23. September 2008
Von Andreas Hadel
Der Januar gilt gemeinhin als der beste Monat, um eingefahrene Fitness-Programme von Grund umzustellen oder überhaupt erst anzufangen. Tatsächlich gibt es aber viele Gründe, warum die Fitness-Clubs auch im Herbst alle Hände voll zu tun haben sollten.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt: Der Herbst ist für lange Ausdauereinheiten auf dem Rad ideal
Eltern haben in der Regel im Herbst wieder etwas mehr Zeit für sich, weil die Sommerferien endlich zu Ende sind und der zeitintensive Nachwuchs weniger häufig betreut werden muss. Außerdem sind genau jetzt noch genügend Wochen von dem scheidenden Jahr übrig, um sich zu Weihnachten den lang gehegten Wunsch eines tief geriffelten Wachbretts zu erfüllen.
Im Grunde genommen, gibt es keinen besonders schlechten oder besonders guten Zeitpunkt, um mit einem Fitness-Programm zu beginnen. Aber es gibt bestimmte Gründe, die für einen Neuanfang im Herbst sprechen. Trotz allen technischen Fortschritts tendiert unser Organismus dazu, in der kalten Jahreszeit Fett zu speichern. Wer den Herbst dazu nutzt, um in Form zu kommen, wird im Winter mit hoher Wahrscheinlichkeit es leichter haben, dem drohenden Winterspeck zu trotzen.
Machen Sie das meiste aus den relativ milden Tagen und Abenden und konzentrieren Sie sich auf lange Ausdauereinheiten, für die es in den Sommermonaten schlicht zu heiß war. Versuchen Sie sich an ausgedehnten Radtouren oder Intervallen mit Bergläufen, um im Spätherbst fit für die Jedermannbahnlauf-Saison zu sein. Sofern Sie keine spezifischen Wettkampfziele haben, sollten Sie es mit den Intervallläufen jedoch nicht übertreiben.
Auch wenn man kein Wettkampfsportler ist, sammeln sich bei aktiven Menschen im Laufe des Sommers einige Blessuren an, die man häufig irgendwie über den warmen Monate bringt. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Überlastungserscheinungen oder muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Im Herbst stehen in der Regel weder wichtige Wettkämpfe an, noch müssen Sie ihren Siegeswillen beim Beach-Volleyball unter Beweis stellen. Anstatt nun sofort hart an die Eisen zu gehen, sollten Sie sich einige Wochen ausschließlich auf Übungen beschränken, bei denen Sie gegen das eigene Körpergewicht arbeiten. Liegestütz, Klimmzüge, Dips und Sprungkniebeugen wären einige Möglichkeiten. Arbeiten Sie dann nicht mit Wiederholungen von 10 bis 12, sondern von 30 und mehr. Es gibt keinen besseren Weg, den Bändern und Muskeln etwas Erholung zu gönnen und trotzdem einen Trainingsreiz zu liefern.
Je kälter und dunkler die Tage werden, um so mehr schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Herbst auch wirklich für einen Fitness-Neustart nutzen. Beginnen Sie deshalb am besten gleich heute mit der ersten Trainingseinheit. Dann haben Sie bis zum Winter genügend Motivation getankt, um auch die traditionell faulen Monate Dezember und Januar fit und voller Elan zu durchleben. Wenn Sie sich bis zur Weihnachtszeit an ein festes Trainingsprogramm gewöhnt haben, können Ihnen auch die wohl bekannten Festtagspfunde nichts anhaben. Wer vor und nach den Fest engagiert trainiert, kann die Köstlichkeiten am Heiligen Abend und den Feiertagen ohne Reue geniessen. Mehr Motivation bedarf es doch eigentlich keiner, oder?
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