24. Februar 2010
Um überschüssige Haut im Bauchbereich zu entfernen, kann eine Bauchstraffung vorgenommen werden. Im Vorfeld sind jedoch einige Dinge zu beachten.
Vor der Durchführung einer Bauchdeckenstraffung findet zunächst ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt statt, der zudem eine genaue Untersuchung des Bauchraums vornimmt. Danach werden die geeignete Vorgehensweise und Schnittführung für den operativen Eingriff geplant. Im Vorfeld der Operation muss jedoch darauf geachtet werden, dass der Patient in einer guten gesundheitlichen Verfassung ist und nicht unter Übergewicht leidet, denn bei Fettleibigkeit kann die Bauchstraffung nicht durchgeführt werden. Es ist also ratsam, in der Zeit vor der Operation für eine Abnahme von Gewicht zu sorgen. Vor und nach dem Eingriff sollte der Patient nicht rauchen, um die Wundheilung nicht zu beeinträchtigen. Auch bestimmte Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Cumarine müssen vor der Operation abgesetzt werden. Durchgeführt wird die Bauchstraffung in der Regel ambulant. Auf eine belastende Narkose wird zumeist verzichtet. Stattdessen versetzt man den Patienten in einen Dämmerschlaf und nimmt eine örtliche Betäubung des Bauches vor.
Vor dem Schnitt werden die überschüssigen Haut- und Fettareale vom behandelnden Arzt abgemessen und eingezeichnet. Bei den Hautschnitten wird darauf geachtet, dass es später nur zu unauffälligen Narben kommt. Während der Operation werden die überschüssigen Hautlappen gemeinsam mit dem Fettgewebe, das sich darunter befindet, entfernt. Dazu wird ein wellenförmiger Schnitt (W-Schnitt) vorgenommen. Dieser beginnt über der Schamhaargrenze und verläuft an den Beckenknochen bis zu deren Ende. Ein zweiter Hautschnitt erfolgt um den Bauchnabel, damit dieser von der Bauchhaut abgelöst werden kann. Dieser geöffnete Bauchlappen wird bis zum Rippenbogen angehoben. Falls nötig, kann auch die erschlaffte Bauchmuskulatur gestrafft werden. Anschließend klappt der Chirurg den vorher gelösten Bauchlappen wieder nach unten und strafft ihn. Danach werden die offenen Wundränder mit exakten Nähten verschlossen und der Bauchnabel erhält durch einen Schnitt eine neue Position. Letzter Schritt der Operation ist das Anlegen von kleinen Drainageröhrchen. Über diese können Blut und überschüssige Gewebeflüssigkeiten nach außen abgeleitet werden. Nach etwa ein bis zwei Tagen werden die Schläuche wieder entfernt. Zuletzt erfolgt das Anlegen eines Kompressionsverbandes.
Wie bei jeder Operation, kann es auch bei einer Bauchstraffung zu Komplikationen kommen. Dies können Durchblutungsstörungen im Bauchraum, Asymmetrien, Dellen, Thrombosen, bakterielle Infektionen sowie die Bildung von störenden Narben sein.
Nach dem Eingriff ist es wichtig, schwere körperliche Anstrengungen und sportliche Aktivitäten für ein bis zwei Monate zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, den Oberkörper nicht zu sehr zu strecken oder zu beugen. Dagegen sind Spaziergänge an der frischen Luft gut für den Heilungsverlauf und vermindern das Risiko von Thrombosen. Darüber hinaus sind nach dem Eingriff regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erforderlich.
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