Fitness-Studios - Angebote, Qualitätskriterien und Auswahltipps

Das Training im Fitness-Studio ist beliebt - bei Wind und Wetter kann man hier sein regelmäßiges Trainingspensum absolvieren; es gibt diverse Kurse sowie die Möglichkeit, an unterschiedlichen Geräten zu trainieren. Über die Auswahl des Fitness-Studios entscheidet nicht nur der monatliche Beitrag. Die fachliche Anleitung muss kompetent und die Ausstattung der Geräte sicher sein. Lesen Sie alles Wissenswerte rund um das Training im Fitness-Studio.

Rund um das Training im Fitness-Studio

Fitness-Studios - Angebote und Unterschiede

Sport tut gut, ist gesund und kann auf vielerlei Weise ausgeführt werden. Eine Möglichkeit ist das Fitnessstudio. Oft als Mucki-Bude belächelt, sind moderne Fitnessstudios mehr als nur ein Ort für Bodybuilder.

Fitnessstudios werden auch als Sportstudio, Gym, Fitnesszentrum oder Fitness-Center bezeichnet. Sie werden besucht, um dort an seiner Fitness zu arbeiten, sei es die Ausdauer oder die Kraft - hierfür stehen diverse Geräte zur Verfügung. Zudem gibt es häufig auch einen Wellnessbereich.

In der Regel zahlen Mitglieder eine monatliche Gebühr, für die sie das Studio dann nach Belieben besuchen und nutzen können; manche Angebote - etwa die Sauna - kosten extra. Mittlerweile bieten viele Fitnessstudios 24-Stunden-Öffnungszeiten, sodass man selbst nachts oder sehr früh morgens trainieren gehen kann.

In gut ausgestatteten Fitness-Centern kann der Sportbegeisterte nicht bloß seine Figur formen, sondern Kraft und Ausdauer trainieren. Besonders für den Anfänger gilt aber auch dort - Vorsicht, nicht übertreiben.

Wollen Sie ins Fitnessstudio gehen, so klären Sie für sich selbst erst einmal ab, was Sie mit einem Training erreichen wollen. Kraft, Ausdauer, Fitness. Die Frage hat grundsätzliche Bedeutung, denn davon hängt die Wahl Ihres Fitness-Centers ab.

Mann auf Laufband im Fitnessstudio, im Hintergrund zwei Frauen auf Laufband
Mann auf Laufband im Fitnessstudio, im Hintergrund zwei Frauen auf Laufband

Arten und Zielgruppen

Wer keine besonderen Anforderungen an sein Training stellt, und einfach regelmäßig an die Geräte gehen oder Kurse besuchen will, der wird sich häufig einfach für ein bezahlbares Studio in der Nähe entscheiden. Doch zudem gibt es auch einige spezialisierte Studios, die je nach Angebot auch als Mikrostudios bezeichnet werden.

Zu den Spezialisierungen zählen beispielsweise Studios speziell für Frauen. Viele Sportlerinnen empfinden es als unangenehm, unter Männern zu trainieren - in einem Frauenstudio sind sie für sich. Zu den weiteren, besonderen Nischenstudios zählen etwa Spezialisierungen im Bereich

  • Crossfit
  • Elektrostimulation (EMS)
  • Indoor-Cycling oder
  • Kampfsport.

Die Monatsbeiträge sind entsprechend teurer, weil hier auch spezialisierte Trainer arbeiten. So ist es auch nicht selten, dass man hier mit seinem Personal Trainer zusammenarbeiten kann. Des Weiteren gibt es Online-Fitnesstudios - über diese informieren wir im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Geräte im Fitness-Studio

Für Fitness-Neulinge ist es angesichts der ungeheuer großen Vielzahl von Trainingsgeräten nicht einfach, den Überblick zu behalten. Was für Arten von Übungsmaschinen gibt es grundsätzlich und für was sind sie gut?

Eine grundsätzliche Definition

Übungsgeräte sind allgemein alles, was dazu benutzt werden kann, um

  • sich körperlich fit zu halten
  • gezielt durch Aktivität abzunehmen oder
  • Muskeln zu stärken.

Übungsgeräte können sowohl in einer kleinen Ausführung hergestellt werden, die für den Heimbedarf geeignet ist, als auch mit deutlich größeren Abmaßen und Funktionsumfang an professionelle Einrichtungen wie Fitness-Studios, Sportvereine oder Reha-Kliniken geliefert wird.

Obwohl ein Blick in ein durchschnittliches Fitness-Studio den Eindruck erwecken könnte, erschöpft sich die Vielfalt von Übungsgeräten nicht in Hanteln, Gewichtsmaschinen und Ergometern. Auch Keulen, Springseile, Medizinbälle und Sprungkisten gehören dazu, wenngleich sie in ihrer Effektivität häufig unterschätzt werden.

Der Einfachheit halber unterteilen wir die Masse der Übungsgeräte in Ausdauer- und in Kräftigungsgeräte. Der Genauigkeit wegen sollte aber erwähnt werden, dass man auch mit Kräftigungsgeräten ein Ausdauertraining absolvieren kann. Ausdauergeräte eignen sich hingegen selten für das gezielte Kräftigen der Muskulatur.

Zwei Freundinnen im Fitnessstudio
Zwei Freundinnen im Fitnessstudio

Geräte für das Krafttraining

Nicht in allen Studios können Sie alle drei Bereiche trainieren. Oft ist ein solches Sportcenter spezialisiert - beispielsweise auf reines Bodybuilding.

Modernes Bodybuilding funktioniert mit innovativen Kraftmaschinen für die wichtigsten Muskelgruppen. Aber auch mit Einzelkurz- und Langhanteln ist ein solches Center ausgestattet.

Gewichtmaschinen

Kräftigungsgeräte gibt es in einer unzähligen Vielfalt, wobei jedes Modell meistens für das Trainieren einer bestimmten Übung konzipiert wurde. In der Regel sind diese Maschinen so groß, dass sie selten in Heimstudios zu finden sind.

Der Vorteil dieser Geräte liegt darin, dass sie den Bewegungsablauf vorgeben und dadurch der Trainierende einem geringeren Verletzungsrisiko ausgesetzt ist. Gleichermaßen sind sie jedoch im direkten Vergleich mit Hanteln weniger effektiv. Wer effizient trainieren möchte, sollte sich nach einer Eingewöhnungszeit an Maschinen den freien Gewichten zuwenden.

Freie Gewichte

Langhanteln und Kurzhanteln gehören zu den ältesten Trainingsgeräten der Welt und garantieren bei sachgemäßen Umgang seit Jahrhunderten einen soliden Muskel- und Kraftaufbau. Der große Vorteil an Hanteln ist, dass sie eine unübertreffliche Übungsvielfalt bieten und man mit ihnen auch Alltagsbewegungen wie das korrekte Anheben schwerer Gegenstände simulieren kann.

Dass sie zudem mehr Kraft und Muskelmasse aufbauen, macht sie zu unersetzlichen Begleitern eines jeden Sportlers. Nachteilig ist jedoch, dass man bei schweren Gewichten auf Hilfestellung angewiesen ist und das Verletzungsrisiko bei nachlässiger Übungsausführung relativ hoch ist.

Muskulöser Mann in weißem Shirt sitzt auf der Trainingsbank und macht Hanteltraining
Muskulöser Mann in weißem Shirt sitzt auf der Trainingsbank und macht Hanteltraining

Geräte für das Ausdauertraining

Dort, wo man seine Ausdauer und Fitness trainieren kann, haben Sie eine Auswahl an bestimmten Geräten wie Laufbänder oder Stepper. Trainieren Sie lieber in Gemeinschaft, so bieten viele Fitnessstudios entsprechende Kurse wie Aerobic oder Spinning an.

Laufbänder

Laufbänder gehören zu den bekanntesten und gebräuchlichsten Fitnessgeräten der Welt. Sie gibt es sowohl für den Heim-, als auch professionellen Gebrauch und gelten als eine der zuverlässigsten Fitmacher, die die Fitness-Industrie zu bieten hat.

Mit kaum einen anderen Gerät kann man in vergleichbarer Zeit mehr Kalorien verbrennen. Auf Laufbändern wird aber nicht ausschließlich im hohen Tempo gelaufen.

Bereits konzentriertes Gehen ist der Gesundheit förderlich. Beim Kauf sollten Sie neben dem Laufcomputer auch die Leistung des Motors sowie die Länge und Breite des Laufbandes nach Ihren Bedürfnissen aussuchen.

Unterkörper einer Frau im roten Sportoutfit im Fitnessstudio auf Laufband
Unterkörper einer Frau im roten Sportoutfit im Fitnessstudio auf Laufband
Fahrradergometer
Frau auf einem Indoorbike beim Spinning, im Vordergrund wird die Zeit mit einer Stoppuhr gestoppt
Frau auf einem Indoorbike beim Spinning, im Vordergrund wird die Zeit mit einer Stoppuhr gestoppt

Fahrradergometer sind wie Laufbänder hervorragend geeignet, um eine hohe Ausdauerleistung zu erzielen und Körperfett abzubauen, wenngleich man auf einen Rad sitzend nicht soviel Kalorien verbrauchen kann, wie auf einen Laufband laufend. Dafür lässt sich jedoch der Tretwiderstand variieren, wodurch ein gewisser Kräftigungseffekt der Beinmuskulatur erreicht werden kann.

Ruderergometer

Dieses Gerät simuliert die Bewegung, die man in einem Ruderboot ausführen würde. Ruderergometer werden unter den Ausdauergeräten als die beste Wahl angesehen, weil sie den gesamten Körper beanspruchen und Trainierende an ihnen eine hohe Zahl an Kalorien umsetzen können.

Frau mit blauer Sporthose und dunklem Top am Rudergerät im Fitness-Studio
Frau mit blauer Sporthose und dunklem Top am Rudergerät im Fitness-Studio
Crosstrainer
Fuß im Sportschuh auf Crosstrainer
Fuß im Sportschuh auf Crosstrainer

Auch Crosstrainer erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie bieten im Vergleich zu den Fahrradtrainern die Möglichkeit, deutlich mehr Muskeln zu trainieren. Es gibt ein Schwungrad und Armstangen, mit denen eine Bewegung erzielt wird, die dem Gehen ähnelt.

Beliebte Kurse

Viele Mitglieder besuchen ein Fitessstudio auch (nur), um das große Kursangebot wahrnehmen zu können. Im Bereich der Gymnasik findet man hier beispielsweise

Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout, Aerobic
Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout, Aerobic

Doch auch Schwangerschaftsgymnastik oder sogar Ballett zählen oft zu den Angeboten. Im Bereich der Rehabilitation findet man zum Beispiel die Rückenschule. Und auch

gehören zum festen Kursprogramm dazu.

Wellness, Beauty und Bodyforming

Wer etwas für seine Wellness tun will, sollte darauf achten, dass der Fitness-Club mit Saunen, Sprudel- und anderen Bädern ausgestattet ist. Spezielle Fitness-Center bieten auch body-forming an - also das aktive und passive Training der Problemzonen wie Bauch, Beine oder Hüften. Dazu gibt es beispielsweise den Hypoxi-Trainer, eine Unterdruckkammer gegen Cellulite.

Besonders Wellness-, Beauty- oder Bodyforming-Angebote können Sie auch in vielen Qualitätshotels wahrnehmen und mit einem erholsamen Kurzurlaub verbinden. Jede Urlaubsstätte, die auf sich etwas hält, hat einen Fitnessraum für das regelmäßige Training.

Hilfe beim Fitnesstraining

Aber nicht nur in der Ausstattung und in den Angeboten unterscheiden sich die Fitnessstudios. In hochwertige Studios haben Sie einen qualifizierten Fitnesstrainer zur Seite, der Sie nicht nur in die Geräte einweist, sondern auch fachliche Tipps zum Trainingsplan gibt und Ihr Training regelmäßig begleitet.

Junge Frau im Fitnesscenter bespricht sich mit ihrem Fitnesstrainer
Junge Frau im Fitnesscenter bespricht sich mit ihrem Fitnesstrainer

Spezielle Center arbeiten mit Fachärzten wie Orthopäden zusammen. Ein weiteres Kriterium sind die Öffnungszeiten - passen sie zu Ihren Alltag, nicht dass Sie nach der Arbeit vor verschlossenen Türen stehen.

Fitness-Center wollen Kunden haben, also sollte auch ein Service wie Kinderbetreuung angeboten werden. Moderne Geräte lassen sich individuell auf Ihre Leistungsfähigkeit einstellen, so dass das Training zu keiner gesundheitsschädlichen Überbelastung werden kann.

Besonders als Anfänger sollten Sie darauf achten, dass Sie es mit dem Training nicht übertreiben. Es stellt sich nicht nur ein schmerzhafter Muskelkater ein, sondern auch die Lust am Sport und an der Bewegung bleibt dann schnell aus. Zudem erhöht sich das Verletzungsrisiko.

Überhaupt - prüfen Sie, ob Ihnen der regelmäßige Besuch eines Fitness-Centers zusagt. Die Studios bieten zum Teil langfristige Mitgliedsverträge an. Je länger, desto günstiger wird das Einzeltraining.

Doch wenn Ihnen nach wenigen Wochen das Training dort doch kein Spaß mehr macht, zahlen Sie für eine Jahresmitgliedschaft dennoch weiter, ohne das Angebot zu nutzen. Deshalb - zu Anfang lieber einen Probemonat nehmen oder dann einen kurzfristigen Vertrag.

Hilfreiche Auswahltipps

Sportmediziner haben längst erkannt, dass nur die Kombination von Ausdauer- und Krafttraining zu einem optimalen Muskelaufbau führt. Und zwar unabhängig vom Alter, Geschlecht und von der gewünschten Trainingsintensität.

Deshalb profitieren auch ältere Menschen vom Training im Fitness-Studio. Dessen Auswahl bestimmt in großem Maße den sportlichen Erfolg.

Leistungsvergleiche

Bevor der Sportler sich für ein Fitness-Studio entscheidet, sollte er sich fragen, was er mit dem Training erreichen will beziehungsweise welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte. Als reine "Mucki-Buden" verstehen sich heute nur noch wenige Anbieter.

Vielmehr kommt es darauf an, den Sportler kompetent zu beraten, mit ihm gemeinsam einen Trainingsplan aufzustellen und ihm während des Trainings die erforderlichen Hilfestellungen zu geben. Als zusätzliche Leistungen können

  • Fitness-Kurse
  • Wellness-Programme oder
  • gesundheitliche Vor- und Nachsorgekurse

angeboten werden, von denen die Krankenkassen einen Teil der Kosten übernehmen können.

Die Entfernung des Studios

Nach einem entsprechenden Vergleich werden verschiedene Fitness-Studios in die engere Auswahl gelangen, von denen am Ende sicherlich diejenigen übrig bleiben, die für den Sportler bequem erreichbar sind. Gerade zu Beginn des Trainings ist nämlich die oft fehlende Motivation das größte Problem.

Liegt das Fitness-Studio zu weit entfernt, fällt es besonders schwer, sich aufzuraffen. Wird der Abstecher ins Fitness-Studio allerdings gleich in den Weg von der Arbeit nach Hause einkalkuliert, ist die erste Trainingshürde schon genommen.

Für Menschen mit körperlichen Beschwerden

Wer bereits über körperliche Beschwerden verfügt, sollte sich für ein Fitness-Studio mit besonderer fachlicher Kompetenz im medizinischen beziehungsweise orthopädischen Bereich entscheiden. Viele Physiotherapie-Zentren stellen ihre Geräte nicht nur Patienten, sondern der breiten Masse zur Verfügung, um eine bessere Auslastung zu erreichen.

Physiotherapeuten sind geeignete Ansprechpartner, wenn es um das Erlernen ergonomischer Bewegungsabläufe an den Geräten geht. Zudem verfügen Studios, die ihr Augenmerk auf das ganzheitliche Training legen, meist auch über Geräte, die sich für Sportler mit gesundheitlichen Vorschäden eignen.

Als Beispiel sei das Recumbent-Bike erwähnt. Im übrigen müssen die Geräte regelmäßig gewartet und mit einem entsprechenden Zertifikat versehen sein.

Sehr unterschiedlich gehandhabt wird die Vertragsgestaltung bei den einzelnen Fitness-Studios. Wichtig ist, einen Vergleich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, insbesondere der Vertragslaufzeiten, vorzunehmen.

Steht die Wahl für ein Fitness-Studio, gilt es, sich in Sachen Kursangebot erst einmal einen Überblick zu verschaffen...

So finden Sie den für Sie richtigen Fitnesskurs

Das Angebot an Kursen ist in den meisten Fitness-Studios genauso vielfältig wie die Anzahl an Maschinen und Ergometern. Es ist nicht nur schwer, den Überblick über die aktuellsten Kurse zu behalten, sondern auch die Entscheidung zu treffen, welche Gruppe für einen die richtige ist. Wir geben Ihnen ein paar Tipps zur Hand, damit Sie sich voller Selbstvertrauen und Freude unter die Menge mischen können.

Schauen Sie sich zuerst alles an

Zwei lächelnde Frauen machen Sit-Ups im Aerobicraum
Zwei lächelnde Frauen machen Sit-Ups im Aerobicraum

Fragen Sie den Kursleiter oder Trainer, ob Sie einer Übungsstunde beiwohnen und das Schweiß treibende Geschehen aus der Nähe betrachten können.

Sie können außerdem mit einigen Teilnehmern sprechen, um sich einen Eindruck von der Stimmung in der Gruppe zu verschaffen. In vielen Fällen wird sich dadurch zeigen, ob Sie sich für den Kurs begeistern können oder nicht.

Reden Sie mit der Kursleiterin

Fragen Sie die Trainer nach den Details zum Kurs. Welche Ziele verfolgt er und in welchem Tempo wird daraufhin gearbeitet? Ist der Kurs für Anfänger geeignet oder eher für fortgeschrittene Trainierende gedacht?

Ein Kurs kann auch von Woche zu Woche an Intensität zunehmen. Das sollten Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen.

Stellen Sie sich der Wahrheit

Seien Sie kritisch mit sich selbst. Die meisten Kurse werden für unterschiedliche Leistungsstufen angeboten. Wenn Sie auf dem Fahrradergometer regelmäßig das aktuelle Kreuzworträtsel lösen und eher beiläufig in die Pedale treten, ist eine "high impact" Aerobic-Klasse wahrscheinlich nicht geeignet für Sie.

Kennen Sie sich selbst

Wenn Sie eher introvertiert sind, ist ein treibender Step-Aerobic-Kurs mit lauter Musik und auffallenden Gesten und Bewegungen vielleicht nicht die beste Wahl für Sie. Auf der anderen Seite könnte eine bewusste Entscheidung gegen die eigene Mentalität genau das sein, was Sie zu neuen Fitness-Ufern bringt. Eine Power-Frau, die immer unter Strom steht, könnte die nötige Ruhe in einer Yoga-Klasse finden.

Wagen Sie den Schritt ins Unbekannte

Einige Fitnesskurse muten auf den ersten Blick etwas einschüchtern an. Bauchtanz oder Table-Dancing zum Beispiel.

Geben Sie den Kursen trotzdem eine Chance. Vielleicht stellen sie sich genau als das heraus, was Sie bisher in der Fitness-Welt vergeblich gesucht haben.

Halten Sie sich Alternativen parat

Egal wie gut Ihnen ein Kurs gefällt. Wenn Sie fünfmal in der Woche die gleichen Steps und Moves machen, schleicht sich schnell Langeweile ein. Belegen Sie deshalb ruhig zwei unterschiedliche Kurse, die Sie abwechseln besuchen.

Schnappen Sie sich eine Freundin

In einer Gruppe als der Neuling dazustehen, kann ziemlich unangenehm sein. Wenn Sie normalerweise etwas länger brauchen, um Anschluss in einem bestehenden sozialen Netzwerk zu finden, nehmen Sie ruhig eine Freundin mit. Zu zweit lässt sich die "neue Welt" leichter erobern.

Wer Anschlussprobleme hat, für den stellt möglicherweise auch das Online-Fitnessstudio die richtige Wahl dar...

Online-Fitness-Studios, ein neuer Trend in Sachen Fitness

Was einst in den 80er Jahren geboomt hat, ist heute zwar immer noch beliebt, aber der Hipper aufs Fitness-Studio ist nicht mehr so stark. Zeitmangel, ungünstige Öffnungszeiten, ein Schämen für die Figur oder auch schlichtweg keine Lust mit anderen sein Aerobic-Workout durchzuführen, sind nur einige der Gründe weshalb vermehrt Menschen mit der Hilfe eines Online-Fitness-Studios trainieren und fit werden wollen.

In den USA sind Online-Studios schon länger Normalität und absolut ein Trend. Ein Trend, der nun auch in den deutschen Gefilden eingezogen ist und immer mehr neue Anhänger findet.

Vorteile

Die Vorteile eines Fitness-Studios im Internet liegen hierbei klar auf der Hand:

  • Keine Wartezeiten an den Geräten
  • kein Gruppenzwang
  • man kann trainieren wann und wo man möchte
  • man kann mehrere Kurse downloaden oder auch ganz ungezwungen sein Trainingsprogramm absolvieren, ohne krumme Blicke zu riskieren.

Die Blicke sind es zum Beispiel auch, die viele Frauen und Männer davon abhält, in ein Fitness-Studio zu gehen, denn nicht jeder ist mit der Figur einer Venus oder einem Adonis ausgestattet. Hat man sich nun endlich dazu aufgerafft und möchte mit der Hilfe von Kraft- und Ausdauersport abnehmen, dann fällt es natürlich nicht ganz einfach mit einem dicken Bauch, Hüften oder Po auf das Laufband zu steigen oder beim High Impact Aerobic mit zu schwitzen. Mit dem eigenen Kurs am PC oder TV-Gerät bleibt dieser Umstand selbstverständlich aus und die Motivation hoch.

Ein weiterer Punkt auf der Liste, weshalb Online-Fitness-Studios begehrt sind, liegt in der Zeit begründet. Ob man nun Überstunden schieben muss oder ein Baby zu versorgen hat, Zeit ist knapp und viele möchten diese knappe Freizeit nicht damit verbringen, quer durch die Stadt zu fahren, zu trainieren und wieder zurück zu fahren.

Die Kurse per Online lassen sich jederzeit durchführen, sei es morgens um 7 Uhr oder auch mitten in der Nacht. Überspielbar auf einen MP3-Player kann man selbst sein Pilates im Freien durchführen und gleichzeitig den Freund oder die Freundin dazu animieren mitzumachen.

Angebote

Angeboten wird in solchen Online-Studios fast alles:

Die Videos enthalten genaue Anleitung, was man zum Training benötigt, und ausgebildete Trainer geben Schritt für Schritt die Instruktionen, sowie Tipps für ein sicheres und effektives Trainieren.

Nachteilig an den Online-Studios ist einzig, dass man selbst eine hohe Motivation mitbringen muss, da es weder einen "Gruppenzwang" noch ein schlechtes Gewissen angesichts der umsonst bezahlten Beiträge gibt. Letzteres gibt es nämlich in einem Online-Studio nicht, denn nachdem man seinen recht günstigen Download-Sportkurs herunter geladen hat, war es das auch schon. Keine Verträge und keine Mitgliedschaften sind hierbei wiederum große Vorteile.

Fazit

Grundsätzlich ist diese Art von Sporttreiben eine gute Sache, die sich für den Manager ebenso anbietet als auch für die Hausfrau oder übergewichtige Kinder. Allerdings empfiehlt es sich vor einem Trainingsstart bei bestehenden Problemen wie Übergewicht, Herz-Kreislaufbeschwerden oder andere Erkrankungen sich das Okay von einem Arzt zu holen. Sicherheit gepaart mit viel Spaß lässt dann im Anschluss das persönliche Fitness-Programm zu einer effektiven Sache werden.

Trainingstipps

Viele Fitness-Studios warten heutzutage mit einer ungeheuren großen Auswahl an Gewichtstürmen, Geräten und Hanteln auf. Manche blitzen vor Chrom und Silber, andere locken mit weichen Plastikpolstern, sehen mal interessant und manchmal sogar richtig lustig aus.

Aber nicht alle sind für Anfänger geeignet. Und auch generell sollte man als Einsteiger in Sachen Training im Fitness-Studio einige Punkte beachten.

Tipps für einen erfolgreichen Trainingsbeginn

Sie haben sich zum ersten Mal in einem Fitness-Center angemeldet und sind von den vielen neuen Eindrücken gleichermaßen begeistert wie auch leicht verunsichert? Wir verraten Ihnen, wie Sie in den ersten Wochen den Grundstein für ihren neuen Lebensstil legen und auf Dauer am Ball bleiben.

Machen Sie sich schlau

Fast jedes Fitness-Center bietet für neue Mitglieder eine einführende Beratungsstunde an, bei der alle Geräte und Kurse erläutert werden. Nutzen Sie diese Gelegenheit auf jeden Fall, um von Beginn an typische Anfängerfehler und daraus folgenden Frust zu vermeiden.

Vergessen Sie nie, dass es keine dummen Fragen gibt. Sie sind gerade dabei, eine wundervolle Welt zu entdecken, die viele positive Einflüsse auf Ihr bisheriges Leben nehmen kann. Seien Sie also nicht schüchtern und seien Sie so neugierig wie Sie es auch als Kind waren.

Arbeiten Sie mit einem Trainer zusammen

Am besten ist es, man besucht erst einmal ein Studio und macht dafür einen Termin mit einem der dortigen Trainer. Mit diesem kann besprochen werden, welche Ziele man mit der Mitgliedschaft im Studio verfolgen möchte.

Er wird dem Interessenten das Fitnessstudio im Rahmen einer Führung vorstellen. Anschließend werden in der Regel Gewicht und Körperfett gemessen, und je nach Trainingslevel kann so ein individueller Traininsgplan aufgestellt werden.

Dabei zeigt der Trainer dem zukünftigen Mitglied auch, wie man die Geräte richtig benutzt und die Übungen korrekt durchführt. Es gilt immer, Trainingsfehler zu vermeiden. Dies wird in der Regel immer in einem kostenlosen Probetraining erledigt.

Blonde Frau liegt auf einem Fitnessgerät im Fitness-Studio und bekommt Unterstützung von einem Perso
Blonde Frau liegt auf einem Fitnessgerät im Fitness-Studio und bekommt Unterstützung von einem Personal Trainer

Bleiben Sie nicht allein

Auch wenn das Fitness-Training in seinem Ursprung eher ein Individualsport ist, bedeutet das nicht, dass Sie wie ein einsamer Wolf ihre Runden im Gerätepark drehen müssen. Viele der anderen Mitglieder Ihres Studios haben mit Sicherheit ähnliche Ziele wie Sie.

Und gemeinsam lassen diese sich viel leichter erreichen. Ein oder mehrere Trainingspartner helfen dabei, die Workouts zu einer Gewohnheit werden zu lassen, die Sie so schnell nicht wieder missen wollen. Zusätzlich ist der Austausch von Trainings- und Ernährungstipps von unschätzbarem Wert für ihre eigenen Fortschritte.

Nehmen Sie das Training ernst

Vielleicht haben Sie in ihrem Fitness-Center auch schon jene Mitglieder entdeckt, die ihre Übungen an den Maschinen absolvieren und dabei vertieft ein Buch oder die aktuelle Tageszeitung lesen. Bitte glauben Sie nicht, dass man derart abgelenkt ein optimales Workout absolvieren kann. Sicher müssen Sie nicht hochkonzentriert wie ein Leistungssportler an die Geräte gehen, aber der Fokus muss sich schon in einem gewissen Maß auf die trainierte Muskelgruppe richten, wenn Sie ihre Zeit im Studio nicht vergeuden wollen.

Mit den richtigen Geräten beginnen

Als Einsteiger sollten Sie sich in erster Linie an Übungen und Geräte halten, die ihnen einen festen Bewegungsablauf vorgeben. Also Maschinen, bei denen Sie den Widerstand entlang einer fest vorgegebenen Bahn bewegen.

Das ist beispielsweise bei der Beinpresse und bei fast allen Geräten für die Brust- und Schultermuskulatur der Fall. Dabei wird Ihnen die Ausführung von der Maschine vordiktiert und Sie brauchen sich keine Gedanken darüber zu machen, ob Sie die Hantel im optimalen Bewegungsradius bewegen. So erhalten Sie Gelegenheit, sich auf die für Anfänger wichtigen Dinge wie die korrekte Atmung und richtige Körperhaltung zu konzentrieren.

Eingewöhnungsphase

Geben Sie sich 6-8 Wochen Zeit, um sich an das Trainieren gegen progressive Widerstände zu gewöhnen. Nach dieser Phase können Sie Schritt für Schritt so genannte freie Übungen (Hantel-Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern u.a.) in Ihr Trainingsregime aufnehmen, die zwar insgesamt sportlich anspruchsvoller sind, dafür aber auch zu schnelleren Resultaten führen können.

Kraftübungen absolvieren

Neben den oben genannten Maschinenübungen sind jedoch auch die klassischen Kraftübungen wie Liegestütz und Klimmzüge perfekte Übungen für jeden Einsteiger. Zu den grundsätzlichen Zielen, die ein gesundes und ausgewogenes Fitnesstraining hat, sollte auch gehören, dass man sein eigenes Körpergewicht spielerisch bewältigen kann, um gegen die typischen Herausforderungen des Alltags gewappnet zu sein.

Wer 30-50 Kniebeugen (ohne Zusatzlast) absolvieren kann, braucht keine Angst mehr vor Treppenhäusern ohne Fahrstuhl zu haben. Das regelmäßige Übung von Klimmzügen und Liegestütz machen zudem jede noch so schwere Einkaufstasche und Flaschenkiste zu einer angenehm tragbaren Last.

Wenn Ihnen diese Übungen am Anfang zu schwer sein sollten, können Sie mit leichteren Varianten beginnen. Führen Sie zum Beispiel die Liegestütz auf den Knien aus oder fangen Sie bei den Klimmzügen damit an, zunächst so lange wie möglich an der Stange zu hängen. Sie werden sehen, dass Sie sich bereits in wenigen Wochen deutlich steigern werden.

Die fünf populärsten Trainingsirrtümer im Fitness-Studio

Sie trainieren vier bis sechsmal pro Woche für knapp eine Stunde im Fitness-Studio und trotzdem scheinen sich Doppelkinn und Bierbauch nicht verabschieden zu wollen? - Dass der Trainingserfolg ausbleibt, ist kein Beleg einer ultra schlechten Genetik, sondern ist eher ein Hinweis darauf, dass Ihnen an der einen oder anderen Stelle bei der Trainingsplanung ein kleiner Fehler unterlaufen ist.

Das ist nicht dramatisch schlimm. Jeden von uns Fitness-Enthusiasten passiert das irgendwann im Laufe der Trainingskarriere.

Deshalb folgt hier nun eine Übersicht, der häufigsten Trainingsirrtümer, die an der Milch-Shake-Bar im Fitness-Studio die Runde machen.

Irrtum 1: Um Fett zu verbrennen, muss man Cardio machen

Mit Cardio verbrennt man Energie. Das ist richtig. Studien haben jedoch gezeigt, dass man mit Muskeltraining weitaus größere und langfristigere Fortschritte und körperliche Veränderungen erzielen kann.

Irrtum 2: Komplizierte Maschinen und Geräte bringen den meisten Erfolg

Obwohl jedes Gerät im Fitness-Studio gewisse Vorteile bietet, garantieren freie Gewichte wie Lang- und Kurzhanteln sowie Kettlebells den größten Trainingseffekt. Hierbei ist jedoch eine genaue Anleitung der Übungsausführung dringend erforderlich.

Irrtum 3: Wenn man trainiert, kann man essen, was man will

Der durchschnittliche Fitness-Studio-Gänger trainiert zwischen 30-45 Minuten. Egal wie hart und schwer Sie in dieser Zeit trainieren, Sie werden niemals soviel Kalorien verbrennen, dass Sie ungestraft Süßigkeiten und Fast-Food essen können.

Und überhaupt stellt sich hierbei die Sinnfrage. Was ist der Nutzen, sich beim Training an die eigenen Grenzen zu bringen, die harte Arbeit aber mit einer schlampigen Ernährung zunichte zu machen?

Irrtum 4: Sit-Ups und Crunches machen den Bauch flach

Es ist schlicht unmöglich, gezielt Körperfett abzubauen. Wenn Sie einen flachen Bauch haben möchten, müssen Sie sich insgesamt in Form bringen und auf eine strikte Diät einhalten.

Sit-Ups und andere Bauchübungen trainieren zwar die Bauchmuskeln, können jedoch nicht die Fettschicht darüber verbrennen. Dies ist nur über die Ernährung möglich.

Irrtum 5: Muskeltraining lässt bei Frauen die Weiblichkeit verschwinden

Wenn Sie als Frau Angst davor haben, mit Gewichten zu trainieren, weil Sie das Aussehen einer Bodybuilderin nicht als persönliches Ideal anstreben, können Sie beruhigt sein. Der Körper einer Bodybuilderin ist das Produkt jahrelanger harter und schwerer Arbeit gepaart mit geeigneten Genen, Ehrgeiz und der Bereitschaft, eine extreme Richtung einzuschlagen.

Der definierte und massive Look kommt nicht über Nacht und ist auch nicht mit dem durchschnittlichen Fitness-Training erreichbar. Sie werden eher feststellen, dass Ihre Arme und Beine mit der Zeit straffer werden und Sie bei sportlichen Aktivitäten außerhalb des Fitness-Studios an Leistungsfähigkeit gewinnen.

Quellen:

  • Christoph Delp: Bodytraining im Fitness-Studio. Studioauswahl, Übungen, Programme, Pietsch Verlag, 2004, ISBN 3613504618
  • Wolfgang Mießner: Richtig. Trainieren im Fitness-Studio, Blv Buchverlag, 2002, ISBN 3405164044
  • Andreas Bredenkamp und Michael Hamm: Trainieren im Sportstudio, Fitness-Contur, 2001, ISBN 3928148125
  • Florian Eiler: Zeit, sich zu bewegen: Fit im besten Alter. Ihr Weg zum richtigen Fitness-Studio: Sinnvolle Übungen im Studio. Welches Fitness-Studio ist ds passende?, Wessp, 2003, ISBN 3934651100

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