Einschulung - Vorbereitung, Anmeldung und wichtige Besorgungen

Mutter gibt kleiner Tochter Kuss am ersten Schultag

Über die Einschulung - Wichtige Aspekte der Vorbereitung

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  • von Paradisi-Redaktion

Endlich ist der große Tag gekommen, die Einschulung steht kurz bevor und die ganze Familie ist mindestens genauso aufgeregt wie der ABC-Schütze selbst. Damit alles reibungslos klappt, sollte man schon einige Zeit vor dem Stichtag alles Nötige besorgen. Des Weiteren zählen auch das Anmeldeverfahren sowie Sicherheit auf dem Schulweg zur Vorbereitung dazu. Entscheidend ist auch, dem Kind die Angst vor dem ersten Schultag zu nehmen. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Einschulung - von der Vorbereitung bis hin zum Vermeiden von Angstgefühlen.

Die Einschulung - der erste Schritt in die Zukunft

Der große Tag der Einschulung naht. Ist das Kind dem Schulalltag bereits gewachsen? Wie erfolgt eine Anmeldung an der gewünschten Schule und was bringt der Tag der Einschulung mit sich? Viele Punkte gibt es zu berücksichtigen und so verwundert es nicht, dass die Eltern dem großen Tag häufig mit mehr Nervosität entgegensehen, als der kleine Schulanfänger.

Mit der Anmeldung an einer Schule nimmt die große Veränderung ihren Beginn. Für das Kind heißt es Abschied nehmen von der vertrauten Umgebung des Kindergartens.

Plötzlich muss es sich nicht nur an neue Bezugsperson und Kinder gewöhnen, sondern sich mit dem neuen Schulweg und Schulgebäude vertraut machen. Auch berufstätige Eltern müssen zumeist große Umstellungen bewältigen.

Da die Kernzeitbetreuung der Kinder in der Schule häufig gegen 13 Uhr endet, kommen auf die Eltern weitere organisatorische Herausforderungen zu. Viele Schulen und zahlreiche private Organisationen bieten eine schulergänzende Betreuung an, die eine Fürsorge der Kinder bis in die Abendstunden sicherstellen können.

Schulpflicht

Als Schulpflicht wird die gesetzliche Verpflichtung bezeichnet, dass Kinder ab und bis zu einem bestimmten Alter eine Schule besuchen müssen. Es besteht eine Präsenzpflicht. Die Schulpflicht beginnt am 1. August für diejenigen Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Jahres das sechste Lebensjahr vollenden.

Aufgrund der Länderkompetenz zum Schul- und Bildungswesen kann von diesem Stichtag abgewichen werden, sodass die Schulpflicht ein Jahr später beginnt. Wenn beispielsweise der 30. September als Stichtag für die Vollendung des sechsten Lebensjahres gilt, dann beginnt sie erst wenige Monate vor Vollendung des siebten Lebensjahres.

In vielen Bundesländern gelten Kinder, die am 6. Juni eines Jahres sechs Jahre alt werden, als schulpflichtig. Dennoch sinkt bundesweit das Einschulungsalter der Kinder.

Einschulungskriterien

Auf individuellen Antrag der Eltern hin kann der Schulträger einer vorzeitigen Einschulung zustimmen, also schon mit knapp sechs Jahren. Einzelheiten dazu regelt jedes Bundesland in seinen eigenen Einschulungskriterien. Umgesetzt werden muss die Schulpflicht durch den beziehungsweise die Erziehungsberechtigten.

Für das aufgeweckte Kind ist die Schulpflicht der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Die Stadt oder Gemeinde, in der die Familie mit dem schulpflichtigen Kind ihren gemeldeten Wohnsitz hat, ist in mehrere Schulbezirke untergliedert.

Regelschulsystem

Eingeschult wird der Erstklässler in das so genannte Regelschulsystem. Es beginnt mit der ersten Klasse in der Grundschule. Weil dort im Rahmen der deutschen Schreibschrift meistens als erster Buchstabe das "i" gelehrt wird, werden Schulanfänger gerne als i-Männchen bezeichnet.

Wenn die Einschulungskriterien erfüllt sind, sollte man das Kind frühzeitig anmelden
Wenn die Einschulungskriterien erfüllt sind, sollte man das Kind frühzeitig anmelden

Anmeldeverfahren

Die Schulanmeldung ist im Regelfall an die dem Wohnsitz nächstgelegene Grundschule zu entrichten. Wünscht man, dass das Kind an einer anderen öffentlichen Grundschule angenommen wird, ist zumeist ein schriftlicher Antrag mit der Aufführung der Gründe an die zuständige Grundschule genügend. Auch wenn die Wahl auf eine Privatschule fällt, muss die zuständige Grundschule informiert werden.

Die Anmeldung zur Einschulung nehmen der oder die Erziehungsberechtigten zusammen mit dem zukünftigen Schüler vor. Dafür gibt es feste Sprechzeiten, beispielsweise beim örtlichen Schulamt oder direkt bei der Grundschule, in deren Schulbezirk der Wohnsitz ist.

Vorzulegende Dokumente sind die Geburtsurkunde des Kindes sowie gültige Personalausweise von Erzieher und Kind. Personalausweise für Kinder können mit einer Gültigkeitsdauer von sechs Jahren ab der Geburt ausgestellt werden. Sie sind nicht verlängerbar, müssen also bis zum sechzehnten Lebensjahr jeweils neu beantragt werden.

Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung

Ein ganz entscheidendes Dokument für die Einschulung ist das Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung. Jedes Kind wird frühzeitig vor der Einschulung beim örtlichen Gesundheitsamt schulärztlich untersucht. Darüber erhalten die Erziehungsberechtigten einen schriftlichen Bericht.

Neben den gesundheitlichen Voraussetzungen wird insbesondere auch die schulische Eignung des Kindes festgestellt:

  • Hat es besondere Stärken oder Schwächen?
  • Entspricht die altersgerechte Entwicklung dem Einschulungsstand?
  • Ist eine ausreichend gute soziale Kompetenz vorhanden?
  • Wie gut ist die Konzentrationsfähigkeit entwickelt?
  • Wie sind die sprachlichen Fähigkeiten?

Anhand dieser Beurteilung entscheidet der Schulträger über die Einschulung des Kindes. Wenn die Erzieher zu dem Einschulungstermin Familienbuch, Ausweisdokumente sowie das Ergebnis der schulärztlichen Untersuchung mitbringen, dann steht im Anschluss an das Einschulungsgespräch fest, wann und wo der Erstklässler eingeschult wird.

Kontaktaufnahme

Dieser eher bürokratische Vorgang wird in den Städten, Gemeinden und Schulbezirken recht unterschiedlich gehandhabt. Allen Beteiligten und Betroffenen ist bewusst, dass die Einschulung etwas Besonderes ist. Dementsprechend ausgiebig und interessant lässt sich auch die Vorbereitung darauf gestalten.

Sie beginnt vielfach schon im Herbst des Vorjahres durch eine Kontaktaufnahme der Schulleitung mit der Kindertagesstätte, der Kita. Dort werden die Erzieher in einem ersten Elternabend informiert, der von Kita und Schulleitung gemeinsam gestaltet wird.

Bis spätestens Ende des ersten Quartals muss die Anmeldung zur Einschulung erfolgt sein. Zwischenzeitlich werden Informationen per Flyer, Rundschreiben oder E-Mail verteilt. Damit sich die Kleinen mit der Schule vertraut machen können, folgt anschließend die eine oder andere Veranstaltung gemeinsam mit Kita, Schule und Schulkindern der ersten Klassen.

Bis Ende April findet eine erste Elternversammlung in der Schule statt; danach bis zum Beginn der Sommerferien ein gemeinsames Fest von Kita und Schule. Kindertagesstätte beziehungsweise Kindergarten übergeben ihre bisherigen Besucher an die Schule.

Der Ernst des Lebens beginnt dann nach den Sommerferien. Es ist der erste Schultag – in Begleitung der Erziehungsberechtigten, mit neuem Schulranzen und viel Lust auf's Lernen.

Bräuche zur Einschulung

Zu den Bräuchen der Einschulung zählt die Schultüte, die jedoch nur im deutschen Sprachraum verbreitet ist. Dies Tüte, auch Zuckertüte genannt, wird mit Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten gefüllt und meist von den Eltern überreicht. Dabei kann sie fertig gekauft oder selbst gebastelt werden.

Nach dem ersten Schultag ist es üblich, dass die Kinder samt Schultüte und Ranzen fotografiert werden; oftmals stehen sie dabei vor oder neben der Schultafel. Auf dieser stehen dann auch Datum, Ort sowie die Worte "Mein erster Schultag".

Die Einschulung wird im Großteil der Schulen als festliches Ereignis gefeiert. Mögliche Bestandteile dieses Festes sind

  • Aufführungen durch ältere Klassen der Schule
  • ein ökumenischer Gottesdienst sowie
  • ein feierlicher Auszug der Neuankömmlinge unter Führung des Klassenlehrers.
Die Schultüte als wichtiger Brauch in Deutschland
Die Schultüte als wichtiger Brauch in Deutschland

Wichtige Besorgungen

Sind auch in diesem Punkt Entscheidungen gefallen, können sich Eltern und Kinder in die Besorgungen für die Schulzeit stürzen. So ist es etwa wichtig, dass das Kind einen ruhigen Rückzugsort hat, wo es seine Hausaufgaben erledigen kann.

Kindergerechte Schreibtische und Stühle gibt es in vielen Möbelmärkten. Hier finden Sie Tipps zur passenden Auswahl.

Nicht fehlen darf natürlich ein Schulranzen. Bei der Wahl sollten sich die Eltern von der Stabilität, dem Sitz und Gewicht des Ranzens und nicht zuletzt von den Wünschen der gespannten Erstklässler leiten lassen. Auch beim Kauf der Schulhefte, Stifte und Stifttasche haben die Kinder ein Wörtchen mitzureden.

Wenn es um die Ausstattung der Schultüte geht, kann es für Kinder nicht genug Süßigkeiten geben. Gegen etwas Süßes ist auch nichts einzuwenden. Zusätzlich können etwa Stifte, ein Buch für Leseanfänger, eine hübsche Trinkflasche oder andere Kleinigkeiten Kinderherzen höher schlagen lassen.

Einen schönen Nebeneffekt haben all diese Besorgungen zudem. Eltern und Kinder können sich gleichermaßen emotional auf die bevorstehende Schulzeit vorbereiten. Wenn sich die Eltern an unangenehme Aspekte der Schulzeit erinnert fühlen, sollten sie Ihre Vorbehalte und Ängste für sich behalten. Kinder sollten voller Vorfreude und unbefangen auf die nahende Schulzeit blicken.

Nun kann der Tag der Einschulung kommen. Aber wichtig: Die Kamera nicht zu Hause liegen lassen bei all der Aufregung.

Der Schulranzen

Am wichtigsten ist natürlich der Schulranzen. Heute gibt es eine schier unendliche Auswahl an verschiedenen Rucksäcken und Koffern, sodass es sicher einige Zeit dauern wird, bis sich der Nachwuchs entschieden hat.

Als Eltern sollte man natürlich besonderen Wert darauf legen, dass der Ranzen allen Standards entspricht und den Rücken des Kindes nicht schädigt. Selbst Erstklässler haben mittlerweile schon sehr viel zu tragen, weshalb man nur geprüfte Markenprodukte kaufen sollte. In einem Spezialgeschäft für Lederwaren ist der Ranzen zwar etwas teurer, er wird dann aber auch vom Personal angepasst, sodass er nachher ergonomisch perfekt sitzt.

Bei all dem Gesundheitsbewusstsein sollte man jedoch auch nicht vergessen, dass die Einschulung für die Kleinen eine ganz große Sache ist. Sie dürfen sich also ruhig ihren Lieblingsranzen aussuchen.

Ein Kind, dem ein Ranzen aufgedrängt wird, ist am ersten Schultag bestimmt nicht fröhlich und wissbegierig. Informieren Sie sich hier ausführlicher über das Thema Schulranzen.

Der Schulranzen sollte passend zum Kinderkörper ausgewählt werden
Der Schulranzen sollte passend zum Kinderkörper ausgewählt werden

Die Schulsachen

Bei der Auswahl der Schulsachen hat man in der ersten Klasse noch nicht viel mitzureden. Die Schule schickt allen Eltern einige Wochen vor der Einschulung eine Liste mit allen benötigten Materialien.

Hierbei handelt es sich meist weniger um Bürobedarf, sondern vor allem auch um Bastelsachen. Es sollte im Zweifelsfall immer genau das gekauft werden, was auch auf dem Zettel steht.

Kann man ein bestimmtes Produkt einfach nicht finden, lohnt sich ein Anruf bei der Schule. Die zuständige Lehrkraft weiß mit Sicherheit, wo man das Benötigte erhält.

Die Schultüte

Für den Tag der Einschulung selbst braucht ein Kind natürlich vor allem eine Zuckertüte. Je größer und bunter, desto besser. Schließlich hat jeder ein Foto aus seiner Kindheit, auf dem er mit seiner aller ersten Zuckertüte abgebildet ist.

Sparen ist hier also fehl am Platz. An diesem besonderen Tag dürfen die Kleinen ruhig einmal so richtig verwöhnt werden. Hier geben wir weitere Tipps rund um die Schultüte.

Essen und Trinken

Obwohl am ersten Tag noch nicht allzu viel passiert, sollte man ein kleines Pausenbrot und ausreichend zu Trinken mitgeben. Wenn Kinder nervös und aufgeregt sind, brauchen sie besonders viel Flüssigkeit.

Neben den Besorgungen gibt es noch weitere Aspekte, die man bei der Vorbereitung berücksichtigen sollte...

Tipps zur Vorbereitung auf die Einschulung

Menschen machen in jungen Jahren viele Veränderungen durch. Der gravierendste Einschnitt dürfte dabei die Einschulung sein. Plötzlich ist man täglich unter anderen Menschen, muss Leistung zeigen und Verantwortung übernehmen. Damit Kinder diesen großen Schritt unbeschadet überstehen, sollten die Eltern viel Zeit in eine sanfte Vorbereitung investieren.

Die meisten Kinder haben vor der Einschulung noch nie eine Leistungssituation erlebt, geschweige denn mit Gruppendruck zu kämpfen gehabt. Obwohl Erwachsene diese Tatsache gerne ignorieren, sind Kindergruppen unter sich ebenfalls komplexe soziale Gebilde. Nicht selten hört man den Spruch, dass Kinder ausgesprochen grausam sein können.

Daher ist es sinnvoll, seinem Nachwuchs ein positives Sozialverhalten zu vermitteln. Die Kleinen sollten stets dazu ermutigt werden,

  • offen und freundlich auf andere Kinder zuzugehen
  • nicht aggressiv zu sein und
  • sich zu integrieren.

Auf der anderen Seite müssen die Eltern jedoch stets ein offenes Ohr haben, wenn der Schulanfänger Probleme mit seinen Klassenkameraden hat oder vielleicht sogar gemobbt wird. Gegen so etwas ist nicht einmal ein Erwachsener gewappnet, ganz zu schweigen von einem 6-jährigen Kind.

Viel vorlesen und das Schreiben üben

Um sich gut integrieren zu können, sollte der Nachwuchs möglichst auf einem Wissensstand mit seinen Klassenkameraden sein. Kinder schämen sich oft, wenn sie in der Schule nicht mithalten können und ziehen sich mehr und mehr zurück.

Man sollte vor der Einschulung daher

  • viel Vorlesen
  • schon einmal die Buchstaben erklären und
  • zeigen, wie man den eigenen Namen schreibt.

Wichtig ist, dass dies alles in einer spielerischen Atmosphäre geschieht, Druck wird der Vorschüler noch früh genug erfahren müssen.

Gerade Schulanfänger brauchen geregelten Schlaf

Kleiner Junge schläft friedlich auf der Seite
Little boy sleeping peacefully © munchkinmoo - www.fotolia.de

Die Kinder- und Jugendärztin Hannelore Heuchert rät dazu, gerade neu in die Schule gekommenen Kindern geregelte Zeiten für den Schlaf vorzugeben, damit sie sich an den neuen Tagesrhythmus gewöhnen.

Eltern sollen die Schlafgewohnheiten ihrer Kinder ganz genau beobachten, da es von Kind zu Kind unterschiedlich ist, wieviel Schlaf es benötigt. Auch der restliche Tag sollte strukturiert sein, allerdings soll auch Raum für Freizeit bleiben. Besonders wichtig sei, dass die Kinder morgens genug frühstücken, um gerüstet für den Tag zu sein.

Am Wochenende soll der Plan gelockert und mehr Raum für Freizeit gegeben werden.

Die Sorgen der Eltern setzen Kinder vor der Einschulung unter Druck

Kleiner Junge in Klassenraum hält sich Hand vor Augen
Schulstress © LVDESIGN - www.fotolia.de

Die meisten Kinder freuen sich auf die Schule. Doch sie sind schon Monate vor dem ersten Schultag nervös. Es sind die Sorgen der Eltern vor diesem wichtigen Einschnitt, der sich auf die Kleinen überträgt, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

In einer Studie der Universität von Bath (England) fanden die Forscher schon ein halbes Jahr vor Schulbeginn erhöhte Konzentrationen des Stresshormons Kortisol im Blut der Kinder. Eltern sollten sich viel weniger Sorgen machen. Die Kinder kommen gut mit der Belastung zurecht.

Sechs Monate nach dem ersten Schultag war das Kortisol bei den Jungen und Mädchen deutlich gesunken.

Kinderärzte warnen vor hohem Druck zum Schulstart – Tipps für Eltern

Rückenansicht Mädchen mit Schultasche an ihrem ersten Schultag mit kleinerer Schwester an der Hand
first day at school © Sandor Jackal - www.fotolia.de

Die Folgen des zunehmenden Leistungsdrucks spüren schon Grundschüler. Das Lernpensum steigt, und neben den Hausaufgaben bleibt wenig Freizeit. Selbst gute Schüler leiden unter Stress – mit gesundheitlichen Folgen. Kinder- und Jugendärzte fordern deshalb, dass Eltern ihre Kinder vom Druck entlasten und konstruktiv beim Lernen helfen.

Damit ist jedoch nicht gemeint, dass Mama und Papa die Hausaufgaben erledigen. Eltern sollten für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen: ausreichend Schlaf und ein gesundes Frühstück, eine ruhige Atmosphäre zum Lernen und regelmäßige Pausen zum Entspannen.

Gerade zum Schulstart ist es hilfreich, wenn die Kinder eine klare Struktur entwickeln, an der sie sich orientieren können. Das umfasst feste Zeiten für die Hausaufgaben, das abendliche Einräumen des Schulranzens oder andere Rituale wie ein tägliches Gespräch über den Schultag.

Anstelle von Leistungsdruck empfehlen die Ärzte zudem, die Kinder im Glauben an ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Startschuss für Schulanfänger: Experten geben Tipps

Erster Schultag, Schüler sitzen im Klassenraum, Eltern stehen am Rand
schule © pe-foto - www.fotolia.de

Der Countdown läuft. In knapp einer Woche fällt in NRW der Startschuss für kleine Schulanfänger – ein großer Einschnitt für Eltern und Kids. Experten geben Tipps und zeigen Lösungswege für einen stressfreien Schulalltag.

Frisch ausgeruht ans Werk

Wenn Kinder übermüdet sind, geht nichts. Eltern sollten dafür sorgen, dass die angehenden Schulanfänger frisch ausgeruht ans Werk gehen und ausreichend Schlaf bekommen.

Besonders sinnvoll ist eine schrittweise Umstellung auf den neuen Rhythmus in der letzten Ferienwoche. Die Kleinen sollten abends eher ins Bett gehen und morgens früher aus den Federn kommen. Kinder- und Jugendärzte raten außerdem zur Einschränkung des Fernsehkonsums.

Gezielte Unterstützung für selbständiges Arbeiten

In den ersten Wochen fällt es Schulstartern schwer, sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Besonders bei den ersten Hausaufgaben ist gezielte Unterstützung nötig, die zu selbständigem Arbeiten anregt. Das Unterteilen der Aufgaben in kleine Bereiche hilft Kids, den Überblick zu behalten. Motivation und kleine Belohnungen spornen kleine Schulanfänger zusätzlich an.

Die frischgebackenen Schüler sollten nach Möglichkeit alle Aufgaben selbst lösen - einfache Erklärungen und Hilfestellungen sind jedoch empfehlenswert. Besonders wichtig: Der Nachwuchs braucht genügend Pausen für Spielzeiten.

Wenn Lehrer Alarm schlagen: Ruhe bewahren

Pädagogen nehmen ihren Job ernst und schlagen oft schon bei den kleinsten Abweichungen Alarm. Eltern erfahren, dass ihr Nachwuchs auffällig ist, sich zu wenig konzentriert oder zu sehr ablenken lässt. Kein Grund, in Panik zu geraten und gleich eine Therapie zu starten.

Das beste Mittel: Ruhe bewahren und den Lehrer um Tipps bitten, wie sich die Situation ändern lässt. Druck ist der falsche Ratgeber, Kinder brauchen Zeit, um sich im Schulalltag zurechtzufinden. Geduld und Verständnis seitens Lehrern und Eltern erleichtern Erstklässlern den Start ins neue Leben.

Besonders wichtig ist es, dass der Nachwuchs den Schulweg bereits kennt, wenn er in die Schule kommt...

Das Kind sollte den Schulweg bereits kennen

Selbst wenn das Kind mit dem Bus zur Schule gebracht wird, muss es immer ein paar Meter zu Fuß auf dem Schulweg zurücklegen. Die Strecke sollte im Vornherein mehrmals zusammen abgelaufen werden, damit sich der aufgeregte Schulanfänger nicht verläuft.

Muss der Nachwuchs seine Fahrkarte selbst kaufen, ist es ratsam, mit ihm den Wert einzelner Geldstücke zu besprechen. Das ist auch dann nützlich, wenn es in der Schule zum Beispiel einen Kiosk gibt.

Je mehr ein Kind über den neuen Schulalltag weiß, desto weniger Angst hat es auch. Kleinen Hasenfüßen kann man beispielsweise das Gelände zeigen, wenn noch keine anderen Kinder dabei sind, so fühlt es sich besser vorbereitet und damit auch weniger hilflos.

Sicher im Straßenverkehr - Wie Sie Ihr Kind auf den Schulweg vorbereiten

In den Kindergarten bringen die meisten Eltern ihr Kind noch selbst, entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Doch ab dem Zeitpunkt, wenn das Kind in die Grundschule kommt, muss es selbstständig werden und entweder alleine bzw. mit Freunden in die Schule oder zur Bushaltestelle gehen.

Dies können Kinder nicht von heute auf morgen lernen. Daher ist es wichtig, frühzeitig damit zu beginnen, den Schulweg zu üben.

Den Kindergartenweg schon zu Fuß beschreiten

Die beste Vorbereitung ist eigentlich, wenn man schon Monate vor Schulbeginn mit dem Kind zu Fuß in den Kindergarten geht. Das Vorschulkind darf dann selbst schauen,

  • ob ein Auto kommt
  • wann die Ampel auf Grün umschaltet und
  • wo man die Straße auf einem Zebrastreifen überqueren kann.

Diese Dinge, die für uns alltäglich erscheinen, müssen Kinder lange Zeit üben, ehe man sie wirklich alleine laufen lassen kann. So sollte man den Kindern auch erklären, dass sie erst dann über einen Zebrastreifen oder die grüne Ampel gehen dürfen, wenn die Autos auch wirklich angehalten haben.

Als Elternteil den Test machen

In den Wochen und Monaten vor Schulbeginn sollten die Eltern einmal selbst den Schulweg bzw. den Weg zur Bushaltestelle gehen. Welches ist der kürzeste Weg?

Und ist dieser Weg auch der sicherste? Meistens lautet die Antwort hier nämlich: Nein. Was nützt es, wenn ein Kind fünf Straßen überqueren muss und dadurch zwei Minuten einspart, wenn es durch einen Umweg vielleicht nur ein oder zwei Straßen überqueren muss und hier vielleicht sogar ein Zebrastreifen oder eine Ampel vorhanden ist?

Im Dunkeln sicher zur Schule - Worauf Eltern achten sollten

Damit das Schulkind sicher zur Schule kommt, sollten aber auch die Eltern auf etwas achten: Beim Kauf von Schuhen, Kleidung und vor allem beim Kauf des Schulranzens sollte auf Leuchtstreifen geachtet werden und dass die Kleidung nicht zu dunkel ist. So werden die Kinder von den Autofahrern besser gesehen.

Dies ist besonders auch dann wichtig, wenn die Tage wieder kürzer werden; so verlassen Schulkinder das Haus noch bei Dunkelheit. Die Eltern sollten sich nun Gedanken darüber machen, wie Autofahrer ihre Kinder am besten sehen können. Dabei sollte auch nicht vergessen werden, den Kindern klarzumachen, warum Utensilien wie Leuchtstreifen oder reflektierende Anhänger am Schulranzen so wichtig sind.

Helle Kleidung und reflektierende Streifen

Auch wenn Schwarz eine beliebte Modefarbe der Kinder ist, so ist sie doch äußerst ungünstig für den Straßenverkehr. Kinder, die komplett dunkel gekleidet die Straße überqueren, können von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern viel schlechter gesehen werden als Kinder mit hellen Kleidungsstücken.

Neben der Farbe der Kleidungsstücke sollten Eltern beim Kauf auch darauf achten, dass an der Jacke, den Schuhen, der Mütze, den Handschuhen und vor allem auch am Schulranzen reflektierende Streifen angebracht sind. Diese Streifen können Leben retten, da die Autofahrer die Kinder hier sogar aus gut hundert Meter Entfernung erkennen können, wenn das Scheinwerferlicht darauf strahlt.

Nicht alle Kleidungsstücke sind jedoch schon beim Kauf mit Leuchtstreifen ausgestattet. Für diesen Fall hat der Handel Leuchtbänder im Angebot, die um den Arm oder die Beine gebunden werden können.

Und für den Schulranzen gibt es lustige bunte Anhänger, die reflektieren und den Schulranzen auch noch optisch aufwerten. Es gibt sogar Anhänger, die nicht nur reflektieren sondern Dank Batterien auch noch blinken.

Was sonst noch zu beachten ist

Kinder, die in der Dunkelheit mit dem Fahrrad zur Schule fahren, brauchen natürlich ein verkehrstüchtiges Rad mit Licht und "Katzenaugen", so dass sie auch von den Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden können. Erst wenn Kinder die Fahrradprüfung bestanden haben, sollten sie auch alleine in die Schule fahren, am besten erst nach der Grundschulzeit.

Die meisten Eltern üben mit ihren Vorschulkindern übrigens nur am Tag den Weg zur Schule. Dabei sind gerade die Erstklässler im Herbst bald von der Dunkelheit auf dem morgendlichen Schulweg betroffen.

Es wäre daher wichtig, den Schulweg nicht nur tagsüber sondern auch morgens oder abends zu üben. Hier kann man den Kindern die Gefahren besser verdeutlichen.

Genügend Zeit einplanen

Und zu guter Letzt ist es auch noch wichtig, dass die Kinder viel Zeit für ihren Schulweg haben. Ein Kind, das in Eile ist, vergisst häufig, auf den Straßenverkehr zu achten, nur um pünktlich zur Schule zu kommen. Lieber wecken die Eltern ihr Kind eine Viertelstunde früher, so dass es in Ruhe und gemeinsam mit den Freunden zur Schule oder dem Bus gehen kann.

Zu Fuß in die Schule: So gelangen Kinder sicher und selbständig ans Ziel

Zwei Kinder auf dem Schulweg, schauen ob Autos kommen, bevor sie Straße überqueren
Kinder auf dem Schulweg © somenski - www.fotolia.de

Immer häufiger sorgen sogenannte Helikopter-Mütter an den Schulen für Ärger, wenn sie den Nachwuchs wenige hundert Meter im SUV bis ans Schultor kutschieren und dabei oft genug andere Kinder gefährden. Dabei ist der morgendliche Weg zur Schule schon für jüngere Kinder gut geeignet, um Bewegung vor dem langen Sitzen im Klassenzimmer zu bekommen und ein selbständiges Verhalten zu üben.

Schulweg vorab gemeinsam abgehen

Viel sinnvoller als das Chauffieren im Auto ist es daher, den Schulweg einige Male zusammen mit den Kindern zu Fuß zu gehen und sie mit der Strecke vertraut zu machen.

Reflektoren für zusätzlichen Schutz

Damit die Kinder im Straßenverkehr gut gesehen werden, sollte vor allem im dunklen trüben Herbst und Winter helle Kleidung getragen werden. Reflektoren am Schulranzen und an der Kleidung helfen zusätzlich um für Autofahrer sichtbar zu werden.

Genügend Zeit einplanen

Ganz wichtig ist auch, morgens genug Zeit einzuplanen: Kinder, die hektisch und auf den letzten Drücker zur Schule eilen um nur ja nicht zu spät zu kommen, machen häufiger Fehler auf dem Schulweg und riskieren beispielsweise, unachtsam auf die Straße zu laufen um diese zu überqueren Je mehr Zeit für den Schulweg vorhanden ist, umso größer ist die Aufmerksamkeit, die das Kind seiner Umgebung schenkt.

Nicht wenige Kinder fürchten sich vor dem ersten Schultag - es gilt, diese Angst in Vorfreude umzuwandeln...

Angst vor dem ersten Schultag - wie Sie Kindern mögliche Sorgen nehmen

Die meisten Kinder können ihren ersten Schultag gar nicht mehr erwarten. Doch es gibt auch viele Kinder, die Angst haben, wenn sie an ihren ersten Schultag denken.

Für Vorfreude sorgen

Damit sich die Kinder auf ihren ersten Schultag freuen können, ist es ganz wichtig, in Gegenwart der Vorschüler niemals etwas vom "Ernst des Lebens" zu erzählen oder Schauergeschichten aus der eigenen Schulzeit zum Besten zu geben. Kinder merken sich derartige Dinge, und da ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn sie dann Angst vor der Schule haben.

Um Vorfreude auf die Schule aufzubauen, sollten also Eltern, Verwandte und Bekannte positive Dinge aus ihrer Schulzeit erzählen. So kann das Vorschulkind positive Gefühle mit dem Schulbeginn aufbauen und sich auf diesen besonderen Tag dann auch freuen.

Eltern sollten zudem nicht versuchen, dem Kind in den Wochen und Monaten vor dem Schulbeginn krampfhaft Dinge wie das Schreiben oder das Lesen beizubringen. Das ist Aufgabe der Schule. Ein Kind muss keineswegs lesen und schreiben können, wenn es in die Schule kommt.

Den Kindern Sicherheit geben

Die größte Sorge der Vorschulkinder ist in der Regel die Angst vor der Veränderung. Sie verlassen die gewohnten Kindergartenräume, die Kindergärtnerinnen und den Kindergartenalltag.

Die Angst vor dem neuen Lebensabschnitt können Eltern ihren Kindern nehmen, wenn sie vor dem Schulbeginn gemeinsam die Schule und den Pausenhof besichtigen und regelmäßig den Weg zur Schule oder den Weg zur Bushaltestelle üben. Das gibt den Kindern Sicherheit und nimmt ihnen die Angst.

Die meisten Vorschulkinder dürfen gegen Ende des Kindergartenjahres auch zusammen mit ihrer Kindergärtnerin einen Tag in der Schule verbringen. Hier können sie beobachten, was eigentlich im Unterricht geschieht, wie ein Klassenzimmer aussieht und wie die Kinder lernen.

Gemeinsam den passenden Schulranzen und Schreibtisch finden

Die Angst vor der Schule kann man dem Kind aber natürlich auch dadurch nehmen, dass aus dem Schulranzenkauf ein kleines Highlight gestaltet wird. Jedes Kind ist stolz auf seinen Schulranzen.

Gemeinsam mit dem Vorschüler sollte man also einen Tag lang nach dem passenden Schulranzen suchen. Daneben ist auch Zubehör wie Turnsäckchen und Federmäppchen wichtig.

Nicht zu vergessen natürlich auch der Schreibtisch. Die meisten Kinder sind ungemein stolz, wenn der Schreibtisch in ihrem Zimmer aufgebaut wird und sie ihren Schulranzen bekommen. Passend dazu suchen sie sich natürlich noch eine Schultüte aus, die die Eltern dann basteln und zum Schulanfang mit Kleinigkeiten füllen werden.

Die meisten Kinder verlieren ihre Angst spätestens ein bis zwei Wochen nach Schulbeginn. Dann ist das Schulhaus vertraut, sie kennen ihren Lehrer oder ihre Lehrerin und Mitschüler bereits besser und wissen, wie der Unterricht abläuft.

Grundinformationen und Tipps zur Einschulung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Erster Schultag - Mutter und Kind © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Niedliches Kind hält eine leere Tafel © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: kinder in der grundschule arbeiten zusammen © contrastwerkstatt - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: bunte Schultüte mit Deko © magele - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Einschulung © Barbara Schniebel - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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