Tipps für Eltern, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen

Junge hält verzweifelt Kopf in den Händen über Hausaufgaben

Jedem Kind ist viel damit geholfen, wenn es im heimischen Umfeld die Unterstützung seiner Eltern beim Lernen verspürt. In der Schule wird gelehrt, dort ist das Kind ein Schüler von mehreren oder vielen. In der Schulklasse herrscht eine Konkurrenz unter den Schülern, im Eltern-Kind-Verhältnis jedoch Wohlwollen und Zuneigung.

Jeder Erstklässler hat schon nach kurzer Zeit die Schulpflicht verinnerlicht. Er weiß, dass er täglich zur Schule gehen muss. Die einen tun das besonders gerne, andere eher gleichgültig bis hin zu widerwillig.

Im Gegensatz zu Kita und Kindergarten ist der Schulbesuch mit messbaren Leistungen verbunden, den Zensuren. Im Grunde genommen möchte jeder ein möglichst guter Schüler sein. Das bringt gute Noten und im Übrigen auch ein positives Standing in der Schulklasse sowie im Freundeskreis.

Das gelingt jedoch nur wenigen Schülern. Die überwiegende Zahl tut sich in einigen oder auch mehreren Schulfächern schwer damit, den Lehrstoff zu lernen, zu verstehen und zu behalten. Im Anschluss an den täglichen Schulunterricht sind die Erzieher gefragt, ihr Kind so weit zu unterstützen, dass es in seiner Schulklasse mithalten kann.

Erstrebenswert sind Benotungen im Mittelfeld mit einem Befriedigend. Alles darüber ist besser und schön, niedriger sollte die Zensur möglichst nicht sein.

Dem Kind muss bewusst sein, dass ihm das Lernen selbst nicht abgenommen werden kann. Seine Eltern können jedoch dazu beitragen, den Lernprozess zu erleichtern und so zu beeinflussen, dass daraus eine spürbare Unterstützung wird.

Dabei können die Erzieher kaum etwas falsch, sondern mit wenigen Kniffen fast alles richtig machen.

Strukturiertes heimisches Lernen

So regelmäßig wie der Schulunterricht abläuft, so geordnet und strukturiert muss sich daran das heimische Lernen anschließen. Zwischen diesen beiden Abschnitten liegen der Heimweg von der Schule sowie eine ausgiebige Mittagspause mit einer vorbereiteten Mahlzeit.

Ob die Erzieher oder die Großeltern anwesend sind, ist zunächst zweitrangig. Entscheidend ist, dass der Schüler bei seiner Rückkehr vom Schulunterricht einen Ansprechpartner hat.

Jetzt steht das Kind mit seinen Freuden, Sorgen und Nöten des Schultages im Vordergrund. Es muss dazu animiert werden, frei von der Leber weg zu erzählen. Dem Erzieher obliegt es, Wichtiges von weniger Wichtigem zu trennen, zu selektieren und herauszuhören. Er muss zuhören und sich konzentrieren.

Den Schüler ernst nehmen

Der Schüler muss mit seinen Hausaufgaben und seinem gesamten Schulleben ernst genommen werden. Für ihn ist die Schule das, was für den Hauptverdiener die tägliche Arbeit ist. Der Schüler hat einen ebenso geordneten wie langen Schultag - er trägt täglich bis zu zehn Kilogramm und mehr an Schulmaterialien in seinem Schulranzen oder Schulrucksack mit sich. All das muss körperlich und geistig bewältigt werden.

Je ernster die Eltern ihr Schulkind nehmen, umso ernster nimmt es sich selbst.

Hausaufgaben machen

In den Nachmittags- und Frühabendstunden der Hausaufgaben sind sie das Wichtigste. Abhängig vom Typ des Kindes kann ihm die Anwesenheit des Erziehers gut tun, wenn für ein schwieriges oder ungeliebtes Fach gelernt wird.

Das Kind muss jederzeit das Gefühl einer Unterstützung haben. Es darf sich nicht kontrolliert fühlen, wenngleich ein aufmerksames Controlling normal und notwendig ist. Störungen von außen werden konsequent unterbunden.

Auch beim Besuch von Verwandten darf die Unterbrechung nicht über eine kurze Begrüßung des fleißigen Schülers hinausgehen. Jetzt sind er und sein Lernen wichtiger als der Besuch.

Vergleiche wirken hemmend

Vergleiche mit anderen Mitschülern sind leistungshemmend und wirken destruktiv. Das Kind kann sich selbst und seine Leistung innerhalb der Klasse durchaus einschätzen. Kritisiert wird es bereits in der Schule durch Lehrer und Mitschüler.

Die Zensuren der Klassenarbeiten sprechen eine deutliche Sprache. Das familiäre Umfeld ist der einzige Ort, an dem sich das Kind auch bei schlechter schulischer Leistung aufgefangen und wohlfühlen können muss. Auch ohne es zuzugeben ist jedes Kind für Verständnis sowie eine damit verbundene Unterstützung der Erzieher dankbar.

Objektives Diskutieren lernen

Zu einer wohlwollenden Unterstützung der Eltern gehört es auch, das Kind an ein objektives und selbstkritisches Diskutieren heranzuführen. Das dauert mehrere Jahre, oftmals ohne direkt erkennbaren Erfolg.

Dem Kind verhilft diese Fähigkeit jedoch dazu, mit schwierigen Schulsituationen besser umgehen zu können.

Letztendlich sollten die Erzieher auch wissen, dass sie mit einem Dankeschön ihres manchmal auch widerspenstigen Kindes erst ein oder zwei Jahrzehnte später rechnen können, wenn überhaupt.

Grundinformationen und Hinweise zum Lernen

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: child with learning difficulties © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

Weitere Artikel zum Thema