15. Juli 2010
Unser Gehirn arbeitet rund um die Uhr und wird immer neuen Reizen ausgesetzt. Daher ist es nicht immer einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren, unwichtige Dinge zu verdrängen und wichtige ins Gedächtnis zu rufen. Das Lernen für eine Klausur, das Einkaufen ohne Zettel und die Erinnerung an den richtigen PIN-Code – im Alltag werden unsere Konzentration und unser Gedächtnis ständig gefordert.
Mit ein paar simplen Tricks können wir unser Gehirn zu Bestleistungen stimulieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir es dabei nicht überfordern und ermüden. Denn das Verarbeiten und das Speichern von Informationen gelingt am besten im ausgeruhten Zustand.
Vor allem Rätsel aller Art eignen sich zum Gehirntraining. Neben dem klassischen Kreuzworträtsel, mit dem wir unseren Wortschatz festigen und erweitern können, sind auch solche Rätsel beliebt, in denen man Wörter suchen oder Buchstaben zu einem sinnvollen Wort zusammensetzen muss. Beide Rätselarten trainieren Konzentration und Kreativität. Wer vor allem seine Aufmerksamkeit und seine Wahrnehmung fürs Detail schulen möchte, kann sich mit Bildrätseln beschäftigen, in denen versteckte Fehler gefunden werden sollen. Gut zum Gehirntraining eignen sich auch Sudokus, mit denen man insbesondere eine Verbesserung der Fähigkeit zum Lösen von Problemen erreichen kann.
Auch einige Gesellschaftsspiele fordern unser Gehirn und trainieren es in Konzentration und Gedächtnis. Zu den bekanntesten Denkspielen zählen z.B. Schach, Mühle oder Dame. Der Spieler muss hier in der Lage sein, ein paar Schritte im Voraus zu denken und sich die möglichen Spielzüge seines Gegners vorzustellen. Auch das Kinderspiel Memory stellt unser Gehirn vor eine Herausforderung. Je mehr Karten im Spiel sind, desto mehr wird unserem Gedächtnis abverlangt. Regelmäßiges Training macht aber nicht nur das Gehirn leistungsfähiger, sondern unterstützt auch die Bildung von Strategien, mit denen wir unser Gedächtnis gezielt entlasten können.
Letztlich tragen aber auch Medien zum Training unseres Gehirns bei. Beim Lesen, Fernsehen oder beim Hören von Musik schulen wir fast schon unbemerkt täglich unsere Konzentration und Aufmerksamkeit. Die visuellen und akustischen Reize, die wir dabei aufnehmen, halten unser Gehirn auf Trab. Einen Boom erleben auch Computerspiele, die sich gezielt dem Gehirntraining widmen. Für Medien aller Art gilt aber: Unser Gehirn lernt nur dann, wenn ihm Pausen gegönnt werden und die Medien nicht zu einseitig genutzt werden.
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