strand des Trollfjords

Rondane Nationalpark

Der Rondane Nationalpark ist Norwegens ältester Nationalpark. Rund um den Rondvatnet See gibt es viele Gelegenheiten zum Wandern und Bergsteigen.

Es handelt sich um ein typisches Hochgebirge; viele der Gipfel erreichen Höhen von mehr als 2.000 Meter. Wer Glück hat, kann hier auf eine Herde wilder Rentiere treffen, denn die Region gilt als eine der wenigen Gebiete, in denen man sie finden kann. Lesen Sie hier, was Sie im Rondane Nationalpark sonst noch erwartet.

Zwillingswasserfall Latefossen

In der Provinz Hordaland findet man den Zwillingswasserfall Latefossen. Er zählt zu den imposantesten Wasserfällen des Landes und weist eine Fallhöhe von 165 Metern auf.

Schon im 19. Jahrhundert war der Wasserfall ein beliebtes Reiseziel. Wer entlang der Serpentinen spazieren geht, findet noch die Überreste eines Hotels, welches einst dort stand.

Im Tal rund um diese Naturschönheit finden sich einige Wandermöglichkeiten. Informieren Sie sich hier genauer über den Latefossen.

Weitere Highlights

Zu den weiteren Highlights Norwegens zählen

  • die Lofoten Inseln mit weißen Stränden und Lofotr Wikingermuseum
  • Bergen, die Stadt der Fjorde, mit ihren historischen Gebäuden
  • die Region Stavanger mit vielen Naturattraktionen
  • der Geirangerfjord, UNESCO-Weltkulturerbe
  • das Nordkap mit zahlreichen Aktivitäten, wie Schneeschuhwandern, Eisangeln oder Hundeschlittenfahrten
  • Trondheim mit den vielen bunten Holzhäusern
  • Spitzbergen, der Lebensraum der Eisbären

Speisen und Getränke

Die norwegische Küche basiert auf traditionellen Speisen der Bauern und Fischer. National-typische Gerichte sind beispielsweise der Stockfisch (getrockneter Kabeljau, "Torrfisk" genannt) und Smalahovud (geräucherter Schafskopf).

Aufgrund des skandinavischen Klimas mit langen Wintern und kurzen warmen Abschnitten wurden viele Nahrungsmittel getrocknet, gesalzen, geräuchert oder eingelegt.

Generell ist das Frühstück in Norwegen äußerst reichhaltig, während das Mittagessen eher wie ein Imbiss ausfällt. Als warme Hauptmahlzeit wird das Abendessen zwischen 17 und 18 Uhr verzehrt. Später abends, etwa um 21 Uhr, ist es in vielen Haushalten üblich, dass noch ein Imbiss eingenommen wird; dieser kann auch aus Kaffee und Kuchen bestehen.

Neben dem Kabeljau ist vor allem auch der Lachs, oft als Räucherlachs, beliebt. Ansonsten werden Makrelen und Sardinen gegessen.

In Sachen Fleisch ist fenalårfenalår, geräucherte und fermentierte Lammkeule weit verbreitet. Wählt man Wild, wird dieses häufig mit süß-sauren Saucen serviert. Zu den gängigen Milchprodukten zählen Butter und diverse Käsesorten.

Kaffee stellt das beliebteste Getränk Norwegens dar. Auch Bier, zu festlichen Anlässen auch selbst gebraut, ist gängiger Essensbegleiter.

Norwegischer Aquavit wird aus Kartoffeln destilliert. Das Trinken von Alkohol unterliegt starken Beschränkung, so dass in manchen Bars generell keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.

Eine Besichtigung der norwegischen Stadt Bergen

Bergen bietet viele Ausflugsmöglichkeiten und ist selbst eine wunderschöne Stadt

Rotes Häusschen und kleiner Bootssteg an einem norwegischen Fjord
fjörd in norwegen © Farida - www.fotolia.de

Die norwegische Stadt Bergen liegt nördlich vom 60. Breitengrad und ist trotz des immer regnerischen Wetters bei den Touristen sehr beliebt. Denn hier oben beginnt die bekannte und beliebte Fjordlandschaft, so dass Bergen auch als "Tor zu den Fjorden" genannt wird.

Im Hafen von Bergen legen auch viele Kreuzfahrtschiffe an und die Passagiere gehen dann zu ihrem Landausflug in die Stadt, die seit dem Mittelalter als Handelsplatz große Bedeutung hat. Auch deutsche Kaufleute der Hanse trieben seit 1360 dort über vier Jahrhunderte ihren Handel und aus jener Zeit stammen auch noch die Kaianlagen, die Bryggen, sowie die vielen bunten Holzhäuser.

Bergen als Ausgangspunkt für Abenteuer

In Bergen gibt es auch vier Hochschulen, wo etwa 20.000 Studierende eingeschrieben sind. An der Hafeneinfahrt liegt die Festung Bergenhus, wo während des Zweiten Weltkriegs auch die deutschen Soldaten stationiert waren. Die Burganlage mit seinem Rosenkranz-Turm wurde zu dieser Zeit auch schwer beschädigt und später wieder aufgebaut, so dass man sie zu Teil besichtigen kann.

Von dem 320 Meter hohen Aussichtspunkt Floyen, den man mit einer Standseilbahn schnell und bequem erreichen kann, hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Von Bergen verkehren auch die Postschiffe, die ganzjährig auf der Hurtigruten die Häfen an der Westküste mit Ware beliefern und auch gern Passagiere mitnehmen. Nach Bergen kann man auch mit der Eisenbahn von Oslo mehrmals täglich reisen, wobei schon die Fahrt einmalig schön ist.

Von Bergen aus starten auch viele Wanderer ihre Touren zu den vielen Fjorden. Aber wer nach Bergen reist, der sollte auf jeden Fall an Regenkleidung denken, denn die Stadt ist eine der regenreichsten Städten in Europa.

Bergbauregion in Norwegen wird UNESCO-Weltkulturerbe

Was das Ruhrgebiet für Deutschland, das ist die Region rund um Røros für Norwegen. Mit dem feinen Unterschied, dass es hier so richtig idyllisch zugeht - und Besucher die bewegte Vergangenheit des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes meist erst auf den zweiten Blick entdecken.

Auf den ersten nämlich scheint Røros ein Fleckchen Erde aus dem Bilderbuch: Bunte Holzhäuser und eine wunderschöne Kirche im skandinavischen Stil begeistern Besucher aus aller Welt. Berühmt geworden aber ist die Region für ihren Abbau von Kupfererz, der hier immerhin seit dem 17. Jahrhundert abgebaut und verarbeitet wurde.

Und so war Røros lange Zeit in erster Linie ein Arbeiterstädtchen - mit typischen Siedlungshäusern, die uns heute idyllisch vorkommen, die für ihre Bewohner aber vor allem eng und wenig komfortabel waren. Spuren der Vergangenheit finden Besucher heute zum Beispiel in der stillgelegten Kupferhütte, die kurz nach ihrer Schließung zum Museum wurde. Bereits 1980 erklärte die UNESCO das heute rund 5600 Einwohner fassende Städtchen zum Weltkulturerbe, vor zwei Jahren wurde dieser Status auf die gesamte Region ausgeweitet.

Urlaubstipp: Zur Sommersonnenwende nach Norwegen

Lange Tage und laue Nächte sind für viele Menschen des untrügliche Indiz für einen unbeschwerten Sommer. Wer von den kaum enden wollenden Sommernächten nicht genug bekommen kann, der sollte einen Trip nach Norwegen in Erwägung ziehen. Denn je höher man gen Norden reist, umso länger werden die Tage - und umso kürzer entsprechend die Nächte.

Dass auch ein echter City-Urlaub jede Menge Brauchtum und Folklore vermitteln kann, das beweist die norwegische Hauptstadt Oslo: Hier finden rund um die Sommersonnenwende zahlreiche Partys und Festivitäten statt, bei denen Einheimische und Besucher gemeinsam bis tief in die Nacht feiern. Dass dabei manch einer die Uhrzeit vergisst, dürfte wohl auch an den speziellen Lichtverhältnissen liegen.

Der beste Termin für einen Kurztrip liegt zwei Tage nach der offiziellen Sommersonnenwende, am 23. Juni 2012. Dann nämlich feiern die Norweger zu Ehren von Sankt Hans mit prächtigen Blumenkränzen, loderndem Lagerfeuer und jeder Menge Krach und Musik ein tosendes Fest - mitten in der Großstadt! Ein idealer Anlass, um sich unter die Leute zu mischen und eine zauberhafte Nacht lang wie ein echtes Nordlicht zu fühlen...

Jugendstil-Perle Ålesund: Norwegens schönstes Geheimnis

Beeindruckende Jugendstilarchitektur und ein wunderschöner Ausblick zieht Touristen nach Ålesund

Rotes Häusschen und kleiner Bootssteg an einem norwegischen Fjord
fjörd in norwegen © Farida - www.fotolia.de

Einer Katastrophe hat die norwegische Stadt Ålesund ihr heutiges wunderschönes Stadtbild zu verdanken: Im Jahr 1904 brannten in einer einziger Nacht 850 Holzhäuser in der Innenstadt ab, 10.000 Menschen wurden obdachlos.

Schönste Jugendstilarchitektur der Jahrhundertwende

Innerhalb von drei Jahren wurde Ålesund - auch mit deutscher Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II. - im damals aktuellen Stil wieder aufgebaut. Heute gilt Ålesund als eines des schönsten Beispiele für die europäische Jugendstilarchitektur der Jahrhundertwende und wird in einem Atemzug mit Metropolen wie Wien und Brüssel genannt.

Kreuzfahrtschiff-Boom bringt Gäste nach Ålesund

Immer mehr ausländische Gäste finden den Weg nach Ålesund, auch dank des Booms der Kreuzfahrtschiffe: Ålesund ist einer der klassischen Stopps auf den Nordlandrouten, die nach Spitzbergen und zum Nordkap führen. Da mittlerweile mehr als 100 Schiffe in der Sommersaison anlegen, wird nun der Kai im Hafen für sie erweitert.

Sehenswertes

Neben einem Stadtspaziergang entlang der schönsten Jugendstilbauten und einem Besuch des Jugendstilmuseums, gehört auch ein Aufstieg auf den Hausberg Aksla zum Programm der Tagesausflügler: Wer die 418 Treppenstufen bewältigt hat, wird mit einem wunderschönen Ausblick über Ålesund, die beiden Meeresarme Brosund und Giskesund und die in ihnen verstreuten Inselchen belohnt.

Norwegische Landschaftsrouten – preisgekrönte Architektur in atemberaubender Natur

Junges Paar in Natur mit Rucksäcken schaut auf Karte
Couple with backpacks looking at a map © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die Idee zu den Norwegischen Landschaftsrouten wurde 1994 geboren: als Alternative zu den Hauptverkehrsstraßen wollten die Planer ausgewählte Strecken von Nord nach Süd mit sehenswerter Architektur gestalten.

Breites Angebot

18 Routen sollen es werden, sechs sind bereits fertiggestellt – mitsamt Kunstwerken an extra gebauten Rastplätzen und Aussichtsplattformen auf eine faszinierende Landschaft.

  • Die Länge der einzelnen Strecken beträgt zwischen 27 und 416 Kilometern mit individuell entworfenen Rastplätzen, an denen die Fahrer das Auto für eine Wanderung oder eine Foto-Sessionparken können. Wenn das visionäre Projekt im Jahr 2020 abgeschlossen sein wird, umfassen die "Nasjonale turistveger" 2.036 Kilometer.

  • Eine der beliebtesten Strecken ist die Norwegische Landschaftsroute Geiranger – Trollstigen. Entlang der Straße bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Geirangerfjord. Am oberen Ende des Trollstigen bietet sich ein Panoramablick über die elf Haarnadelkurven des "Trolleiter" und den Wasserfall Stigfossen.

  • Beifall findet auch die 650 Meter hohe Aussichtsplattform Stegastein auf der Aurlandsfjord-Route. Das aus Holz und Glas errichtete Bauwerk wurde von kanadischen Architekten errichtet.

  • Weitere Sehenswürdigkeiten wie das Hexen-Denkmal von Steilsnet (Varanger-Route) oder das Juvet-Landschaftshotel sind bereits mit Preisen ausgezeichnet worden.

Wohnen im Eiskristall – neue Attraktion für Norwegen-Besucher

Ein Schläfchen in der Schneeflocke? Für Norwegen-Besucher konnte das schon Ende 2016 möglich sein. In einem Fjord bei Tromsö soll ein schwimmende Fünf-Sterne-Hotel in der Form eines Eiskristalls entstehen.

Geplant wurde das Luxusdomizil mit 86 Zimmern, Wellnessbereich und Konferenzräumen vom niederländischen Unternehmen Dutch Dockland. Schon 2015 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Dem Himmel nah - genau wie die Preise

Die einzelnen Teile entstehen in einem Trockendock und werden anschließend auf dem Wasser zusammengebaut. Künftige Gäste erreichen das "Krystall" ausschließlich per Boot. Durch üppige Glasfenster und – kuppeln genießen sie freien Blick auf den nördlichen Nachthimmel und das Polarlicht. Jedoch werden vermutlich auch die Übernachtungspreise spektakulär hoch sein.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fjörd in norwegen © Farida - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Norwegen Geografische Lage 3 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Norwegen Geografische Lage 1 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Norwegische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Skier in high mountains © Ilja Masík - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dünen, Strandstrand, Meer, © pure-life-pictures - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hütte am Strand (Trollfjord, Lofoten) © pure-life-pictures - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Unusual Arctic winter landscape - Spitsbergen, Svalbard © Incredible Arctic - www.fotolia.de

Autor:

Sandra Spönemann - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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